Lustlos mit Hashimoto

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Hallo liebe Gemeinde und liebe Mitleidende!

Sind hier im Forum Damen mit Hashimoto die Tipps geben können? Oder befindet sich jemand in selbiger Position mit seinem Partner/Partnerin die aufgrund von Hashimoto kaum Lust aufbringen kann.

Bei uns ist es so, dass ich, 35 Jahre alt in meiner Einschätzung nach im besten Alter befindlich, mit meiner Frau 36, kaum mehr Sex habe.

Bei ihr wurde Hashimoto vor 3 Jahren festgestellt. Sie nimmt ihre Medizin und ist eingestellt (auch jährliche Kontrolle)
Leider nimmt unser Sexleben stetig ab. ca 1x Monat, was mir viel zu wenig ist. Wir haben 2 Kinder im Alter von 6 und 3.

Leider kann sie körperlich einfach nicht mehr. Es tut ihr ja eh leid, aber sie kann keine Lust aufbringen und ist ständig nur müde.

Über Tipps, was man supplementieren/ essen/ trinken, Rituale, Yoga etc machen kann wäre ich froh und dankbar. Vl gibt es welche mit Erfahrungswerten.

Für mich sind die letzten Jahre einfach nur zum verzweifeln. Und besonders 2026 macht mich fertig. So wenig Sex in der Partnerschaft tut zumindest mir nicht gut.

Wann ich es gar nicht mehr ausgehalten habe bin ich ins Puff nach Salzburg gefahren und habe dort meinen Spaß gehabt. (waren 3 Besuche heuer)

Vielen Dank für eure Ratschläge
 
Hallo liebe Gemeinde und liebe Mitleidende!

Sind hier im Forum Damen mit Hashimoto die Tipps geben können? Oder befindet sich jemand in selbiger Position mit seinem Partner/Partnerin die aufgrund von Hashimoto kaum Lust aufbringen kann.

Bei uns ist es so, dass ich, 35 Jahre alt in meiner Einschätzung nach im besten Alter befindlich, mit meiner Frau 36, kaum mehr Sex habe.

Bei ihr wurde Hashimoto vor 3 Jahren festgestellt. Sie nimmt ihre Medizin und ist eingestellt (auch jährliche Kontrolle)
Leider nimmt unser Sexleben stetig ab. ca 1x Monat, was mir viel zu wenig ist. Wir haben 2 Kinder im Alter von 6 und 3.

Leider kann sie körperlich einfach nicht mehr. Es tut ihr ja eh leid, aber sie kann keine Lust aufbringen und ist ständig nur müde.

Über Tipps, was man supplementieren/ essen/ trinken, Rituale, Yoga etc machen kann wäre ich froh und dankbar. Vl gibt es welche mit Erfahrungswerten.

Für mich sind die letzten Jahre einfach nur zum verzweifeln. Und besonders 2026 macht mich fertig. So wenig Sex in der Partnerschaft tut zumindest mir nicht gut.

Wann ich es gar nicht mehr ausgehalten habe bin ich ins Puff nach Salzburg gefahren und habe dort meinen Spaß gehabt. (waren 3 Besuche heuer)

Vielen Dank für eure Ratschläge

2 kleine Kinder hören sich schon nach Stress an Hashimoto noch dazu, da tut mir deine Frau mehr leid als du. Sorry 🤭

Deine Sicht hast du ja nachvollziehbar erklärt.
Ich bin nur ein Fremdgeh' Gegner. 😁
In einer guten Partnerschaft funktioniert die Kommunikation so gut, dass man die Partnerin nicht belügen muss.

Wie viel Zeit hat sie für sich?
Freizeit meine ich, also Zeit wo sie sich nur um sich selbst und ihre "Gelüste" kümmern und beschäftigen kann?

Arbeit, Kinder, Haushalt,... Wie ist eure Aufteilung?
 
Ich empfehle auf vegane und weitestgehend glutenfreie Ernährung umzustellen - hat bei mir jedenfalls super funktioniert um Hashimoto in den Griff zu bekommen. Mittlerweile bin ich pescetarisch unterwegs, genieße Milchprodukte in Maßen.

Vorrangig geht's darum dass die Frau sich gut fühlen soll - nicht darum wieder Sex zu haben.
 
Über Tipps, was man supplementieren/ essen/ trinken, Rituale, Yoga etc machen kann wäre ich froh und dankbar. Vl gibt es welche mit Erfahrungswerten.
Nicht mit Hashimoto, aber mit anderen Autoimmunerkrankungen.

Viele die bei mir im Gym trotz solcher Krankheiten weiter trainiert haben verzichten inzwischen auf Gluten / Brot. Alternativen gibt es, vor allem kann man sich z.B. auch aus Magerquark, Eiern und Käse einen Ersatz für Pizzateig etc. zaubern. Gibt aber unzählige Alternativen, das Thema trendet ja allgemein. Erwähnen muss man freilich das vieles dazu falsch interpretiert wird, nicht alles gesichertes Wissen ist und natürlich viel Profitgedanken dahinter steckt.

Fragt man jetzt nur als Beispiel Wissenschaftler bezüglich Rheuma und Eiweiß aus Weizen, Roggen und Gerste dann sehen die da zu 99% kein Problem. Frage ich Rheumkranke die ich selber kenne, dann sagen viele das es ihnen ohne Gluten viel besser geht. Erzählt man das einem Rheumatologen dann ist es oft eine 50 / 50 Chance ob er zustimmt oder nicht.
Daher behaupte ich, im Fall der Fälle einer Autoimmunerkrankung einfach mal ein paar Monate probieren. Der Glutenverzicht bringt ja keinen um.

Die Theorie dahinter kurz erklärt.

- Gluten könne die Durchlässigkeit der Darmwand ("Leaky Gut") erhöhen.

- Dadurch könnten Bestandteile aus dem Darm ins Blut gelangen und das Immunsystem aktivieren.

- Bei genetisch veranlagten Menschen könne dies Autoimmunerkrankungen fördern oder verschlimmern.

- Bei Menschen mit genetischer Veranlagung insbesondere bei Zöliakie, kann dieser Mechanismus zur Entstehung oder Verschlechterung einer Autoimmunerkrankung beitragen.

Jetzt hüpfen natürlich viele freudig herum, Hurra, Hurra wir haben die Lösung und Heilung und man kann natürlich nun Geld damit machen indem man diese Theorie vermarktet oder sich zum Guru der Ernährung erklärt. Aber leider ist dem natürlich nicht so.

Und trotzdem ist wohl ein größeres Körnchen Wahrheit drinn. Denn wenn mir in den letzten Jahren um die 30 Leute mit Autoimmunerkrankungen auch teilweise mit ihren Werten vom Labor freudig von der Verbesserung nach der Ernährungsumstellung berichten, dann würde ich es nicht einfach abtun wenn ich betroffen wäre. Ich sage es gilt eben als Tipp den man versuchen kann und nicht als Wunder oder voll gesicherte Wissenschaft.


Bei "Ritualen" musste ich jetzt etwas schmunzeln. Ich gehe stark davon aus das es wenig Einfluss auf Krankheiten hat wenn man nun eine Krähe auf einem Altar opfert oder um einen Schrumpfkopf tanzt. :lol:
Esoterik und die dazugehörige Szene gibt es aus zwei Gründen. Um Geld zu generieren oder seine Blödheit auszuleben. Beides ergänzt sich natürlich perfekt.

Wenn mit Ritual aber gemeint ist das man jeden Tag aufsteht, 15 Minuten mit Gewichten trainiert, 10 Minuten läuft um dann ein gesundes Frühstück zu konsumieren. Ja, so ein Ritual weiß ich zu schätzen.


Yoga ist so eine Sache. Ich bin jeden Tag damit direkt konfrontiert. Ein paar Übungen finde ich wirklich nicht übel und Frauen die Yoga praktizieren sind unglaublich ästhetisch und ich könnte stundenlang zusehen. Aber ob ich mit der Cobra Position mehr erreiche als mit 3 Sätzen Crunch Maschine und 45 Situps, da habe ich meine Zweifel. Wo mir Yoga dann suspekt wird ist wenn man daraus mehr macht als es ist. Yoga ist Beweglichkeits und Stabilitätstraining und alles was man ansonsten dazu schwurbelt ist die Groteske der Menschlichen Fantasie.
Solange man Yoga nicht als Einstiegsdroge für den Gehirnsumpf verwendet spricht sicher mehr dafür als dagegen.
Eines will ich aber aus persönlicher Erfahrung anmerken, eine Yoga Trainerin die in ihren betreuten Gruppen keinen TCM Mist oder andere Abzocke betreibt ist schwerer zu finden als einen Gehirnchirurgen der Altgriechisch kann.


Der Tagesbedarf eines Menschen ist kein Rätsel. In Österreich lehnt die Mehrheit Supplements ab weil sie den Inhalt nicht verstehen und sie die Verabreichungsform an Medikamente erinnert. Dazu glauben viele den Tagesbedarf mit ihrer Ernährung zu stemmen. Dem ist aber so gut wie nie so. Darum laufen auch gefühlt 90% der Leute mit Mangelerscheinungen herum und vor allem Frauen und Eisenmangel ist so eine typische Geschichte.

Ich kann dir zumindest einmal sagen was ich persönlich täglich "einwerfe".

Eine Vitamin A-Z die allgemein eher etwas moderat dosiert ist. Vitamin D3 mit K2, Omega 3, Zink mit Histidin, und Kreatin Monohydratpulver.

Ab und zu eine Magnesium oder Kalzium Brausetablette.

Weil ich mir einbilde das es vielleicht eine Wirkung haben könnte noch Coenzym Q10, Ashwaganda und Kollagen.

Und noch einiges speziell für den Bereich Bodybuilding was hier aber wohl kein Thema ist.

Meine Werte sind alle top und beim Blutbild wurde ich schon öfter von Ärzten gefragt wie ich das schaffe.


Ich ernähre mich weitestgehend speziell für Kraftsport. Proteinshakes, magere Steaks die rosa serviert werden, Hühnerbrust ohne Ende, Magerquark, Massen von Eiern, Handkäse, fettarmer Hüttenkäse, Rindfleisch wo ich das Fett auslasse. Nudeln und Reis wenig und nur wenn ich die Stärke im Kühlschrank umwandle, Gemüse für die Optik, Salat fast nur mit Apfelessig, Avocados, viel Fisch, meistens Lachs oder Thunfisch, laktosefreie Milch, Proteinjoghurt, viel Puten und Hühnerleber. Ich bin sparsam mit Salz, verwende primär eine Heißluftfriteuse und wenn ich wirklich Brot will dann backe ich das selbst aus Dinkelmehl, Backpulver und Magerquark. Süßes entweder Proteinriegel oder dunkle 80% Schokolade. Ich trainiere aber auch fast jeden Tag 3 Stunden Kraft. Nur isst natürlich auch der Rest meiner Familie zumindest das meiste mit und es gibt eigentlich nur positive Effekte. Machen aber angemerkt auch alle Sport!
Ich sage man muss so essen wie man sich täglich bewegt. Wenn ich einen Tag nur herumsitze dann reicht auch ein Hüttenkäse zu Mittag. Wenn ich in einem Anfall versuche 4 Stunden im Gym mit Gewichten zu trainieren dann braucht es mehr. Viel mehr! Kalorienzählen wird zwar oft verdammt, aber was passiert wohl wenn man dauerhaft mehr Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht?! ;)

Wasser, Wasser, Wasser und wenn ich viel schwitze, Wasser mit Isostar. Elektrolytwerte sinken erstaunlich schnell!
Ja, so einen 0% Zucker Sirup habe ich auch daheim. Aber der Mensch braucht sicher kein Cola oder anderen Unfug. Wenn überhaupt mal über die Strenge dann ein Bier oder ein guter Wein. Aber nie etwas über dem Alkoholgehalt von Likör.

Bei dem von dir spezifizierten Fall wird man wahrscheinlich immer auf Jod achten müssen?!

Mein Fazit wäre es einmal den Versuch zu starten testweise auf Gluten zu verzichten, mehr Bewegung mit Krafttraining in einem Gym (aber angemessen dosiert und mit Sätzen!), vielleicht die Kohlenhydrate im Auge behalten, Mangelerscheinungen ausgleichen oder vorbeugen indem man Supplements verwendet und das alles mit dem zuständigen Facharzt (eigentlich am besten mit zwei bis drei verschiedenen) abstimmen.

Das Libidoproblem ist traurig, aber vielleicht kann man es zumindest etwas kompensieren indem man den Rest des Körpers auf Vordermann bringt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Vielen Dank vor allem für die ausführlichen Antworten.

Bei uns ist es derzeit halt nur mehr eine Arbeitsaufteilung. Mit solcher Situation kann man natürlich nicht zufrieden sein.

Ich komme Abends gegen 5,6 nachhause und schaue dann auf die Kinder. Essen, Kinder zu Bett bringen und danach Küchenputz.

Meine Frau ist dann abends halt wegen Hasimoto meist sehr müde und fällt meist schon um diese Zeit ins Bett.

Es ist für uns beide eine scheiß Krankheit.
Wir beide haben praktisch 0 Partnerschaft.
Meine Frau ist halt abends schnell müde, nimmt leicht zu und ist sehr leicht gereizt und am Schimpfen und schreien mit den Kindern.

Ich greife ihr sehr unter die Arme. Bei jungen Paaren ist der Haushalt eh nur mehr aufgeteilt. Finde ich auch gut wenn man sich die Arbeit einfach aufteilt.

Aber ihr Problem ist halt, dass sie sich sehr schnell in etwas reinsteigert. vor allem bei Kleinigkeiten.

Und dass sie sich für die Kinder wie Personal behandeln lässt. Daran ist sie natürlich aber selbst schuld.

Wenn ich mit den Kindern alleine zuhause bin, so wie heute Samstag Vormittag, dann richten sich die Kinder nach meinem Tempo und müssen halt auch mal für Handgriffe warten da ich nicht sofort springe und eile sobald sie rufen.

Ich finde halt, dass sich Stress gerade Zuhause in der Kindesentwicklung meist selbst zuzuschreiben ist und sicherlich vermeidbar wäre.

Meine Frau ist eh seit diesem Jahr Ausschreibung Low Carb. Kaum mehr Brot.

Essen und trinken gibts eigentlich sehr viel Gesundes. Gerade mit Kindern wollen wir ein gutes Vorbild sein. Also kein Süßkram, Chips, Softdrinks und co...

Mit der Situation sind wir beide nicht zufrieden. Auch ihr passt es ja nicht, wenn sie einfach keine Lust aufbringen kann und sich einfach selbst fertig macht mit unnötig aufgeladenen Stress und Gedanken an die Kinder.

Kurz gesagt, sie kann einfach nicht abschalten.
Auch wenn es selten Mal zum Sex kommt, kanns wirklich vorkommen, dass wieder an irgend einen Kindergarten/ Schultermin oder generellen Kinder-Termin plötzlich gewechselt und angesprochen wird.

Vor den Kindern war dies natürlich gar nicht so. Da haben wir es echt geliebt und ein normales Sexleben gehabt.

1, 2 mal in der Woche war normaler Standard und hat uns gefallen.

Jetzt ist es einfach nur mehr traurig und zum verzweifeln, da wir auch noch nicht alt sind und vor allem ich jeden Tag könnte vom Interesse, Verlangen etc... her
 
Ich habe jetzt keine Erfahrungen mit Hashimoto
Ich finde halt, dass sich Stress gerade Zuhause in der Kindesentwicklung meist selbst zuzuschreiben ist und sicherlich vermeidbar wäre.
Aber sowas zu schreiben zeugt von wenig Empathie. NIEMAND macht sich Stress weil man Stress so geil findet.
Meine Eine hat auch Sorgen, Ängste und Stress die ich nicht so fühle und persönlich nicht nachvollziehen kann... Sie hat das aber sicher nicht um mich zu nerven!

Und "vermeidbar" ist das falsche Wort für sowas. Weil (die meisten) Menschen ihre Ängste und Sorgen NICHT einfach abschalten können.
"Therapierbar" oder "aufarbeitbar"... Vielleicht. Das geht aber nicht von heute auf morgen und erfordert wirklich aktive Beschäftigung mit diesen Sorgen. Und den Willen diese Muster aufzulösen.

Kurz gesagt, sie kann einfach nicht abschalten.
Auch wenn es selten Mal zum Sex kommt, kanns wirklich vorkommen, dass wieder an irgend einen Kindergarten/ Schultermin oder generellen Kinder-Termin plötzlich gewechselt und angesprochen wird.
Ihre Muster sind ihre Muster. Die hat die scheinbar auch nicht zum Spaß!

An so einem Punkt wäre Verhaltenstherapie für konkrete Probleme vielleicht Mal einen Versuch wert. Ist oft eine Therapieform die am schnellsten greifbare Lösungen liefert. Ansonsten Paartherapie oder tiefer gehende, analytische Formen.

All das lässt sich nicht einfach auflösen!
Daran müsst ihr arbeiten. Und leichte Wege gibt es da nicht.
Garantiert ist aber niemandem geholfen wenn du deiner Frau die Schuld zu schiebst!
 
Also ich sehe den Auslöser der Probleme sicher nicht in einem gut eingestellten Hashimoto. Das Problem liegt wo anders und ich würde da eher Aschu's Ratschläge befolgen um als Paar wieder in die Spur zu finden.
 
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