Über Tipps, was man supplementieren/ essen/ trinken, Rituale, Yoga etc machen kann wäre ich froh und dankbar. Vl gibt es welche mit Erfahrungswerten.
Nicht mit Hashimoto, aber mit anderen Autoimmunerkrankungen.
Viele die bei mir im Gym trotz solcher Krankheiten weiter trainiert haben verzichten inzwischen auf Gluten / Brot. Alternativen gibt es, vor allem kann man sich z.B. auch aus Magerquark, Eiern und Käse einen Ersatz für Pizzateig etc. zaubern. Gibt aber unzählige Alternativen, das Thema trendet ja allgemein. Erwähnen muss man freilich das vieles dazu falsch interpretiert wird, nicht alles gesichertes Wissen ist und natürlich viel Profitgedanken dahinter steckt.
Fragt man jetzt nur als Beispiel Wissenschaftler bezüglich Rheuma und Eiweiß aus Weizen, Roggen und Gerste dann sehen die da zu 99% kein Problem. Frage ich Rheumkranke die ich selber kenne, dann sagen viele das es ihnen ohne Gluten viel besser geht. Erzählt man das einem Rheumatologen dann ist es oft eine 50 / 50 Chance ob er zustimmt oder nicht.
Daher behaupte ich, im Fall der Fälle einer Autoimmunerkrankung einfach mal ein paar Monate probieren. Der Glutenverzicht bringt ja keinen um.
Die Theorie dahinter kurz erklärt.
- Gluten könne die Durchlässigkeit der Darmwand ("Leaky Gut") erhöhen.
- Dadurch könnten Bestandteile aus dem Darm ins Blut gelangen und das Immunsystem aktivieren.
- Bei genetisch veranlagten Menschen könne dies Autoimmunerkrankungen fördern oder verschlimmern.
- Bei Menschen mit genetischer Veranlagung insbesondere bei Zöliakie, kann dieser Mechanismus zur Entstehung oder Verschlechterung einer Autoimmunerkrankung beitragen.
Jetzt hüpfen natürlich viele freudig herum, Hurra, Hurra wir haben die Lösung und Heilung und man kann natürlich nun Geld damit machen indem man diese Theorie vermarktet oder sich zum Guru der Ernährung erklärt. Aber leider ist dem natürlich nicht so.
Und trotzdem ist wohl ein größeres Körnchen Wahrheit drinn. Denn wenn mir in den letzten Jahren um die 30 Leute mit Autoimmunerkrankungen auch teilweise mit ihren Werten vom Labor freudig von der Verbesserung nach der Ernährungsumstellung berichten, dann würde ich es nicht einfach abtun wenn ich betroffen wäre. Ich sage es gilt eben als Tipp den man versuchen kann und nicht als Wunder oder voll gesicherte Wissenschaft.
Bei "Ritualen" musste ich jetzt etwas schmunzeln. Ich gehe stark davon aus das es wenig Einfluss auf Krankheiten hat wenn man nun eine Krähe auf einem Altar opfert oder um einen Schrumpfkopf tanzt.

Esoterik und die dazugehörige Szene gibt es aus zwei Gründen. Um Geld zu generieren oder seine Blödheit auszuleben. Beides ergänzt sich natürlich perfekt.
Wenn mit Ritual aber gemeint ist das man jeden Tag aufsteht, 15 Minuten mit Gewichten trainiert, 10 Minuten läuft um dann ein gesundes Frühstück zu konsumieren. Ja, so ein Ritual weiß ich zu schätzen.
Yoga ist so eine Sache. Ich bin jeden Tag damit direkt konfrontiert. Ein paar Übungen finde ich wirklich nicht übel und Frauen die Yoga praktizieren sind unglaublich ästhetisch und ich könnte stundenlang zusehen. Aber ob ich mit der Cobra Position mehr erreiche als mit 3 Sätzen Crunch Maschine und 45 Situps, da habe ich meine Zweifel. Wo mir Yoga dann suspekt wird ist wenn man daraus mehr macht als es ist. Yoga ist Beweglichkeits und Stabilitätstraining und alles was man ansonsten dazu schwurbelt ist die Groteske der Menschlichen Fantasie.
Solange man Yoga nicht als Einstiegsdroge für den Gehirnsumpf verwendet spricht sicher mehr dafür als dagegen.
Eines will ich aber aus persönlicher Erfahrung anmerken, eine Yoga Trainerin die in ihren betreuten Gruppen keinen TCM Mist oder andere Abzocke betreibt ist schwerer zu finden als einen Gehirnchirurgen der Altgriechisch kann.
Der Tagesbedarf eines Menschen ist kein Rätsel. In Österreich lehnt die Mehrheit Supplements ab weil sie den Inhalt nicht verstehen und sie die Verabreichungsform an Medikamente erinnert. Dazu glauben viele den Tagesbedarf mit ihrer Ernährung zu stemmen. Dem ist aber so gut wie nie so. Darum laufen auch gefühlt 90% der Leute mit Mangelerscheinungen herum und vor allem Frauen und Eisenmangel ist so eine typische Geschichte.
Ich kann dir zumindest einmal sagen was ich persönlich täglich "einwerfe".
Eine Vitamin A-Z die allgemein eher etwas moderat dosiert ist. Vitamin D3 mit K2, Omega 3, Zink mit Histidin, und Kreatin Monohydratpulver.
Ab und zu eine Magnesium oder Kalzium Brausetablette.
Weil ich mir einbilde das es
vielleicht eine Wirkung haben könnte noch Coenzym Q10, Ashwaganda und Kollagen.
Und noch einiges speziell für den Bereich Bodybuilding was hier aber wohl kein Thema ist.
Meine Werte sind alle top und beim Blutbild wurde ich schon öfter von Ärzten gefragt wie ich das schaffe.
Ich ernähre mich weitestgehend speziell für Kraftsport. Proteinshakes, magere Steaks die rosa serviert werden, Hühnerbrust ohne Ende, Magerquark, Massen von Eiern, Handkäse, fettarmer Hüttenkäse, Rindfleisch wo ich das Fett auslasse. Nudeln und Reis wenig und nur wenn ich die Stärke im Kühlschrank umwandle, Gemüse für die Optik, Salat fast nur mit Apfelessig, Avocados, viel Fisch, meistens Lachs oder Thunfisch, laktosefreie Milch, Proteinjoghurt, viel Puten und Hühnerleber. Ich bin sparsam mit Salz, verwende primär eine Heißluftfriteuse und wenn ich wirklich Brot will dann backe ich das selbst aus Dinkelmehl, Backpulver und Magerquark. Süßes entweder Proteinriegel oder dunkle 80% Schokolade. Ich trainiere aber auch fast jeden Tag 3 Stunden Kraft. Nur isst natürlich auch der Rest meiner Familie zumindest das meiste mit und es gibt eigentlich nur positive Effekte. Machen aber angemerkt auch alle Sport!
Ich sage man muss so essen wie man sich täglich bewegt. Wenn ich einen Tag nur herumsitze dann reicht auch ein Hüttenkäse zu Mittag. Wenn ich in einem Anfall versuche 4 Stunden im Gym mit Gewichten zu trainieren dann braucht es mehr. Viel mehr! Kalorienzählen wird zwar oft verdammt, aber was passiert wohl wenn man dauerhaft mehr Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht?!
Wasser, Wasser, Wasser und wenn ich viel schwitze, Wasser mit Isostar. Elektrolytwerte sinken erstaunlich schnell!
Ja, so einen 0% Zucker Sirup habe ich auch daheim. Aber der Mensch braucht sicher kein Cola oder anderen Unfug. Wenn überhaupt mal über die Strenge dann ein Bier oder ein guter Wein. Aber nie etwas über dem Alkoholgehalt von Likör.
Bei dem von dir spezifizierten Fall wird man wahrscheinlich immer auf Jod achten müssen?!
Mein Fazit wäre es einmal den Versuch zu starten testweise auf Gluten zu verzichten, mehr Bewegung mit Krafttraining in einem Gym (aber angemessen dosiert und mit Sätzen!), vielleicht die Kohlenhydrate im Auge behalten, Mangelerscheinungen ausgleichen oder vorbeugen indem man Supplements verwendet und das alles mit dem zuständigen Facharzt (eigentlich am besten mit zwei bis drei verschiedenen) abstimmen.
Das Libidoproblem ist traurig, aber vielleicht kann man es zumindest etwas kompensieren indem man den Rest des Körpers auf Vordermann bringt.