Generation Porno

Im nachhinein wäre es interessant zu wissen, aus welchem Kulturkreis diese Jungs stammen? Respektlosigkeit ist besonders bei Muslimischen Paschas meist an der Tagesordnung.
Sollte es wirklich Hans, Seppl, und Luggi gewesen sein, bitte ich um Entschuldigung.
Wozu?
Warum sollte die Herkunft irgendwas an der individuellen Tat, der individuellen Situation und der Reaktion darauf, dem Umgang damit ändern?

Was unterscheidet den "muslimischen Pascha" vom katholischen Patriarchen? Wie unterscheidet sich der Umgang mit dem frauenverachtenden Verhalten dieser Männer?
 
Ich persönlich kann mit dem reisserischen Titel "Generation Porno" gar nichts rechtes anfangen.
Es ist lediglich ein Aspekt der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen des neuen Jahrtausends, die eben von einem Übermaß an Inhalten und deren Verfügbarkeit im Internet geprägt ist.
Da reiht sich Pornographie in einer Reihe mit Themen wie Frauenhass, rechtsextremer Ideologie, religiösem Fanatismus oder Verschwörungtheorien mit ein.

Diese Inhalte sind und lassen sich leider nicht wegdiskutieren ...
Die große Herausforderung ist es, jungen Menschen ein Gespür für Menschenwürde und -rechte zu vermitteln, Urteilsvermögen und kritisches Hinterfragen zu fördern und sie nicht zuletzt mit diesen Inhalten nicht allein zu lassen. Und damit diese Begleitung/Orientierungshilfe passieren kann, braucht es gegenseitiges Vertrauen, das man sich (oftmals hart) erarbeiten muss ...
 
Ich persönlich kann mit dem reisserischen Titel "Generation Porno" gar nichts rechtes anfangen.
Es ist lediglich ein Aspekt der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen des neuen Jahrtausends, die eben von einem Übermaß an Inhalten und deren Verfügbarkeit im Internet geprägt ist.
Da reiht sich Pornographie in einer Reihe mit Themen wie Frauenhass, rechtsextremer Ideologie, religiösem Fanatismus oder Verschwörungtheorien mit ein.

Diese Inhalte sind und lassen sich leider nicht wegdiskutieren ...
Die große Herausforderung ist es, jungen Menschen ein Gespür für Menschenwürde und -rechte zu vermitteln, Urteilsvermögen und kritisches Hinterfragen zu fördern und sie nicht zuletzt mit diesen Inhalten nicht allein zu lassen. Und damit diese Begleitung/Orientierungshilfe passieren kann, braucht es gegenseitiges Vertrauen, das man sich (oftmals hart) erarbeiten muss ...
Ja, da stimme ich Dir zu, dass es sich um ein Konglomerat von Herausforderungen handelt, die letztlich alle die von Dir beschriebenen Hilfen erfordern. Gleichzeitig ist dieser Beitrag hier von der Fragestellung her eben auf eine dieser Herausforderungen konzentriert.
 
Jup. Und nicht nur die sind vermutlich bei der nächsten Station oder bevor Polizei eintrifft weg. Vermutlich auch sämtliche Zeugen. Oder Zeugen wollen nichts damit zu tun haben... Weil wer will wegen sowas eine Woche darauf einen Nachmittag opfern um zur Polizei zu fahren und eine Aussage zu machen. Oder schlimmsten Falls noch mehr Zeit um irgendwann später nochmal vor Gericht zu erscheinen und die Aussage zu wiederholen.
Wenn's ernst wird hat bei sowas ganz schnell eigentlich niemand was gesehen oder sich eigentlich gar nicht belästigt gefühlt. Oder würde eigentlich gerne als Zeuge Aussagen, hat aber leider gerade keine Zeit weil er/sie schnell in die Arbeit muss... Tut leid!
Das nennt sich Realität.
 
Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen.
Kann mich aber der Ansicht anschließen, daß all diese Auswüchse keinen guten Anreiz für unsere Gesellschaft darstellen.
ABER.
Noch viel schlimmer finde ich die Reizüberflutung von Gewalt in all den Medien.
Sei es durch die Bilder von Kriegen die Nur Tod und Zerstörung bringen.
Es gibt keine Nachrichten wo nichts gezeigt wird.
Und auch die Anzahl und Arten von Krimis die Jeder quasi Rund um die Uhr konsumieren kann.
Da wird Tod und Sterben zur Alltäglichkeit.
Von deren Auswirkungen hab ich mindestens genau so viel Angst.
 
Die Unterscheidung zwischen Realität und Film war früher einfacher. Manche Sachen gehen derart weit in der exiziten Darstellung von Gewalt, da gebe ich Dir Recht. Vergleich Mal FSK18 von vor 30 Jahren mit heutigen Werken.
 
Aschu ich glaube dass die Zeit hier schon eine gewisse Rolle spielt, nur meinst Du wirklich dass es Kinder gibt die uns Erwachsenen "Stundenlang" zuhören wollen, hier bin ich sehr skeptisch:unsure:
Ds soll Eltern geben die mit ihren Kindern eine Konversation auf Augenhöhe führen können. Großartige Belehrungen hören sich auch Erwachsene nicht an.
 
...Reichen Aufklärung und Medienkompetenz aus, oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
...
Dass bereits 8-Jährige schon die perversten Praktiken im Internet gesehen haben zeigt, dass die bisherigen "Maßnahmen" schon seit Jahrzehnten überhaupt nicht greifen.

Die einzige mir bekannte Site, welche über eine gute und wirksame Altersverifikation verfügt, ist "Mydirtyhobby".
Von politischer Seite wurde Jugendschutz zwar versucht, aber Sites im Ausland wie z.B. "Xhamster" scheren sich nicht um unsere Gesetze.

So bleibt es tatsächlich an den Eltern hängen, eine Kindersicherung an digitalen Endgeräten zu installieren. Da auch diese Maßnahme von der heutigen Jugend umgangen werden kann, ist es wohl unumgänglich, bereits in sehr jungen Jahren diese "Pornoproblematik" in kindgerechter Form zu thematisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schreibt mal, wie so ein Gespräch aussehen soll, damit die Generation Porno (und diese bösen Pornos werden ja von der Elterngeneration online gestellt .. die sich auch hier im Forum tummelt und so eine tolle Einstellung zur Sexualität hat) geheilt wird?
 
Deine Argumente überzeugen mich nicht. Dass Züge heute videoüberwacht sind und Fehlverhalten Konsequenzen haben sollte bestreitet niemand. Das erklärt jedoch nicht, warum bestimmte Formen von Respektlosigkeit oder Grenzüberschreitungen zugenommen haben.
Der Hinweis, dass Jugendliche früher ebenfalls Unsinn gemacht haben, greift zu kurz. Nicht jede Form von Fehlverhalten ist gleich. Es macht einen Unterschied, ob jemand herumalbert oder andere mit sexuellen bzw. entwürdigenden Verhaltensweisen belästigt.
Auch die Aussage, Medienkonsum werde nur dann problematisch, wenn Eltern ihn nicht begleiten, ist zu pauschal. Eltern können viel Einfluss nehmen, aber sie kontrollieren weder jeden Konsum noch jede Wirkung. Medien wirken nicht ausschliessich über die Erziehung, sondern können auch unabhängig davon Einstellungen und Verhalten beeinflussen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass es in vielen Fällen ein mangelndes Verständnis für Werte, Recht und Unrecht, gesellschaftliche Strukturen und Ethik ist, das durch inkonsequente und lückenhafte "Erziehung" gefördert wird. Als Beispiel: Während meiner Schulzeit gab es die Saturn-Challenge. Dabei ging es darum, wer das meiste/teuerste bei Saturn klauen konnte, ohne erwischt zu werden. Und bei vielen Mitschülern hatte selbst das "erwischt-werden" null Konsequenzen. Die Eltern waren beide arbeiten und mehr als ein paar böse Worte gab es nicht. In vielen Familien gab es gar nicht die Möglichkeit, die Kinder nach der Schule zu beaufsichtigen und es hat auch keinen interessiert. Dadurch hat man das Gefühl entwickelt, dass man eh machen kann was man will... und sich auch so verhalten.

Ich bin so erzogen worden, dass ich auch jetzt noch einen großen Respekt vor der Polizei habe. Wenn ich beispielsweise Auto fahre und mir kommt ein Polizeiauto entgegen, ist mein erster Gedanke "Hab ich was falsch gemacht?" .. auch wenn ich mich ganz normal und fehlerfrei verhalten habe.

Meine Mum hat mir einmal ein Beispiel zu Veränderung (zum Thema Musik) gegeben: 1993 gab es riesigen Ärger mit meiner Oma, weil sie im Auto eine CD von den Ärzten gehört hatte. Der Auslöser? In einem Lied kam das Wort „Arschloch“ vor. Für meine Oma war damit jede Grenze überschritten. Die CD wurde sofort entsorgt, und meine Mum durfte sich noch wochenlang Vorträge anhören. Meine Oma war nämlich überzeugt, dass ihre Tochter nun auf dem besten Weg sei, eine linksradikale Punkerin zu werden und ihr Leben komplett gegen die Wand zu fahren.
Als ich im Alter meiner Mum war, war das Wort Arschloch das Harmloseste, was man an Schimpfwörtern in Texten gehört hat!
 
Ich weiß schon, dass es hier eigentlich um Jugendliche geht, die mit Pornos sehr früh konfrontiert sind. Aber inzwischen gibt es auch schon sehr viele Erwachsene und durchaus auch schon im sehr fortgeschrittenem Alter, die Porno und Realität nicht mehr auseinander halten können. Ich hab eine Jahreskarte für die Sauna und was sich manche Männer und manche Paare da leisten, glaubt man nicht. Und mit einem dezenten Hinweis, dass sich das in einem sensiblen Raum mit Nacktheit eventuell nicht gehört, was da gerade vorgeführt wird, kommt immer nur, dass sie halt nicht prüde sind. Bin ich auch nicht, aber ich weiß schon noch, was Verhalten für einen Swinger- oder Sexclub ist und was sich in einer öffentlichen Sauna nicht gehört. Ich weiß halt nicht, ob Jugendlichen das nicht auch dadurch vorgelebt wird.

Wie und was man machen kann, weiß ich aber auch nicht.

Jetzt hängt halt das im Umkleidebereich, wird also wohl einen Grund haben.
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Schreibt mal, wie so ein Gespräch aussehen soll, damit die Generation Porno (und diese bösen Pornos werden ja von der Elterngeneration online gestellt .. die sich auch hier im Forum tummelt und so eine tolle Einstellung zur Sexualität hat) geheilt wird?
Genau, aber wir sind erwachsene Leute in einem Forum mit Erwachseneninhalten.
Hier geht es um den Einfluss von Pornos auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen. Dabei sind nicht diePornos per Definition schlecht, entscheidend ist der Umgang damit. Problematisch wird es, wenn Kinder und Jugendliche solche Inhalte ohne Einordnung konsumieren und sie als Vorlage für echte Beziehungen und Sexualität verstehen.
Genau darum könnte ein Gespräch darauf eingehen, dass viele Pornos nicht die Realität zeigen, sondern inszenierte Fantasien für Erwachsene sind. Jugendliche sollten die Möglichkeit bekommen, Fragen zu stellen: Was ist einvernehmliche Sexualität? Wie unterscheiden sich echte Beziehungen von pornografischen Darstellungen? Warum werden Menschen in vielen Pornos oft auf ihren Körper oder bestimmte Rollen reduziert? Etc. pp.
 
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