Generation Porno

...Ja ein Thema das ich auch immer mehr sehe. Eltern die keine Zeit haben, keine Kraft oder nicht die Kompetenzen und dann danach schreien dass das ja eigentlich Aufgabe der Schule sein sollte.
NEIN! Ethikunterricht zB sollte definitiv NICHT Aufgabe der Schule sein in meinen Augen. Aufklärung auch nur begrenzt. Da würde vorher ein Elternführerschein bzw Qualifikationstests für Eltern eingeführt gehören BEVOR die sich fortpflanzen.
Es gibt keine bessere Lernumgebung als die Schule, um ein gesundes miteinander und soziale Kompetenzen einzuüben. Und man darf nicht vergessen die Kinder verbringen einen Grossteil ihrer Kindheit in der Schule. Das ist nunmal Fakt. Hier zu sagen, dies und jenes sei nicht die Aufgabe der Schule, wäre sehr realitätsverweigernd und eben nicht zielführend. Wir sehen die Kinder täglich im Umgang miteinander, sehen Facetten, die man im Elternhaus zT einfach auch nicht sehen kann. Kinder bringen zudem sehr unterschiedliche Wertvorstellung, auch kulturell bedingt, vom Elternhaus mit, die dann innerhalb von unserer hiesgen Gesellschaft aufeinandertreffen. In der Schule sieht man dieses aufeinandertreffen und die zt daraus entstehenden Probleme sehr gut, und wenn Schule hier keine brauchbaren Strategien findet, um diese möglichst zu einen, haben wir einen ordentlichen Salat...
 
Es gibt keine bessere Lernumgebung als die Schule, um ein gesundes miteinander und soziale Kompetenzen einzuüben. Und man darf nicht vergessen die Kinder verbringen einen Grossteil ihrer Kindheit in der Schule. Das ist nunmal Fakt. Hier zu sagen, dies und jenes sei nicht die Aufgabe der Schule, wäre sehr realitätsverweigernd und eben nicht zielführend. Wir sehen die Kinder täglich im Umgang miteinander, sehen Facetten, die man im Elternhaus zT einfach auch nicht sehen kann. Kinder bringen zudem sehr unterschiedliche Wertvorstellung, auch kulturell bedingt, vom Elternhaus mit, die dann innerhalb von unserer hiesgen Gesellschaft aufeinandertreffen. In der Schule sieht man dieses aufeinandertreffen und die zt daraus entstehenden Probleme sehr gut, und wenn Schule hier keine brauchbaren Strategien findet, um diese möglichst zu einen, haben wir einen ordentlichen Salat...
Gehe ich voll mit.
Der "Schule" sollte mehr Wichtigkeit zugesprochen werden seitens der Gesellschaft, was natürlich mit Erwartungen aber auch Verpflichtungen einhergehen sollte.
Bessere Ausbildung für Lehrer, keine Lehrer die den Job nicht fühlen und quasi nur zum Zeitvertreib dort sind. Lehrer, die des Lehrens willen in den Klassenzimmern sitzen im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes.
Mehr Macht den Lehrern, weniger den Eltern hinsichtlich schulischer Zeit.
Mehr Ansehen und Respekt für den Lehrberuf, hier wird die Zukunft der Gesellschaft geformt.

Es sollte im Interesse ALLER sein. Denn die Schule besuchen müssen nun mal alle, also wieso nicht diese Zeit auch so nutzen, das am Ende Menschen rauskommen die eine Bereicherung für die Gesellschaft sind. Hier richtig angesetzt, würde man viele späteren auftuenden Probleme regelrecht im Keim ersticken.
 
Hier zu sagen, dies und jenes sei nicht die Aufgabe der Schule, wäre sehr realitätsverweigernd und eben nicht zielführend.

Genauso wenig zielführend wäre es aber auch, die Verantwortung in der Erziehung an die Schulen zu delegieren.

Durch negative eigene Erfahrungen hatte ich lange Zeit ein sehr schwieriges Verhältnis zu Bildungsinstitutionen, aber heute wird mir bewusst, wie wichtig solche Räume sind.

Wenn Kinder nur noch von anderen Kindern mit dem selben gesellschaftlichen Status und kulturellen Hintergrund umgeben sind, ist es ein leichtes Spiel für antidemokratische Kräfte, junge Menschen zu mobilisieren.

Meinungsvielfalt ist die Voraussetzung für eine lebendige Demokratie, sofern die Würde aller Beteiligten gewahrt bleibt. Die Schule ist in diesem Zusammenhang in der Tat ein unglaublich wichtiges Übungsfeld.
 

Sondern weil es sich hier um eine aggressiv-provokative Sexualisierung des Raums handelt. Das ungute Gefühl entsteht, weil dir Kontrolle, Dominanz und/oder Verachtung aufgezwungen wird. Weil du benutzt wirst, um für die Befriedigung (sei sie nun sexuell, ein Machtbedürfnis oder beides) herzuhalten. Weil eine solche Sexualisierung oft mit dem hier ebenfalls zur Schau getragenen Frauenbild einhergeht. Weil man dagegen im Moment machtlos ist. Weil Grenzen bewusst und absichtlich ignoriert werden."
....so dieser Raum, wie in deiner Schhilderung ein "üblicher, öffentlicher" ist, bin ich auch voll bei dir. Diese Forum ist auch ein öffentlicher Raum. Auch hier haben wir zusehends einen Sachverhalt welcher offensichtlich für einige auch bereits Grenzen überschreiten lässt.
Das sich immer schon fortwärend verändernde Männer-, Frauenbild trägt dazu seines Gleichen bei....


Was meines erachtens aktuell (wieder?) hinzu gekommen ist, eine oftmals dann hemmungslose Brutalität mit welcher sich diese (nicht immer nur ganz jungen) Provokateure denken sich ihr vermeintliches "Recht" anzueignen....

Verprügelte Zugbegleiter sind zwar nicht an der Tagesordnung, aber es kam schon öfter nun dazu :(
 
Gab es denn belegbare langjährige Vergleichstudien und dazugehörige Zahlen zu gesellschaftlichen Problemen in der Sendung?
Irgendwas das man nachlesen kann und wozu es glaubwürdige Vergleichsstudien aus den zumindest letzten 20 Jahren gibt?
Pornos im Internet betrifft ja zumindest bereits die zweite Teenagergeneration.
Nein und das bemängle ich. Die besten Langzeitdaten stammen aus den Niederlanden (Universität Amsterdam, Jochen Peter & Patti Valkenburg). Nach über 20 Jahren Forschung fanden sie durchaus Einflüsse von Pornografie auf Einstellungen und Erwartungen an Sexualität aber keine überzeugenden Belege dafür, dass Pornografie allein grosse geselschaftliche Schäden verursacht.
Also muss ich dir Recht geben: Genau an diesem Punkt unterscheiden sich häufig wissenschaftliche Fachartikel und TV-Dokumentationen: Die Forschung spricht meist über Wahrscheinlichkeiten, kleine Effekte und Unsicherheiten, während Dokus verständlicherweise eher auf starke Einzelfälle und konkrete Risiken fokussieren.
Meine Blase ist eher die Erfahrung mit Jugendlichen und das was ich fast täglich 1:1 mitkomme.
Ich denke am Ende braucht es einfach nur mehr Medienkompetenz und ein vertrautes Elternhaus mit dem man sich austauschen kann. Auch nix was erst seit den letzten 20 Jahren fehlt.
Die heutigen Kids werden in 20-30 Jahren wesentlich schlimmere Probleme haben als die, die hier hefaufbeschworen werden.
Unser Gebrabbel wird richtiggehend lächerlich wirken gegen die Probleme vor denen sie stehen werden und Pornos und KI sind daran nur aufgrund des immensen Energieverbrauchs mit Zeitverzögerung schuld.
Das spürt dann die überübernächste Generation.
👍
 
Ich denke, dass Nachrichten aus Kriegsgebieten und Bilder die man in Filmen sieht, wo Menschen das Gehirn herausgeschossen wird schädlicher sind als Pornos.
 
Ich frag mich wo man die hochmotivierten, kompetenten Lehrer hernehmen will? Wo es kaum möglich ist einen vernünftigen Chauffeur, Kellner oder Handwerker aufzutreiben?
 
Nur gut, dass du dabei warst und nicht ich.
Ok du beschreibst also detailliert ein Erlebnis und stellst dieses als Beitrag in ein Forum zur Debatte und sobald jemand deine Ansicht auf die Sache nicht teilt sprichst du der Person ihre Meinung ab weil Sie nicht live dabei war? Du merkst schon dass der Einwand man müsse bei einem Erlebnis dabei gewesen sein um eine Meinung dazu haben zu dürfen recht absurd ist. Ich könnte dir ja jetzt cancel culture vorwerfen was der debatte aber genauso wenig förderlich wäre.
Wie du in der Schnellbahn (S45) zum Schaffner gehst, das zeigst mir.

Den Rest zu beantworten spar ich mir. Das ist kein Ton, in dem ich diskutiere.
Es ging mir lediglich darum deine Behauptung man könne nix gegen ein derart ungebührliches Verhalten im öffentlichen Raum tun zu widerlegen, weil das einfach eine haltlose Behauptung ist.

Es wäre ja z.B. auch gegangen den Erlebnisbericht in Form einer Beschwerde an die ÖBB weiterzuleiten oder oder oder...wenn es denn wirklich so schlimm war.

Verstehe mich bitte nicht falsch ich will hier nicht versuchen das Fehlverhalten der Jugendlichen zu legitimieren, nur finde ich das ist für viele eine Sache der Verhältnismässigkeit bei der wir leider zunehmend immer mehr das Augenmass verlieren als Gesellschaft.

Wennst heute in der U Bahn einen Schluck Wasser trinkst wirst schon als Outlaw gebranntmarkt entsprechend der letzten awareness kampagne der öbb und da ist es einigen Leuten ned zu deppat solche Verstösse zu melden , aber bei solchen Fällen wie deinem Erlebnis wo sich wirklich jemand daneben benimmt lassen sich die Erwachsenen von ein paar Halbstarken dann alles gefallen und sind machtlos - sind wir so degeneriert dass uns ein bisschen deplatziertes gestöhne von ein paar Jugendlichen schon komplett aus der Fassung bringt?

Ich glaube eher die Wahrheit ist halt dass es in der Regel nicht die Machtlosigkeit sondern die fehlende Zivilcourage und Bequemlichkeit der Leute ist die dafür sorgt dass das Verhalten ohne Konsequenzen bleibt.
Ebenso wie man in so einer Situation die Polizei ruft oder sonst wie rechtliche Schritte gegen sowas einleitet.

Die Leute glauben so gern an ihre Illusion von Sicherheit und Konsequenzen für Fehlverhalten... Manchmal finde ich das unglaublich!
Also wenn es mich als Erwachsenen stören würde und ich es als gerechtfertigt empfinden würde die Jugendlichen für den Blödsinn den sie da veranstalten rechtlichen Massnahmen auszusetzen dann würde ich einschreiten oder den Vorfall melden. So wie ich das interpretieren würde und @Mitglied #239795 es auch getan hat sind die Pornos in dem Kontext ja nur zur Provokation eingesetzt worden. Eine gezielte Sexualisierung des öffentlichen Raumes sehe ich da eher weniger. Da ist jede für Tierrechte demonstrierende Frau mit nacktem Oberkörper mehr gezielte Sexualisierung weil in dem Kontext das Mittel bewusst eingesetzt wied - daher auch mein Widerspruch zur Einschätzung
Nein die Wahrheit ist: man kann genau gar nichts tun gegen soetwas. Auch gegen andere Formen der Belästigung kaum. Im besten Fall kann man sich selbst entfernen und in der SBahn den Waggon wechseln zB. Aber diese Jugendlichen irgendwie zu verfolgen wird praktisch unmöglich sein.
Hier stellen sich gleich mehrere Fragen
- wieso soll der/die Belästigte sich entfernen und nicht der/die BelästigerIn das Fehlverhalten einstellen?
-führt das Nicht Vorgehen gegen Fehlverhalten nicht langfristig zu einer Verschiebung der Toleranzschwelle

Der Zugang ich kann nix tun und muss das Verhalten akzeptieren über mich ergehen lassen ist eine Einstellung die halt leider die Konsequenz der moralischen Werte unserer Gesellschaft ist.
Schon bei Muttertag sagt die Mama zum Sohn der einen Übergriff beobachtet - es gibt nix schlimmeres als wenn einer sieht dass du was gsehen hast ...eigentlich als satire gedacht aber heute wahrer denn je.

Leider wird zivilcourage von unserem Rechtssystem nicht unterstützt so dass halt viele aus Angst vor Represalien sich scheuem aktiv zu werden. Gibt ja auch immer die Frage bei Missbrauch hat da wirkluch niemand was mitbekommen...
Jup. Und nicht nur die sind vermutlich bei der nächsten Station oder bevor Polizei eintrifft weg. Vermutlich auch sämtliche Zeugen. Oder Zeugen wollen nichts damit zu tun haben... Weil wer will wegen sowas eine Woche darauf einen Nachmittag opfern um zur Polizei zu fahren und eine Aussage zu machen. Oder schlimmsten Falls noch mehr Zeit um irgendwann später nochmal vor Gericht zu erscheinen und die Aussage zu wiederholen.
Wenn's ernst wird hat bei sowas ganz schnell eigentlich niemand was gesehen oder sich eigentlich gar nicht belästigt gefühlt. Oder würde eigentlich gerne als Zeuge Aussagen, hat aber leider gerade keine Zeit weil er/sie schnell in die Arbeit muss... Tut leid!
siehst du es ist halt doch die Aufwand Nutzen Abwägung die dann dazu führt dass nix passiert.
Deine Argumente überzeugen mich nicht. Dass Züge heute videoüberwacht sind und Fehlverhalten Konsequenzen haben sollte bestreitet niemand. Das erklärt jedoch nicht, warum bestimmte Formen von Respektlosigkeit oder Grenzüberschreitungen zugenommen haben.
Die Zunahme erklärt sich durch die fehlende Sanktionierung des Fehlverhaltens durch die Allgemeinheit

Hierbei geht es auch nicht um die moralische Bewertung bzw Identifikation des Fehlverhaltens sondern vielmehr darum ob dieses hingenomnen oder dagegen vorgegangen wird.

Das Problem ist nämlich nicht dass wir heute nicht ausreichend Vorgaben machen würden was richtig und falsch ist nur hilft das alles nix wenn die TäterIn dann damit davonkommt.
Der Hinweis, dass Jugendliche früher ebenfalls Unsinn gemacht haben, greift zu kurz. Nicht jede Form von Fehlverhalten ist gleich. Es macht einen Unterschied, ob jemand herumalbert oder andere mit sexuellen bzw. entwürdigenden Verhaltensweisen belästigt.
Ich stimme dir hier in Bezug auf die unterschiedliche Qualität des Fehlverhaltens zu möchte aber in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es beim Punkt einer Belästigung immer neben dem objektiv zu bewertenden Sachverhaltsteilen immer auch eine subjektive Komponente gibt, nämlich ob die Handlung auch tatsächlich als Belästigung wahrgenommem wird.

z.B. wenn mein Nachbar um 18h den Vergaser seines Bikes einstellt und dadurch Lärm produziert dann wird das vielleicht mich stören ist allerdings unerheblich während die laute Geburtstagsparty um 23h zu der er mich eingeladen hat und ich gern hingegangen bin zwar rechtlich nicht ok ist aber für mich keine Belästigung darstellen wird- muss ich ihn dann als braver Bürger trotzdem ergen Ruhestörung melden?

In Bezug auf die Pornos im Zug bin ich vielleicht liberaler und sehe hier nur ein begrenztes Gefahrenpotential das über ein Ärgerniss hinausgehen kann
Auch die Aussage, Medienkonsum werde nur dann problematisch, wenn Eltern ihn nicht begleiten, ist zu pauschal. Eltern können viel Einfluss nehmen, aber sie kontrollieren weder jeden Konsum noch jede Wirkung.
Klar werde ich als Elternteil mein Kind nicht immer vor allen negativen Einflüssen bewahren können und meine Wertvorstellungen müssen nicht immer auch zwangsläufig die richtigen sein aber solange sich das Kind in meiner Obsorge befindet ist es meine Pflicht hier einzugreifen sobald auffälliges oder Fehlverhalten eintritt zu handeln. Hier hilft es schon den entsprechenden Kontext von Pornos zu erläutern, damit das Kind das Ganze einordnen kann.
Medien wirken nicht ausschliessich über die Erziehung, sondern können auch unabhängig davon Einstellungen und Verhalten beeinflussen.
Die Frage ist nur darf ich mich drauf verlassen dass z.B. in der Schule der Umgang hier entsprechend gelehrt wird oder trifft mich nicht auch selbst hier aktiv dabei zu sein.

Lg sakura
 
-führt das Nicht Vorgehen gegen Fehlverhalten nicht langfristig zu einer Verschiebung der Toleranzschwelle
ganz sicher sogar!

Als ich 17 Jahre alt war, musste ich beruflich viel mit dem Zug fahren. Ich achtete immer darauf, dass ich ein Abteil erwischte, wo auch ältere Damen saßen. Damit fuhr ich immer recht gut. Bis auf einmal. Da stieg ein Araber ins Abteil zu. Er glotzte mich unentwegt an. Mir war das sehr unangenehm. Den anderen Passagieren im Abteil ist das nicht entgangen. Einer davon hat sich ein Herz gefasst und teilte dem Schaffner das Wahrgenommene mit. Dieser bat den Mann dann das Abteil zu verlassen. Ich war den Passagieren sehr dankbar, dass sie auf mich aufgepasst haben.

Und zum Bsp. der Jugendlichen Pornoschauer in den Öffis: (wenn es mich denn stören würde) frage die Jungs ob ich kurz mit sehen darf, weil ich daheim so selten Zeit dafür finde. Wenn sie es mir dann erlauben, sage ich ihnen, welchen Sch... sie sich da reinziehen. Da gibt es viel bessere Filmchen. Und wenn sie neugierig sind und ganz lieb fragen, bekommen sie noch ein paar Empfehlungen.

In dieser besagten S-Bahn saßen an diesem Tag mehrheitlich Luschen. Danach empören gilt nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
ganz sicher sogar!

Als ich 17 Jahre alt war, musste ich beruflich viel mit dem Zug fahren. Ich achtete immer darauf, dass ich ein Abteil erwischte, wo auch ältere Damen saßen. Damit fuhr ich immer recht gut. Bis auf einmal. Da stieg ein Araber ins Abteil zu. Er glotzte mich unentwegt an. Mir war das sehr unangenehm. Den anderen Passagieren im Abteil ist das nicht entgangen. Einer davon hat sich ein Herz gefasst und teilte dem Schaffner das Wahrgenommene mit. Dieser bat den Mann dann das Abteil zu verlassen. Ich war den Passagieren sehr dankbar, dass sie auf mich aufgepasst haben.
Tja, da haben wir die "gute alte Zeit " , andere Zeit eben, da gab es noch genug Schaffner statt Automaten. Vornehmlich gab es auch mehr Respekt, sei es vor dem Alter oder auch vor Ordnungskräften.
Und zum Bsp. der Jugendlichen Pornoschauer in den Öffis: (wenn es mich denn stören würde) frage die Jungs ob ich kurz mit sehen darf, weil ich daheim so selten Zeit dafür finde. Wenn sie es mir dann erlauben, sage ich ihnen, welchen Sch... sie sich da reinziehen. Da gibt es viel bessere Filmchen. Und wenn sie neugierig sind und ganz lieb fragen, bekommen sie noch ein paar Empfehlungen.
Noch ein Tja, ja wenn sie lieb fragen, die Chancen stehen nicht schlecht das es eine ganz andere Reaktion gibt.
In dieser besagten S-Bahn saßen an diesem Tag mehrheitlich Luschen. Danach empören gilt nicht.
Kann man so sehen, aber aus eigener Erfahrung, meist stehst du dann alleine da. Traurig, ist aber so. Wir sind eine Gesellschaft des wegschauens geworden. Immer wenn es zu spät ist kommen dann die Rufe nach dem Staat.
Der Staat, das sind wir letztlich alle.

Das die asozialen Medien unsere Welt verändern ist wohl unstreitig, allerdings glaube ich das Pornofilme noch das ungefährlichste dabei ist, was nicht bedeutet das ich diesen leichten Zugang befürworte.
Ob wir es schaffen aus dieser Nummer wieder rauszukommen.

Nachhaltig helfen kann da nur Bildung, das ist aber eben nicht nur Aufgabe der Schule.
 
Tja, da haben wir die "gute alte Zeit " , andere Zeit eben, da gab es noch genug Schaffner statt Automaten. Vornehmlich gab es auch mehr Respekt, sei es vor dem Alter oder auch vor Ordnungskräften.
Das klingt sehr nach subjektivem Empfinden und eher Romantisierung.
Noch ein Tja, ja wenn sie lieb fragen, die Chancen stehen nicht schlecht das es eine ganz andere Reaktion gibt.
Ein "Ey Omma, was willst du? Zieh Leine!"? Das wäre wahrscheinlich noch das harmloseste.
 
Das klingt sehr nach subjektivem Empfinden und eher Romantisierung.
Ne stimmt schon, wenn ich vor 20 Jahren jemanden gebeten habe, seine schmutzigen Schuhe vom Sitz zu nehmen, hat er das getan. Heute muss ich froh sein, wenn er nicht handgreiflich wird und mir nur erklärt, dass mich das nichts angeht.
 
Das klingt sehr nach subjektivem Empfinden und eher Romantisierung.
Genau so sollte es sein.
Das ist doch der Grund für somanches unglaublich Wahlergebnis.
Die Menschen blicken zurück und glauben das war ALLES besser.
War es nicht, nebenbei gesagt, das wird allerdings verdrängt.
Der Ruf nach einem "starken Staat ", ist das Resultat, mir würde eine bewußte Gesellschaft reichen.
 
Nach der gestrigen ZDF-Dokumentation "Generation Porno“ bin ich dennoch schockiert.
Obwohl die Doku vermutlich nur an der Oberfläche gekratzt hat, zeigt sie eine Entwicklung, die mir grosse Sorgen bereitet: Kinder werden heute teilweise bereits ab 8 Jahren mit Pornografie, sexualisierter Gewalt und verstörenden Inhalten im Internet konfrontiert.
Was kein Thema bezüglich der Pornographie ist, sondern ein Thema der Erziehung, Betreuung und Aufsicht. Mit 8 Jahren hat kein Kind etwas unbeaufsichtigt oder ungefiltert im Internet verloren!

Ich unterstütze es zwar das Kinder den Umgang mit der Technik früh erlernen, aber die Inhalte dürfen eben noch nicht frei zugänglich sein.
Hier mangelt es oft einfach am technischen Verständnis der Eltern um einen kindgerechten Zugang zum Internet zu ermöglichen. Das ist aber nicht die Schuld der Anbieter von Pornographischen Inhalten.
Genausowenig wie ein 8 Jähriger alleine in ein Bordell gehen sollte, darf es eben auch nicht sein das er im Internet diverse Pornoseiten besucht.

Mich beschäftigt die Frage, welche Auswirkungen das langfristig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf Beziehungen, Sexualität und das gesellschaftliche Miteinander haben wird.
Ich dachte eigentlich du hättest viel Erfahrung mit Jugendlichen? Demnach solltest du wissen das es da diverse Auswirkungen gibt. Ein großer Teil ist davon abgeschreckt und empfindet oft Ekel dabei. Möglich das man durch diese frühe und wiederholte, fast traumatische Konfrontation und Ablehnung solcher Inhalte im späteren Leben dann auch zu einer prüden Lebensart neigt.

Ein anderer Teil zeigt Interesse oder übernimmt solche Inhalte fast spielerisch. Zwar ist die Motivation noch nicht sexuell, aber Neugier und Forschungsgeist können diverse Inhalte schon interessant machen und später baut vieles der Vorstellung dann auf eben diesen erlernten Inhalten auf die prägend wirken können.

Beziehungen zu konventionell erzogenen Personen können darunter leiden, die Gesellschaft an sich wird mit mehr ungewöhnlichen sexuellen Spielarten, Ausprägungen und Verlangen konfrontiert sein. Ob man alle pauschal negativ werten kann steht auf einem anderen Blatt.
Gibt aber definitiv andere Einflüsse die mehr Gewicht bei der Gestaltung von Beziehungen haben. Zum Beispiel fehlende Geschlechterrollen.

Was kommt da in den nächsten Jahren noch auf uns zu?
Zeit für ein paar Zukunftsängste! Bitte alle die Augen schließen, Hirn ausschalten und sorgenvolle Angst haben! (Wahlweise an Klima, Pornos, Atomkraft, Gentechnik oder KI denken!)

Gleichzeitig frage ich mich, was wir als Gesellschaft dagegen tun können.
Was schwebt dir vor? Ein Volksaufstand, Rückkehr zum historischen Katholizismus oder gleich eine Revolution um westliche Freiheiten zu beerdigen? "Wir" impliziert "Die" und so ist es nicht! Wichtig ist was "Du" als Elternteil "FÜR" deine Kinder tust.

Das Versagen der Aufsichtspflicht von Eltern ist kein Pornographieproblem. Es ist die gleiche Thematik wie bei Horrorfilmen oder Alkohol und Zigaretten. Wer sein Kind davor nicht schützen kann, hat als Elternteil versagt. Es geht nicht darum Horrorfilme, Zigaretten und Alkohol zu verbieten, sondern dafür zu sorgen das Eltern einem Kind den Zugang dazu nicht gestatten bzw. ermöglichen. "Wir" können nur schlauer werden, uns mit kindgerechten Zugängen zum Internet beschäftigen und diese dann den Kindern anbieten.

Welche Verantwortung tragen Eltern, Schulen, Politik, Medienplattformen und wir Erwachsenen insgesamt?
Zusammen natürlich die volle Verantwortung. Nur ist die Politik nicht vollständig verantwortlich für die Kindererziehung, das sind immer noch die Eltern. Ansonsten könnte man sie auch gleich nach der Geburt dem Staat abtreten. Auch Schulen können nur Inhalte erfolgreich vermitteln wenn diese auch Daheim akzeptiert und gelebt werden.
Einen kinderlosen Erwachsenen sehe ich da pauschal weniger in der Verantwortung solange er zu dem Thema nicht kontraproduktiv wirkt.
oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
Ich glaube die wenigsten in Europa würden es befürworten wenn zum Beispiel Smartphones von Kindern und Jugendlichen wie zum Beispiel in Russland von der Polizei auf offener Straße kontrolliert werden oder man vom Staat dazu gezwungen wird diverse Software zu installieren, andere Software aber verboten wird.

Was man vielleicht erwarten könnte wäre ein effektiver Jugendschutzfilter, ein kindgerechtes OS oder ein Browser der kostenlos in der EU für die gängigen Systeme Verbreitung findet. Solche Angebote gibt es zwar schon, aber sie sind für Eltern oft mit Kosten und Aufwand verbunden. Hier könnte man ein einfaches Gesamtpaket und wahlweise Komponenten anbieten.

Sexuelle Darstellung aber vollständig zu verbannen halte ich schon aus Gründen der Aufklärung für nicht sinnvoll. Aber natürlich besteht ein Unterschied zwischen einem Hardcore Porno und dem Bild einer Vagina auf Wikipedia.
Mit völliger Einschränkung zerstört man aber oft genau dieses Gleichgewicht.

Angst und Sorge sind immer schlechte Berater für Gesetze und Verordnungen. Siehe zum Beispiel die Reform des Waffenrechts in Österreich, die Klimamaßnahmen der EU, Verbrennerverbote oder ähnlich populistische Schnellschüße die am Ende immer für noch mehr Probleme sorgen.

Auch sollte man die Abwehrhaltung von Eltern nicht unterschätzen. Für viele ist es wohl leichter zu behaupten "der Staat" oder "die Gesellschaft" soll etwas machen. So weist man jede Schuld von sich und muss sich nicht eingestehen das man sich einfach nicht verantwortungsvoll verhält wenn 8 Jährige einen Zugang zu extremer Pornographie haben.

Um dem zu entgegnen kann man die Menschen nur dazu erziehen mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Genau das entwickelt man aber nicht in Systemen die jede Facette des Alltags mit Gesetzen und Verordnungen regeln wollen. Denn damit wird das Individuum entmündigt und die Eigeninitiative endet. Ein Verhalten welches man sogar bei Primaten in Gefangenschaft beobachten kann.

Leider nutzen Populisten genau solche Themen um ihre absurden Vorstellungen von einer totalitären Alternative zu verbreiten oder um diesbezüglich Gedanken zu schüren um in Zukunft das bestehende System als ein Versagen darzustellen, welches dann nicht anders kann als ebenso töricht zu agieren wie man es selbst im Sinn hat.

🩵💛;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was kein Thema bezüglich der Pornographie ist, sondern ein Thema der Erziehung, Betreuung und Aufsicht. Mit 8 Jahren hat kein Kind etwas unbeaufsichtigt oder ungefiltert im Internet verloren!

Ich unterstütze es zwar das Kinder den Umgang mit der Technik früh erlernen, aber die Inhalte dürfen eben noch nicht frei zugänglich sein.
Hier mangelt es oft einfach am technischen Verständnis der Eltern um einen kindgerechten Zugang zum Internet zu ermöglichen. Das ist aber nicht die Schuld der Anbieter von Pornographischen Inhalten.
Genausowenig wie ein 8 Jähriger alleine in ein Bordell gehen sollte, darf es eben auch nicht sein das er im Internet diverse Pornoseiten besucht.


Ich dachte eigentlich du hättest viel Erfahrung mit Jugendlichen? Demnach solltest du wissen das es da diverse Auswirkungen gibt. Ein großer Teil ist davon abgeschreckt und empfindet oft Ekel dabei. Möglich das man durch diese frühe und wiederholte, fast traumatische Konfrontation und Ablehnung solcher Inhalte im späteren Leben dann auch zu einer prüden Lebensart neigt.

Ein anderer Teil zeigt Interesse oder übernimmt solche Inhalte fast spielerisch. Zwar ist die Motivation noch nicht sexuell, aber Neugier und Forschungsgeist können diverse Inhalte schon interessant machen und später baut vieles der Vorstellung dann auf eben diesen erlernten Inhalten auf die prägend wirken können.

Beziehungen zu konventionell erzogenen Personen können darunter leiden, die Gesellschaft an sich wird mit mehr ungewöhnlichen sexuellen Spielarten, Ausprägungen und Verlangen konfrontiert sein. Ob man alle pauschal negativ werten kann steht auf einem anderen Blatt.
Gibt aber definitiv andere Einflüsse die mehr Gewicht bei der Gestaltung von Beziehungen haben. Zum Beispiel fehlende Geschlechterrollen.


Zeit für ein paar Zukunftsängste! Bitte alle die Augen schließen, Hirn ausschalten und sorgenvolle Angst haben! (Wahlweise an Klima, Pornos, Atomkraft, Gentechnik oder KI denken!)


Was schwebt dir vor? Ein Volksaufstand, Rückkehr zum historischen Katholizismus oder gleich eine Revolution um westliche Freiheiten zu beerdigen? "Wir" impliziert "Die" und so ist es nicht! Wichtig ist was "Du" als Elternteil "FÜR" deine Kinder tust.

Das Versagen der Aufsichtspflicht von Eltern ist kein Pornographieproblem. Es ist die gleiche Thematik wie bei Horrorfilmen oder Alkohol und Zigaretten. Wer sein Kind davor nicht schützen kann, hat als Elternteil versagt. Es geht nicht darum Horrorfilme, Zigaretten und Alkohol zu verbieten, sondern dafür zu sorgen das Eltern einem Kind den Zugang dazu nicht gestatten bzw. ermöglichen. "Wir" können nur schlauer werden, uns mit kindgerechten Zugängen zum Internet beschäftigen und diese dann den Kindern anbieten.


Zusammen natürlich die volle Verantwortung. Nur ist die Politik nicht vollständig verantwortlich für die Kindererziehung, das sind immer noch die Eltern. Ansonsten könnte man sie auch gleich nach der Geburt dem Staat abtreten. Auch Schulen können nur Inhalte erfolgreich vermitteln wenn diese auch Daheim akzeptiert und gelebt werden.
Einen kinderlosen Erwachsenen sehe ich da pauschal weniger in der Verantwortung solange er zu dem Thema nicht kontraproduktiv wirkt.

Ich glaube die wenigsten in Europa würden es befürworten wenn zum Beispiel Smartphones von Kindern und Jugendlichen wie zum Beispiel in Russland von der Polizei auf offener Straße kontrolliert werden oder man vom Staat dazu gezwungen wird diverse Software zu installieren, andere Software aber verboten wird.

Was man vielleicht erwarten könnte wäre ein effektiver Jugendschutzfilter, ein kindgerechtes OS oder ein Browser der kostenlos in der EU für die gängigen Systeme Verbreitung findet. Solche Angebote gibt es zwar schon, aber sie sind für Eltern oft mit Kosten und Aufwand verbunden. Hier könnte man ein einfaches Gesamtpaket und wahlweise Komponenten anbieten.

Sexuelle Darstellung aber vollständig zu verbannen halte ich schon aus Gründen der Aufklärung für nicht sinnvoll. Aber natürlich besteht ein Unterschied zwischen einem Hardcore Porno und dem Bild einer Vagina auf Wikipedia.
Mit völliger Einschränkung zerstört man aber oft genau dieses Gleichgewicht.

Angst und Sorge sind immer schlechte Berater für Gesetze und Verordnungen. Siehe zum Beispiel die Reform des Waffenrechts in Österreich, die Klimamaßnahmen der EU, Verbrennerverbote oder ähnlich populistische Schnellschüße die am Ende immer für noch mehr Probleme sorgen.

Auch sollte man die Abwehrhaltung von Eltern nicht unterschätzen. Für viele ist es wohl leichter zu behaupten "der Staat" oder "die Gesellschaft" soll etwas machen. So weist man jede Schuld von sich und muss sich nicht eingestehen das man sich einfach nicht verantwortungsvoll verhält wenn 8 Jährige einen Zugang zu extremer Pornographie haben.

Um dem zu entgegnen kann man die Menschen nur dazu erziehen mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Genau das entwickelt man aber nicht in Systemen die jede Facette des Alltags mit Gesetzen und Verordnungen regeln wollen. Denn damit wird das Individuum entmündigt und die Eigeninitiative endet. Ein Verhalten welches man sogar bei Primaten in Gefangenschaft beobachten kann.

Leider nutzen Populisten genau solche Themen um ihre absurden Vorstellungen von einer totalitären Alternative zu verbreiten oder um diesbezüglich Gedanken zu schüren um in Zukunft das bestehende System als ein Versagen darzustellen, welches dann nicht anders kann als ebenso töricht zu agieren wie man es selbst im Sinn hat.

🩵💛;)
Wir hatten bisher eher wenige Berührungspunkte hier im Forum. Und wenn doch, habe ich deine Beiträge meist eher kritisch hinterfragt. Umso mehr freut es mich, dass du dir die Mühe gemacht hast, deine Gedanken zu diesem Thema so ausführlich niederzuschreiben.
In vielen Punkten kann ich mich in deinen Gedanken wiederfinden. Gleichzeitig muss ich nicht alles kommentieren oder bewerten. Ich lasse deinen Beitrag einfach einmal so stehen.
Übrigens kann ich mir nicht vorstellen, dass die eingefügten Herzen meiner Person galten. Trotzdem: Vielen Dank für diesen reflektierten und differenzierten Beitrag. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist doch der Grund für somanches unglaublich Wahlergebnis.
Suggeriert wird das Gefühl, mitbestimmen zu können. Ich habe schon paar Jährchen auf diesem Erdenrund verbracht und die "Wahl zwischen Pest und Cholera ist für mich keine Option. Daher nehme ich an diesen Spielen nicht teil. Die Politikverdrossenheit greift um sich. Auch das widerspiegeln Wahlergebnisse sehr schön. Wahlen sind nichts anderes, als das Volk in der Hoffnungsschleife festzuhalten. Hoffen und Harren macht manchen zum Narren.
Der Ruf nach einem "starken Staat ", ist das Resultat, mir würde eine bewußte Gesellschaft reichen.
Eine bewusste Gesellschaft ist ein großer Wunsch.
Wenn ich das auf mein Sein runterbreche, bin ich ausgelastet. Damit, den Blödsinn, den mir die sogenannte Gesellschaft erzählt hat und der nix mit meinem Sein zu tun hat aus meinem Unterbewusstsein ins Tagesbewusstsein zu bringen. Erst dann kann ich überhaupt einmal präsent sein. Dann wird dir auf einmal ganz klar, was da eigentlich gespielt wird: Angst, Angst und noch einmal Angst. Egal um was es sich handelt. Angst scheint der Motor dieser Welt zu sein!
Ich habe einfach keinen Bock mehr auf dieses ausgelutschte Angstspiel.

Und wenn in einer S-Bahn die Leute sich vor Jugendlichen fürchten, ist das für mich nur die Bestätigung, dass sich viele noch in der Angstschleife aufhalten. Ich bin auch nicht dafür, dass man sein Leben aufs Spiel setzt. Und alleine gegen Unrecht oder Belästigung aufzutreten ist oft keine gute Idee. Ich habe mich oft gefragt, weshalb der Zusammenhalt in unserer Kultur kaum wahrnehmbar ist. Da scheinen uns andere Kulturen haushoch überlegen zu sein. Bei uns ist Vereinzelung an der Tagesordnung.
Der kleinsten Zelle im gesellschaftlichen Gesamtgefüge wurde schwer zugesetzt. Nicht erst seit gestern. Diese wurde konsequent und schleichend zersetzt.
Bewusstheit: Das wird uns keine Regierung der Welt abnehmen können. Und so lange wir im Sicherheitsdenken und hinter mir die Sintflut Mentalität festhängen, bekommen die Leute die Regierung, die sie verdienen.
Nachhaltig helfen kann da nur Bildung, das ist aber eben nicht nur Aufgabe der Schule.

Ich denke nicht, dass sich unser Bildungssystem noch einmal in grundlegender Form zum Positiven hin reformieren lässt. Dazu sind die Strukturen rund um den Bildungsbereich zu fest- und eingefahren. Viele Teilnehmer verdienen sich dabei eine goldene Nase, haben Posten und Pöstchen in irgendwelchen Institutionen, Beiräten, NGOs und denken sich immer wieder neues Überflüssiges oder Unsinniges aus, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen. Und da der Nachwuchs, den die Universitäten für diese Geißeln des Bildungssystems heranzüchten, nicht nur nicht nachlässt, sondern auch qualitativ schwächer wird, ist das letztlich ein Fass ohne Boden.
Andererseits können sich die Lehrer heute viel zu oft nicht mehr auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren, wenn die Kinder bzw. Jugendlichen oft nicht mehr die elementarsten Fähig- und Fertigkeiten von Hause aus mitbringen.
Dazu kommen ganz sicherlich auch Lehrer, die ihren Beruf verfehlt haben, aber wahr ist auch, dass der Lehrer heute der Prügelknabe der Nation ist, bei dem der ganze Frust über das Bildungssystem abgeladen wird.
Und natürlich sollte die Schule einerseits ein Ort sein, wohin man gerne geht, aber eine Schule, die nichts verlangt, die keine Anstrengungen fordert, in der sich das Niveau am unteren Ende einpendelt - ich denke gerade daran, dass es Mode wird, in Gymnasien deutsche Literatur in vereinfachter Sprache zu lesen - eine solche Schule hat eigentlich ihren Zweck verfehlt und den Namen "Schule" nicht verdient.

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Kinder sind das heiligste im Tempel der Menschheit. Zeit sich daran zu erinnern.
 
Zurück
Oben