Generation Porno

Du warst schneller, aber dann bin ich wohl nicht allein mit meiner Annahme.
Das ist keine Annahme. Zu dem Thema gabs schon Anhörungen vor dem Kongress in den USA zB.

Da wurde dann eben öffentlich gemacht dass FB/Insta sehr wohl interne Studien hatten die den Suchtfaktor ihrer Apps, gerade bei vulnerablen Zielgruppen, deutlich belegt haben... und nichts getan haben um das zu ändern, sogar teilweise diverse Mechanismen noch verstärkt haben.
...und seitdem hat sich in dieser Richtung auch nicht viel oder gar nichts bewegt. Aber schön dass es Anhörungen gab und das öffentlich diskutiert wurde!
 
Hallo in die Runde:
Ich habe beruflich mit Jugendlichen zu tun und dachte bisher, dass ich schon einiges mitbekommen habe, was mich erschreckt und nachdenklich macht. Nach der gestrigen ZDF-Dokumentation "Generation Porno“ bin ich dennoch schockiert.
Obwohl die Doku vermutlich nur an der Oberfläche gekratzt hat, zeigt sie eine Entwicklung, die mir grosse Sorgen bereitet: Kinder werden heute teilweise bereits ab 8 Jahren mit Pornografie, sexualisierter Gewalt und verstörenden Inhalten im Internet konfrontiert.
Mich beschäftigt die Frage, welche Auswirkungen das langfristig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf Beziehungen, Sexualität und das gesellschaftliche Miteinander haben wird. Was kommt da in den nächsten Jahren noch auf uns zu?
Gleichzeitig frage ich mich, was wir als Gesellschaft dagegen tun können. Welche Verantwortung tragen Eltern, Schulen, Politik, Medienplattformen und wir Erwachsenen insgesamt? Reichen Aufklärung und Medienkompetenz aus, oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
Mich interessieren eure Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema.
Habe die Doku auch gesehen !
War echt geschockt!
Eltern und Schule sind gefordert.
 
Hallo in die Runde:
Ich habe beruflich mit Jugendlichen zu tun und dachte bisher, dass ich schon einiges mitbekommen habe, was mich erschreckt und nachdenklich macht. Nach der gestrigen ZDF-Dokumentation "Generation Porno“ bin ich dennoch schockiert.
Obwohl die Doku vermutlich nur an der Oberfläche gekratzt hat, zeigt sie eine Entwicklung, die mir grosse Sorgen bereitet: Kinder werden heute teilweise bereits ab 8 Jahren mit Pornografie, sexualisierter Gewalt und verstörenden Inhalten im Internet konfrontiert.
Mich beschäftigt die Frage, welche Auswirkungen das langfristig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf Beziehungen, Sexualität und das gesellschaftliche Miteinander haben wird. Was kommt da in den nächsten Jahren noch auf uns zu?
Gleichzeitig frage ich mich, was wir als Gesellschaft dagegen tun können. Welche Verantwortung tragen Eltern, Schulen, Politik, Medienplattformen und wir Erwachsenen insgesamt? Reichen Aufklärung und Medienkompetenz aus, oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
Mich interessieren eure Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema.

Danke für diesen Thread.

- Zeit mit ihnen verbringen
- fragen, wie es ihnen mit den Gleichaltrigen geht
- Raum und Zeit für die persönliche Entwicklung geben
- Alternativen schaffen durch Freizeitangebote
- Internetkonsum begrenzen
 
- Zeit mit ihnen verbringen
- fragen, wie es ihnen mit den Gleichaltrigen geht
- Raum und Zeit für die persönliche Entwicklung geben
- Alternativen schaffen durch Freizeitangebote
- Internetkonsum begrenzen
Ja... würde ich auch meinen.

Allerdings ist das auch eine Liste die man zusammenfassen kann mit: "Nur Kinder bekommen wenn finanzielle Mittel im Überfluss vorhanden sind".
Diese Punkte sind nämlich durchaus sinnvoll. Scheitern aber oft an der Praxis von 2 berufstätigen Eltern und zu wenig finanziellen Mitteln um zB alternative Freizeitangebote zu schaffen und die Kinder regelmäßig dort hin zu bringen.

Mir scheint einige dieser Punkte sind mit dem Konzept der Vollzeit Mutter (oder des Stay-at-home-dads) gestorben. Wie soll man denn alternative Freizeitangebote schaffen und die Kinder zB zum Fußball oder Judo bringen? Wenn beide ganztags arbeiten? Wie soll man Tennislager oder Fußballlager im Sommer bezahlen? Woher soll man denn die Zeit nehmen um regelmäßig stundenlang mit den Kindern zu reden und das Vertrauen und die Beziehung aufzubauen die notwendig sind um wirklich alles mitzubekommen?
Internetkonsum begrenzen? Das ist heute für viele in etwa so als würde man den Sauerstoff abdrehen... schwierig. Vor allem wenn die Kinder noch keine Alternativen kennen und dann in dem Moment vermutlich auch keine Lust haben die Freuden eines Buchs zu entdecken.
 
Das einzige was man da machen kann, ist mit den Kinder und Jugendlichen offen und unbekümmert darüber zu reden. Man muss ihnen helfen, diese Videos in einen sinnhaften Kontext setzen zu können. Man muss ihnen immer wieder sagen, das ist nicht die Realität von Sex. Man muss ihnen erklären, dass Sex zwischen zwei Menschen was ganz anderes bedeutet. Dass Nähe und das gemeinsame erwachsene Spiel von solchen Videos nicht übertroffen werden. Aber wer redet mit den Kindern schon so offen und ehrlich ohne Scham und Vorurteile? Aber das ist der einzige realistische Schutz, den wir noch bieten können.

Was ich auch noch anmerken wollte zum Thema - Generation Porno existiert nicht erst seit kurzem. Ich würde sagen, das hat in meiner Generation (ich bin bald 40ig) schon angefangen und bereits ordentlich seine Wirkung gehabt. Ich kenne sie, ich habe sie erlebt. Bei mir wie auch bei etlichen meiner Sexualpartnern...
 
Internetkonsum begrenzen? Das ist heute für viele in etwa so als würde man den Sauerstoff abdrehen... schwierig. Vor allem wenn die Kinder noch keine Alternativen kennen und dann in dem Moment vermutlich auch keine Lust haben die Freuden eines Buchs zu entdecken.

Du unterschätzt die Kinder, aber das machen die meisten. Erklär den 11, 12 Jährigen neutral aber ehrlich die Mechanismen von sozial Medias und was Sucht bedeutet. Danach hast du Kinder, die freiwilig daherkommen und ihre Bildschirmzeit reduziert haben wollen und gezielt Sperren verlangen, von sich aus! Habe ich bei meiner Tochter erlebt sowie bei meinen Schulkindern. Die Verwunderung mancher Eltern war dann zt auch köstlich. 😉
 
Ich hab mich mit Söhnchen zusammengesetzt und ihm einfach erklärt, dass Pornos nicht die Realität darstellen.
Er war so um die zwölf. Geliebt hat er es nicht, das Gespräch, es war ihm durchaus auch unangenehm, aber interessiert sehrwohl.
Man glaubt es kaum aber man kann gut mit ihnen kommunizieren wenn man schaut in Verbindung zu bleiben. Die sind nicht so dämlich wie die Medien es uns vormachen.
 
Aschu ich glaube dass die Zeit hier schon eine gewisse Rolle spielt, nur meinst Du wirklich dass es Kinder gibt die uns Erwachsenen "Stundenlang" zuhören wollen, hier bin ich sehr skeptisch:unsure:
Mach halt ne anständige Präsentation, mit Videos, viel Blingbling und interaktiven Spielerreien 😁 Lass sie miteinander diskutieren, Erfahrungen austauschen, gib ihnen sicheren Raum, um ehrlich sein zu dürfen und zack, sind 4h rum und die Köpfe gefüllt mit guten Informationen und Reflektionen. Komm immer mal wieder auf das Thema zurück.. und der Rucksack füllt sich... tja, schwere Aufgabe für gewöhnliche Eltern. Gehört halt vielleicht einfach noch präsenter in den Lehrplan rein.
 
Aschu ich glaube dass die Zeit hier schon eine gewisse Rolle spielt, nur meinst Du wirklich dass es Kinder gibt die uns Erwachsenen "Stundenlang" zuhören wollen, hier bin ich sehr skeptisch:unsure:
Nein aber ich glaube das stundenlange Beziehungs"arbeit" beziehungsweise intensive Beziehungspflege notwendig ist um mit seinen Kindern ein Vertrauensverhältnis aufzubauen dass wirklich bombenfest genug ist damit sie sich auch trauen mit solchen Fragen zu einem kommen.

Da gehts nicht um ein stundenlanges Gespräch über Pornographie oder so. Sondern da geht es um wirklich liebevolle, präsente Elternschaft die es schafft eine wirklich vertrauensvolle und auch vergebende Beziehung zu den Kindern aufzubauen. Und auch Ehrlichkeit, Vertrauen und Gesprächsbereitschaft sowie ein offenes Ohr vorlebt und präsentiert.

Und das ist in der heutigen Berufswelt mit 2 Vollzeit Jobs wohl immer schwieriger. Weil auch wenn man seine Kinder natürlich liebt... wer nach 10 Stunden aus der Arbeit kommt hat kaum mehr den Fokus den ein Kind eigentlich verdienen und brauchen würde.
tja, schwere Aufgabe für gewöhnliche Eltern. Gehört halt vielleicht einfach noch präsenter in den Lehrplan rein.
...Ja ein Thema das ich auch immer mehr sehe. Eltern die keine Zeit haben, keine Kraft oder nicht die Kompetenzen und dann danach schreien dass das ja eigentlich Aufgabe der Schule sein sollte.
NEIN! Ethikunterricht zB sollte definitiv NICHT Aufgabe der Schule sein in meinen Augen. Aufklärung auch nur begrenzt. Da würde vorher ein Elternführerschein bzw Qualifikationstests für Eltern eingeführt gehören BEVOR die sich fortpflanzen.
 
Auf Aufforderungen, das abzudrehen, reagieren sie verächtlich und lachen höhnisch die aus, die sich zu Wort melden. Besonders geringschätzig werden sie den Frauen gegenüber. Den anderen im Abteil geht es offenbar ähnlich wie mir. Alle fühlen sich sichtlich unangenehm berührt. Warum? Nicht, weil alle so prüde sind. Nicht, weil alle etwa so intolerant sind. Nicht, weil sie nur nicht gleichgültig genug sind, oder weil sie keinen Spaß verstehen.

Sondern weil es sich hier um eine aggressiv-provokative Sexualisierung des Raums handelt. Das ungute Gefühl entsteht, weil dir Kontrolle, Dominanz und/oder Verachtung aufgezwungen wird. Weil du benutzt wirst, um für die Befriedigung (sei sie nun sexuell, ein Machtbedürfnis oder beides) herzuhalten. Weil eine solche Sexualisierung oft mit dem hier ebenfalls zur Schau getragenen Frauenbild einhergeht. Weil man dagegen im Moment machtlos ist. Weil Grenzen bewusst und absichtlich ignoriert werden."
Selten so viel Blödsinn gelesen. In den heute videoüberwachten Zügen stellt so ein Verhalten nicht nur einen Verstoss gegen die Beförderungsbedingungen dar sondern erfüllt mitunter auch den Tatbestand des öffentlichen Ärgernisses. Es reicht in Wahrheit hier 1 Fahrgast aus der sich beschwert und den Stein ins Rollen bringt und das was als rüpelhaftes Verhalten einiger Halbstarker begonnen hat kann für diese ganz schnell böse enden. Leider haben viele heute scheinbar vergessen dass sie in ihrer Jugend auch jede Menge Mist gemacht haben nur wurde damals halt nicht alles aufgezeichnet und fehlende Manieren und Erziehung durch die Eltern auf den Pornokonsum der Kids zu schieben ist ziemlich billig. Aber hey früher konnte man in der u bahn auch noch essen 6nd trinken oder mit dem handy telefonieren ohne die anderen fahrgäste so zu stören dass hier ein verbot notwendig gewesen wäre.

Nach unserer Erfahrung können social media und pornos nur dann zum problem werden wenn der konsum dieser medien nicht durch die eltern bwgleitet wird
Frage an dieser Stelle:
Waren in diesem Moment nicht ein paar tatkräftige Männer zur Stelle, um diese Knaben mal ordentlich zu verprügeln?
Aber in unserer linkswoken Gesellschaft lässt man sich ja alles gefallen und sieht großzügig darüber hinweg.
auch in einem rechten Staat ist Selbstjustiz verboten. Die linkswokeness offenbart sich eher dadurch dass man wen es einen wirklich so gestört hat nicht zum Schaffner gegangen ist sich aber im Nachgang drüber empört wie schlimm es war. Besonders skuril finde ich hier die Formulierung dass einem Dominanz und Kontrolle aufgezwungen wurde....also dieses omg ich konnte ja nix tun argument

Lg sakura
 
In den heute videoüberwachten Zügen stellt so ein Verhalten nicht nur einen Verstoss gegen die Beförderungsbedingungen dar sondern erfüllt mitunter auch den Tatbestand des öffentlichen Ärgernisses. Es reicht in Wahrheit hier 1 Fahrgast aus der sich beschwert und den Stein ins Rollen bringt und das was als rüpelhaftes Verhalten einiger Halbstarker begonnen hat kann für diese ganz schnell böse enden.
Nein. Kann es nicht.
Ja mag öffentliches Ärgernis sein. Aber jetzt halt die Mal auf bis die Polizei kommt und die Personalien nimmt. Dann stell eine Anzeige und find genug Zeugen aus dem Zugabteil die bereit sind oder motiviert eine Aussage zu machen.

Und den Zugführer rufen... Der kriegt ein bisschen zu wenig bezahlt um sich mit 4 Halbstarken anzulegen. Der wird kaum motiviert sein irgendwas zu machen.

Aber wie du schreibst: wir haben auch genug Blödsinn gemacht. Ein Kumpel von mir fand es zum Beispiel super lustig aus den "120 Tagen von Sodom" zu lesen in der U-Bahn... Auch nicht viel besser.
Nach unserer Erfahrung können social media und pornos nur dann zum problem werden wenn der konsum dieser medien nicht durch die eltern bwgleitet wird
...was er großteils nicht wird. Das passiert unter den Kindern am Schulhof. Und wenn die Eltern da zu viel begleiten oder erlauben kann das sogar für diese böse enden im (unwahrscheinlichen) schlimmsten Fall. Weil Minderjährigen Pornos zugänglich machen halt auch ein Strafbestand ist.
 
Woher soll man denn die Zeit nehmen um regelmäßig stundenlang mit den Kindern zu reden und das Vertrauen und die Beziehung aufzubauen die notwendig sind um wirklich alles mitzubekommen?

Unter diesen Voraussetzungen sollte man gar nicht erst Kinder in die Welt setzen. Sich die Zeit zu nehmen ist die Pflicht von Eltern, kein Bonus! Und wenn es nur 30 Minuten sind, das ist auch bei einem Vollzeitjob möglich.

Stundenlang sah ich zum Fenster hinaus auf die Straße und wartete. Und dann doch nicht gekommen. Der Schmerz darüber ist mit Worten nicht zu beschreiben.

Und es ist nicht nur ein Mal passiert. Das war unsere Normalität.

Verlorene Lebenszeit, die nicht zurückkommt.
 
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