Generation Porno

Deshalb argumentieren viele Fachleute, dass ein blosser "Ich bin 18" Button kein wirksamer Jugendschutz ist. Tatsächlich arbeiten verschiedene Länder an strengeren Altersverifikationen oder haben solche bereits eingeführt. Befürworter sagen, dass dadurch Kinder besser geschützt werden. Kritiker weisen dagegen auf Datenschutz und Überwachungsrisiken hin. Die Herausforderung besteht darin, beides zu gewährleisten: wirksamen Jugendschutz und Schutz der Privatsphäre Erwachsener.
Sehe ich tatsächlich auch so. Was soll das bitte für ein Jugendschutz sein?
Wer Angst vor Überwachung hat, der sollte gar kein Handy/Internet haben, ergo Altersverifikation kein Problem.
 
Gleichzeitig frage ich mich, was wir als Gesellschaft dagegen tun können. Welche Verantwortung tragen Eltern, Schulen, Politik, Medienplattformen und wir Erwachsenen insgesamt? Reichen Aufklärung und Medienkompetenz aus, oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
Mich interessieren eure Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema.
Die Möglichkeiten der Gesellschaft sind begrenzt.
Viele Länder tendieren derzeit zu einem SocialMedia Verbot für Kinder und Jugendliche. Wird wohl Stunden oder Tage brauchen bis die ersten das umgangen haben und Wochen bis praktisch jeder die Jailbreaks kennt und wieder 90% der Kinder in diesen Ländern TikTok schauen können.
...verbotene Frucht und so!

Sowas wirklich konsequent durchzuziehen ist SCHWIERIG. Das bräuchte ein komplett durchsichtiges, öffentliches Internet wo keiner mehr Anonymität genießt sondern jeder und dauerhaft nur noch mit (irgendwie gearteter technischer) Identifikation und Klarnamenspflicht online sein kann.
Und das schränkt halt einerseits die Rechte von allen ein und andererseits fänden sich selbst für sowas wieder Wege es zu umgehen.

Ich denke dass es schwierig bis unmöglich werden wird diese Flut von Social Media und Pornos zu stoppen. Und man darf auch nicht vergessen: Dahinter stehen Milliarden-Industrien die auch alles tun werden damit das nicht gestoppt wird! Individueller Schaden ist denen egal... die verdienen sich goldene Nasen. Muss man nur zu den, mittlerweile bekannten, Geschichten schauen wo Facebook und Insta genau das Suchtpotential ihrer Apps für Jugendliche untersucht haben, massive Probleme diesbezüglich gefunden haben und das als Erfolg verbuchten.

Lösung? Ich sehe keine!

Und auch auf individueller Ebene kann man wohl machen was man will. Seinem Kind kein Smartphone zu kaufen zwingt es heutzutage automatisch in eine Außenseiterrolle in der Klasse. Sowas kann man fast nicht mehr rechtfertigen. Es gibt Kinderschutz und Softwarelösungen für sowas... ebenso wie Möglichkeiten sie zu umgehen. Und die kennen die Kinder und tauschen sie bei Bedarf untereinander aus.
Und selbst wenn man SEIN EIGENES Kind technisch einschränken kann, gibt es garantiert Klassenkollegen die diesbezüglich nicht eingeschränkt sind. Und darüber kommen Kinder heute meistens mit Pornos in Kontakt sobald die Smartphones in ihre Hände, oder auch nur die Hände von Klassenkollegen oder Freunden gelangen. Volksschulalter meistens.

Eigentlich ist alles was man da noch tun kann diesen Fakt zu akzeptieren und offen mit seinen Kindern über das Thema zu reden. In der Hoffnung dass die Kinder genug Vertrauen haben um verstörende oder verwirrende Sachen zu besprechen und zumindest in einen Kontext setzen zu lassen. Da bleibt nur die Hoffnung dass die Tochter das dann offen ansprechen kann ob das "normal" ist oder für Sex erforderlich, sich von 15 Männern in Folge anpinkeln und in alle Löcher durchficken zu lassen... und nicht einfach unkommentiert solche Videos sieht.

Mehr Schadensbegrenzung ist aber schon nicht mehr drinnen! Die Kinder werden solche Videos zu sehen bekommen. Damit muss man umgehen!
 
Sehe ich tatsächlich auch so. Was soll das bitte für ein Jugendschutz sein?
Wer Angst vor Überwachung hat, der sollte gar kein Handy/Internet haben, ergo Altersverifikation kein Problem.
Ganz bei dir.
Wer ein Smartphone besitzt und täglich im Internet unterwegs ist, gibt ohnehin schon jede Menge Daten preis. Da wirkt die Empörung über eine Altersverifikation auf mich auch manchmal etwas vorgeschoben.

Einer zusätzlicher Vermutung meinerseits: Hinter der ganzen Sache steckt ein Milliardengeschäft. Strengere Kontrollen, Hürden oder gar Verbote liegen da nicht jedem Marktteilnehmer im Interesse. Je einfacher der Zugang, desto grösser die Reichweite und desto mehr Geld wird verdient. Aber wie gesagt, eine reine Hypothese.
 
Die Möglichkeiten der Gesellschaft sind begrenzt.
Viele Länder tendieren derzeit zu einem SocialMedia Verbot für Kinder und Jugendliche. Wird wohl Stunden oder Tage brauchen bis die ersten das umgangen haben und Wochen bis praktisch jeder die Jailbreaks kennt und wieder 90% der Kinder in diesen Ländern TikTok schauen können.
...verbotene Frucht und so!

Sowas wirklich konsequent durchzuziehen ist SCHWIERIG. Das bräuchte ein komplett durchsichtiges, öffentliches Internet wo keiner mehr Anonymität genießt sondern jeder und dauerhaft nur noch mit (irgendwie gearteter technischer) Identifikation und Klarnamenspflicht online sein kann.
Und das schränkt halt einerseits die Rechte von allen ein und andererseits fänden sich selbst für sowas wieder Wege es zu umgehen.

Ich denke dass es schwierig bis unmöglich werden wird diese Flut von Social Media und Pornos zu stoppen. Und man darf auch nicht vergessen: Dahinter stehen Milliarden-Industrien die auch alles tun werden damit das nicht gestoppt wird! Individueller Schaden ist denen egal... die verdienen sich goldene Nasen. Muss man nur zu den, mittlerweile bekannten, Geschichten schauen wo Facebook und Insta genau das Suchtpotential ihrer Apps für Jugendliche untersucht haben, massive Probleme diesbezüglich gefunden haben und das als Erfolg verbuchten.

Lösung? Ich sehe keine!

Und auch auf individueller Ebene kann man wohl machen was man will. Seinem Kind kein Smartphone zu kaufen zwingt es heutzutage automatisch in eine Außenseiterrolle in der Klasse. Sowas kann man fast nicht mehr rechtfertigen. Es gibt Kinderschutz und Softwarelösungen für sowas... ebenso wie Möglichkeiten sie zu umgehen. Und die kennen die Kinder und tauschen sie bei Bedarf untereinander aus.
Und selbst wenn man SEIN EIGENES Kind technisch einschränken kann, gibt es garantiert Klassenkollegen die diesbezüglich nicht eingeschränkt sind. Und darüber kommen Kinder heute meistens mit Pornos in Kontakt sobald die Smartphones in ihre Hände, oder auch nur die Hände von Klassenkollegen oder Freunden gelangen. Volksschulalter meistens.

Eigentlich ist alles was man da noch tun kann diesen Fakt zu akzeptieren und offen mit seinen Kindern über das Thema zu reden. In der Hoffnung dass die Kinder genug Vertrauen haben um verstörende oder verwirrende Sachen zu besprechen und zumindest in einen Kontext setzen zu lassen. Da bleibt nur die Hoffnung dass die Tochter das dann offen ansprechen kann ob das "normal" ist oder für Sex erforderlich, sich von 15 Männern in Folge anpinkeln und in alle Löcher durchficken zu lassen... und nicht einfach unkommentiert solche Videos sieht.

Mehr Schadensbegrenzung ist aber schon nicht mehr drinnen! Die Kinder werden solche Videos zu sehen bekommen. Damit muss man umgehen!
Da ist wohl leider sehr viel Wahres dran.
 
Ganz bei dir.
Wer ein Smartphone besitzt und täglich im Internet unterwegs ist, gibt ohnehin schon jede Menge Daten preis. Da wirkt die Empörung über eine Altersverifikation auf mich auch manchmal etwas vorgeschoben.

Einer zusätzlicher Vermutung meinerseits: Hinter der ganzen Sache steckt ein Milliardengeschäft. Strengere Kontrollen, Hürden oder gar Verbote liegen da nicht jedem Marktteilnehmer im Interesse. Je einfacher der Zugang, desto grösser die Reichweite und desto mehr Geld wird verdient. Aber wie gesagt, eine reine Hypothese.
Garantiert ist es so. Also würde es Politiker und Wählende brauchen, die den Arsch in der Hose haben, das richtige zu tun.
 
Dahinter stehen Milliarden-Industrien die auch alles tun werden damit das nicht gestoppt wird! Individueller Schaden ist denen egal... die verdienen sich goldene Nasen. Muss man nur zu den, mittlerweile bekannten, Geschichten schauen wo Facebook und Insta genau das Suchtpotential ihrer Apps für Jugendliche untersucht haben, massive Probleme diesbezüglich gefunden haben und das als Erfolg verbuchten.
Du warst schneller, aber dann bin ich wohl nicht allein mit meiner Annahme.
 
Du warst schneller, aber dann bin ich wohl nicht allein mit meiner Annahme.
Das ist keine Annahme. Zu dem Thema gabs schon Anhörungen vor dem Kongress in den USA zB.

Da wurde dann eben öffentlich gemacht dass FB/Insta sehr wohl interne Studien hatten die den Suchtfaktor ihrer Apps, gerade bei vulnerablen Zielgruppen, deutlich belegt haben... und nichts getan haben um das zu ändern, sogar teilweise diverse Mechanismen noch verstärkt haben.
...und seitdem hat sich in dieser Richtung auch nicht viel oder gar nichts bewegt. Aber schön dass es Anhörungen gab und das öffentlich diskutiert wurde!
 
Hallo in die Runde:
Ich habe beruflich mit Jugendlichen zu tun und dachte bisher, dass ich schon einiges mitbekommen habe, was mich erschreckt und nachdenklich macht. Nach der gestrigen ZDF-Dokumentation "Generation Porno“ bin ich dennoch schockiert.
Obwohl die Doku vermutlich nur an der Oberfläche gekratzt hat, zeigt sie eine Entwicklung, die mir grosse Sorgen bereitet: Kinder werden heute teilweise bereits ab 8 Jahren mit Pornografie, sexualisierter Gewalt und verstörenden Inhalten im Internet konfrontiert.
Mich beschäftigt die Frage, welche Auswirkungen das langfristig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf Beziehungen, Sexualität und das gesellschaftliche Miteinander haben wird. Was kommt da in den nächsten Jahren noch auf uns zu?
Gleichzeitig frage ich mich, was wir als Gesellschaft dagegen tun können. Welche Verantwortung tragen Eltern, Schulen, Politik, Medienplattformen und wir Erwachsenen insgesamt? Reichen Aufklärung und Medienkompetenz aus, oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
Mich interessieren eure Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema.
Habe die Doku auch gesehen !
War echt geschockt!
Eltern und Schule sind gefordert.
 
Hallo in die Runde:
Ich habe beruflich mit Jugendlichen zu tun und dachte bisher, dass ich schon einiges mitbekommen habe, was mich erschreckt und nachdenklich macht. Nach der gestrigen ZDF-Dokumentation "Generation Porno“ bin ich dennoch schockiert.
Obwohl die Doku vermutlich nur an der Oberfläche gekratzt hat, zeigt sie eine Entwicklung, die mir grosse Sorgen bereitet: Kinder werden heute teilweise bereits ab 8 Jahren mit Pornografie, sexualisierter Gewalt und verstörenden Inhalten im Internet konfrontiert.
Mich beschäftigt die Frage, welche Auswirkungen das langfristig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf Beziehungen, Sexualität und das gesellschaftliche Miteinander haben wird. Was kommt da in den nächsten Jahren noch auf uns zu?
Gleichzeitig frage ich mich, was wir als Gesellschaft dagegen tun können. Welche Verantwortung tragen Eltern, Schulen, Politik, Medienplattformen und wir Erwachsenen insgesamt? Reichen Aufklärung und Medienkompetenz aus, oder braucht es strengere Regeln und Schutzmassnahmen?
Mich interessieren eure Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken zu diesem Thema.

Danke für diesen Thread.

- Zeit mit ihnen verbringen
- fragen, wie es ihnen mit den Gleichaltrigen geht
- Raum und Zeit für die persönliche Entwicklung geben
- Alternativen schaffen durch Freizeitangebote
- Internetkonsum begrenzen
 
- Zeit mit ihnen verbringen
- fragen, wie es ihnen mit den Gleichaltrigen geht
- Raum und Zeit für die persönliche Entwicklung geben
- Alternativen schaffen durch Freizeitangebote
- Internetkonsum begrenzen
Ja... würde ich auch meinen.

Allerdings ist das auch eine Liste die man zusammenfassen kann mit: "Nur Kinder bekommen wenn finanzielle Mittel im Überfluss vorhanden sind".
Diese Punkte sind nämlich durchaus sinnvoll. Scheitern aber oft an der Praxis von 2 berufstätigen Eltern und zu wenig finanziellen Mitteln um zB alternative Freizeitangebote zu schaffen und die Kinder regelmäßig dort hin zu bringen.

Mir scheint einige dieser Punkte sind mit dem Konzept der Vollzeit Mutter (oder des Stay-at-home-dads) gestorben. Wie soll man denn alternative Freizeitangebote schaffen und die Kinder zB zum Fußball oder Judo bringen? Wenn beide ganztags arbeiten? Wie soll man Tennislager oder Fußballlager im Sommer bezahlen? Woher soll man denn die Zeit nehmen um regelmäßig stundenlang mit den Kindern zu reden und das Vertrauen und die Beziehung aufzubauen die notwendig sind um wirklich alles mitzubekommen?
Internetkonsum begrenzen? Das ist heute für viele in etwa so als würde man den Sauerstoff abdrehen... schwierig. Vor allem wenn die Kinder noch keine Alternativen kennen und dann in dem Moment vermutlich auch keine Lust haben die Freuden eines Buchs zu entdecken.
 
Das einzige was man da machen kann, ist mit den Kinder und Jugendlichen offen und unbekümmert darüber zu reden. Man muss ihnen helfen, diese Videos in einen sinnhaften Kontext setzen zu können. Man muss ihnen immer wieder sagen, das ist nicht die Realität von Sex. Man muss ihnen erklären, dass Sex zwischen zwei Menschen was ganz anderes bedeutet. Dass Nähe und das gemeinsame erwachsene Spiel von solchen Videos nicht übertroffen werden. Aber wer redet mit den Kindern schon so offen und ehrlich ohne Scham und Vorurteile? Aber das ist der einzige realistische Schutz, den wir noch bieten können.

Was ich auch noch anmerken wollte zum Thema - Generation Porno existiert nicht erst seit kurzem. Ich würde sagen, das hat in meiner Generation (ich bin bald 40ig) schon angefangen und bereits ordentlich seine Wirkung gehabt. Ich kenne sie, ich habe sie erlebt. Bei mir wie auch bei etlichen meiner Sexualpartnern...
 
Internetkonsum begrenzen? Das ist heute für viele in etwa so als würde man den Sauerstoff abdrehen... schwierig. Vor allem wenn die Kinder noch keine Alternativen kennen und dann in dem Moment vermutlich auch keine Lust haben die Freuden eines Buchs zu entdecken.

Du unterschätzt die Kinder, aber das machen die meisten. Erklär den 11, 12 Jährigen neutral aber ehrlich die Mechanismen von sozial Medias und was Sucht bedeutet. Danach hast du Kinder, die freiwilig daherkommen und ihre Bildschirmzeit reduziert haben wollen und gezielt Sperren verlangen, von sich aus! Habe ich bei meiner Tochter erlebt sowie bei meinen Schulkindern. Die Verwunderung mancher Eltern war dann zt auch köstlich. 😉
 
Ich hab mich mit Söhnchen zusammengesetzt und ihm einfach erklärt, dass Pornos nicht die Realität darstellen.
Er war so um die zwölf. Geliebt hat er es nicht, das Gespräch, es war ihm durchaus auch unangenehm, aber interessiert sehrwohl.
Man glaubt es kaum aber man kann gut mit ihnen kommunizieren wenn man schaut in Verbindung zu bleiben. Die sind nicht so dämlich wie die Medien es uns vormachen.
 
Aschu ich glaube dass die Zeit hier schon eine gewisse Rolle spielt, nur meinst Du wirklich dass es Kinder gibt die uns Erwachsenen "Stundenlang" zuhören wollen, hier bin ich sehr skeptisch:unsure:
Mach halt ne anständige Präsentation, mit Videos, viel Blingbling und interaktiven Spielerreien 😁 Lass sie miteinander diskutieren, Erfahrungen austauschen, gib ihnen sicheren Raum, um ehrlich sein zu dürfen und zack, sind 4h rum und die Köpfe gefüllt mit guten Informationen und Reflektionen. Komm immer mal wieder auf das Thema zurück.. und der Rucksack füllt sich... tja, schwere Aufgabe für gewöhnliche Eltern. Gehört halt vielleicht einfach noch präsenter in den Lehrplan rein.
 
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