Ich weiß ja jetzt ned, wie das beim Harleychris läuft ......
Ich stell' nur die Überlegung in den Raum, dass man in einer langjährigen Beziehung (bei mir waren es immerhin 25 Jahre) den Partner - so er einem ned ganz wurscht ist - so ziemlich in- und auswendig kennt. Das mit dem Vorspielen würde demnach mit fortschreitender Zeit immer schwieriger. Das ist das eine.
Das andere ist die Frage, warum sie etwas vorspielen sollte? Was erwartet sie sich davon - in einer Beziehung?! Dass sich nix ändert, damit sie ihr Leben lang vorspielen kann? Spaß, oder?
Vorspielen ist meiner Meinung nach dort angesagt, wo das Gegenüber die Erwartung hat, als Held gesehen zu werden, der es "geschafft" hat. Das fällt bei Beziehungen schon einmal weg, denn wer über Jahre mit dem gleichen Partner Sex hat, der weiß längst, dass es erstens nicht immer gleich gut ist, und dass halt auch Orgasmen nicht immer garantiert sind. Damit lässt sich aber leben, soweit ich das festgestellt habe.
Schon. Ich würde es zum Beispiel so deuten, dass er damit ausdrücken wollte, dass seiner Meinung nach alle jene einen Pascher haben, welche davon überzeugt sind, dass sie einer Prostituierten soeben einen Reihenorgasmus beschert und ihr darüber hinaus zu einem unvergesslichen sexuellen Erlebnis verholfen haben.
Wobei das zweite sicher öfter vorkommen wird, weil die Bezeichnung "unvergesslich" einen ausreichenden Spielraum für Ironie und Sarkasmus lässt.
Die Kommunikation wird meines Erachtens dadurch schwierig, dass Du Dich andauernd für etwas rechtfertigst, was keiner Rechtfertigung bedarf.