Einsam? Trotz...

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In einer Depri-Phase wo man das Gefühl hat immer tiefer in ein Loch abzurutschen ist jemand, ein Freund der einem die Hand reicht extrem wertvoll.
Jemand der dir das Gefühl gibt nicht ganz wertlos zu sein.
 
Wie gesagt kenne da wen aber diese Person hat ihr eigenes Leben, sucht ihren richtigen Partner, somit sollte ich mir da auch nichts vormachen
 
Das Hauptproblem in Deinem Fall wird wohl sein, dass Du Dich selbst nicht verstehst.
Ein Freund wird Dir immer die gut gemeinten Ratschläge eines Freundes geben, schließlich ist er ja Dein Freund.
Aber ob er Dich, als Dein Freund wirklich "verstehen" kann steht auf einem anderen Blatt Papier.
Deshalb (und da Du auch behauptest keine Freunde zu haben) habe ich zu einem Therapeuten geraten.
Der kann Dir weitestgehend unvoreingenommen zuhören und Dir die Fragen stellen, deren Beantwortung Dir dabei helfen kann Dich selbst zu verstehen.
Du meinst Du achtest nur auf andere, nicht auf Dich selbst.
In einem späteren Beitrag schreibst Du, Du würdest immer beobachtet.

Menschen die sich immer beobachtet fühlen, nehmen sich selbst einfach zu wichtig.
Wenn Du nicht gerade im Knast oder in der Klapse sitzt, oder so schwer krank bist (gerade da wäre Psychotherapie hilfreich), dass Du nur unter Beobachtung raus darfst, dann nimmst Du Dich selbst zu wichtig. (selbst viele Prominente haben dieses Problem NICHT)
Und solange das so ist, wird es Dich auch behindern.
Alles was Menschen tun, tun sie im Grunde für sich selbst. Ich helfe anderen, meinen Kindern, Fremden usw, höre meinen Freunden zu, gebe ihnen Ratschläge usw. Das mache ich natürlich auch für diese Menschen.
Im Hintergrund steht allerdings die von mir selbst getroffene Entscheidung, wie ich mich selbst als Menschen sehen, bzw. geben will. Ich habe irgendwann beschlossen so sein zu wollen, also muss ich auch ehrlich genug zu mir selbst sein um zuzugeben, dass ich am Ende dies alles nur meinetwegen mache.

Menschen neigen dazu sich selbst ins Fäustchen zu lügen, auch Mutter Theresa war nicht uneigennützig, die wollte in den Himmel kommen und hat aus diesem Plan eine für viele hilfreiche und bewundernswerte Tugend gemacht.

Deine Beschreibung von Dir und Deiner Situation klingt für mich nicht nach einem ernsthaften Wunsch nach Veränderung, sondern eher danach, als suchtest Du Bestätigung und somit Mitleid für Deine Lage.
 
Habe denke, alle aspekte über die Menschliche psychologie gelernt, durch jahrelanges beobachten diverser "freundeskreisen" aber durch dieses Wissen immer mehr mich selbst vergessen
Von selbst angeeigneter Hobbypsychologie kann ich Dir nur dringend abraten. Auch ein Freund oder Partner wird Dich nicht "heilen" können und last but not least ist geteiltes Leid auch nicht zwingend halbes Leid. Manchmal liegt die Lösung für ein Problem näher als man glaubt, man ist nur zu "betriebsblind" um selbige zu erkennen. Vor diesem Hintergrund können Gespräche mit einem objektiven Profi - sprich einem Therapeuten - verdammt hilfreich und vor allem auch zielführend sein.
 
Vielleicht solltest du versuchen deine Situation von einer anderen Perspektive aus zu sehen.
Bist du wirklich alleine und nicht Teil des Ganzen oder rückst du dich durch dein Verhalten (geprägt durch deine Erfahrungen) selbst in diese Position?

Unlängst sagte eine meiner besten Freundinnen zu mir folgendes (und ich erzähle das, damit du verstehst worauf ich hinaus möchte):
„Du bist bei allen Unternehmungen dabei, lachst, redest mit uns, bist offen, kümmerst dich um die Freundschaft, etc. Auf den ersten Blich scheint sich nichts verändert zu haben. Aber dennoch hat man das Gefühl (wenn man genauer hinsieht) als wärst du nie richtig da und irgendwie ganz weit weg.“

Ich habe sehr intensiv darüber nachgedacht und es hat mich wirklich hart getroffen, da sie Recht hat. Es gibt Themen die mich beschäftigen und die niemand anderer für mich lösen kann - erst wenn ich mich davon gedanklich frei mache und mir selbst wieder erlaube vollends Teil des Ganzen zu sein, wird sich auch mein Gefühl und mein Verhalten wieder ändern.

Frage dich, ob dir wirklich die Nähe von anderen Menschen fehlt, oder ob du dir nicht doch selbst fehlst...
 
Beobachtet werde ich stets auf Schritt und Tritt von meiner sehr eifersüchtigen und misstrauischen Frau und deren Freunde
 
Manchmal hilft es schon, wenn man jemanden zum zuhören hat.
genau, aber dieser jemand muss den Mut haben, dir zu sagen, dass du gerade am Boden kriechst und "Sch..." frisst!
des weiteren muss er die Geduld aufbringen bzw. das Vertrauen in dich haben, um zu wissen, wenn du genug von der "Sch..." hast, ist dieser jemand da und reicht dir die Hand!
viele Menschen streicheln einem den Kopf und bestärken dich noch in dem Gefühl, du seist so arm! das hilft null...

und falls so ein Mensch physisch gerade nicht anwesend ist und irgendwie nicht und nicht erscheinen will, hat man noch diese Möglichkeit:

Von Außen kommt das nicht. Auch die ideale Frau kann nicht von außen an dir arbeiten. Aber andere können Vorbilder sein oder an Erkenntnisse heranleiten... die Arbeit muss man selber machen

und das ist wundervoll, denn es gibt sie, diese "Vorbilder" an denen kann ich mich in Gewisser weise orientieren, doch gehen muss ich immer selber...
danke @Mitglied #239795 jetzt habe ich einfach wiederholt was du geschrieben hast...
 
Habe lange zeit generell nichts gemacht
Und warum nicht? Scheinbar hast Du Dich ja selbst in diese Isolation begeben...dann kannst Du Dich in Wahrheit aber auch nur selbst wieder daraus hervorholen. Ob Du das nur alleine oder mit Hilfe von Freunden schaffst, kann Dir niemand wirklich beantworten.
Da dahinter allerdings eine gewisse "Grundeinstellung" steckt, tendiere ich eher zu einem Nein.
Ich selbst habe 13 Jahre lang mit einer extrem eifersüchtigen und misstraurischen Frau zusammengelebt, bin weitestgehend gesund aus dem Ganzen ausgestiegen.
Und trotzdem gibt es Dinge, die ich jetzt, nach dreieinhalb Jahren mit therapeutischer Hilfe angehe, weil ich alleine den Ausweg nicht finde.
Das kann nicht die Aufgabe meiner Freunde sein.
 
Würde bei einer beginnenden "Verstimmung", die du offensichtlich hast und dich belastet, einen Psychologen aufsuchen. Wenn sich die Spirale zu drehen beginnt, wird es schwer sie aufzuhalten. Ich habe 5 Jahre meines Lebens in so einer Zwickmühle verbracht, und bereue heute jeden Tag nicht gleich was dagegen gemacht zu haben. Den Blick schärfen kann man lernen, weil man einfach oft Dinge nicht sieht wie sie sind. Das Leben geht weiter, lenken kannst es jedoch nur du;)
 
Und warum nicht? Scheinbar hast Du Dich ja selbst in diese Isolation begeben...dann kannst Du Dich in Wahrheit aber auch nur selbst wieder daraus hervorholen. Ob Du das nur alleine oder mit Hilfe von Freunden schaffst, kann Dir niemand wirklich beantworten.
Da dahinter allerdings eine gewisse "Grundeinstellung" steckt, tendiere ich eher zu einem Nein.
Ich selbst habe 13 Jahre lang mit einer extrem eifersüchtigen und misstraurischen Frau zusammengelebt, bin weitestgehend gesund aus dem Ganzen ausgestiegen.
Und trotzdem gibt es Dinge, die ich jetzt, nach dreieinhalb Jahren mit therapeutischer Hilfe angehe, weil ich alleine den Ausweg nicht finde.
Das kann nicht die Aufgabe meiner Freunde sein.
Ja stimmt ich hab mich bewusst unbewusst isoliert, aus tiefer Trauer
 
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