Hach - diese Sehnsucht.....
Und dieses elendliche Wort "Vertrauen"
Fällt jemand auf, dass im Wortstamm das Wörtchen "trauen" ist?
Trauen: jemanden gegenübertreten, nicht 100 Prozent wissen, ob er einem gut ist?
Trauen: über den Schatten springen, wissen dass es risikobehaftet ist und dennoch der einzige Weg an Ziel zu kommen.
Vielleicht ist es ganz günstig bevor man über Vertrauen spricht, über "heilen" zu sprechen.
Denn nur wer heil ist, hat die Chance zu finden was er sucht und dem anderen der zu sein, den er ersehnt.
Dieses endlose Vertrauensgequatsche, nächtelanges im Kreis reden, permanent fürchterliche Geschichten der Vergangenheit herausbrechen zu lassen, ohne den schwarzen Humor des Schicksals entdeckt zu haben, macht Scheitern mitunter recht einfach - mit Vertrauen oder ohne - egal.
Vom Schicksal geschlagen worden zu sein adelt nicht.
Aber es macht etwas weiser und toleranter, dankbarer für das was einem vom Glück beschieden wird.
Ich denke, so einen Partner hätte jeder gerne - und so einer sollte man auch sein, wenn man denn dasselbe will.
Das sagte ich auch immer, ich bin mir nicht mehr ganz sicher.
Fühlt man sich nicht da auch jämmerlich, bezahlen zu müssen für etwas, das eigentlich mit einem guten Freund, Füße im Wasser, Kaffeebecher in der Hand, passieren sollte.
Nur so ein Gedanke, der mich in letzter Zeit des Öfteren beschleicht.
Im Umfeld tu ich es ansich nimmer, da nehm ich mir die Zeit, wenn´s geht und ich den Menschen mag - sonst nicht, sonst frisst´s mich auf.
Vertrauen und Vertrautheit kommt ganz von selbst, wenn es passt.
Die lässt sich nicht herbeireden, die ist im Bauch drin und der ist schlau.
Genauso wie die Liebe - kommt wenn´s passt und nistet sich ein, bevor man es noch richtig gedacht hat, oder?
Auch die berühmten Schutzmauern, bröckeln von selbst, wenn es passt und der gedankliche und emotionale Ausstausch beginnt.
Das drüber reden, warum und wieso, Vertrauen hin oder her stellt das gemeinsame kennen lernen, das hin und her spielen, unter einen dunklen Schatten.
Oft kann man glauben, dass neue Partner sich an traurigen Lebensgeschichten geradezu zu übertreffen suchen.
Aber vielleicht lieg ich ja ganz falsch.