die Produkte werden besser und werden fix fertig - alle gleich und genormt - dem Kunden geliefert, halten dann mit minimalem Wartungsaufwand eine bestimmte Zeit und werden dann vorausplanbar ausser Betrieb genommen. Ev wieder aufbereitet, verschrottet, in Entwicklungsländer verbracht.
Riesige Industrieanlagen, Krankenhäuser, Bürokomplexe udgl?
Aus meinem früheren Kollegenkreis kann ich Dir in Österreich und International zig Beispiele sagen wo erst kürzlich zwei oder dreistellige Millionenbeträge investiert wurden. Große Kocher in Papierfabriken, Abgasfilter usw, diese Anlagen sind für Jahrzehnte konzipiert.
Solche Werke werden eher selten neu gebaut, sondern über Jahrzehnte adaptiert und instandgehalten.
Das Zementwerk in Retznei zum Beispiel gibt es seit 1908, Mannersdorf ist 130 Jahre alt. Das selbe Spiel mit Papierfabriken, Brauereien, Pressspanplattenwerken und und und.
Ich stelle mir eher die Frage, wie lange noch Gebäude errichtet werden, mit Wartungsschächten, Zwischendecken, etc., wo überhaupt noch Menschen reinpassen.
Da passen auch jetzt keine Menschen rein. Wenn Du in ein Krankenhaus oder ein anderes öffentliches Gebäude gehst, siehst Du für gewöhnlich irgendeine Rasterdecke, auf jeden Fall Panele die man wegnehmen kann. Darüber ist die Decke dann zwischen 20 und 70cm hoch bis zur eigentlichen Betondecke, in älteren Gebäuden manchmal auch etwas höher bis zum Gewölbe. Darin sind dann Lüftungsanlagen, Kabeltrassen, Medizingasverrohrung aus Kupfer, Sprinkleranlagen, Rauchgasabsaugungen und und und verbaut. Das wird so bleiben, das geht schlicht nicht anders. Oft ist die Decke so voll, dass man gerade noch so mit der Hand oder den Händen dorthinkommt wo man arbeiten muss. In OP`s oder ICU`s ist es oft noch schlimmer.
Menschen passen maximal in die Kollektorgänge die es unterirdisch gibt. Die sind aber, egal ob in Krankenhäusern oder Industriebetrieben in der Regel für gebückt gehende Menschen gebaut. vielleicht einen halben Meter breit und 1,70 hoch,
Ersterer wird gerade für die industrielle Nutzung vorbereitet. Da trifft autonomes Arbeiten (zunehmend KI-gestützt) halt auf Mechanik, die schon echt gut ist.
Wie Du schreibst sind das ´Vorzeigeprojekte. In einem stationären Werk mit ebenen Böden und zum Beispiel Montagestraßen brauche ich sowas einfach nicht. Da sind einzeln verbaute Roboterarme viel sinnvoller. Paketeschlichten in einem Lager tut in der Regel auch schon lange keiner mehr, da gibt es seit Jahrzehnten Computergestützte, voll automatische Hochregalsysteme. die von der kleinen Lagerbox bis zur Palette alles einlagern oder auch gegebenenfalls kommissionieren. und zu vorbestimmten Entnahmepunkten verfrachten.
Am ehesten kann ich mir da den Agibot als Bodyguard vorstellen, aber so toll wie sie in der Werbung tun sind sie noch lange nicht.
Aber ich bin bei dir, ich glaub menschlich aussehende sind halt ein interessantes Projekt, aber nicht zwingend die notwendige Form
In manchen Bereichen halt doch.
Dadurch dass eben große Industriebetriebe in der Regel über Jahrzehnte gewachsen sind, ist die Struktur dort alles andere als Einheitlich.
Natürlich sind draußen Wege und Straßen auf denen automatisierte Gefährte unterwegs sein können. Aber spätestens wenn ich in irgendeinem Stockwerk bin, führt der Zugang zu Anlagen in der Regel über enge Treppen oder Leitern.
Mit unseren zwei Beinen, unserem aufrechtem Gang, der Balance die wir halten können und unserem wichtigsten Werkzeug, den Händen mit dem so besonders angeordneten Daumen und Zeigefingern und der dazugehörigen Feinmotorik sind wir halt in Wahrheit Superroboter. Zusätzlich können wir auch flink sein, schnell reagieren, relativ große Lasten bewegen und unseren Körper in allen möglichen Winkeln und Verrenkungen bewegen und vollkommen autonom handeln.
Und genau für solche Körper sind diese Industrieanlagen gewachsen. Für solche Körper sind die Gänge angeordnet, in einer passenden Größe sind die in der Regel runden Mannlöcher über die ich IN die oft engen, steilen, zumeist extrem schmutzigen Anlage einsteigen kann.
Die sind oft so eng, dass man die Schultern nach den gestreckten Händen einzeln einfädelt, gerade in Anlagen mit großen Drücken ist das so.
Dann hat man oft die superengen Begleitwege neben Förderbändern, muss auf Oberflächen gehet auf denen aufgrund der darunterliegenden Abnutzung vor der Reperatur Einbruchgefahr herrscht. Wer es nicht gesehen hat, kann es sich nicht vorstellen.
aber ein LKW der vorfährt und zur Hälfte beladen ist mit Material und zur anderen Hälfte mit kleinen, nicht humanoiden Drohnen mit unterschiedlichen Funktionen, das kann ich mir schon vorstellen. Eine Drohne die transportiert, eine die stemmt, eine die Rohre verlegt und verbindet... Es muss gar nicht EIN Roboter alle Fähigkeiten eines Handwerkers ersetzen.
Du musst diese "Drohnen" ja kaufen und Warten. Eine Schlagbohrmaschine zum Bohren von Löchern in der Decke zum Beispiel wiegt gute 3 Kilo.
Zugang zur Decke über eine Leiter. Womöglich eine Wohnung im dritten Stock ohne Lift. Wenn dort womöglich eine Zentralheizung mit Kupferverrohrung ist, muss gegebenenfalls ein mehrere Meter langes Rohr dorthinbefördert werden. Wenn eine Wohnung, ein Stockwerk generalsaniert wird, wird der Estrich rausgestemmt. Die Stemmhämmer wiegen gute 30 Kilo und die Schubkarren mit denen der Schutt abtransportiert wird sind irgendwo bei 100. Die Decke hat hingegen pro Quadratmeter eine begrenzte Tragkraftt. Auch das wird komplett automatisiert noch einiges an Zeit dauern, auch weil ja die Maschinen die man braucht um zu stemmen und die LAsten zu bewegen dann nicht zwingend gleich schwer sein werden wie Menschen.
Neubauten ja, da kann ich mir vieles vorstellen, auch in naher Zukunft.
Aber unter den geschilderten Voraussetzungen wird es trotzdem humanoide oder sehr ähnlich gebaute Ropotik brauchen die verlässlich funktioniert, kostengünstig ist, nicht alle drei Stunden neu geladen werden muss und beständig gegen Verschmutzungen und große Temperaturunterschiede ist.
Ich unterschätze die Robotik nicht, da ist verdammt viel möglich. Aber unter den Bedingungen wie ich sie hier beschrieben habe, die sich naturgemäß auch nicht innerhalb von wenigen Jahren ändert, wird es noch Jahrzehnte dauern menschliche Arbeitskräfte verlässlich und kostengünstig im spezialisierten Handwerk zu ersetzen.
Aber angenommen, um beim Installateur zu bleiben. ein Zinshaus mit 30 Wohnungen auf fünf Stockwerken. Dort hast Du alleine in der Küche 30, oft verschiedene Syphone verbaut, dann noch welche unter der Badewanne, unter dem Waschbecken und der Duschwanne.
Kabel und Rohschellen in der Decke, die für menschliche Hände gebaut sind. Die macht man mit einem schlichten Greifer nicht einfach so auf.
Auch hier werden sich Deine "Drohnen" noch eine Weile schwer tun.
Nur um irgendein Einkommen über Mindestsicherung zu haben!
Das glaube ich nicht. Wir hatten niemals mehr Beschäftigte wie jetzt und das, obwohl seit Beginn der Industrialisierung massiv automatisiert wurde. Es wird nur das Beschäftigungsfeld ein anderes werden. Im Gegenteil, Digitalisierung bringt Arbeitsplätze und man hat dann Probleme, die man vorher nicht hatte.
zusätzlich die von mir beschriebenen Beispiele....es wird genügend Arbeit für Menschen geben...und so lange ist es ja nicht mehr, bis der Großteil von uns weg ist. Ich denke die Bevölkerung wird schrumpfen, die Lebenserwartung wieder sinken, ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich alt werden will.
Als ich mit der Lehre begonnen habe, begann ich in einer Halle mit der einen Hälfte CNC Geräte, die andere Hälfte konventionell getriebene Fräsen und Drehbänke. Damals hat man gesagt, in 30 Jahren würde in dieser Halle kein Mensch mehr arbeiten müssen.
Im letzten Jahr war ich wieder dort. Auf den Mann genau gleich viele Arbeitsplätze wie vor 34 Jahren. Aber bis auf eine, nur noch CNC-gestützte Maschinen. Das Selbe in der Schweißerei, der Lackiererei, der Montagehalle, es sind innsgesamt sogar mehr Mitarbeiter geworden.