Die Beziehung riskieren

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Bei wohl nicht wenigen Beziehungen kommt es irgendwann zum :wideyed::wideyed::wideyed:, dass der Partner in Wahrheit schon längst ein ganz anderes (Sex/Beziehungs-)Leben lebt, als man angenommen hat, man draufkommt, dass da keine (Gesprächs-, Zusammenlebens-, etc.) Basis mehr ist und die Beziehung am Ende angelangt ist.

Meist tut man dann aus gekränkter Eitelkeit oder Veränderungsunwilligkeit entweder nix oder genau das Verkehrte (Bespitzelung, Vorwürfe etc.).

Doch das Problem beginnt m.E. viel früher - dort wo sich die Beziehung auseinanderdividiert.

Wie seht Ihr das ?
Was sind die Dinge, an denen es sich spießt?
Seht Ihr da Unterschiede, was weibliche und männliche Bedürfnisse betrifft?
 
Bei wohl nicht wenigen Beziehungen kommt es irgendwann zum :wideyed::wideyed::wideyed:, dass der Partner in Wahrheit schon längst ein ganz anderes (Sex/Beziehungs-)Leben lebt, als man angenommen hat, man draufkommt, dass da keine (Gesprächs-, Zusammenlebens-, etc.) Basis mehr ist und die Beziehung am Ende angelangt ist.
MMn ist das schon mal grundlegend eine falsche Annahme: Nur weil sich das Sexleben in unterschiedliche Richtungen entwickelt bedeutet das nicht dass man sich in der Beziehung entfernt. Nur weil man (oder eine/r) nicht über das Thema "sexuelle Wünsche" reden möchte oder eine wünschenswerte Offenheit fehlt, bedeutet das nicht dass man generell ein Kommunikationsproblem hat. Nur weil diese Dinge nicht so wie gewünscht funktionieren, bedeutet es nicht dass das Zusammenleben keine Basis hat.

Es stellt sich nämlich die Frage wie hoch der Stellenwert dieses einen Aspekts einer Beziehung für den/die jeweilige/n ist um erkennen zu können wo man steht, falls es da Probleme geben sollte - ist der irgendwo zwischen Kinderschaukel und Kaktus, ist noch keine Tragödie am Horizont ersichtlich ;)

Meist tut man dann aus gekränkter Eitelkeit oder Veränderungsunwilligkeit entweder nix oder genau das Verkehrte (Bespitzelung, Vorwürfe etc.).
Und um auf den anderen Thread zurück zu kommen: Bespitzelung hat eine (für mich zumindest) zulässige und eine unzulässige Form. Unzulässige Bespitzelung fängt da an, wo man das "Postgeheimnis" verletzt, dh. man die Nachrichten, Browserverläufe oder ähnliches aktiv kontrolliert - das tut man einfach nicht. Postet der Partner zB hier im Bilderbereich ein Foto mit Gesicht und gibt somit seine Anonymität freiwillig auf... tja, shit happens - dass man dann die Beiträge verfolgt und ihn / sie ggf. ein bissal foppt... selber schuld :schulterzuck:
 
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Bei wohl nicht wenigen Beziehungen kommt es irgendwann zum :wideyed::wideyed::wideyed:, dass der Partner in Wahrheit schon längst ein ganz anderes (Sex/Beziehungs-)Leben lebt, als man angenommen hat, man draufkommt, dass da keine (Gesprächs-, Zusammenlebens-, etc.) Basis mehr ist und die Beziehung am Ende angelangt ist.

Meist tut man dann aus gekränkter Eitelkeit oder Veränderungsunwilligkeit entweder nix oder genau das Verkehrte (Bespitzelung, Vorwürfe etc.).

Doch das Problem beginnt m.E. viel früher - dort wo sich die Beziehung auseinanderdividiert.

Wie seht Ihr das ?
Was sind die Dinge, an denen es sich spießt?
Seht Ihr da Unterschiede, was weibliche und männliche Bedürfnisse betrifft?
Spießen wird sichs in vielen Fällen nicht unbedingt nur am Sex. Sondern bei vielen anderen Dingen, die sich leise und unscheinbar in die Beziehung einschleichen. Man muss aufpassen wie ein Haftlmacher, um das zu erkennen, und man muss von Anfang an Klartext reden! Alles Hin- und-her-geeiere hilft nichts! Auch wenns schmerzhaft ist und den Partner erst mal vor den Kopf stösst.

Bespitzelung ist sowieso das Allerletzte, das tut man einfach nicht. Handy kontrollieren, Emails lesen, Browserverlauf nachschauen... das gehört in eine vertrauensvolle Beziehung nicht hinein, das hat dort nichts verloren! Jeder hat das Recht auf seine Privatsphäre, und wenn die verletzt wird, dann hat das nichts mehr mit Beziehung oder Liebe zu tun, das ist reines Kontroll- und Besitzdenken. Das Gleiche gilt natürlich auch für Bespitzelungen.

Es kann in einer langjährigen Beziehung schwierig werden, über sexuelle Bedürfnisse zu reden, weil man riskiert, von dem Menschen, der einem am wichtigsten ist, Ablehnung zu erfahren oder sie/ihn zumindest vor den Kopf zu stoßen. Eben deshalb ist es so wichtig, immer gleich zu reden, wenn einem ein Thema hochkommt. Ich übertreibe es im Moment vielleicht ein wenig und stelle meiner Gefährtin sehr oft die Frage, ob für sie alles passt. Wir haben ein sehr offenes Klima, in dem alles - wirklich alles - angesprochen werden darf.

Spießen wird sichs dann, wenn man zu lange nicht miteinander spricht und dann die Differenzen zu groß werden, als dass sie noch ausgeräumt werden könnten.

Präventiv und auch im Akutfall kann ich die Imago-Therapie empfehlen, das ist eine Art streng strukturierter Gesprächsführung. Durch die strenge Struktur der Gespräche entsteht eine Atmosphäre und ein Gefühl der Sicherheit, so dass man auch heikle Themen leichter ansprechen kann. Mehr darüber gerne per PN.
 
Wie schon in anderen Freds formuliert Beziehung ist nicht gleich Besitz. Wenn mit meiner Partnerin alles andere passt, warum soll ich nur wegen diesem mit verlaub mitunter lästigen Sexthema gleich alles hinschmeißen? Noch dazu wenn sich beide auf Augenhöhe einen Workaround ausmachen? Problematisch wird es nur wenn eine der beiden Parteien das Problem nicht sieht(sehen will) und sich gegen Lösungsansätze wehrt. Ich kenne mittlerweile mindestens 10 Paare die eine innige soliede Beziehung führen aber sicher nicht (mehr) miteinader schlafen sonder jeder seinen sexuellen Weg nachgeht. Scheint also zu funktionieren...
 
Wie schon in anderen Freds formuliert Beziehung ist nicht gleich Besitz. Wenn mit meiner Partnerin alles andere passt, warum soll ich nur wegen diesem mit verlaub mitunter lästigen Sexthema gleich alles hinschmeißen? Noch dazu wenn sich beide auf Augenhöhe einen Workaround ausmachen? Problematisch wird es nur wenn eine der beiden Parteien das Problem nicht sieht(sehen will) und sich gegen Lösungsansätze wehrt. Ich kenne mittlerweile mindestens 10 Paare die eine innige soliede Beziehung führen aber sicher nicht (mehr) miteinader schlafen sonder jeder seinen sexuellen Weg nachgeht. Scheint also zu funktionieren...
Hmm, also ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen, dass das so gut funktionieren soll. Sieht mehr nach einer Freundschaft aus als einer Beziehung.
Zumindest könnte ich so ein Beziehungskonstrukt nicht führen, denn Sex ist mehr als nur Triebe ausleben. Sex mit jemanden, den man liebt ist unschlagbar. Wie kann ich also ständig Sex ohne Liebe haben, aber jemanden lieben ohne Sex mit ihm haben (zu wollen) - und damit zufrieden sein? Das ist für mich einfach ein Ding der Unmöglichkeit und wirklich ein sehr trauriges (Liebes)Leben.
 
Hmm, also ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen, dass das so gut funktionieren soll. Sieht mehr nach einer Freundschaft aus als einer Beziehung.
Zumindest könnte ich so ein Beziehungskonstrukt nicht führen, denn Sex ist mehr als nur Triebe ausleben. Sex mit jemanden, den man liebt ist unschlagbar. Wie kann ich also ständig Sex ohne Liebe haben, aber jemanden lieben ohne Sex mit ihm haben (zu wollen) - und damit zufrieden sein? Das ist für mich einfach ein Ding der Unmöglichkeit und wirklich ein sehr trauriges (Liebes)Leben.

ich glaube, das hängt auch sehr stark damit zusammen, wie sehr man im sex außerhalb der beziehung die erfüllung findet. wenn das so wow ist, dass man sich sagt: dann lass ich es mit dem anderen gleich ganz, dann kommt es eben zu so einer konstellation. aber ich geb dir schon recht, dass das ein weng gar wenig für den beziehungs-rest ist. auch wenns da noch sonstige nähe, kuscheln etc. gibt.
 
Ich unterstelle jetzt mal dem @Mitglied #164359 , dass er möglicherweise langjährige Beziehungen meinte ( aber bitte hau mich nicht, wenn du es anders gemeint hast ).
Für mich ist jede Beziehung, va wenn sie in die Jahre kommt, ein sehr dynamisches Konstrukt, das sich permanent verändert, so frei nach dem Motto: es bleibt nichts so wie es ist....
Auch wenn viele Jahre alles Paletti ist, so ist das Leben eben so provokant, dass es einem Prügel vor die Füße Haut, und schon gibts Bewaehrungsproben.
Und alles ändert sich , wenn 1 oder vielleicht sogar mehrere Kinder hinzukommen, denn damit kommt man bzw an die eigenen Grenzen.
Natürlich kann man versuchen, diese zu erweitern, aber der Alltag fordert unaufhörlich seinen Tribut.
Sehr leicht kommt dadurch ein Prise Achtlosigkeit vor, an den eigenen Grenzen angelangt Erschöpfung und Gleichgültigkeit rein , und sehr bald laesst eben die Libido nach, wenn der Sex aufgrund von Stress immer eintoeniger wird.
Und alles geht schleichend.
Wenn man seine Elternschaft ernst und Verantwortung übernimmt, und das auch beide in Übereinstimmung und Liebe tun, dann gibts einen sehr starken Draht und eine starke Verbindung miteinander.
Auch wenn Freundschaft oft als der Tod von Sex bezeichnet wird, so geht's in einer beständigen Beziehung ohne eine tiefe Freundschaft , die zur Liebe dazugehört, einfach nicht.
Und das kann aktiven Sex mit einschließen , muss aber nicht.
 
Ich unterstelle jetzt mal dem @Mitglied #164359 , dass er möglicherweise langjährige Beziehungen meinte

längere jedenfalls. so dass sich halt die ersten schmetterlinge inzwischen irgendwo verflogen haben.

aber bitte hau mich nicht, wenn du es anders gemeint hast

:hau::hau::hau::hau: ... :wideyed: ah so .... NED!!! sorry! :schulterzuck: :haha:

aber ernst jetzt: *unterschreib* :up:

ad kinder: klar bringt das einmal in einer beziehung eine veränderung (sich längere zeit nicht miteinander voll erotisch beschäftigen können - oder gar nimmer so frei entfalten). aber auch andere faktoren wie alltagstroubles, stress, berufliches, zeitliche/räumliche trennungen, längere/chronische krankheit etc. sind herausforderungen.

und da ist es zwar einerseits eine großzügigkeit, dem anderen freiraum mit anderen einzuräumen - aber andererseits will man ja auch selbst (und der andere partner mit) aus dem schlamassel gemeinsam wieder raus. nicht leicht, so eine gratwanderung.
 
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Ich unterstelle jetzt mal dem @Mitglied #164359 , dass er möglicherweise langjährige Beziehungen meinte ( aber bitte hau mich nicht, wenn du es anders gemeint hast ).
Für mich ist jede Beziehung, va wenn sie in die Jahre kommt, ein sehr dynamisches Konstrukt, das sich permanent verändert, so frei nach dem Motto: es bleibt nichts so wie es ist....
Auch wenn viele Jahre alles Paletti ist, so ist das Leben eben so provokant, dass es einem Prügel vor die Füße Haut, und schon gibts Bewaehrungsproben.
Und alles ändert sich , wenn 1 oder vielleicht sogar mehrere Kinder hinzukommen, denn damit kommt man bzw an die eigenen Grenzen.
Natürlich kann man versuchen, diese zu erweitern, aber der Alltag fordert unaufhörlich seinen Tribut.
Sehr leicht kommt dadurch ein Prise Achtlosigkeit vor, an den eigenen Grenzen angelangt Erschöpfung und Gleichgültigkeit rein , und sehr bald laesst eben die Libido nach, wenn der Sex aufgrund von Stress immer eintoeniger wird.
Und alles geht schleichend.
Wenn man seine Elternschaft ernst und Verantwortung übernimmt, und das auch beide in Übereinstimmung und Liebe tun, dann gibts einen sehr starken Draht und eine starke Verbindung miteinander.
Auch wenn Freundschaft oft als der Tod von Sex bezeichnet wird, so geht's in einer beständigen Beziehung ohne eine tiefe Freundschaft , die zur Liebe dazugehört, einfach nicht.
Und das kann aktiven Sex mit einschließen , muss aber nicht.
Du hast das sehr anschaulich beschrieben... *top*
 
Bin da ganz pragmatisch. Zuerst wird ausprobiert obs im Bett grundsätzlich passt. Danach gehts dann weiter mit Beziehung und so... Ich glaube vielfach kommt es zu diesem Spießen mit der Zeit, weil sich die Paare a) vergessen auf sich selbst zu achten (was brauch ich für mich ganz persönlich?); b) sich zuwenig Freiraum und Privatsphäre zugestehen; und c) sich unbewusst nicht so geben, zeigen, wie sie sind (man will ja schließlich der PartnerIn gefallen und nicht gleich mit den Abgründen ins Haus fallen)...

Finde es auch kritisch nur mehr eine Beziehung zu führen, wo Sex keine Rolle mehr spielt. Da geht doch wahnsinnig viel Intimität verloren. Und nein ich glaube nicht daran, dass es auf Dauer mit Bedürfnisbefriedigung im Außen (wie auch immer das aussehen mag) gut geht.
 
Ich glaube vielfach kommt es zu diesem Spießen mit der Zeit, weil sich die Paare a) vergessen auf sich selbst zu achten (was brauch ich für mich ganz persönlich?); b) sich zuwenig Freiraum und Privatsphäre zugestehen; und c) sich unbewusst nicht so geben, zeigen, wie sie sind (man will ja schließlich der PartnerIn gefallen und nicht gleich mit den Abgründen ins Haus fallen)...
Sehr treffend formuliert ... also für mich jedenfalls :D

Ich falle ziemlich schnell mit den Abgründen ins Haus, schließlich bleiben nur die Harten im Garten.
 
Doch das Problem beginnt m.E. viel früher - dort wo sich die Beziehung auseinanderdividiert.

Wie seht Ihr das ?
Was sind die Dinge, an denen es sich spießt?
Seht Ihr da Unterschiede, was weibliche und männliche Bedürfnisse betrifft?

Ich glaube, dass das größte Problem darin liegt, sich Entwicklung nicht einzu- und dem Partner nicht zuzugestehen.
Die Angst vor Veränderung führt in anderen Bereichen eben durchaus zu Veränderungen, die sich teilweise nur schwer einordnen und erklären lassen, wenn man sich null damit beschäftigt. Man spürt es, gesteht es sich nicht ein, aber es zeigt sich irgendwann schleichend.
Der ausschlaggebende Punkt, ist mMn nicht, die Auswirkung auf die Partnerschaft, sondern die Nicht-Beschäftigung mit sich selbst, den eigenen Baustellen oder Wegen...
 
Es bringt ja nichts, sich als etwas darzustellen, was man nicht ist. Entweder mag mich mein Partner so wie ich bin, mit meinen Fehlern und als Ganzes, oder es hat eh keinen Sinn. :)
Genau. Vor allem, was bringt mir das eigentlich, wenn ich mich verstelle? Nur die traurige Erkenntnis, dass nicht wirklich ich geliebt werde.
Ist genauso wie mit dem Alter (falls man damit ein Problem hat), bringt auch nichts. Ich kann zwar andere anlügen, aber mich selbst kann ich nicht belügen - ich weiß noch immer wie alt ich bin.
 
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