Den Partner mit Schweigen bestrafen

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Wenn beide Partner die Alüren des anderen annehmen führt das zwangsweise zu einer Eskalation, davon kann ich ein Lied singen.
Man nimmt irgendwie automatisch Dinge des Partners in einer Beziehung an und wenn man selbst damit konfrontiert wird, dann erst merkt man wie unangenehm das eigentlich ist.
Schweigen wie schon oftmals erwähnt ist ein Instrument, welches mit Bedacht eingesetzt werden sollte.
Ich habe das auch erst spät begriffen.
Wenn man keine Gesprächsbasis mehr findet, dann hat es wohl ein Ende im Gelände.
Sich anschweigen und zu warten dass der andere was macht bzw den ersten Schritt tut, ist nervenausfreibend und bringt unterm Strich auch nichts mehr. (auch die Erfahrung habe ich machen dürfen)

Wir haben hier, aber das sollte jeder für sich bedenken, nur eine Sichtweise und ich kenne die näheren Umstände nicht, deswegen halte ich mich hier eher allgemein und gehe nicht persönlich darauf ein.
Meine Erfahrungen sind eben dass man reden sollte und Schweigen nur bis zu einem gewissen schmalen Grat gut ist. Sind die Emotionen mal zur Gänze herunten, dann kann man wieder miteinande reden.
 
Hi,



ich weiß nicht, ob ich da zu viel interpretiere, ich habs so verstanden, dass er tendentiell immer schon mal den Silent Bob gemacht hat, nicht oft aber schon gelegentlich wenn es Streit gab, vielleicht nicht bei Bagatellen wie jetzt. Und dann hat sie bisher eingelenkt, mit ihm geredet, und so ein Gespräch bekommen und die Situation aufgelöst. Sie weiß ja was ihn stört, sie könnte auch jetzt sagen "Du hör mal, wir waren weg, das ist OK, Du kannst nicht ...." und damit das Problem thematisieren.

Jetzt tut sie das nicht mehr sondern lässt ihn schweigen, gespannt, wann er von selbst aufhört. Weil er wird aufhören, irgendwann ist es ihm zu blöd. :)

Hätte sie vielleicht schon früher machen sollen. ;)

Sie erwartet mE. keine Änderung (die wird es wohl geben, wenn er mitbekommt, dass er mit dem Silent Bob nicht mehr weiter kommt), sie sieht sich das ganze halt an. Ich finde das von ihr nicht blöd, hätte ich schon beim ersten mal gemacht. Weil ich mich nicht "erpressen" lasse.

LG Tom
wie gesagt in meiner Familie ist das seit Jahren.... und auch mit ihrer Änderung es nicht mehr ernst zu nehmen, änderte sich sein Verhalten damit Null.... Manche Menschen sind einfach so und das kann man nicht abstellen damit.

mir ist nur dieses ins Auge gestochen '' und grundsätzlich hat er das schon immer gemacht, auch als die Beziehung absolut stabil war! Jetzt ist eben so, dass ich nicht einlenke und auf ihn zukomme, sondern ihn mal Schweigen lasse.....''
Schon Immer - heisst für mich nicht ab und zu
 
Es wundert mich nicht, warum die Scheidungsraten so hoch sind wenn jeder gleich davonläuft ........

besonders interessant find ich Beziehungstipps von notorischen Fremdgehern! Schön dass es bei euch so gut klappt, das freut mich wirklich!
 
:hahaha:Was Du bei Deinem Mann so machst, weiß ich ja ned, aber im Gasthaus bist (GsD) weit von einer Schweigerin entfernt. :up:
ich weiß jetzt nicht, ob ich das als Kompliment sehen soll ;)

Weil er wird aufhören, irgendwann ist es ihm zu blöd.
nicht zwingend. Solche Situationen lösen sich manchmal einfach auf, ohne dass jemand dazu Stellung bezieht oder jemand explizit die schweigende Position aufgibt und der andere schreit "ha, du hast als erstes was gesagt!"

Ich tippe darauf, dass es im Sand verlaufen wird.
 
Es wundert mich nicht, warum die Scheidungsraten so hoch sind wenn jeder gleich davonläuft ........

besonders interessant find ich Beziehungstipps von notorischen Fremdgehern! Schön dass es bei euch so gut klappt, das freut mich wirklich!
Als eine Geschiedene kann ich sagen - nicht jeder läuft gleich davon. Aber es gilt herauszufinden wann es sich lohnt zu kämpfen und wann es einen bloß noch krank macht.
in zweiterem Falle nutzt es keinem was die Partnerschaft aufrecht zu erhalten.

und ich kann dir sagen, diese Schweigekriege können einen psychisch kaputt machen, wenn man es auf Dauer ertragen muss. Und was ist das dann für eine Partnerschaft, wenn der eine den anderen 'ertragen' muss und davon krank wird?
 
... solche Druckmittel funktionieren nur dann, wenn der Empfänger darauf anspringt! Ich gebe in solchen Momenten einmal zu verstehen, das mir auffällt- was da grade für ne Schiene gefahren wird. Dann kann das Gegenüber sein Verhalten entsprechend regulieren, oder halt nicht! Beeindruckend finde ich solche Spielchen wenig - bis gar nicht!
 
... solche Druckmittel funktionieren nur dann, wenn der Empfänger darauf anspringt! Ich gebe in solchen Momenten einmal zu verstehen, das mir auffällt- was da grade für ne Schiene gefahren wird. Dann kann das Gegenüber sein Verhalten entsprechend regulieren, oder halt nicht! Beeindruckend finde ich solche Spielchen wenig - bis gar nicht!
Psychospielchen sind nie amüsant bzw fair...
 
Was haltet ihr davon?
ein „Fehlverhalten“ oder ein Streit wird mit tagelangem Schweigen und Nichtbeachtung bestraft....

früher hat mich das sehr gekränkt... mittlerweile find ich es ein sehr kindisches Verhalten, das rein gar nichts bringt....

wie würdet ihr damit umgehen?
@Mitglied #519532
Du hast den Sachverhalt sehr klar und respektvoll geschildert. Partnerbashing sieht anders aus. Gewisse Dinge darfst du getrost ignorieren.
 
Es wundert mich nicht, warum die Scheidungsraten so hoch sind wenn jeder gleich davonläuft ........

Es läuft nicht jeder „gleich weg“, die Grenzen dessen, was jeder einzelne zu ertragen bereit ist, sind nur sehr verschieden. Kommunikationsverweigerung als Druckmittel würde ich nicht tolerieren, Druckmittel generell nicht, weil sie Konflikte festhalten, statt sie zu lösen.
 
Schön dass es bei euch so gut klappt, das freut mich wirklich!

Nein. Weder bei mir noch sonst wo.

Von dem Partner der schweigt, bzw. ins Papageienvokabular verfiel, was annährend so schlimm ist, musste ich mich nach Jahren und dem Erkennen trennen.
Es war allerdings wirklich Lehrbuch ohne Graubereich.
Er hatte alle Anzeichen wunderbar ausgeprägt. Nochmal keiner war schuld, er war/ist so, ich wollte als Co nicht leben.

Wie gesagt, egal wie Du Dich verhältst, das kann Schweigen und Abstrafen genauso wenig rechtfertigen wie eine Ohrfeige.
Das geht einfach in gleichberechtigter Paarbeziehung nicht.
Es ist ein Angriff.
(wenn es eben nicht zur temporären Deeskalation und Herstellen eines diskussionsfähigen Gemütszustand dient).
 
Was haltet ihr davon?
wie würdet ihr damit umgehen?
1) Gar nichts. Die Trotzphase sollte ein erwachsener Mensch hinter sich gebracht haben und seinen Standpunkt sollte man im Umkehrschluss vertreten können.
2) Ehrlich und streng subjektiv? Fällt für mich, wenn es bei Krisen und Problemen in der Partnerschaft genutzt wird, klar unter die psychologische Kriegsführung. Wenn dieses Verhalten die Standardstrategie des Partners ist um Beziehungskonflikte seinerseits zu handhaben, dann ist es für mich ein ausschlaggebender Grund dafür die Partnerschaft ASAP zu beenden. Ich möchte nur mit einem erwachsenen, konflikt- und diskussionsfähigen Partner liiert sein.
 
jetzt musste ich fast ein wenig Schmunzeln beim Nachlesen.... auch diesen Satz hab ich schon zig mal aus dem Mund meiner Mutter gehört.

Er hat es also schon immer gemacht und du hast einfach damit leben können indem du auf ihn zugegangen bist. und jetzt nach X (Monaten, Jahren?) drehst du einfach den Spieß um und hoffst, dass er sich ändert, wenn du deine Verhaltensweise änderst? Kein Vorwurf, nur die Frage ob der Sachverhalt an und für sich richtig verstanden wurde.

Partner ändern nicht einfach ihr Verhalten nur weil es dem Gegenüber nicht mehr passt. Dazu hättest du wohl schon von Beginn an mit ihm reden müssen und ihm sagen müssen, dass dieses Verhalten inakzeptabel ist und du das nicht mit dir machen lässt. Du kannst es immer noch ansprechen, aber die Veränderung nicht hervorzaubern. Natürlich heisst es nicht nur weil es immer so war wird es immer so bleiben, aber es ist schwerer Dinge zu ändern bzw zu verstehen warum es geändert werden muss, wenns davor vielleicht nicht so klar war, dass es überhaupt störend ist.


Servus Trini,
ich schmunzle auch. Genau das hab ich bei meinen Alten erlebt. Sie machte ihm die Hölle heiss, um ihre Wünsche zu erreichen und er widersprach zwar nie, aber verschwand in den Bergen. Mit so einer Frau wäre ich keine vier Wochen zsamm geblieben. Meine Alter machte sich nicht existiert und ich verstehe dieses Verhalten.
 
früher hat mich das sehr gekränkt... mittlerweile find ich es ein sehr kindisches Verhalten, das rein gar nichts bringt....

Darauf bin ich angesprungen, übrigens.
Ich bin wütend heißt in Wirklichkeit, ich bin gekränkt und außer mir.
Die nächste Stufe der Kränkung ist eine Ruhigere.
Wenn man resigniert und Erdulden angenommen wird, kommt die Verbitterung.
Die Kälte hat mich aufhorchen lassen. ;)

Ihm bringt es was, sonst würde er es nicht tun.
Das ist doch klar, er setzt eine Aktion damit eindeutig.
Diese Motivation raus finden zu wollen, dazu würde ich weder raten noch abraten.
Denn Leben musst Du mit dem, was Du finden würdest, wenn Du wirklich recherchieren würdest, leben.

Nur zur Erklärung, was ich hier treibe.
Es gibt Namen dafür, es gibt wahnsinnig viel an Betroffenenberichten, das ist alles sehr real und greifbar.

Das hier ist mehr Tabuthema, als die seltsamste Sexualpraktik, die hier je verewigt wurde.

Warum es so ist, macht nur dann Sinn zu ergründen, wenn man selbst beginnt an sich zu zweifeln, bzw. eine Entscheidung treffen muss/will und ein Fundament dazu benötigt.
Dann allerdings warm anziehen. Oder weiter rein rutschen. Viele verpassen den Zeitpunkt zum Absprung und erdulden weiter.
 
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Servus Trini,
ich schmunzle auch. Genau das hab ich bei meinen Alten erlebt. Sie machte ihm die Hölle heiss, um ihre Wünsche zu erreichen und er widersprach zwar nie, aber verschwand in den Bergen. Mit so einer Frau wäre ich keine vier Wochen zsamm geblieben. Meine Alter machte sich nicht existiert und ich verstehe dieses Verhalten.
Aber im Endeffekt hat er für sich einen gangbaren Weg gewählt damit umzugehen.
Wenn mich etwas so sehr stört im Zusammenleben mit meinem Partner, doch es ist kein Ende in Sicht, aber auch kein Zeitpunkt die Beziehung zu beenden.
Dann suche ich mir einen Weg damit umzugehen.
Will ja deswegen nicht dauerleiden.
 
Aber im Endeffekt hat er für sich einen gangbaren Weg gewählt damit umzugehen.
Wenn mich etwas so sehr stört im Zusammenleben mit meinem Partner, doch es ist kein Ende in Sicht, aber auch kein Zeitpunkt die Beziehung zu beenden.
Dann suche ich mir einen Weg damit umzugehen.
Will ja deswegen nicht dauerleiden.

Es war seine Art des hier kritisierten Schweigens. Viel arbeiten, gut verdienen, aber jede freie Minute war er abwesend. Die Abende, die Wochenenden, seinen gesamten Urlaub. Tennis, Schwimmbad, Bergsteigen, Wildwasserfahren, Langlaufen, Schi. Mich hat er natürlich mitgenommen und schlussendlich war meine ewig keppelnde Mutter die Dumme. Das Haus war nur mehr Schlaf-Materiallager-Versorgungsbasis für uns. Meine Mutter dagegen verfiel immer mehr in ihren religiösen Wahn und hockte nur mehr in Kirchen und Klöstern.
 
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Es war seine Art des hier kritisierten Schweigens. Viel arbeiten, gut verdienen, aber jede freie Minute war er abwesend. Die Abende, die Wochenenden, seinen gesamten Urlaub. Tennis, Schwimmbad, Bergsteigen, Wildwasserfahren, Langlaufen, Schi. Mich hat er natürlich mitgenommen und schlussendlich war meine ewig keppelnde Mutter die Dumme. Das Haus war nur mehr Schlaf-Materiallager-Versorgungsbasis für uns.
Nicht da sein und dadurch Stille produzieren ist meiner Meinung nach leichter als da zu sein und zu schweigen. Denn ist er nicht da, macht sie auch was ihr Spaß macht und sieht nicht ob er dadurch noch mehr die Augen verdreht usw..... Eine tolle Beziehung ist das auch nicht, aber psychisch belastend ist schweigende Anwesenheit mehr

Eine andere Frage wäre hier eher, hat er sie damit konfrontiert oder einfach beschlossen für sich allein, dass es so besser ist?
Dieses 'sie machte ihm die Hölle heiß' wäre auch erst zu hinterfragen. Warum ging er nicht? Bzw warum konnten sie nicht miteinander reden?
Im Nachhinein einer Person die Schuld zuwerfen ist immer leichter...... Es tragen aber oft beide ihren Teil bei.
 
Nicht da sein und dadurch Stille produzieren ist meiner Meinung nach leichter als da zu sein und zu schweigen. Denn ist er nicht da, macht sie auch was ihr Spaß macht und sieht nicht ob er dadurch noch mehr die Augen verdreht usw..... Eine tolle Beziehung ist das auch nicht, aber psychisch belastend ist schweigende Anwesenheit mehr

Eine andere Frage wäre hier eher, hat er sie damit konfrontiert oder einfach beschlossen für sich allein, dass es so besser ist?
Dieses 'sie machte ihm die Hölle heiß' wäre auch erst zu hinterfragen. Warum ging er nicht? Bzw warum konnten sie nicht miteinander reden?
Im Nachhinein einer Person die Schuld zuwerfen ist immer leichter...... Es tragen aber oft beide ihren Teil bei.
allan streiten?schweigen is klor...
 
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