Es ist aber die Frage nach dem “WARUM genau dieses Opfer?“.
Aber hältst du es wirklich für sinnlos sich Gedanken zu machen warum etwas passiert oder wie man ähnliches vermeiden könnte?
Weil du nicht dumm und nicht mehr naiv genug bist zu glauben dass es Zufall war oder du nicht anders, richtiger oder besser hättest handeln können

?
Ich denke, dass hier ein Gegenentwurf fehlt, um die Funktionsweise einer solchen Argumentation und das, was sie anrichtet zu verdeutlichen. Darum ein Versuch.
Wir schreiben das Jahr 2060, die Menschheit hat einige Dinge nicht so recht in den Griff bekommen. Die Vergewaltigungsrate ist, wie die Temperatur, in manchen Teilen der Welt ins mehr als Bedenkliche gestiegen und bringt die Menschen allenorts zornig auf die Barrikaden. Die Lebensqualität ist deutlich gesunken, die Straßen sind dort, wo man sich aufgrund der Hitze nur noch nachts raus traut unsicherer geworden. In allen größeren Städten haben sich Gruppierungen gebildet, Frauen, die ihrer Hilflosigkeit, aber auch ihrem Hass auf Männer Ausdruck verleihen, indem sie mit Schlagstöcken und Rohrstangen wahllos Männer aus dem Hinterhalt überraschen und niederstrecken. Inzwischen gibt es zahllose Verletzte und auch etliche Todesopfer zu beklagen. Besonders erschreckendes Detail: diese Frauen machen auch vor Jugendlichen und Kindern nicht halt. Gesetzlich versucht man immer wieder gegen diese Frauen vorzugehen, gerade im Vorjahr wurden die Strafen erneut drastisch erhöht, Auswirkung auf die Fallzahlen scheinen diese Sanktionen aber keine, oder nur wenig zu haben.
Die Medien kolportiern inzwischen regelmäßig Detail und die letzten Erkenntnisse zu diesem Thema. Kein Tag vergeht, an dem man nicht in irgendeiner Zeitung zwangsläufig darüber stolpern muss. Frauen wären nun mal rachesüchtige Wesen, und auch, wenn diese Verbrechen eindeutig wären und in ihrem Straftatbestand ernstgenommen würden, so müsse man sich eben auch vor dieser, für Frauen nun mal ganz spezifischen Eigenschaft schützen und dürfe sie nicht auch noch provozieren. Besonders männliche Attribute gelte es zu verbergen, Bärte, ausgeprägten Haarwuchs, buschige Augenbrauen, ein kantiges Kinn, gar kurze Hosen, die kräftige Waden enthüllen, oder etwa das Tragen einer Glatze. In extremen Ausprägungen kämen Männer sogar auf die leichtsinnige Idee ihre Brusthaare zur Schau zu stellen.
Eindeutige Verhaltensrichtlinien werden erstellt: Vermeiden Sie es, sich an abgeschiedenen Orten des Nachts alleine herumzutreiben. Machen Sie sich nicht zu einem leichten Opfer und tragen sie unauffällige Kleidung, die den, von uns erarbeiteten Richtlinien entspricht und alle provokanten Körperstellen bedeckt. Vermeiden Sie es, fremde Frauen anzusprechen, ihnen zuzuzwinkern, zu flirten, oder ihnen sonst irgendwie zu verstehen zu geben, dass Sie ein sexuelles (männliches) Wesen sind. Betrinken Sie sich nicht in der Öffentlichkeit. Halten sie sich nicht alleine mit angetrunkenen Frauen in einem Raum auf! Selbst
eine Frau, die sich im Rausch nicht mehr unter Kontrolle hat könnte für sie zur Gefahr werden. Rasieren sie nicht ihren Schädel! Rasieren sie ihren Körper! Weisen Sie ihre Kinder an, sich ebenfalls zu schützen und nicht hirnlos zu agieren. Die Vorgangsweise entspricht einer Logik und von jedem Kind sollte zu erwarten sein, diese Logik zu erkennen und sich dementsprechend daran zu halten. Ziehen Sie die Aufmerksamkeit nicht auf sich. Auch übertrieben lautes Lachen und Sprechen sollte in der Öffentlichkeit unterbleiben, sofern Frauen anwesend sind. Machen sie das auch ihren Kindern klar.
Ein Umdenken bei den Frauen steht nicht zu erwarten, drakonischen Strafen zum Trotz werden wir alle in Zukunft damit leben müssen. Das ist in der Tat eine Katastrophe und aufs Schärfste zu verurteilen. Männer können sich aber schützen, indem sie sich intelligent verhalten. Eine Brieftasche lässt man ja auch nicht offen herumliegen. Da müsste man schon ziemlich blöd sein.
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Warum aber steht ein solches Umdenken nicht zu erwarten? Nicht unwesentlich daran Schuld trägt eine Argumentation, die sich darauf konzentriert, Männer einzuschränken um solche Vorfälle zu vermeiden. Geringere Fallzahlen erwecken den Anschein, das Problem effektiv zu bekämpfen,
die Verantwortung dafür (für den Rückgang) wird den Opfern angelastet. Am Problem selbst ändert sich allerdings nichts.