Gegen diese grauenhafte Verstümmelung sollte mit viel mehr internationalen Repressionen vorgegangen werden, wie z. B. Streichung der Entwicklungshilfe an Staaten, die FGM nicht gesetzlich verbieten und mit harten Strafen ahnden.
Aber es ist genau anders. Auch in Wien gibt es schon Weibliche Beschneidung und auch in London hat es sich etabliert. Das Problem ist sogar größer als Gedacht, weil es nicht nur religiös motiviert ist, sondern auch als Brauchtum etabliert ist. Der Islam duldet die weibliche Beschneidung, empfiehlt aber nicht zuviel wegzuschneiden.
Wie schnell sich so etwas etablieren kann sieht man gut an Ägypten. Dort war es in den 70ern zusammen mit dem Kopftuch schon fast aus den Köpfen. Heute erreicht man Höchstwerte.
Oft geht es von den Eltern der Männer aus, eine beschnittene Frau im Haushalt macht keine Probleme, weil sie nur mehr ein bemitleidenswerter "Eunuch" in weiblicher Form ist den die Schwiegermutter gut kontrollieren kann.
In den Gebieten in Afrika wo ich war galt es schon in den späten 90ern gegenüber Weissen als Tabu darüber zu sprechen. Daher halte ich alle Zahlen dazu für sehr fragwürdig. Denn wie will man dort Zahlen erheben, wenn man keine Frau untersuchen darf und man sie lieber z.B. bei der Geburt sterben lässt als einen Arzt zu rufen. Das sind auch oft jene Gebiete in denen der IS den Menschen erzählte das der Westen sie mit Polio Impfungen vergiften will, was ja auch schon per Facebook Aluhutdeppen auf uns übergesprungen ist.
Um für etwas Toleranz zu sorgen wurden ja in den letzten Jahren diverse Schamlippenkorrekturen als Schönheits OP oder ähnliches in Szene gesetzt. Da ist der Weg also schon geebnet damit wir das in 20 Jahren als normal hinnehmen.
Unternommen wird in Wien übrigens kaum etwas, der Patienten und Datenschutz geht vor. Auch eine Methode um etwas im Dunkeln wachsen zu lassen.