Akt und Erotik Fotografie!

Mache gelegentlich welche und auch meine Partnerin. Wenn uns eine Location gefÀllt. Fotografen brauchen wir dazu nicht.ich denk meistens gelingt es auch so sehr gut
 
Wenn ich so in die SchaukĂ€sten der Berufsfotografen schaue muss ich sagen, perfekt ausgeleuchtet. Gut bearbeitet. Fast ausschließlich katastrophale FehlschĂŒsse. Es sind die besten schlechten Fotos, die es gibt. Es sind hervorragende Handwerker, und die Bilder auch aus.

Andererseits war ich kĂŒrzlich (wie jedes Jahr) in Baden, die Fotos der Fotoausstellung anzusehen (Fotofestival la Gacilly Baden, Europas grĂ¶ĂŸte Fotoausstellung, die ganze Stadt hĂ€ngt voller Bilder). Da sind tolle Bilder dabei. Da sind Fotografen dabei, denen ich es zutrauen wĂŒrde, auch mich so zu inszenieren, dass ich attraktiv und gut aussehe. Damit meine ich nicht, wie 20, ich bin Mitte 60 und das darf man durchaus sehen, sondern so, wie ich bin. Und trotzdem einfach gut. Was macht ein gutes Bild aus? Es gibt tonnenweise BĂŒcher, die das erklĂ€ren. Aber wissen tut es keiner.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich wĂŒrde nicht zu einem Berufsfotografen gehen. Ich wĂŒrde die Bilder bei einem KĂŒnstler machen lassen. Schon gar, wenn ich mich nackt fotografieren ließe.

Weshalb lassen sich Leute fotografieren?

DafĂŒr gibt es mehrere GrĂŒnde. Ich gehe alle paar Jahre zu einem Freund, einem KĂŒnstler, der Fotografiert, und lasse mich portraitieren. Diese Portraits verwende ich auf meiner Homepage, in meinem Lebenslauf (ich muss den immer wieder abgeben, wenn ich mich um ein Projekt bewerbe). Die Bilder erfĂŒllen also einen professionellen Zweck. Dieser Freund inszeniert mich so, dass ich einerseits etwas exzentrisch, andererseits aber auch seriös aussehe. Ich wirke auf den Bildern so, wie jemand, der interessante, aber praktikable Lösungen fĂŒr technische Probleme zustande bringt. Und das will ich auch ausdrĂŒcken. Er war lange Zeit Pressefotograf, er versteht sein Handwerk, aber er kann eben auch das nicht greifbare mehr, das ihn ĂŒber die Berufsfotografen hinaus hebt. Er macht es aus Freundschaft (er ist kein Berufsfotograf und fotografiert daher nicht jeden), und ich lade ihn dafĂŒr zum Essen ein (wir essen beide gerne gut, wir mögen beide guten Wein, es wird nicht billig!)

Leute lassen sich abbilden, um Erinnerungen festhalten zu können. Ich habe ein Fotoalbum, das mein Vater bei meiner Geburt angelegt hat, und das meine ganze Jugend beinhaltet. Zu jedem einzelnen dieser Bilder kann ich Geschichten erzÀhlen. Es funktioniert also.

Ein vollkommen anderer Grund ist, sich jemandem schenken zu wollen. Bilder haben ja etwas mystisches, die Vorstellung, dass ein Bild einen Teil der Seele des abgebildeten beinhaltet, ist sehr alt und global verbreitet (daher erlaubt ja auch zum Beispiel der Koran keine Abbildungen von Menschen). Wenn ich einem geliebten Menschen also ein Bild von mir schenke, dann schenke ich mich damit auch selbst. Auch wenn das nur unbewusst geschieht, hat diese Vorstellung doch Einfluss auf unser Tun.

Ähnlich, wie ich von mir Portraits machen lasse, um mich damit besser verkaufen zu können, gibt es natĂŒrlich auch hier Leute, die von sich Bilder machen (lassen), um auf andere, potentielle Partner fĂŒr eventuellen Geschlechtsverkehr, attraktiver zu wirken. Da kommt es durchaus darauf an,

Und dann gibt es natĂŒrlich noch die Exhibitionisten, die sich gerne zeigen. Wer sich durch die Galerie hier klickt, wird sehen, dass es sehr viele davon gibt. Das erklĂ€rt auch, weshalb so viele Bilder so explizit sind. Es geht, entgegen der Meinung, die hier oft vertreten wird, ja nicht um die Fließen, auch nicht um die ungeputzten Klos, das sind alles nur Zugaben. Es geht um das Wichtigste (Gesichter einzustellen wagen nur die Wenigsten). Also um das Geschlecht. Um das Zeigen dessen, was man hat. Es erregt den/die/das Abgebildete/n. Nicht jeder kann das verstehen, genauso, wie nicht jeder verstehen kann, dass es Leute gibt, die sich das nicht gerne ansehen. Interessanter Weise haben Exhibitionisten, die selbst ja nicht gerne anderer Leute Bilder ansehen wollen, kein VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass man ihre auch nicht sehen will (das erklĂ€rt auch die vielen Schwanzavatare). Daher verkommt die Inszenierung zur reinen Nebensache. Detailgetreu muss das Bild sein. Jedes Äderchen, jede Falte, alles muss zu sehen sein. Der Hintergrund hat nur eine Aufgabe: Kontrast zum eigentlichen Objekt zu sein. Schmuddlige BettwĂ€sche, grindige Fließen, alles egal, solange der Kontrast stimmt.
 
Ich wĂŒrde nicht zu einem Berufsfotografen gehen. Ich wĂŒrde die Bilder bei einem KĂŒnstler machen lassen.
Das eine schließt das andere ja nicht aus. Du gehst also zu einem Photographen, der die kĂŒnstlerische Photographie beherrscht. Das kann beileibe nicht jeder Berufsphotograph, da stimme ich zu. Pauschalisieren wĂŒrde ich das allerdings nicht, sondern ins Portfolio schauen, ob mir die Art der Bilder zusagen. Das gleiche gilt auch bei nicht-Berufs Photographen, die können es teilweise genau so gut.
 
Es ist ein trauriges Wechselspiel. Manche, zu viele, Fotografen verstecken hinter dem „Fotografen“ die Suche nach Sex, zu viele nutzen die Situation dann real auch aus. Als Folge befĂŒrchten zu viele Frauen, dass genau das bei einem Shooting passieren könnte, meiden Shootings und beantworten Anfragen abschlĂ€gig.
Traurig zum einen, wirklich schade zum anderen.
Big, big like!!

Du hast völlig recht.
Vor einigen Jahren konnte ich mit einer viel einfacheren Kamera viele erotische Shootings machen (auch Videos).
Heute schreibe ich offen, dass ich kein Profi bin – und es meldet sich niemand, egal wie sehr ich es versuche.
Ich werde nicht lĂŒgen, und eine Prostituierte bezahle ich auch nicht.


Leider haben viele Menschen ein paar tausend Euro ĂŒbrig (wenn sie keine Frau oder keinen Mann finden – dann ist das anscheinend eine „gute Investition“, fĂŒr mich aber einfach nur niedertrĂ€chtig), kaufen sich eine Kamera, machen einen 5-Stunden-Kurs – und schon nennen sie sich Aktfotograf.
Dann kommen die negativen Erfahrungen: die Kunden gehen mit schlechten GefĂŒhlen, weil die Situation ausgenutzt wurde.


Und viele AnfĂ€ngerinnen, die sich zum ersten Mal ausziehen, haben Angst vor den Konsequenzen – denn die meisten Bilder sind keine Galerie-Werke, sondern schlicht nicht gut.
 
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