Älterwerden und Sehnsüchte

Möchte an dieser Stelle einmal den hier themennah Postenden für ihre offenen und teils sehr berührenden Beiträge Anerkennung und Respekt aussprechen :up:

LG Bär
 
Zuletzt bearbeitet:
die Sehnsüchte , die sich mit dem Älterwerden einstellen, sind ja nicht nur das Angenommenwerden trotz der sichtbaren äußerlichen Veränderungen , sondern auch von inneren Veränderungen , denn viele sind dann schon geprägt durch positive und leider auch viele negative Vorerfahrungen.

Von Glück kann man reden , wenn man es geschafft hat, dabei nicht zu verhärten, dabei auch nicht griesgrämig und vorurteilsbeladen zu werden, sondern in jeder Begegnung noch was Bereicherndes zu sehen.

denn die vielen Momente der wahrgenommenen Blicke in Augen eines anderen Menschen , egal ob dieser Blick vertraut oder noch fremd ist , sind Einblicke in neue Universen .

und diese Sehnsucht, in immer komplexere und feinere Begegnungen einzutreten , spüre ich nun immer stärker ....
 
Also sind Sehnsüchte vielleicht nicht außerhalb der Reichweite?
außer reichweite wahrscheinlich nicht. nur wenn dir klar ist das du jemand anderen damit in seiner seele, blöde formulierung nur mir fällt nix anderes ein, verletzt ist es wieder nicht so einfach. ist dann so in der art......mein glück ist des anderen leid......wer will schon gerne in so einer zwickmühle stecken.
 
Ähm, alles zu wissen - davon war aber nicht die Rede bei mir und sowas würde ich auch nie behaupten, denn das erschiene mir ziemlich begrenzt bzw. dumm. Es geht nicht um das Ende der Wissbegierde oder nicht mehr neugierig aufs Leben sein und sich an der Welt zu erfreuen, sondern um ganz was anderes. Ich hatte fünf große Träume und alle wurden wahr. Darauf habe ich viele Jahre hingesteuert, Energie und Leidenschaft investiert und alles zurückbekommen im Sinne der Er-füllung. Das war nicht ausschließlich Materielles, sondern auch Ideelles und mitten drinnen war es nur "Wow" und "that's it", aber danach war irgendwann klar, dass es was ähnlich Großes und Erfüllendes so oft nicht mehr geben wird und stellte sich eine gewisse Leere ein. Eine Leere aus dem Übersatten heraus, wenn man es so nennen will.

Unabhängig davon gibt es noch viel zu erkunden, erforschen und erfahren, liebe ich das Leben mit seinen Intensitäten, aber das ist was anderes und für mich nicht abendfüllend, Tag für Tag, Jahr um Jahr, da bin ich wohl unbescheiden.


Das kann ich sehr gut nachempfinden. Nicht alles, was ich mir als Ziel gesteckt hatte, hab ich erreicht. Aber meine großen Lebenswünsche wurden mir mittlerweile erfüllt.

Wenn ich heut gefragt werde, was ich in diesem Leben noch erreichen will, muß ich ehrlich zugeben: Mir fällt nichts mehr ein, ich bin im Wesentlichen angekommen. Sicher, hier und da noch Pläne, aber das leidenschaftliche Brennen auf dem Weg nach meinen größten Sehnsüchten ist nicht mehr da.

Irgendwie ein gutes Gefühl. Aber auch bissl melancholisch, dieses "Brennen für meine Ziele" mochte ich eigentlich doch ganz gern. :)
 
Das kann ich sehr gut nachempfinden. Nicht alles, was ich mir als Ziel gesteckt hatte, hab ich erreicht. Aber meine großen Lebenswünsche wurden mir mittlerweile erfüllt.

Wenn ich heut gefragt werde, was ich in diesem Leben noch erreichen will, muß ich ehrlich zugeben: Mir fällt nichts mehr ein, ich bin im Wesentlichen angekommen. Sicher, hier und da noch Pläne, aber das leidenschaftliche Brennen auf dem Weg nach meinen größten Sehnsüchten ist nicht mehr da.

Irgendwie ein gutes Gefühl. Aber auch bissl melancholisch, dieses "Brennen für meine Ziele" mochte ich eigentlich doch ganz gern. :)

Schön geschrieben, irgendwie gehts mir auch so.
Da war so manche Bauch- bis Bruchlandung dabei, aber alles überlebt und mit neuen Erkenntnissen weitergemacht.
Das den verlorenen Zielen, wurde eben andere.
Es gibt zwar neue, notgedrungen:D, also alles beim Alten.:lalala:
Aber ein wenig mehr Feuer wäre nicht übel.;)
 
Das kann ich sehr gut nachempfinden. Nicht alles, was ich mir als Ziel gesteckt hatte, hab ich erreicht. Aber meine großen Lebenswünsche wurden mir mittlerweile erfüllt.

Wenn ich heut gefragt werde, was ich in diesem Leben noch erreichen will, muß ich ehrlich zugeben: Mir fällt nichts mehr ein, ich bin im Wesentlichen angekommen. Sicher, hier und da noch Pläne, aber das leidenschaftliche Brennen auf dem Weg nach meinen größten Sehnsüchten ist nicht mehr da.

Irgendwie ein gutes Gefühl. Aber auch bissl melancholisch, dieses "Brennen für meine Ziele" mochte ich eigentlich doch ganz gern. :)

Ja, so meine ich das und gar nicht so traurig wie es für manche offenbar klingt, denn der Zustand stellt sich ja aus der satten Zufriedenheit ein und ist wahrscheinlich schon alleine deshalb begrenzt.

Wie auch immer, ich werde mir einfach noch ein großes Ziel für die nächsten Jahre ausdenken, zum Beispiel die Welt verstehen lernen, das wird mich garantiert länger beschäftigen und nie funktionieren. :D
 
Das ist eigentlich traurig, denn der Mensch braucht Wünsche, Sehnsüchte und auch Ziele welche er erreichen will und wissen wollen was ist hinter dem Horizont, sonnst ist man nicht Mensch.

Wie schon geschrieben, es hat absolut nichts mit dem zu tun, was du damit verknüpfst. Wissbegierde und die Freude an der Welt und ihren Intensitäten treiben mich nach wie vor an. :)
 
Irgendwie ein gutes Gefühl. Aber auch bissl melancholisch, dieses "Brennen für meine Ziele" mochte ich eigentlich doch ganz gern. :)

Das "Brennen für meine Ziele" verspür ich immer noch,...nur die Ziele sind anders geworden,...sind kleiner,...überschaubarer,...dem Alter, und der Gesundheit angepasster,...;) Die Summe, der kleineren, erreichbaren Ziele macht das "Endergebnis" aus,....nämlich die Freude! :up:
 
Ähm ......... schon bemerkt, dass von alles zu wissen nie die Rede war, sondern von alles erlebt zu haben.
Zwei Paar Schuhe, meinst nit ? Wissen auf Erlebtes bezogen ........... Und ja, ich möchte gar nie alles erleben, was ich weiß ............. :)

Ähm, ich glaube wir schreiben aneinander vorbei, was aber nicht tragisch ist und hier sicherlich öfters vorkommt. ;)
 
Meist liegt es aber nicht an der Interesse, sondern am Verstehen und verarbeiten können! :lehrer:


Mm, nein, nicht nur. Aus meiner Alten- und Behindertenpflegezeit habe ich mitgenommen, daßviele sehr alte Menschen einfach das Interesse verlieren. Bei einigen hatte ich das deutliche Gefühl, daß das auch ein friedlicher Prozeß war, so ein "jetzt ist es gut". Das gab mir ein positives Gefühl mit, obwohl das natürlich nicht bei allen so war.

Aber so weit sind wir hier ja noch lange nicht, wa? :D
 
Du denkst, du hättest deine großen Sehnsüchte alle erfüllt, lebst dein Leben in aller Beständigkeit und bist zufrieden - dann passiert was, bummzack, plötzlich hinterfragst du alles, weil du weißt, es kann sein, dass du nicht mehr viel Zeit haben wirst.
Plötzlich fällt dir ein, was du alles noch nicht erlebt hast, welche Momente du noch in dir aufsaugen willst, welche Ängste dich bisher daran hinderten oder warum so vieles im Dunkeln lag, weil "irgendwann" ja eh noch Zeit ist....
 
Hat sich was geändert,Grundlegendes,nein...doch ja,früher mit Volldampf in und durch die Scheisse.....heute halte ich erstmal die Nase um die Ecke.....
 
Was hat sich geändert?

Früher wollten die Herren an mir nagen und ich hab denen die Zähne gezeigt. Heute hat das Nagen der Zahn der Zeit übernommen, die Herren nagen derweil an frischem Gemüse. :D




Sorry, da war heut ein Clown im Kaffee. :oops:
 
Guten Morgen , am Valentinstag, an dem ich von so vielen persönlichen und authentischen Antworten begrüßt werde.


Gerade dieser Austausch über ein Lebens bewegendes Thema erfreut und erfrischt an einem Februar Tag .

Das Erfrischende ist die Hoffnung , die ungebrochene Lebensfreude trotz mancher Hals und Beinbrueche.

Und dieses innere Zustimmung, dass wir auch weit entfernt von unseren Idealen und Zielen unser Leben als Geschenk betrachten , das uns jeden Tag vor neue Erkenntnisse und Erfahrungen stellt und wir somit weiterhin inmitten des Lebens einfach da sind mit all unserer Persönlichkeit .......:)
 
ich bin inzwischen 70 geworden und an Krankheit denke ich überhaupt nicht....jeder Tag der kommt ist neu zugeniesen....

zu Hause Bleiben und Trübsaal blasen kann ich später auch noch....(oder mir eine geile Altenpfegerin zulegen die mir jeden Tag einen runterbläst ...wäre doch was geniales um das alter werden besser in den Griff zu bekommen )

ich kenne Pensionisten die fast die ganze Zeit im Gasthaus oder vor der Glotze verbringen, schrecklich...

aber es ist schon war, wenns mal abwärtss geht gehts bei dem meisten sehr sehr schnell ...zuerst mit Stock dann mit Gehhilfe und dann geht gar nix mehr.... (sobalt keine Aktivitäten mehr da sind, gehts steil nach unten )
es gibt aber auch 85 Jährige die noch steile Berge bezwingen, ich schaffe 300 Höhenmeter, schaffen würde ich sicher noch mehr, aber es ist mir zu anstrengend (fahre mit dem Fahrad aber fast überall hoch, wo 17 Jährige es schon schieben oder ein Elektrobike bekommen )
 
Bin jetzt bald 45 und wie schon anfangs erwähnt fängt man langsam zum Zurückdenken an. Es tauchen DejaVus auf, manchmal würde man etwas ändern wenn man nochmal die Chance dazu hätte. Aber schön langsam macht sich der Körper bemerkbar, die Potenz des Zuchtbullen geht retour ;) Und insgeheim hab ich Angst vor dem Tag, an dem ich keinen Sex mehr haben kann. Auch wenn der Sex jetzt keinen besonders hohen Stellenwert wie zw. 20-30 hat. Heutzutage muss man ja echt froh sein, das Pensionsalter zu erreichen. Und bis dahin gehen sich noch einige Laufhaus und Studiobesuche aus ;)
 
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