Älterwerden und Sehnsüchte

Schön mal vielen Dank für die vielfältigen Antworten!


Habt ihr " Alte " eigentlich das Gefühl, das Leben könnte euch noch etwas vorenthalten haben, was euch noch wichtig gewesen wäre?

;) Nein, es gibt noch viel zu entdecken und gemeinsam erleben, das geben wir nicht auf.

Somit sind wir hier viele " Träumer " im positiven Sinne des Wortes.
Denn die wir träumen davon, dass da noch was kommt, das uns erfüllt und uns zur Entwicklung bringt, und das trotzend der Realität in der Wirklichkeit, in der Hilflosigkeit und Bettlaegrigkeit das Leben beherrschen.

:happy: Da habe ich Glück, meine direkten Vorfahren werden alle 96 bis 103 Jahre und sind agil bis zum Schluss! :winner: Habe da gute Gene mitbekommen. In einem Altersheim war noch kein Einziger.

Und auch trotzend unseren Falten , grauen Haaren und zu vielen Kilos drauf , erhoffen wir solange wir dies können ein unbestimmbares Etwas, von dem wir nicht genug bekommen können.

:rolleyes: Falten zeugen, dass man gelebt hat und machen so manchen Menschen erst interessant & graue Haare werden heutzutage weggefärbt von den Frauen. :haha: Meine Frau liegt mir in den Ohren, weil's einen ganzen Kilo zuviel hat heuer und nicht runterbekommt, ;) 68 statt ihrer 67 der letzten 10 Jahre, finde es könnte schlimmer sein und kommen, mache mir da noch keine Sorgen. :cool: Wenn wieder geht, werden wir das Training ein bisserl forcieren. :X3:
 
neuen GXP 17/INDI GT mit elektronischer Einspritzautomatik und Einparkassistent habe???)

jetzt hat mich aber beeindruckt :D:bussal:.

Vielleicht gönne ich mir den einmal :haha:
um jetzt aber "wirklich glücklich" zu sein.

diese Art von Glücklichsein ist halt leicht und überall zu haben , und kann gekauft werden....

alles , was nicht gekauft werden kann , ist eben außer Reichweite , dh unerreichbar .......:hmm:
 
Fi
Diese "unstillbare" Sehnsucht ist der Ruf der Seele. Wenn man gerlernt hat still zu sein, in der eigenen Mitte zu bleiben, kann man sie hören. Warum so spät? Einerseits ist Mensch immer sehr viel im Außen, dann ist ein Alltag mit Kinder auch nicht ohne und dann gibts noch Menschen, die mit aller Gewalt alles für jeden tun nur um sich nicht mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Aufgrund der Energieveränderungen in der heutigen Zeit wird Mensch aber gezwungen (Jobverlust, Unfall, Krankheit usw) still zu werden und zu hören was will mir die Seele sagen.

Beginnst du diesen Weg zu gehen, dann wird es leichter und leichter und leichter bis dich irgendwann fragst: "Warum zum Geier habe ich das nicht schon 10, 20 Jahre früher getan?" Die Antwort lautet, Entwicklung und Erfahrung.

Es wird noch enger werden und Menschen, die den Ruf fühlen oder hören, sollten diesem folgen. Auch wenn Angst und Ungewissheit herrscht. Vertraue auf deine Seele, sie weiß alles und du trägst alles in dir was du brauchst. Die Challenge ist: Wie bekomme ich Zugang zu all den Schätzen... und es sind große Schätze, für jeden einzeln von uns.
Mit Achtsamkeit, Offenheit, mit seinen mitgeborenen Sinnen erleben und wie du sagtest mit Erfahrung.
 
Vor 25 jahren hat "Er" mich weiterleben lassen, es hätte auch aus sein können.....
Ich genieße heute das Leben, mach was mir freude macht...mit maß und ziel...aber ich genieße es...
Denn es kann von einer zur anderen Sekunde aus sein....
Mein wunsch wäre es bis 95 topfit Zu sein und dann soll es schnell gehen:D;)
Mit 95 topfit:fragezeichen: :nono: Ganz kurz..meine Mutter 94 geistig:up: körperlich:(Ich find es nicht erstrebenswert unbedingt so alt zu werden denn was bietet das Leben noch, es ist ein dahinsiechen und ja für sie ist jeder neue Tag ein Geschenk und nein ich möchte das nicht durchmachen..
 
Solang beide körperlich , seelisch und geistig gesund bleiben....
Und @Mitglied #310861 , ja diese Schätze , um die es geht , sind genau das, was ich suche .
Nach einem Leben in permanenter Gebersituation gehts einfach genau um diese.....
wer die Stimme der Seele ignoriert bzw nicht hört, wird früher oder später irgendwie gezwungen den "richtigen" Weg zu gehen. Vielfach kommt da der körperliche Aspekt ins Spiel, weil halt Mensch mehr gewohnt ist körperlich zu fühlen und spüren, als mit der Seele. Kann man alles trainieren. Wenn die Seele schon schreit "Stop so gehts nicht mehr" und man dies ignoriert, dann bleibt ihr nix anderes über, als über den körperlichen Aspekt mit dir zu sprechen.

Diese Schätze sind nicht unerreichbar, sie sind deine ganz persönliche "Mitgift", die du dir vor langer, langer Zeit selbst mit auf den Weg gegeben hast. Manchmal kann es sein, dass man einfach zu blockiert ist, um zu hören, auch das ist kein Drama. Und es ist keine Schande um Hilfe zu bitten, sondern zeigt von Größe.
diese Art von Glücklichsein ist halt leicht und überall....

alles , was nicht gekauft werden kann , ist eben außer Reichweite , dh unerreichbar .......:hmm:

diesen Glaubenssatz darfst gleich loslassen... weil damit verstärkst nur noch den "Mangel" und erreichst genau das Gegenteil von dem was du eigentlich möchtest.
 
j
alles , was nicht gekauft werden kann , ist eben außer Reichweite , dh unerreichbar .......:hmm:


Ist das wirklich so?

Ich frag mich das auch in Bezug auf mich selbst. Ich war zwar nicht mein ganzes Leben auf der "Geberseite", aber ich bin gerannt - immer aktiv, immer tun, immer im Zeigen, was ich kann - mein "Nützlich sein zur Bestätigung meines Wertes" ist irgendwann zum Selbstläufer geworden. Jetzt, wo ich mit der eigenen Hilflosigkeit konfrontiert war, steh ich bissl doof da und sollte eigentlich mal lernen, zu "Nehmen". Gegeben wird mir ja, wenngleich der "Geh, laß mich!"-Reflex immer noch stark ist.

Also sind Sehnsüchte vielleicht nicht außerhalb der Reichweite?
 
und damit ich nicht nur böd meld: zum Thema älter werden und wie sich da die Anschauungen verschieben:
früher war es für mich ein erfolg, wenn ich in der disko den heissesten hasen abgeschleppt habe - heute isses für mich ein erfolg, wenn ich beim hofer einen Parkplatz krieg wo ich nicht weit gehen muss.

Scheibenkleister, ist wieder nur eine blöde Meldung worden...
 
Ist das wirklich so?

Ich frag mich das auch in Bezug auf mich selbst. Ich war zwar nicht mein ganzes Leben auf der "Geberseite", aber ich bin gerannt - immer aktiv, immer tun, immer im Zeigen, was ich kann - mein "Nützlich sein zur Bestätigung meines Wertes" ist irgendwann zum Selbstläufer geworden. Jetzt, wo ich mit der eigenen Hilflosigkeit konfrontiert war, steh ich bissl doof da und sollte eigentlich mal lernen, zu "Nehmen". Gegeben wird mir ja, wenngleich der "Geh, laß mich!"-Reflex immer noch stark ist.

Also sind Sehnsüchte vielleicht nicht außerhalb der Reichweite?

Das konfrontiert sein mit der eigenen Hilflosigkeit ist eine Erfahrung , die uns andere oft viel besser verstehen lässt und uns ein vielleicht nur kurzfristige Vorschau auf später geben .
Und es macht uns auch dankbarer für das , was wir jetzt noch sind.
Meine eigene Erfahrung der absoluten Hilflosigkeit vor 20 Jahren , als ich langsam immer tiefer in das Herzkreislaufversagen hineingerutscht bin, und niemand hat mir/ uns geglaubt oder mich ernstgenommen .......

Ich denke , es ist solch eine Erfahrung ein absoluter Lehrmeister im Annehmen dieser Hilflosigkeit, sehr sehr schwer , und trotzdem so wirklich.

Auch wird sich dieser Lernprozess fortsetzen im " Nehmen " oder auch annehmen von Hilfe, als Gegenpol von so mancher Gebersituation im aktiven Leben .
 
Alles erlebt ? Und ob wir diese Gedanken hatten, oft sogar. Und dann passiert das Wunderschöne, das Leben überrascht einen mit DOCH noch Neuem und schon sind die Lebensgeister geweckt und die Wissbegier gewinnt überhand. Nein, ich glaube, den Status, wo man sagen kann, alles zu wissen, gibt es nicht.

GOTTSEIDANK !

Ähm, alles zu wissen - davon war aber nicht die Rede bei mir und sowas würde ich auch nie behaupten, denn das erschiene mir ziemlich begrenzt bzw. dumm. Es geht nicht um das Ende der Wissbegierde oder nicht mehr neugierig aufs Leben sein und sich an der Welt zu erfreuen, sondern um ganz was anderes. Ich hatte fünf große Träume und alle wurden wahr. Darauf habe ich viele Jahre hingesteuert, Energie und Leidenschaft investiert und alles zurückbekommen im Sinne der Er-füllung. Das war nicht ausschließlich Materielles, sondern auch Ideelles und mitten drinnen war es nur "Wow" und "that's it", aber danach war irgendwann klar, dass es was ähnlich Großes und Erfüllendes so oft nicht mehr geben wird und stellte sich eine gewisse Leere ein. Eine Leere aus dem Übersatten heraus, wenn man es so nennen will.

Unabhängig davon gibt es noch viel zu erkunden, erforschen und erfahren, liebe ich das Leben mit seinen Intensitäten, aber das ist was anderes und für mich nicht abendfüllend, Tag für Tag, Jahr um Jahr, da bin ich wohl unbescheiden.
 
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