
Vorgestern hatten wir noch eine Debatte über diverse politische Sachthemen und warum man den einen oder anderen Kandidaten wegen diesem und jenem Thema wählen soll, seit gestern scheint der Thread in Richtung Floristik abzugleiten. Schade.
So wie ich das sehe, ist das keine Wahl zwischen zwei normalen Kandidaten, wo man herumüberlegen soll und kann.
Ich sehe es schon so.
es ist ganz einfach , weniger ausländer in unserem land , weniger schulden und so weit es geht sollen wir uns von der EU zurückziehen . die verfehlte ausländerpolitik kein geld mehr für ausländer die keine arbeit haben . es gehört eingespart wo es nur geht und wenn es sein muss halt noch mehr zäune wie es der herr orban gemacht hat, der kann sich ins fäustchen lachen wie andere länder aufgestellt sind. das sind die grundpfeiler um unser land wieder lebenswert zu machen .
Zunächst danke, dass Du doch noch einige Positionen und Hoffnungen von Dir hier gepostet hast.
Meine Meinungen dazu:
Weniger Ausländer: Ich habe auch den Eindruck, dass es zu viele Ausländer im Land gibt, und dass bei manchen Gruppen die Integration versagt hat - insbesondere weil die Politik zugelassen hat, dass gewisse Ausländergruppen die Mehrheit in vereinzelten Gebieten stellen. Aber die FPÖ hat eigentlich noch kein Konzept unterbreitet, was sie konkret ändern möchte. Mehr noch, in der Zeit der schwarzblauen Koalition ist die Zuwanderung sogar ziemlich hoch gewesen. Nicht zu vergessen, es gibt Branchen, die auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen sind. Ich vermisse eine Zuwanderungsstrategie eigentlich bei allen Parteien, inkl. FPÖ.
Weniger Schulden: Da rennst Du bei mir offene Türen ein ... aber es stellt sich, wie immer, die Frage, wo das Geld herkommen soll. Auch dazu hält sich die FPÖ relativ bedeckt, und Du hast nur geschrieben, dass es ein "steiniger Weg" wird.
Kein Geld für Ausländer, die keine Arbeit haben: Gebe Dir insofern Recht, dass es keine Einwanderung in die Sozialsysteme geben sollte. Der Teufel steckt im Detail: Ein Ausländer, der jahrelang in Österreich gearbeitet hat und für den Arbeitslosenversicherung bezahlt wurde, dem wirst Du kaum Arbeitslosengeld verwehren können, wenn er wirklich seinen Job verliert - finde ich.
Einsparen wo es nur geht: Absolut richtig - aber die Politiker streiten sich genau darüber, wo man einsparen sollte. Am wenigsten bei ihnen selbst

. Warum die nicht amtsführenden Stadträte in Wien nicht schon längst abgeschafft sind, weiß wohl keiner so genau.
Mehr Zäune: Die werden wohl notwendig sein. Aber die Überwachung kostet, darüber sollten wir uns im Klaren sein. Abgesehen davon kommen selbst in Ungarn, das Du als Beispiel genannt hast, trotz intensiver Überwachung relativ viele Flüchtlinge ins Land, und Hr. Orban lacht sich nur deswegen ins Fäustchen, weil die eh alle nicht bei ihm bleiben wollen und er sie an die österreichische Grenze weiterleitet. Und Orban mag zwar trotzdem einigermaßen erfolgreich sein in der Abschottung seines Landes gegen Flüchtlinge, dafür hat er einige andere Grundpfeiler der ungarischen Demokratie ziemlich ins Wanken gebracht, mit Einschränkung von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit sowie Aufweichung der Gewaltenteilung. Außerdem herrscht in Ungarn ein ziemlich gehässiges Klima zwischen den Parteien, die Meinung der Opposition wird unterdrückt. Da ist es mir schon lieber, dass Politiker wie Hofer und Van der Bellen, so wie gestern, entspannt miteinander plaudern können.