Warum wollen viele das, was sie offiziell ablehnen?

Sexualität ist ein sehr kompliziertes Thema. Es gibt viel Scham und auch einiges an Tabus.

Ich habe festgestellt, dass viele Frauen Phantasien haben, die sie überhaupt nicht ausleben können oder wollen. Eine Ex hatte Vergewaltigungsphantasien. Wenn ich sie "vergewaltigt" habe, ist sie sofort gekommen. Ich habe das unter Anführungszeichen gesetzt, weil diese Vergewaltigung natürlich unter beiderseitigem Einverständnis stattgefunden hat, und ich sehr darauf bedacht war, ihr Vergnügen zu schenken.

Ich kenne die Frau gut genug, um zu wissen, dass sie das niemals in der Realität erleben möchte, und ich wünsche ihr, dass sie es nie erleben muss.

Meine persönlichen Phantasien sind eher harmlos, und ich kann sie allesamt ausleben. Ich kuschle gerne, liebe es, zu küssen und streichle, lecke, rieche gerne die Frau, die ich liebe. Das ist alles. Blümchensex, wie manche Leute dazu sagen.

Natürlich hatte ich auch Phantasien, die ich nicht so einfach ausleben konnte, wenn auch keine sexuellen. Ich wollte zum Beispiel einmal einen Porsche fahren. Wenn man drinnen sitzt, ist es einfach eine Karre, vielleicht ein bisschen schneller als eine Ente, aber Karre bleibt Karre. Ich wollte auf den Ortler steigen (mit 3905 der höchste Berg Tirols). Steht man oben, dann ist es einfach ein Berg, nicht viel anders als die anderen paar hundert Berge, auf denen ich schon war. Ich wollte einen 89er Château Pétrus kosten. Es ist einfach ein (ausgesprochen guter) Rotwein. Ich wollte ein absolutes Spitzenrennrad fahren. Es ist am Ende auch nur ein Fahrrad, ich mag es, es ist licht, aber ganz ehrlich, ich hätte mir 10.000 sparen können. Was ich damit sagen will: Oft ist es besser, von Dingen zu träumen, als sie zu haben. Und das ist beim Sex nicht anders.
 
Diese "Pädo-Hunter". Ist euch das ein Begriff? Ich fand es irgendwie beinahe verdächtig, mit welcher Durchdachtheit und mit welchem Aufwand da Selbstjustiz ausgeübt wird. Ich kann mich auch daran stören, dass die Strafen für Vergewaltiger hierzulande vielleicht zu niedrig sind für den gesunden Menschenverstand. Und dennoch würde ich nicht das Mittel wählen, das diese Menschen für sich gewählt haben. Fallen stellen... auf die Jagd gehen sozusagen. Da kam mir irgendwie genau dieser Gedanke, der hier im Thread besprochen wird... ganz vielleicht schwingt da ja auch ein Kampf gegen eigene Fantasien mit. Don't know...
Dir ist aber schon klar, bzw. hast du die Artikel genau genug gelesen, dass diese Pädo-Hunter schlussendlich gar nicht wirklich auf Pädophile losgegangen sind sondern sich hauptsächlich Homosexuelle Sexdates ausgemacht haben. Ob die jemals irgendwen erwischt haben der tatsächlich pädophil war weiß ich nicht... aber ihre Ziele waren hauptsächlich einfache Homosexuelle die bereit waren sich Blasdates im Wald auszumachen. Wie es zB hier im Forum täglich passiert und Hunderte herumlaufen!
...die 1940er haben angerufen! Die wollen ihr Weltbild zurück indem Pädophil, Pervers, Transgender und Schwul ein und dieselbe Sache waren!
 
Im Alltag vertreten viele klare Werte und Grenzen – besonders bei Sexualität. Gleichzeitig zeigen Fantasien oder tatsächliches Verhalten oft ein ganz anderes Bild. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was wir sagen, und dem, was uns wirklich reizt?
Weil Fantasie eben grenzenlos ist und die Realität Grenzen hat. Was ich mir im Kopf "ausspinne", kann im Off auf Gegenwehr stoßen. Weil, in der Fantasie kann man das Gegenüber ebenso "formbar" machen, wie man es halt will, damit die Fantasie spannend bleibt. In der Realität gibt es Menschen, die eben nicht die gleiche Vorliebe teilen oder eben entsprechende negative Erfahrungen mit besagter Vorliebe haben, die eben so manche Intimität unmöglich macht.

Ich sehe darin kein Problem. Grenzen sind wichtig, aber diese auch mit einem Menschen, der bereit ist, diese mit einem gemeinsam zu verschieben, ebenso. Wir leben eben im Konsens und was Sexualität betrifft, sind Kompromisse meist eine schlechtere Lösung. Der Konsens sollte das Ziel sein.
 
Von Leuten, die glauben, ihre Meinung oder ihr Urteil wären ein allgemein gültiger Wertekompass halte ich mich lieber fern…
Ich kann diese Menschen trotzdem verstehen. Es erzeugt in ihnen Sicherheit durch die Struktur.
Und wenn sie ihre festgefahrenen Kanten so hoch halten, dass diese eine Mauer werden.
Dann verletzen sie in erster Linie sich selbst. Im besten Fall.
Man kann sie aber gut hinter diesem Berg schmoren lassen. Da geschieht eben selten viel Neues in einem Leben.

Es gibt gerade in der Sexualität soviele Schatten- Aspekte, weil die meisten Menschen von sich aus bleiben,.dass sie schlecht sind damit, wie sie sind. Oder sie extrem negative Erfahrungen gemacht haben im Moment der Offenbarung. Oder sie sind, oder glauben, sie sind ein Insel mit ihrem Wollen. Es gibt dermaßen viele Gründe und Aspekte. Wenn es einem die Familie und Freundschaften kostet, war es zu teuer
Macht es krank, war es zu teuer.
Homosexualität als nur einen dieser ehemaliges (hoffentlich ehemals, ich geh jetzt aus meiner Blase aus) absolut stigmatisierten und sogar verfolgen Dinge.
 

Warum wollen viele das, was sie offiziell ablehnen?


Weil es eine Diskrepanz zwischen der eingebläuten offiziellen Moral und den tatsächlichen Bedürfnissen gibt.

Wer nicht wagt der nicht gewinnt.
 
Ich kann diese Menschen trotzdem verstehen.
Verstehen kann ich’s auch.
Aber ich such mir sehr gut aus, wer in meinem Leben eine Rolle spielen darf; und wenn Verständnis ein Ungleichgewicht erhält, weil meinen Ansichten oder gar mir nicht wertschätzend entgegen gekommen wird bin ich nicht gewillt der Person Raum zu geben.

Wenn es einem die Familie und Freundschaften kostet, war es zu teuer
Wenn man in Kauf nimmt nicht so angenommen zu werden wie man ist hat das auch seinen Preis…
 
Verstehen kann ich’s auch.
Aber ich such mir sehr gut aus, wer in meinem Leben eine Rolle spielen darf; und wenn Verständnis ein Ungleichgewicht erhält, weil meinen Ansichten oder gar mir nicht wertschätzend entgegen gekommen wird bin ich nicht gewillt der Person Raum zu geben.
Auf jeden Fall. Nur es muss in einem selber keine negativen Emotionen stehen lassen wenn man darüber nachdenkt.
 
Homosexualität als nur einen dieser ehemaliges (hoffentlich ehemals, ich geh jetzt aus meiner Blase aus) absolut stigmatisierten und sogar verfolgen Dinge.
Homosexualität ist heute deutlich stärker stigmatisiert, als noch vor zwanzig Jahren. Es gibt da Leute, die so tun, als wären sie die letzten Heterosexuellen, Opfer einer woken Gesellschaft, was natürlich eine ausgesprochene Dummheit ist, aber wenn die Stratosphärenhupfer oder Volksrocker sind, wenn die bei Parteien sind, die definitiv homophobe Tendenzen haben, dann kann sowas schon einmal groß ausgesprochen werden. Und dann werden halt irgendwo homosexuelle Menschen (zumeist Männer) verprügelt. Diese Influencer können da natürlich nichts dafür.

Ich sage immer, früher war Influenza eine Krankheit, heutzutage ist es ein Beruf (das Wortspiel funktioniert geschrieben natürlich nicht so gut, wie gesprochen).
 
Dir ist aber schon klar, bzw. hast du die Artikel genau genug gelesen, dass diese Pädo-Hunter schlussendlich gar nicht wirklich auf Pädophile losgegangen sind sondern sich hauptsächlich Homosexuelle Sexdates ausgemacht haben. Ob die jemals irgendwen erwischt haben der tatsächlich pädophil war weiß ich nicht... aber ihre Ziele waren hauptsächlich einfache Homosexuelle die bereit waren sich Blasdates im Wald auszumachen. Wie es zB hier im Forum täglich passiert und Hunderte herumlaufen!
...die 1940er haben angerufen! Die wollen ihr Weltbild zurück indem Pädophil, Pervers, Transgender und Schwul ein und dieselbe Sache waren!
Der Mann der mich missbraucht hat war Priester, Religionslehrer in einer katholischen Privatschule, und ein Homosexueller Pädophiler. In meinem Kopf krieg ich Homosexuelle Männer und Pädophile einfach nicht auseinanderdividiert. Mag nicht fair sein, aber es war auch nicht fair was mir passiert ist.
 
Im Alltag vertreten viele klare Werte und Grenzen – besonders bei Sexualität. Gleichzeitig zeigen Fantasien oder tatsächliches Verhalten oft ein ganz anderes Bild. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was wir sagen, und dem, was uns wirklich reizt?
Ich habe es schon erlebt dass in der Sexualität sogar konträre Seiten zu alltäglichen Überzeugungen oder Einstellungen ausgelebt wurden.

Eine Exfreundin von mir war zB STARKE Feministin. Extrem! Frauenrechte waren gewissermaßen sogar beruflich ihr Lebensinhalt. Im Bett wollte sie dann aber rauer angefasst, festgehalten und benutzt werden. Etwas zu dem sie auch erst nach einiger Zeit in der Beziehung mehr und mehr stehen konnte.
Der Mann der mich missbraucht hat war Priester, Religionslehrer in einer katholischen Privatschule, und ein Homosexueller Pädophiler. In meinem Kopf krieg ich Homosexuelle Männer und Pädophile einfach nicht auseinanderdividiert. Mag nicht fair sein, aber es war auch nicht fair was mir passiert ist.
Deine Assoziationen und dein Trauma diesbezüglich ist verständlich. Rechtfertigt aber trotzdem nicht das Verhalten der hiesigen Pädo-Hunter!
 
In der Blase in der ich lebe zum Glück nicht.
Ein homosexueller Bekannter wird immer wieder verprügelt. Also so ganz harmlos ist es nicht, offen homosexuell zu leben. Die Typen, die ihn verprügeln, kommen auch nicht aus "der Blase, in der ich lebe", aber sie dringen recht vehement in seine ein, die ja auch teilweise die Meine ist.

Es mag sein, dass er nicht wirklich geschickt ist in seinem Verhalten, er hat auch eine große Klappe und sagt oft schneller etwas, als er denken kann, das mag alles sein, aber ich als heterosexueller Mensch könnte mich benehmen, wie ich will, ich würde wegen meiner Sexualität nie in Schwierigkeiten geraten.
 
Im Alltag vertreten viele klare Werte und Grenzen – besonders bei Sexualität. Gleichzeitig zeigen Fantasien oder tatsächliches Verhalten oft ein ganz anderes Bild. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was wir sagen, und dem, was uns wirklich reizt?
Der gesellschaftliche Druck definiert wozu man öffentlich Stellung bezieht. Allerdings leben wir in Zeiten wo die Gesellschaft sehr gespalten ist. Bedeutet, die eine Leitkultur gibt es nicht mehr!

Dadurch entsteht natürlich auch eine Diskrepanz die wir oft wahrnehmen. Damit umzugehen fällt vor allem jenen schwer die noch eine Gesellschaft kannten die weniger Individualität hatte und von gemeinsamen Erlebnissen geprägt wurde.

Heute konsumiert man selektiv Medien. Während der eine den Raketenstart zum Mond erlebt sehen andere sich Katzenbilder auf Facebook an. Dadurch entstehen oft auch Subkulturen wo ein gegenseitiges Konfliktpotenzial vorprogrammiert ist.

Völlige No-Go Themen bilden sich dann, wenn mehrere ausschlaggebende Leitbilder ein und dieselbe Sache ablehnen.

Aber oft kommt es auch nur auf die eigene Umgebung an. Wenn jemand in einem konservativen Dorf lebt, aber per Internet anders geprägt wird als es dort der Leitkultur entspricht, dann kann er mit seinen Verhaltensweisen dort nicht punkten.
Fordert er dann Toleranz ein, so hat natürlich inzwischen jeder verstanden das er nur aggressiv seine Denkweise einer Mehrheit aufzwingen will, was ein wesentlich größeres Problem darstellt.

Da ich doch schon ein paar Jahre auf Erden wandle mein Fazit dazu:
Man muss nicht mit seiner Sexualität hausieren gehen! Grundsätzlich interessiert es keine Sau was du im Bett machst, solange keine Kinder im Spiel sind und niemand vergewaltigt wird.
Drängt euren Scheiss nicht anderen auf und bewahrt euch euer öffentliches Ansehen indem ihr euch selbst eine Intimsphäre bewahrt.

Und diesbezüglich bin ich auch konsequent. Ich bin ein klassischer Familienvater der gerne sexuelle Abenteuer mit seiner Frau erlebt. Arbeit, Familie, Kinder, Fortschritt und Sicherheit sind Prioritäten im Leben.

Mir wäre es völlig egal ob zum Beispiel unser Bürgermeister schwul wäre, wenn Kindergärten und Schulen gebaut werden, die Straßen flutschen und Breitbandinternet ausgebaut wird keine Probleme.
Aber indem Moment wo er öffentlich mit seiner Sexualität wedelt würde ich ihm den Zuspruch verweigern und auch den Hahn abdrehen. Weil er als Bürgermeister hier eine kleine katholisch geprägte Gemeinde repräsentiert wo 90% Torfköpfe sind und man keine Konflikte braucht bei denen kein Mensch etwas gewinnen wird.

Und von daher mag es schon sein das manche ein intimes Verhalten haben was nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Und das ist auch gut so! Denn nur Affen treiben es öffentlich.
 
Warum wollen viele das, was sie offiziell ablehnen?

Ich würde die Frage umgekehrt stellen. Welche Gründe gibt es, dass Menschen einer Sache, für die sie eigentlich brennen, in der Öffentlichkeit ablehnend gegenüberstehen?

Weil sie Reputationsverlust befürchten (z.B. im Job, im Freundeskreis)
Weil sie Sanktionen erwarten
Weil sie bestehende Rollenbilder erfüllen müssen
Weil es im Widerspruch zu ihrem Selbstbild oder ihren Werten steht
Weil sie internalisierte Normen übernommen haben - weil sie sich schämen
Weil sie testen, wie die Umgebung reagiert, bevor sie sich outen
Weil sie unsicher sind - weil sie Angst haben
Weil sie negative Erfahrungen mit Offenheit gemacht haben
Weil sie konfliktscheu sind oder Konflikte vermeiden wollen
Weil sie ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit haben
Weil der Kontext unpassend ist (falsches Setting, falsches Publikum)
Weil sie von Personen oder Institutionen abhängig sind, die das Thema ablehnen
Weil sie negative Konsequenzen für Dritte fürchten (z.B. Kinder, Partner)
Weil sie sich Vorteile sichern wollen
Weil sie sich Optionen offen halten wollen...

und ungefähr noch 1.000 mehr. Ob das grundsätzlich als negativ und als eine Doppelmoral oder Bigotterie bewertet wird, oder als eine Sache, die höchst menschlich und mitunter sogar klug ist, wird sowohl auf die Gründe und den jeweiligen Kontext, als auch auf die Person ankommen, die das beurteilt. Dass es nur die eine, negative Sichtweise darauf gibt, wage ich aber zu bezweifeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde die Frage umgekehrt stellen. Welche Gründe gibt es, dass Menschen einer Sache, für die sie eigentlich brennen, in der Öffentlichkeit ablehnend gegenüberstehen?
Aber genau diese Menschen haben dann mit ihrem Wirken (im Geheimen) auch schon sehr viel Schaden angerichtet.
Und wegen den Gründen die du schilderst muss man niemandem aus seiner Verantwortung nehmen.
Zum einen Schaden sie Menschen die sich outen, weil es dadurch eine weitaus kleinere Gruppe darstellt und zum anderen hat nicht jede Ehefrau/Partnerin Lust auf so ein Doppelleben ihres Gefährten.
Ich hab Männer erlebt die in der Öffentlichkeit gehen Homosexualität postulieren aber sich selber lieber von Männern Blasen lassen.
Also wer entblößt da wen?
Mich geht das Liebesleben meines Nachbarn nichts an und interessieren tut es mich auch nicht.
Aber die Gründe die du nennst sind keine für mich in dieser Gesellschaft hier in diesem Land. Und helfen niemanden.
 
Natürlich ist das so. Es hängt massiv von der sozialen Stellung ab, vom Beruf, was jemand darf, und was nicht. Ein Künstler darf offen schwul leben; die Leute, die daran Anstoß nehmen, nehmen auch an seinem Künstlersein Anstoß. Ein Steuerberater sollte dagegen eher nicht offen homosexuell leben, es wäre wohl schlecht fürs Geschäft. Eine Verkäuferin beim Lidl sollte nicht lesbisch sein, wenn die Verkäuferin eines Musikgeschäftes lesbisch ist, dann ist das in Ordnung. Und die ärmsten Schweine sind die Pfarrer, die dürfen nicht einmal offen heterosexuell leben (vielleicht gäbe es viele Missstände nicht, wenn sie das dürften).
 
Ich würde die Frage umgekehrt stellen. Welche Gründe gibt es, dass Menschen einer Sache, für die sie eigentlich brennen, in der Öffentlichkeit ablehnend gegenüberstehen?

Weil sie Reputationsverlust befürchten (z.B. im Job, im Freundeskreis)
Weil sie Sanktionen erwarten
Weil sie bestehende Rollenbilder erfüllen müssen
Weil es im Widerspruch zu ihrem Selbstbild oder ihren Werten steht
Weil sie internalisierte Normen übernommen haben - weil sie sich schämen
Weil sie testen, wie die Umgebung reagiert, bevor sie sich outen
Weil sie unsicher sind - weil sie Angst haben
Weil sie negative Erfahrungen mit Offenheit gemacht haben
Weil sie konfliktscheu sind oder Konflikte vermeiden wollen
Weil sie ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit haben
Weil der Kontext unpassend ist (falsches Setting, falsches Publikum)
Weil sie von Personen oder Institutionen abhängig sind, die das Thema ablehnen
Weil sie negative Konsequenzen für Dritte fürchten (z.B. Kinder, Partner)
Weil sie sich Vorteile sichern wollen
Weil sie sich Optionen offen halten wollen...

und ungefähr noch 1.000 mehr. Ob das grundsätzlich als negativ und als eine Doppelmoral oder Bigotterie bewertet wird, oder als eine Sache, die höchst menschlich und mitunter sogar klug ist, wird sowohl auf die Gründe und den jeweiligen Kontext, als auch auf die Person ankommen, die das beurteilt. Dass es nur die eine, negative Sichtweise darauf gibt, wage ich aber zu bezweifeln.
Tja, darüber denke ich sehr ähnlich. Aber das Thema ist einfach recht komplex. Schön das es hier so eine rege Diskussion bei diesem Thema gibt.
 
Im Alltag vertreten viele klare Werte und Grenzen – besonders bei Sexualität. Gleichzeitig zeigen Fantasien oder tatsächliches Verhalten oft ein ganz anderes Bild. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was wir sagen, und dem, was uns wirklich reizt?
Ich weiß nicht, wie es dir geht... aber ich habe Fantasien, die ich im echten Leben niemals ausleben würde, die aber trotzdem spannend und erregend sind. Fantasien sind ja eine Art sicherer Raum, in dem auch Tabus oder ungewöhnliche Szenarien auftauchen können, ohne dass man die eigenen Werte in Frage stellen müsste.

(Mir ist bewusst, dass es natürlich auch Fantasien gibt, die zu grenzwertig sind, als das man sie überhaupt haben sollte.. aber diese Menschen haben dann vermutlich ganz andere Sorgen und sollten eventuell besser Hilfe suchen, bevor sie auf die Idee kommen, solche Fantasien ausleben zu wollen)
 
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