Warum wollen viele das, was sie offiziell ablehnen?

Eine Verkäuferin beim Lidl sollte nicht lesbisch sein, wenn die Verkäuferin eines Musikgeschäftes lesbisch ist, dann ist das in Ordnung.
???
Ich habe im Handel NIE erlebt dass das irgendeine Rolle gespielt hätte. Da findet man sowieso kein Personal. Die sexuelle Orientierung ist da echt unwichtig. Sowohl bei Lidl als auch beim Musikgeschäft als auch in der Fleischerei.

Ebenso wüsste ich auch beim Steuerberater nicht warum das stören sollte!? Von zB meinem Versicherungsberater weiß ich nicht welche sexuelle Orientierung er hat. Hat er nie erwähnt, interessiert mich auch nicht und spielt für seinen Job keine Rolle.

Ich glaub Homosexualität ist in den meisten Jobs kein Kriterium mehr!
 
Aber genau diese Menschen haben dann mit ihrem Wirken (im Geheimen) auch schon sehr viel Schaden angerichtet.
Und wegen den Gründen die du schilderst muss man niemandem aus seiner Verantwortung nehmen.
Zum einen Schaden sie Menschen die sich outen, weil es dadurch eine weitaus kleinere Gruppe darstellt und zum anderen hat nicht jede Ehefrau/Partnerin Lust auf so ein Doppelleben ihres Gefährten.
Ich hab Männer erlebt die in der Öffentlichkeit gehen Homosexualität postulieren aber sich selber lieber von Männern Blasen lassen.
Also wer entblößt da wen?
Mich geht das Liebesleben meines Nachbarn nichts an und interessieren tut es mich auch nicht.
Aber die Gründe die du nennst sind keine für mich in dieser Gesellschaft hier in diesem Land. Und helfen niemanden.

Mein Text war allgemein gehalten und hat sich auf die allgemeine Frage im Titel bezogen. Die Antwort gilt natürlich auch für Sexuelles - allerdings war auch das allgemein und nicht speziell auf Österreich im Jahre 2026 bezogen.

Aber selbst da würde ich zum Beispiel einem noch nicht gefestigten Menschen, der Angst hat, sich vor seiner Familie zu outen, die Homosexualität offen ablehnt, und der dann ob einer Sprachlosigkeit nickend zustimmt, nie ein schädliches Verhalten unterstellen. Wie gesagt, der Kontext macht es. Selbst in Europa kann man in soziale Konstrukte hineingeboren sein, die einen viele Wirrungen durchleben lassen, bis man seine Stimme findet. Auch ist die Frage nach dem Schaden eine sehr diffizile, wenn etwa geliebte Menschen durch die Wahrheit, gefühlt den wesentlich größeren Schaden erfahren müssen. Und was, wenn ich selbst mich dabei in einem moralischen Konflikt befinde? Was, wenn ich ein Verlangen oder Begehren verspüre, gegen das ich ankämpfe? Was, wenn das, was ich will, weder der geltenden Gesetzlage, noch meinen eigenen moralischen Grundsätzen entspricht? Wo ist der Schaden, wenn ich mich öffentlich dagegen ausspreche?

Es gibt so viele Farben - und so viele Erscheinungsformen und Motive. Es muss nicht alles nur schwarz oder weiß sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich ist das so. Es hängt massiv von der sozialen Stellung ab, vom Beruf, was jemand darf, und was nicht. Ein Künstler darf offen schwul leben; die Leute, die daran Anstoß nehmen, nehmen auch an seinem Künstlersein Anstoß. Ein Steuerberater sollte dagegen eher nicht offen homosexuell leben, es wäre wohl schlecht fürs Geschäft. Eine Verkäuferin beim Lidl sollte nicht lesbisch sein, wenn die Verkäuferin eines Musikgeschäftes lesbisch ist, dann ist das in Ordnung. Und die ärmsten Schweine sind die Pfarrer, die dürfen nicht einmal offen heterosexuell leben (vielleicht gäbe es viele Missstände nicht, wenn sie das dürften).
Schwierig.. das eine sehr individuelle Einstellung und jeder denkt da anders.
Mir persönlich ist es egal, ob jemand schwul, lesbisch, Regenwurmfetischist oder Walnuss-mit-den-Zähnen-Öffner ist. Es gibt überall sympatische, authentische Menschen... aber auch solche, die es nicht sind. Und wenn ich beispielsweise einen guten Anwalt oder Steuerberater habeund mit seiner Arbeit zufrieden bin, ist mir doch egal, ob er sich abends die Poperze abschlabbern lässt oder nicht.
 
(Mir ist bewusst, dass es natürlich auch Fantasien gibt, die zu grenzwertig sind, als das man sie überhaupt haben sollte.. aber diese Menschen haben dann vermutlich ganz andere Sorgen und sollten eventuell besser Hilfe suchen, bevor sie auf die Idee kommen, solche Fantasien ausleben zu wollen)
Niemand kann etwas für seine Phantasien. Natürlich kann man sich in etwas hinein steigern, und das sollte man bei manchen Dingen wirklich nicht tun.
Ich habe im Handel NIE erlebt dass das irgendeine Rolle gespielt hätte. Da findet man sowieso kein Personal. Die sexuelle Orientierung ist da echt unwichtig. Sowohl bei Lidl als auch beim Musikgeschäft als auch in der Fleischerei.
Die sexuelle Orientierung spielt keine Rolle. Aber sehen darf man es halt in manchen Branchen nicht.
Ebenso wüsste ich auch beim Steuerberater nicht warum das stören sollte!?
Weil es manche seiner Kunden stören würde
Von zB meinem Versicherungsberater weiß ich nicht welche sexuelle Orientierung er hat. Hat er nie erwähnt, interessiert mich auch nicht und spielt für seinen Job keine Rolle.
So ist es, so war es gemeint. Selbst wenn er homo- oder transsexuell wäre, würde er es nicht zeigen (dürfen, wenn er im Geschäft bleiben will). Ein Architekt oder ein Werbegraphiker darf das, ein Richter sollte es unterlassen. Und genau um diesen Unterschied ist es mir gegangen. Nicht, dass ich einen schwulen Minister weniger achten würde, aber ich bin halt nicht jeder. Es geht nicht darum, wie es sein sollte, sondern, wie es ist. Und diese Welt ist nun einmal keine Perfekte. Es wird genug gegen alle sexuelle Orientirungen gehetzt, die nicht hetero sind. Da wird von "woke", von "Gutmenschen" geschwubbelt. Da wird auf offener Bühne zum Kampf um die Existenzberechtigung der letzten heterosexuellen Männer phantasiert.

Am schwersten ist das Leben leider für transsexuelle Menschen, als Mann mit leichten transsexuellen Neigungen fällt mir das immer wieder auf.
 
Hi,

Und wenn ich beispielsweise einen guten Anwalt oder Steuerberater habeund mit seiner Arbeit zufrieden bin, ist mir doch egal, ob er sich abends die Poperze abschlabbern lässt oder nicht.

theoretisch ja. Praktisch kann es ein Problem sein, wenn der Anwalt, der für Dich Stärke vor Gericht präsentieren soll, sich abends von seiner Frau vorführen lässt und getreten wird.

Und ob man einem Kindergärtner vertrauen will, von dem bekannt ist, dass er am Wochende am Autobahnparkplatz jedem Fernfahrer, der will, einen bläst, ist auch nicht so eindeutig beantwortbar, jedenfalls für viele.


Sogar hier im Forum wurden devoten Männern schon nahegelegt, den Mund zu halten und sich von ihrer Herrin auspeitschen zu lassen. Auch erinnere ich mich an Diskussionen, wo dann unmotiviert geschrieben wurde "Hat Dir Deine Herrin erlaubt, hier zu schreiben?".

Denen kann in einer Diskussion egal sein, was der daheim macht, es ist einfach unpassend und kleingeistig.

Aber eben Realität.

LG Tom
 
Ich denke es ist oft die Gesellschaft oder das Umfeld die es schwer macht dazu zu stehen . Oder die Position die man beruflich hat. Oft auch der Partner weil er zu solchen Sachen eine Abneigung hat. Ich und meine Partnerin reden offen überalles und auch meine Familie weiß es. Hab da echt Glück was meine bi Neigung angeht.
 
theoretisch ja. Praktisch kann es ein Problem sein, wenn der Anwalt, der für Dich Stärke vor Gericht präsentieren soll, sich abends von seiner Frau vorführen lässt und getreten wird.
und wieso ist das ein Problem? Ich wäre ziemlich irritiert, wenn das Bestandteil eines professionellen Anwalts-Gesprächs wäre.
Aber eventuell ist das ja bei dir anders.
"Schönen guten Tag, Herr Tom, bevor wir uns ihrem Fall widmen, möchte ich Ihnen noch kurz sagen, dass meine Frau mich gestern Abend mit dem 30cm Strap-On durchgenommen hat!"
Und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob ich einen solchen Anwalt dann beauftragen würde. :rofl:

Und ob man einem Kindergärtner vertrauen will, von dem bekannt ist, dass er am Wochende am Autobahnparkplatz jedem Fernfahrer, der will, einen bläst, ist auch nicht so eindeutig beantwortbar, jedenfalls für viele.
Zumindest in Deutschland ist es als "Kindergärtner" verboten, berufliches und eigene (sexuelle) Privatsphäre zu vermischen. Dann bist du ganz schnell deinen Job los. Es gibt ganz klare Standards was Kinderschutz und professionelle Distanz angeht.
Und solange man im Alltag davon nichts mitbekommt und es keinen Einfluss auf die Professionalität und den Umgang mit der Arbeit hat.. soll er doch machen was er will. Oder hat er dir etwa einen geblasen und hat dir keine Exklusivrechte gegeben?
 
Selbst wenn er homo- oder transsexuell wäre, würde er es nicht zeigen (dürfen, wenn er im Geschäft bleiben will). Ein Architekt oder ein Werbegraphiker darf das, ein Richter sollte es unterlassen
Der Direktor meiner Handelsakademie (Privatschule in Wien), ein recht hoch positionierten Mitarbeiter im letzten Unternehmen (Prokurist), mindestens 2 Lehrer meiner Schullaufbahn...

...mir fallen schon ein paar ein. Und das sind nur die von denen ich es wusste, weil sie es einfach offen gelebt haben bzw halt mit ihren Lebensgefährten zB am Schulfest oder bei der Firmenfeier aufgetaucht/aufgetreten sind.

Lesben kenne ich Interessanterweise keine die das so offen gelebt haben. Die scheinen da vorsichtiger zu sein.

Ich glaube auch als Lehrer oder Kindergärtner ist das kein Problem mehr. Wenn man nicht gerade an katholischen Privatschulen unterrichtet oÄ.
Und die 5% der Eltern die glauben dass jeder Homosexuelle automatisch kleine Jungen missbraucht... Die sollen entweder lernen dass das nicht so ist oder eine andere Schule wählen!
 
Im Alltag vertreten viele klare Werte und Grenzen – besonders bei Sexualität. Gleichzeitig zeigen Fantasien oder tatsächliches Verhalten oft ein ganz anderes Bild. Wie groß ist die Diskrepanz zwischen dem, was wir sagen, und dem, was uns wirklich reizt?
Dazu fällt mir nur ein Spruch von Kant ein.

"Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon"

Bezüglich der sexuellen Fantasie wohl eher das Zweite.
 
???
Ich habe im Handel NIE erlebt dass das irgendeine Rolle gespielt hätte. Da findet man sowieso kein Personal. Die sexuelle Orientierung ist da echt unwichtig. Sowohl bei Lidl als auch beim Musikgeschäft als auch in der Fleischerei.

Ebenso wüsste ich auch beim Steuerberater nicht warum das stören sollte!? Von zB meinem Versicherungsberater weiß ich nicht welche sexuelle Orientierung er hat. Hat er nie erwähnt, interessiert mich auch nicht und spielt für seinen Job keine Rolle.

Ich glaub Homosexualität ist in den meisten Jobs kein Kriterium mehr!
Vlt in der Modebranche vorteilhaft!
 
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