Wa(h)re Liebe

Liebe ist kein Himmelsgeschenk. Eine Chance.
Liebe ist nichts, das sich selbst nährt, sondern von den Liebenden genährt wird.

So wahr und nicht immer einfach umzusetzen
Die Liebe ist eine Ansammlungen von Emotionen in sich stetig wandelnder Farbe, nach Bedarf.
Da ist Loyalität drin, Kommunikationsbereitschaft, Empathie, Neugierde aufeinander, Streben nach Verständnis und Wachstum, Fürsorge, Zärtlichkeit, Respekt, Geben und Annehmen von Anerkennung und Wertschätzung, eigene und Partnerbedürfnisse erkennen und ernst nehmen, zupacken wenn es an einem Strang zu ziehen gilt, zu wissen wann man die Klappe hält, wissen was man hat und nicht permanent schauen ob woanders das Gras grüner ist, gegenseitige Unterstützen, respektvoll Kritik üben und annehmen wollen u.s.w., u.s.w., Konflikt- und Lösungsbereitschaft - daraus erwächst übrigens auch erfüllende Sexualität die in Partnerschaft Bestand haben kann.
(egal in welcher Form, mono, offen, menschenerweiternd.....auch Sexualität wächst und verändert sich)

Genau so ❤️

Interessierte Menschen haben ein feines Gspür: Wie geht der Mensch mit anderen um? Wie spricht er über Familie, Freunde, Kollegen? Wie redet er über frühere Beziehung, Verluste, Verpasstes? Wie nahe lebt er an seinen Idealen - hat er überhaupt welche? Kann er über sich selbst lächeln und über eigene Schatten springen? Wo hat er Bindungen in seinem Leben geschaffen? - So fragen, die ich mir stelle, wenn ich jemand kennen lerne und Freundschaft, Beziehung, Einlass in mein Leben für sie/ihn entscheide.
Kann ich ihn so lieben, wie seine Natur es annehmen kann und umgekehrt - eine ganz grundsätzliche Frage, vor dem emotionalen Vertiefen.
Will einer mit mir bei Null anfangen - dann hat er einfach nix.
(nicht materiell gesehen)

Ja, mit der Erfahrung kommen diese Fragen auf.

Das Gift, ist das Kleinmachen, das rar Machen, das Vorenthalten, das Rechthaben wollen und das Schuldsuchen, strafen, Macht ausüben, verunsichern, im Ungewissen lassen, sich größer oder kleiner machen, den Neuen größer oder kleiner phantasieren als er ist.....
Ein WIR gemeinsam zu erschaffen, zu erbauen, zu erdenken und erarbeiten, dort wo ein Du+ich bisher war, das ist die Basis denk ich mal so.

😍
Lieber @Mitglied #682350 (schöner Thread):
Bist Du bereit für die Liebe?
Bist Du bereit zu lieben?
Kannst Du lieben?

Noch wichtiger:
Bist Du bereit geliebt zu werden?
Kannst Du es ertragen geliebt zu werden?
Bist Du soweit, wenn die Liebe bei Dir anklopft, sie einzulassen, sie zu pflegen und wachsen zu lassen?
Willst Du gemeinsame Verantwortung tragen für das "WIR"-Gefühl?
Was bist Du bereit zu tun um jemand zu sein, der es wert ist von ganzem Herzen geliebt zu werden?
Bist Du sicher, dass Du lieben und geliebt sein willst und nicht einen sicheren Hafen suchst (Das Gefühl, das die meisten hier hatten, die elterliche Liebe)?

Viel Glück!
(Denn das braucht es auch. :))

Grandioser Beitrag von dir.

I ❤️ it 😊

🙏
 
Alles klar. Dann einfach direkt und gerade heraus.

Ich bitte dich, kümmere dich bitte in Zukunft um deinen eigenen Scheiß und fühle dich nicht bemüßigt unsere Beziehung zu thematisieren bzw. zu diskutieren. Sie ist nicht das Thema und muss nicht analysiert oder besprochen werden.

Wenn ich eine Psychoanalyse unserer Beziehung haben möchte, dann werde ich erstens danach fragen und zweiten frage ich einen Profi, der dafür ausgebildet ist und nicht einen wildfremden in einem Forum.

Ich nehme mir auch nicht heraus deine Beziehung mit deiner Frau zu thematisieren und darum bitte ich dich nun auch.

Ich hoffe das war deutlich genug und ist für dich auch umsetzbar.
:unsure: Habe ich nicht ... der Eindruck rührt daher, weil Du dich anscheinend selbst so wichtig nimmst ...

Aber entsprechend der Bitte bin ich selbstverständlich bestrebt, da hinkünftig jegliche - auch indirekte - Referenz zu vermeiden :up:

Finito!

LG Bär
 
Hi,

Viele Beziehungen werden zu schnell aufgegeben, man kann sich ja jederzeit einen neuen Partner beschaffen, mit dem es vielleicht besser passt. Problemen wird leider oft aus dem Weg gegangen.

wie kommt man auf sowas? Wenn man mit etwas nunmal so gar nicht umgehen kann, war es eben der falsche Partner.

Niemand kann in andere Menschen reinsehen, wissen, warum sie was tun.

Entsprechend ist die Beurteilung, warum andere was tun, nie sinnvoll.

Es gibt für Beziehungen keine Anleitung. Man muss es mit jedem neu probieren, und wenn derjenige dann nicht passt, oder man für denjenigen nicht passt, trennt man sich eben.

Ich habe genau den gegenteiligen Eindruck, dass immer mehr Menschen versuchen, eine Beziehung am Laufen zu halten, wo alle Außenstehenden schon lange wissen, dass die nicht zusammen passen.

Eine Beziehung ist kein Selbstzweck, sie soll beiden (oder auch mehreren) Beteiligten das Leben verbessern. Und wenn abzusehen ist, dass sie einem das Leben nicht verbessert, soll man da schnell raus.

Das Witzige dabei ist, dass wenn wer z.B. schreibt, dass ihm der Sex nicht reicht, wird er - von manchen Protagonisten - geradezu dazu gedrängt, die Beziehung sofort zu beenden. :D

Wenn die Leute die Beziehung beenden, weil was nicht passt, dann sind sie gleich die Egoisten und was weiß der Teufel.

Wennst fremdgehst um die Beziehung zu retten, bist Du der Arsch, wenn Du Dich stattdessen trennst, bist Du auch der Arsch. Offenbar kann man hier nur dann nicht der Arsch sein, wenn man sich gänzlich für eine Beziehung aufopfert. :D



Ich glaube an die wahre Liebe. Erlebt und erlebe sie noch. Ist aber auch kein Selbstläufer. Liebe ist auch Arbeit.

Unfug! Liebe ist ein Gefühl, etwas dass von innen kommt, was einfach da ist. Arbeiten kann man da nicht dran.

Das ist eben der Unterschied zwischen Liebe und Beziehung. Eine Beziehung kann man perfekt mit jemandem führen, den man nicht liebt (manche scheinen eh nur aus Gewohnheit in der Beziehung zu bleiben), und wahrscheinlich hat jeder schon mal wen geliebt, ohne eine Beziehung mit dem zu führen.

Liebe ist auch immer wahr, weil sie ein Gefühl ist, das hat man eben. Ob sich daraus dann auch eine Paarbeziehung ergibt, hängt davon ab, ob der andere einen auch liebt, und ob man zusammen passt.

LG Tom
 
Das tut mir sehr leid für Dich. Solche Enttäuschungen tun sehr weh und verletzen die Seele.
Trotzdem alles erdenklich Gute für dein weiteres Leben.
Das sind liebe Wünsche, die kannst du aber tonnenweise hier verteilen.

;)

Ich bin sicher, das hier der überwiegende Teil der user/innen die eine oder andere Narbe hat.
Die Frage ist wie man damit umgeht.
Aufstehen, das Krönchen richten, das schafft nicht jede/r.
Es braucht eben manchmal Zeit, mal mehr, mal weniger.
Platz für neues zu schaffen, dafür muß man erstmal aufräumen.
Wenn ich von Anfang an mit Mißtrauen in eine Beziehung starte, so ist das sicher nicht von Erfolg gekrönt.
 
wie kommt man auf sowas? Wenn man mit etwas nunmal so gar nicht umgehen kann, war es eben der falsche Partner.
Na wenn man was nicht kann, dann kann man es halt nicht, oder man lernt es oder auch nicht.
Es gibt für Beziehungen keine Anleitung. Man muss es mit jedem neu probieren, und wenn derjenige dann nicht passt, oder man für denjenigen nicht passt, trennt man sich eben.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann probieren sie noch heute.
Unfug! Liebe ist ein Gefühl, etwas dass von innen kommt, was einfach da ist. Arbeiten kann man da nicht dran.
So jung müsst man noch mal sein um sowas zu schreiben...seufz.
Ups, nö, eher net.
 
Hi,

Na wenn man was nicht kann, dann kann man es halt nicht, oder man lernt es oder auch nicht.

genau. Frauen sollen endlich lernen, mit einem Partner umzugehen, der hin und wieder trinkt und dann handgreiflich wird. Um nur ein Beispiel zu nennen. Da bin ich ganz bei Dir .... :rofl:

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann probieren sie noch heute.

Genau. Ist viel besser, in einer Beziehung zu bleiben, wo man unglücklich ist.

So jung müsst man noch mal sein um sowas zu schreiben...seufz.
Ups, nö, eher net.

Und so hübsch. Hübsch und jung. :D

LG Tom
 
genau. Frauen sollen endlich lernen, mit einem Partner umzugehen, der hin und wieder trinkt und dann handgreiflich wird. Um nur ein Beispiel zu nennen. Da bin ich ganz bei Dir .... :rofl:
Da es hier ja auch ums Sterben ging - ja, das kann in den letzten Jahren schon so sein......die Demenz.....ja manchmal wird man nicht mal erkannt und die Heimhilfe vulgär angebaggert.....kann schon sein.....die wenigsten trennen sich in diesem Fall.

Schön zu sehen, was Du als "normale" Beziehung siehst und nicht als bedauerliche Einzelfälle.
Dann kannst Du ja kaum enttäuscht werden, wenn Extremfälle für Dich beispielhaft sind.
Genau. Ist viel besser, in einer Beziehung zu bleiben, wo man unglücklich ist.
Schwarz/weiß Kinderdenken.
Glück und Unglück, was für große Worte.
Ich kenn nur die sprichwörtlichen Depperten, die immer das Glück haben. (oder haben wollen, oder glauben ein Recht drauf zu haben, oder glauben dass das erstrebenswert ist oder irgendeinen Wert hat)
Bei den Normalos ist das Glück eher ein Vogerl. Kommt und geht mal. :D
Und so hübsch. Hübsch und jung. :D
Ansichtssache.

Für Dich einen Deckel zu finden, war sicher auch keine leichte Angelegenheit fürs Schicksals. :D
Deshalb: Viel Glück und möge es Dir bleiben!
 
Das schicksalsgewollte Ende durch Erkrankung - bei Seite 15 glaub ich o.k.:
Der Preis zu lieben, die Liebe zu erfahren, ist das Wissen, dass einer fortgerissen wird.
Ich persönlich würde es ehrlich gesagt nicht wissen wollen.
Kann man das Wissen verweigern, wenn man liebt?
Ist das bewusste Ignorieren nicht viel schmerzhafter als das den letzten Weg Hand in Hand zu gehen?
Hier straucheln und verweigern?

Wir reden nicht von einem momentanen Tod. (Vor vier Wochen starb ein guter Freund mit 64, am Vortag noch die Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen und gescherzelt, geplaudert hat - Cut - einfach nimmer munter geworden....eine sehr traurige Sache. Sie hätte sich nicht vorbereiten können, selbst wenn sie die Stunde gewusst hätte. Der Schmerz ist unermesslich und nicht vergleichbar.

Wenn es eine Erkrankung ist, die in die Knie zwingt: Mit wem über den neuen Befund reden, wer fährt mit einem zu Therapien, wer ist nach einer OP da, wer kümmert sich wenn man daheim sein kann, zu Hause austherapiert palliativ ist. Wer ist in dunkeln Nächte da, wenn die Angst kommt, vor Schmerzen, vor Verlust der Gehirnleistung, wie den Kindern sagen..........Wer steht zu einem, wenn man weiß, dass es nur mehr ein Ausleben und genießen der letzten Sonnenstrahlen ist. Wer ist es, den man am letzten Weg an seiner Seite braucht?

Eine todbringende Erkrankung zu verschweigen ist unmöglich in einer Liebesbeziehung.
Wenn verschwiegen: Eine todbringende Erkrankung ist nicht zu übersehen.
Zu viele Schatten wirft der Tod voran um sie als Partner übersehen zu können, tiefe Sorge, Angst vor Unbekannten frisst den anderen auf. Das sieht man. Meist sieht man es rein visuell ebenso. Zu wissen, da sein zu können, sich ganz fest im Arm zu halten - das ist das einzige, das es für den erträglich macht, der zurückbleiben muss. :(
Zärtliche Momente im beidseitigem Wissen.

Es ist ein beruhigender - guter - gnädiger - wünschenswerter Irrglaube zu hoffen, sich darauf "vorbereiten" zu können.
Der Tag an dem man weiß, das jedes gesprochene Wort ins Leere geht, kein Zeichen, kein Druck der Hand, kein Atemzug - bleibt die Welt stehen und man kann nicht fassen, dass die Sonne einfach so wieder auf geht, die Leute zur Arbeit fahren - egal wie sehr man weiß, dass es kommt: Die Endgültigkeit, wenn sie da ist - die kann man nicht erdenken, sie liegt weit außerhalb jeden Vorstellungsvermögen - und das ist gnädig. :(

Solange jemand lebt, ist etwas zu tun.
Es ist zu organisieren, zu reden und zu streicheln, Termine zu koordinieren, Beipacktexte zu lesen, Apotheke, Rezepte, Heilbehelfe, Bewilligungen, Ernährung, ein sanfte Reise noch zu Erinnerungsorten, Kindern/Enkelkindern solange es noch geht u.s.w. - ein Marathon - nur nicht stehen bleiben, nur nicht setzen, immer Laufen, jede Sekunde unendlich wertvoll - solange man läuft wird nichts passieren und dann doch:

Stille. Stillstand. Nichts. Kein Atemzug.

Man geht den Weg gemeinsam. Man gibt dem Partner die Chance dabei zu sein, man steht dem Partner zur Seite.
Wenn die Wege sich durch den Tod getrennt werden müssen, so geht man auch diesen Weg gemeinsam, solange es geht, bis die Hand in der Deinigen erkaltet..........

Die Liebe wird aus zweien geboren, nährt sich vom deren sich lieben.
Bleibt einer zurück, bleibt sie schmerzhaft und amputiert, konserviert zurück.
Das ist gut so, heißt aber nicht, dass eine neue Liebe die in einem wachsen will, die alte Liebe verdrängen muss. Die bleibt auch und die geweinten Tränen in den Erinnerungsperlen fest im Herzen verankert.

Der Preis die Liebe gefunden zu haben ist das Wissen, dass diese Trennung einmal sein wird.

(Es ist übrigens auch einer der Gründe, warum viele an ein Leben nach dem Tod glauben. Die Hoffnung mit Menschen, die von uns gerissen wurden wieder vereint zu sein. Der Glaube nimmt dem Tod den Sturz in ewigen Verlust und gibt Hoffnung, dass es ein Wiedersehen gibt. Ich wünschte mir ich könnte glauben. Es wäre so tröstlich. :()

o.t. Nächste Woche, das Begräbnis eines väterlichen Freundes. Den Sommer noch gemeinsam gelebt so gut es ging. Jahrelang therapiert. Im Sommer austherapiert - nix geht mehr - nur mehr lindernde Therapie. Nicht zu sehen, dass ein stattlicher Mann 40 kg wiegt, kaum atmen kann, später durch Schmerzlinderung benebelt, Ekel zu essen, ewige Übelkeit. Er war 16, sie 14. Nun wurde er 80 - im Frühling noch im Pumpenschacht, den Garten gemacht. Wie hätte sie übersehen können, nicht wissen wollen - großartige Frau - zu jedem Zeitpunkt an seiner Seite.
(Wenn man denkt ich käme momentan nicht aus der Trauerkleidung raus, so liegt man richtig. :()
Dennoch wünsche ich jedem so lange wie möglich, die gnadenvolle Naivität, dass man mit dem Sterben und Tod geliebter Menschen vernünftig umgehen kann, sich vorbereiten, verdrängen kann.

o.t. Dann wenn der Schatten über einem liegt, weiß man, wie wertvoll Lebenszeit und -Energie ist.
Es ist zu spät vergebene Stunden zu betrauern, vergebene Möglichkeiten, Irrwege zu beweinen, Freunderln und Gspusis schon lange weg, nur mehr die Essenz des gelebten Lebens bleibt zum Anhalten.
Tja und was man niemanden erleichtern kann ganz am Anfang und am Ende: Wir kommen und wir gehen ganz allein.

Passt auf Euch und Eure Lieben auf!
 
Das schicksalsgewollte Ende durch Erkrankung - bei Seite 15 glaub ich o.k.:
Der Preis zu lieben, die Liebe zu erfahren, ist das Wissen, dass einer fortgerissen wird.

Kann man das Wissen verweigern, wenn man liebt?
Ist das bewusste Ignorieren nicht viel schmerzhafter als das den letzten Weg Hand in Hand zu gehen?
Hier straucheln und verweigern?

Wir reden nicht von einem momentanen Tod. (Vor vier Wochen starb ein guter Freund mit 64, am Vortag noch die Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen und gescherzelt, geplaudert hat - Cut - einfach nimmer munter geworden....eine sehr traurige Sache. Sie hätte sich nicht vorbereiten können, selbst wenn sie die Stunde gewusst hätte. Der Schmerz ist unermesslich und nicht vergleichbar.

Wenn es eine Erkrankung ist, die in die Knie zwingt: Mit wem über den neuen Befund reden, wer fährt mit einem zu Therapien, wer ist nach einer OP da, wer kümmert sich wenn man daheim sein kann, zu Hause austherapiert palliativ ist. Wer ist in dunkeln Nächte da, wenn die Angst kommt, vor Schmerzen, vor Verlust der Gehirnleistung, wie den Kindern sagen..........Wer steht zu einem, wenn man weiß, dass es nur mehr ein Ausleben und genießen der letzten Sonnenstrahlen ist. Wer ist es, den man am letzten Weg an seiner Seite braucht?

Eine todbringende Erkrankung zu verschweigen ist unmöglich in einer Liebesbeziehung.
Wenn verschwiegen: Eine todbringende Erkrankung ist nicht zu übersehen.
Zu viele Schatten wirft der Tod voran um sie als Partner übersehen zu können, tiefe Sorge, Angst vor Unbekannten frisst den anderen auf. Das sieht man. Meist sieht man es rein visuell ebenso. Zu wissen, da sein zu können, sich ganz fest im Arm zu halten - das ist das einzige, das es für den erträglich macht, der zurückbleiben muss. :(
Zärtliche Momente im beidseitigem Wissen.

Es ist ein beruhigender - guter - gnädiger - wünschenswerter Irrglaube zu hoffen, sich darauf "vorbereiten" zu können.
Der Tag an dem man weiß, das jedes gesprochene Wort ins Leere geht, kein Zeichen, kein Druck der Hand, kein Atemzug - bleibt die Welt stehen und man kann nicht fassen, dass die Sonne einfach so wieder auf geht, die Leute zur Arbeit fahren - egal wie sehr man weiß, dass es kommt: Die Endgültigkeit, wenn sie da ist - die kann man nicht erdenken, sie liegt weit außerhalb jeden Vorstellungsvermögen - und das ist gnädig. :(

Solange jemand lebt, ist etwas zu tun.
Es ist zu organisieren, zu reden und zu streicheln, Termine zu koordinieren, Beipacktexte zu lesen, Apotheke, Rezepte, Heilbehelfe, Bewilligungen, Ernährung, ein sanfte Reise noch zu Erinnerungsorten, Kindern/Enkelkindern solange es noch geht u.s.w. - ein Marathon - nur nicht stehen bleiben, nur nicht setzen, immer Laufen, jede Sekunde unendlich wertvoll - solange man läuft wird nichts passieren und dann doch:

Stille. Stillstand. Nichts. Kein Atemzug.

Man geht den Weg gemeinsam. Man gibt dem Partner die Chance dabei zu sein, man steht dem Partner zur Seite.
Wenn die Wege sich durch den Tod getrennt werden müssen, so geht man auch diesen Weg gemeinsam, solange es geht, bis die Hand in der Deinigen erkaltet..........

Die Liebe wird aus zweien geboren, nährt sich vom deren sich lieben.
Bleibt einer zurück, bleibt sie schmerzhaft und amputiert, konserviert zurück.
Das ist gut so, heißt aber nicht, dass eine neue Liebe die in einem wachsen will, die alte Liebe verdrängen muss. Die bleibt auch und die geweinten Tränen in den Erinnerungsperlen fest im Herzen verankert.

Der Preis die Liebe gefunden zu haben ist das Wissen, dass diese Trennung einmal sein wird.

(Es ist übrigens auch einer der Gründe, warum viele an ein Leben nach dem Tod glauben. Die Hoffnung mit Menschen, die von uns gerissen wurden wieder vereint zu sein. Der Glaube nimmt dem Tod den Sturz in ewigen Verlust und gibt Hoffnung, dass es ein Wiedersehen gibt. Ich wünschte mir ich könnte glauben. Es wäre so tröstlich. :()

o.t. Nächste Woche, das Begräbnis eines väterlichen Freundes. Den Sommer noch gemeinsam gelebt so gut es ging. Jahrelang therapiert. Im Sommer austherapiert - nix geht mehr - nur mehr lindernde Therapie. Nicht zu sehen, dass ein stattlicher Mann 40 kg wiegt, kaum atmen kann, später durch Schmerzlinderung benebelt, Ekel zu essen, ewige Übelkeit. Er war 16, sie 14. Nun wurde er 80 - im Frühling noch im Pumpenschacht, den Garten gemacht. Wie hätte sie übersehen können, nicht wissen wollen - großartige Frau - zu jedem Zeitpunkt an seiner Seite.
(Wenn man denkt ich käme momentan nicht aus der Trauerkleidung raus, so liegt man richtig. :()
Dennoch wünsche ich jedem so lange wie möglich, die gnadenvolle Naivität, dass man mit dem Sterben und Tod geliebter Menschen vernünftig umgehen kann, sich vorbereiten, verdrängen kann.

o.t. Dann wenn der Schatten über einem liegt, weiß man, wie wertvoll Lebenszeit und -Energie ist.
Es ist zu spät vergebene Stunden zu betrauern, vergebene Möglichkeiten, Irrwege zu beweinen, Freunderln und Gspusis schon lange weg, nur mehr die Essenz des gelebten Lebens bleibt zum Anhalten.
Tja und was man niemanden erleichtern kann ganz am Anfang und am Ende: Wir kommen und wir gehen ganz allein.

Passt auf Euch und Eure Lieben auf!
Wunderbare Worte in tiefer Erkenntnis .
Ja , die wahre Liebe ist eine sehr große Herausforderung .
Aber der Tod ist die noch größere Herausforderung damit umzugehen .....gemeinsam ....und alleine ....


( OT : vor 27 Jahren dämmrig wach geworden nach Reanimation , Re - Operation und Transport auf die Intensive Care...
Mit ans Bett gebundenen Händen ohne Sedierung am Respirator , ...alleine , niemand da , in Panik ....., 29.11.
Vor 27 Jahren als Nahtoderfahrung in tiefster Einsamkeit ....
Und doch im guten Wissen , dass der Tod mit einem tiefen Gefühl von Wärme , Licht und Geborgenheit sich präsentiert ....)
 
Eine todbringende Erkrankung zu verschweigen ist unmöglich in einer Liebesbeziehung.
Ich picke mir mal einen prägnanten Satz heraus, der unterstreicht, dass du meine Aussage wohl falsch aufgefasst hast.

Ich meinte damit eigentlich, würde sich mir die Zukunft offenbaren, würde ich sie nicht wissen wollen, darunter auch das nicht, wenn ich die Wahl hätte. In einer Partnerschaft habe ich diese Wahl nicht.

Wollen und sich dem bewusst aussetzen, sind natürlich zwei verschiedene Dinge. Auch wenn ich es nicht will, werde ich es dennoch machen und zwar genau aus den von dir beschriebenen Gründen.

Ich weiß mittlerweile aus eigener Erfahrung was es bedeutet mit dem Wissen dass man jemanden verlieren wird leben zu müssen. Es ist kräftezehrend und schwer, aber es hat den Moment nicht leichter gemacht.

Off-Topic. Ich habe deinen Post nur überflogen. Wenn ich ein Buch lesen möchte oder mir einen Vortrag anhören möchte, dann mache ich das bewusst. Das Erorikforum nutze ich als Zeitvertreib nebenbei. Somit sind ewiglange Posts, die nicht auf den Punkt gebracht sind, nichts was ich zur Gänze lesen werde. Gedanken auf den Punkt zu bringen und sie für Leser genießbar zu machen, ist auch eine gute Eigenschaft.
 
Hi,

Schön zu sehen, was Du als "normale" Beziehung siehst und nicht als bedauerliche Einzelfälle.
Dann kannst Du ja kaum enttäuscht werden, wenn Extremfälle für Dich beispielhaft sind.

es braucht halt oft Extrembeispiele, um einfach und kurz auf den Unsinn einer Aussage hinzuweisen.

Schön, wenn das auch so verstanden wird.

Bei den Normalos ist das Glück eher ein Vogerl. Kommt und geht mal.

Glück haben und glücklich sein, das sind halt zwei komplett unterschiedliche Dinge.

Du kannst Glück haben und im Lotto gewinnen, und trotzdem unglücklich sein.

Du kannst Unglück haben, den Job und das Haus verlieren, und trotzdem glücklich sein.

Und um aufs Thema zurück zu kommen: selbst wenn man große Probleme hat, wenn man den richtigen Menschen an seiner Seite hat und fröhlich durchs Herbstlaub stapfen kann, kann man glücklich sein.

Umgekehrt kannst Du alle Voraussetzungen für ein glückliches Leben haben, Erfolg, Vermögen, .... trotzdem kannst Du unglücklich sein.


Für Dich einen Deckel zu finden, war sicher auch keine leichte Angelegenheit fürs Schicksals. :D
Deshalb: Viel Glück und möge es Dir bleiben!

Auch wenn das - trotz Hinweis der Moderation - ins Persönliche geht: ich bin eigentlich ganz pflegeleicht. Ich stelle durchaus Ansprüche an eine Partnerin, denen garantiert nicht viele Frauen entsprechen können. Das liegt aber eben auch daran, dass ich auch ohne Beziehung glücklich bin. Dementsprechend strenge ich mich auch besonders an, sie glücklich zu machen. Wobei das schlecht ausgedrückt ist, denn es ist sehr schön, wenn man seine Partnerin glücklich machen kann. Also keineswegs altruistisch.

LG Tom
 
Hi,


Es ist ein beruhigender - guter - gnädiger - wünschenswerter Irrglaube zu hoffen, sich darauf "vorbereiten" zu können.

das ist Wortklauberei. Wenn Du erwartest, dass Du Dich drauf vorbereiten kannst, und dann tut es nicht mehr weh, dann hast Du falsche Erwartungen.

Es wird immer weh tun!

Die Vorbereitung ist wie eine Versicherung, die macht auch ein Unglück nicht ungeschehen oder verhindert es, sie lindert es aber.



LG Tom
 
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Auch wenn das - trotz Hinweis der Moderation - ins Persönliche geht: ich bin eigentlich ganz pflegeleicht. Ich stelle durchaus Ansprüche an eine Partnerin, denen garantiert nicht viele Frauen entsprechen können. Das liegt aber eben auch daran, dass ich auch ohne Beziehung glücklich bin. Dementsprechend strenge ich mich auch besonders an, sie glücklich zu machen. Wobei das schlecht ausgedrückt ist, denn es ist sehr schön, wenn man seine Partnerin glücklich machen kann. Also keineswegs altruistisch.

...
Die Moderation sprach hierbei allerdings von Animositäten Tom ....werthaltige Statements und Diskussionen zu solchen Themen kannst Du nur auf Basis persönlicher Erfahrungen führen .... die unterschiedlichen Aspekte vor dem Hintergrund differierender Lebenserfahrungen sind ja das, was eventuell Nutzbringend sein kann, weil es zum Nachdenken/Reflektieren anregt und auch mitunter andere Möglichkeiten aufzeigt.

Ohne solche Beiträge hast dann nur noch so "wertvolle" Threads wie .... Kaffeetratsch, Wer zählt mit Runter etc .

LG Bär
 
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