Sexualität im Alter

Also meine familiären Erfahrungen mit Sex im Alter, meine Großeltern waren 73 als ich (13jährig) am frühen Nachmittag in ihr Zimmer stürzte und sie beim Oralverkehr überraschte, meine Ahnl verwöhnte gerade den Ähnl. Ich zog mich sofort zurück und es war erledigt.
Mein Vater erzählte mir als 76 jähriger, dass seine Frau, meine Mutter, als sie den 70iger erreicht hatte, ihre sexuellen Aktivitäten einstellte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Jahre keinen Sex. Ich bot ihm an. dass ich ihm erforderlichfalls eine SW organisiere, was er dann ablehnte mit dem Hinweis, dass er sein Leben sehr intensiv genossen hat.
Ich selbst bin jetzt 60 + und würde es sehr schade finden irgendwann ein mal keinen Sex zu haben.
Ein Spruch lautet zwar, wie es kommen ist, vergeht es auch wieder, gut ist nur, dass es nicht weh tut - diesen Zeitpunkt möchte ich - Wunsch an wen auch immer - vorm 90igsten nicht erleben.
Solange meine Frau und ich geistig und körperlich Sex praktizieren können, möchte ich dies auch tun.
 
Meine Nachbarin arbeitet im Pensionistenheim. Vor einigen jahren hatten sie einen 80 jàhrigen Witwer welcher stets alle Frauen begrapschte und anzüglich anredete....mit dem einverständnis der Tochter haben sie dem Mann einmal im Monat eine SW zukommen lassen und ab dieser Zeit gab es keine belàstigungen mehr...
Das ist keine seltenheit, wird auch bei menschen mit behinderung, die sonst kein sexleben haben und agressiv werden so gehandhabt.natürlich nur, sofern sie die dienste auch selbst bezahlen können. Dann wird ihnen eine sw organisiert.
 
Weil Du hier die weibliche Form verwendest... Sind es da ausschließlich die Männer, die das in Anspruch nehmen? Haben die Frauen da nicht auch Bedürfnisse oder äußern sie sich nicht so?
Meines wissens sinds männer. Frauen werden körperlich nicht so agressiv, kõnnen sozusagen vom pflegepersonal noch in zaum gehalten werden.
 
Das Thema Sexualität im Alter wird hier ja immer wieder mal angesprochen, leider oft nur im Kontext "Liebe zu reifen Frauen" und ähnlich. Da stehen dann die Bedürfnisse des (jüngeren) Mannes im Vordergrund, der sich mit mal mehr, mal weniger Respekt über die "Vorzüge" älterer/reiferer Frauen äußert. Na ja.

Meiner Meinung nach ist das Thema Sexualität im Alter ein völlig unterschätztes Thema, das eigentlich uns alle in hohem Maße am Herzen liegen müsste. Und mit "alt" meine ich nicht das, was manche jugendliche als alt bezeichnen würden, sondern ich meine das Alter, in dem vielleicht ein Partner schon tot ist, in dem man vielleicht schon auf Pflege angewiesen ist.

Es gab vor einiger Zeit eine interessante Artikelserie in einer Zeitung über die Bedürfnisse der Alten, wie viel es für sie bedeutet, zum Beispiel einfach mal auch wieder nur zärtliche Berührungen zu erfahren.

Macht ihr Euch Gedanken, wie sich Euer Sex-Leben im Alter gestalten wird oder ist das für Euch noch viel zu weit weg? Wie ist die Wahrnehmung gegenüber älteren Frauen im Vergleich zu älteren Männern?

Ich weiß nicht, ob das Thema für eine Diskussion hier geeignet ist, ich wollte das aber einfach mal als Kontrapunkt zu den anfangs aufgeführten Threads in den Raum stellen, nämlich als Anregung, auch mal die Perspektive zu wechseln.

Was für einen schönen Text Du zu diesem doch (noch) anspruchsvollem Thema geschrieben hast! Danke.
 
akzeptiere deine meinung, aber ein körper ab mitte 70 und aufwärts fällt für mich in diese kategorie, einschliesslich mal meines eigenen.

Grindig ist für mich ekelhaft, unangenehm, hässlich, ungepflegt u.s.w. hat mit dem Alter absolut nichts zu tun!
es gibt 70jährige und darüber hinaus die haben eben nicht mehr die elastische Haut der Jugend (wenn überhaupt je vorhanden) sind aber nach wie vor gepflegt, tun etwas für ihre Figur und haben eine starke einnehmende Ausstrahlung. Abgesehen davon, wenn 2 im nahezu gleichen Alter sind haben Sie sicher einen anderen Begriff von Schönheit und Ästehtik als jemand mit 20 - 40 dessen Vorstellung von Schönheit durch Kunstfiguren der Kosmetikindustrie und den Medien geprägt wird. Also Menschen die im hohen Alter Zuneigung, egal in welcher Art, empfangen und geben wollen und können, haben das volle Recht dazu.
 
Grindig ist für mich ekelhaft, unangenehm, hässlich, ungepflegt u.s.w. hat mit dem Alter absolut nichts zu tun!
es gibt 70jährige und darüber hinaus die haben eben nicht mehr die elastische Haut der Jugend (wenn überhaupt je vorhanden) sind aber nach wie vor gepflegt, tun etwas für ihre Figur und haben eine starke einnehmende Ausstrahlung. Abgesehen davon, wenn 2 im nahezu gleichen Alter sind haben Sie sicher einen anderen Begriff von Schönheit und Ästehtik als jemand mit 20 - 40 dessen Vorstellung von Schönheit durch Kunstfiguren der Kosmetikindustrie und den Medien geprägt wird. Also Menschen die im hohen Alter Zuneigung, egal in welcher Art, empfangen und geben wollen und können, haben das volle Recht dazu.

Super Beitrag, Du hast mich jetzt an ein Paar aus meiner Familie erinnert!

Beide gleich alt, 79 inzwischen, schlank und daher einwenig faltig. Wer sie nicht kennt, denkt immer sie sind zwischen 50-60 Jahre alt (wegen dem Aussehen). Vom Kopf her total im Leben stehend, aktiv, kennen in ihrer Heimatstadt alle und sind bekannt wie "bunte Hunde". Ich hatte einmal die Aufsicht über den Hund übernommen. Mir kamen wildfremde Menschen entgegen, haben mich begrüsst mit, "Sie sind doch die Nichte von XY...".
Der Hund war bekannt und der halbe Stadtteil wusste, die Nichte kommt und wird mit Wauzi spazieren gehen...

Die zwei stellen mit Vorliebe Kontakte zwischen Menschen her, meine Tante ist ein Organisationstalent und lässt sich für gewisse Projekte kostenlos einspannen, mein Onkel ist Techniker und dementsprechend für selbige Projekte unterwegs, das Telefon läutet dauernd und die Freunde und Bekannten gehen in der Wohnung, teilweise spontan, ein und aus.
Ich fand das Sozialleben der beiden geradezu atemberaubend.

Ich bin mir sicher die zwei haben Sex miteinander. Das merkt man auch wie sie miteinander umgehen und sich auch ab und zu liebevoll Busseln. :hurra:
 
Sexualität dient nicht mehr zur Fortpflanzung, sondern eher der Gesundheit (seelisch und körperlich).
Das kann ich als gemäss Definition "Hochbetagter" und gefühlsmässig als "Bestandener" nur bestätigen. Das Erotikforum hilft mir, einerseits um in Erinnerungen zu schwelgen und andererseits, um Anregungen zu lustvollem eigenen Sex zu gewinnen.
 
Noch habe ich ja ein paar Jahre bis ich als alt gelte.
Natürlich macht man sich seine Gedanken , wie wird dass in 10 -20 Jahren sein .

Ich glaube aber schon dass körperlicher Kontakt wichtig bleibt, man wird halt nicht mehr so geil übereinander her fallen, tun wir ja jetzt schon nicht mehr .

Und ich sehe es als nichts schlechtes wenn Körperbetonter Sex sich in zärtliches miteinander wandelt.

Im Idealfall läuft es wie bei den Verwanden von @Mitglied #457376
Super Beitrag, Du hast mich jetzt an ein Paar aus meiner Familie erinnert!

Beide gleich alt, 79 inzwischen, schlank und daher einwenig faltig. Wer sie nicht kennt, denkt immer sie sind zwischen 50-60 Jahre alt (wegen dem Aussehen). Vom Kopf her total im Leben stehend, aktiv, kennen in ihrer Heimatstadt alle und sind bekannt wie "bunte Hunde". Ich hatte einmal die Aufsicht über den Hund übernommen. Mir kamen wildfremde Menschen entgegen, haben mich begrüsst mit, "Sie sind doch die Nichte von XY...".
Der Hund war bekannt und der halbe Stadtteil wusste, die Nichte kommt und wird mit Wauzi spazieren gehen...

Die zwei stellen mit Vorliebe Kontakte zwischen Menschen her, meine Tante ist ein Organisationstalent und lässt sich für gewisse Projekte kostenlos einspannen, mein Onkel ist Techniker und dementsprechend für selbige Projekte unterwegs, das Telefon läutet dauernd und die Freunde und Bekannten gehen in der Wohnung, teilweise spontan, ein und aus.
Ich fand das Sozialleben der beiden geradezu atemberaubend.

Ich bin mir sicher die zwei haben Sex miteinander. Das merkt man auch wie sie miteinander umgehen und sich auch ab und zu liebevoll Busseln. :hurra:
Von sowas kann man träumen, und hoffen das man dass altern so erleben darf.
Hängt aber auch viel von der eigenen Einstellung zum Leben ab.
 
Noch habe ich ja ein paar Jahre bis ich als alt gelte.
Natürlich macht man sich seine Gedanken , wie wird dass in 10 -20 Jahren sein .

Ich glaube aber schon dass körperlicher Kontakt wichtig bleibt, man wird halt nicht mehr so geil übereinander her fallen, tun wir ja jetzt schon nicht mehr .

Und ich sehe es als nichts schlechtes wenn Körperbetonter Sex sich in zärtliches miteinander wandelt.

Im Idealfall läuft es wie bei den Verwanden von @Mitglied #457376

Von sowas kann man träumen, und hoffen das man dass altern so erleben darf.
Hängt aber auch viel von der eigenen Einstellung zum Leben ab.

Zu meiner Schande sind sie mir nicht gleich eingefallen, weil ich sie nie als richtig "alt" sehe. Sind allerdings meine ältesten Onkel/Tante. Habe mit beiden vor drei Jahren recht offen über das Altern und sogar das Sterben reden dürfen. Besonders die Tante war wunderbar. Sie wollte mit mir darüber reden und hat mir zur Sicherheit das "andere" Familiengrab gezeigt.

Sie hat mir drei Eckpunkte genannt, die sie durchziehen, schon immer.

Möglichst ein Ausgleich zur Arbeit finden, beide waren in derselben Firma berufsttätig.
(gibt's jetzt natürlich kaum noch)
Beide haben mit 45 den Skipper gemacht und geschaut, dass sie mindestens einmal im Jahr ein Boot gemietet haben und Segeln gingen. Mit Kind und später narürlich auch ohne, nur für sich zu zweit.

Der Onkel hatte vor 15 Jahren zweimal relativ krass Krebs. Da haben sie die gemischte, gesunde Kost auf "Krebstauglich" noch weiter umgestellt.
ZB: Geräuchertes wurde von den Ärzten empfohlen zu streichen. Gab es dann halt nurmehr am Feiertag und in kleineren Dosen.

Mein Cousin hat ihnen zur Pension einen wundervollen Hund geschenkt. Zuerst einwenig Schock ob der Verantwortung, doch sie sind 16 Jahre gemeinsam raus bei Wind und Wetter. Meine Tante ist überzeugt davon, dass Ihnen das Beweglichkeit und Jugendlichkeit bewahrt hat.

Findet sicher jeder andere Arten für sich "wohltuend" zu leben. Der eine braucht an Hund, der andere fängt an mit Seniorenradfahren auf Langstrecke, für ein anderes Paar isses soziales Engagement oder Reisen, usw

Doch finde ich, wenn sich zwei Partner so grobe Fixpunkte ausmachen und beide willig sind das durchzuziehen, kann offensichtlich was Gutes dabei rauskommen.
 
Also meine familiären Erfahrungen mit Sex im Alter, meine Großeltern waren 73 als ich (13jährig) am frühen Nachmittag in ihr Zimmer stürzte und sie beim Oralverkehr überraschte, meine Ahnl verwöhnte gerade den Ähnl. Ich zog mich sofort zurück und es war erledigt.
Mein Vater erzählte mir als 76 jähriger, dass seine Frau, meine Mutter, als sie den 70iger erreicht hatte, ihre sexuellen Aktivitäten einstellte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Jahre keinen Sex. Ich bot ihm an. dass ich ihm erforderlichfalls eine SW organisiere, was er dann ablehnte mit dem Hinweis, dass er sein Leben sehr intensiv genossen hat.

Ich selbst bin jetzt 60 + und würde es sehr schade finden irgendwann ein mal keinen Sex zu haben.
Ein Spruch lautet zwar, wie es kommen ist, vergeht es auch wieder, gut ist nur, dass es nicht weh tut - diesen Zeitpunkt möchte ich - Wunsch an wen auch immer - vorm 90igsten nicht erleben.

Solange meine Frau und ich geistig und körperlich Sex praktizieren können, möchte ich dies auch tun.
zuerst mal: die allermeisten Beiträge sind großartig, sprechen mir aus der Seele, zeigen die Realität des Lebens.

Es wird aber vielleicht zu viel über die Erwartungen von uns Männern geschrieben. Reife Frauen haben nach einem abwechslungsreichen Leben genauso ihre Bedürfnisse. Doch leider kommt es vor dass wir Männer dann nicht mehr die Fähigkeit für die Erfüllung der weiblichen Wünsche haben .... :down:
 
Das Thema Sexualität im Alter wird hier ja immer wieder mal angesprochen, leider oft nur im Kontext "Liebe zu reifen Frauen" und ähnlich. Da stehen dann die Bedürfnisse des (jüngeren) Mannes im Vordergrund, der sich mit mal mehr, mal weniger Respekt über die "Vorzüge" älterer/reiferer Frauen äußert. Na ja.

Meiner Meinung nach ist das Thema Sexualität im Alter ein völlig unterschätztes Thema, das eigentlich uns alle in hohem Maße am Herzen liegen müsste. Und mit "alt" meine ich nicht das, was manche jugendliche als alt bezeichnen würden, sondern ich meine das Alter, in dem vielleicht ein Partner schon tot ist, in dem man vielleicht schon auf Pflege angewiesen ist.

Es gab vor einiger Zeit eine interessante Artikelserie in einer Zeitung über die Bedürfnisse der Alten, wie viel es für sie bedeutet, zum Beispiel einfach mal auch wieder nur zärtliche Berührungen zu erfahren.

Macht ihr Euch Gedanken, wie sich Euer Sex-Leben im Alter gestalten wird oder ist das für Euch noch viel zu weit weg? Wie ist die Wahrnehmung gegenüber älteren Frauen im Vergleich zu älteren Männern?

Ich weiß nicht, ob das Thema für eine Diskussion hier geeignet ist, ich wollte das aber einfach mal als Kontrapunkt zu den anfangs aufgeführten Threads in den Raum stellen, nämlich als Anregung, auch mal die Perspektive zu wechseln.

Je oller desto doller.:hurra:

Sagt ja schon vieles aus. Die heutigen Alten sind mit 60 fiter als die 60 jährigen vor 20 Jahren. Also wirkt das sich auch aufs Sexualleben aus. Warum nicht den Sex bis ins hohe Alter geniessen wen es die Gesundheit zu lässt. Und ach ja, das Viagra habe ich doch fast vergessen zu erwähnen.:D
 
Zu meiner Schande sind sie mir nicht gleich eingefallen, weil ich sie nie als richtig "alt" sehe. Sind allerdings meine ältesten Onkel/Tante. Habe mit beiden vor drei Jahren recht offen über das Altern und sogar das Sterben reden dürfen. Besonders die Tante war wunderbar. Sie wollte mit mir darüber reden und hat mir zur Sicherheit das "andere" Familiengrab gezeigt.

Sie hat mir drei Eckpunkte genannt, die sie durchziehen, schon immer.

Möglichst ein Ausgleich zur Arbeit finden, beide waren in derselben Firma berufsttätig.
(gibt's jetzt natürlich kaum noch)
Beide haben mit 45 den Skipper gemacht und geschaut, dass sie mindestens einmal im Jahr ein Boot gemietet haben und Segeln gingen. Mit Kind und später narürlich auch ohne, nur für sich zu zweit.

Der Onkel hatte vor 15 Jahren zweimal relativ krass Krebs. Da haben sie die gemischte, gesunde Kost auf "Krebstauglich" noch weiter umgestellt.
ZB: Geräuchertes wurde von den Ärzten empfohlen zu streichen. Gab es dann halt nurmehr am Feiertag und in kleineren Dosen.

Mein Cousin hat ihnen zur Pension einen wundervollen Hund geschenkt. Zuerst einwenig Schock ob der Verantwortung, doch sie sind 16 Jahre gemeinsam raus bei Wind und Wetter. Meine Tante ist überzeugt davon, dass Ihnen das Beweglichkeit und Jugendlichkeit bewahrt hat.

Findet sicher jeder andere Arten für sich "wohltuend" zu leben. Der eine braucht an Hund, der andere fängt an mit Seniorenradfahren auf Langstrecke, für ein anderes Paar isses soziales Engagement oder Reisen, usw

Doch finde ich, wenn sich zwei Partner so grobe Fixpunkte ausmachen und beide willig sind das durchzuziehen, kann offensichtlich was Gutes dabei rauskommen.
Beneidenswert, bewundere ältere Menschen die noch so aktiv sind und sich , ich sage es mal so diese Neugier erhalten haben.
Kenne einige ältere die auch so ticken, keine Paare, hauptsächlich Männer und eine Nachbarin, es ist einfach schön die haben noch Energien, strahlen von innen heraus, einfach erstrebenswert .
 
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