Sex auf Rezept ?

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Weiß jemand wo man „Sex auf Rezept“ bekommt?

In manchen Ländern ist man bereits soweit, dass man bei bestimmten Krankheiten Marihuana und andere Beschwerden lindernde Substanzen auf Rezept verschrieben bekommt. Wenn man sich als „sexsüchtig“ diagnostizieren lässt, könnte es doch sein, dass man „Sex auf Krankenschein“ verschrieben bekommt!?

Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht? Gibt’s so was in die Richtung irgendwo? Was hält Ihr davon das zu propagieren?
 
(...)man bei bestimmten Krankheiten Marihuana (...)

Somit hast deine Frage selbst beantwortet. Das Weed bekommens gegen ne Krankheit auf Rezept und ned weils süchtig drauf sind... soweit man das bei Marihuana überhaupt kann :roll:
 
was ich weiss ist in den niederlanden unter bestimmten voraussetzungen (z.b. im falle behinderter menschen) die kostenübernahme für sexuelle dienstleistungen durch die krankenkasse möglich.

ich find das durchaus sinnvoll.
 
ich find das durchaus sinnvoll.
dem schliesse ich mich gerne an.
behinderte menschen haben ebenso bedürfnisse nach erotik und es würde zumindest schon mal sinn machen wenn es dafür speziell geschulte sw geben würde, frauen (oder auch männer wenn nachfrage) die in der lange sind auf die speziellen bedürfnisse behinderter menschen sensibel einzugehen.
es gibt härtefälle, wo "sex auf krankenschein" für mich ein "muss" wäre.

zu so manch einem sexsüchtigen hier:
nun ja, therapie gibt es ja auf krankenschein .......

und! spielsüchtige bekommen ja auch keine jetons auf krankenschein :winke:
 
behinderte menschen haben ebenso bedürfnisse nach erotik und es würde zumindest schon mal sinn machen wenn es dafür speziell geschulte sw geben würde, frauen (oder auch männer wenn nachfrage) die in der lange sind auf die speziellen bedürfnisse behinderter menschen sensibel einzugehen.

Vereinzelte Ansätze dazu gibt es in Europa.

zu so manch einem sexsüchtigen hier:
nun ja, therapie gibt es ja auf krankenschein .......

Suchttherapie auf Kosten der KK gibts nur sehr bedingt.
 
Wo sich dann halt die Frage stellt, hätten hässliche oder extrem schüchterne Menschen das selbe Recht? Die schaffen es u.U. schließlich auch nicht allein :hmm:
natürlich, die haben oftmals grosse probleme, nicht nur mit der sexualität .....
aber diese menschen haben zumindest die möglichkeit sexualität mit sich selbst zu leben, ein behinderter mensch hat diese möglichkeit oftmals nicht (mehr).
 
Suchttherapie auf Kosten der KK gibts nur sehr bedingt.
das stimmt (leider)
es wäre dennoch gedanklich günstiger als sw auf krankenschein.

würde es sex auf krankenschein für süchtige geben, die anzahl der süchtigen würde sich rasch verdoppeln, verdreifachen ..... für diese zielgruppe sehe ich darin keine lösung.
 
aber diese menschen haben zumindest die möglichkeit sexualität mit sich selbst zu leben, ein behinderter mensch hat diese möglichkeit oftmals nicht (mehr).
Klingt für mich, als wüdest nem Menschen ohne Beine sagen: "Über Google-Earth kannst du die ganze Welt erleben" :schulterzuck:
 
was ich weiss ist in den niederlanden unter bestimmten voraussetzungen (z.b. im falle behinderter menschen) die kostenübernahme für sexuelle dienstleistungen durch die krankenkasse möglich.
Naja, im Falle von behinderten Menschen schaut es ja auch ein bisserl anders aus, würd' ich sagen. Hier geht es ja um die Befriedigung eines natürlichen Bedürfnisses, und da wird sich wohl niemand gegen eine Übernahme der Kosten durch die Krankenversicherungsträger wehren.

Sogar im ansonsten eher heiklen Vorarlberg macht man sich darüber Gedanken (siehe: http://vorarlberg.orf.at/stories/424360/), und auch im restlichen Österreich gibt es zumindest Überlegungen in diese Richtung, falls es ned ohnehin schon praktiziert wird.

Trotzdem meine ich, dass solche Kostenübernahmen auf die speziellen Bedürfnisse körperlich oder geistig behinderter Menschen eingeschränkt bleiben müssen.

Die vom Threadersteller in den Raum gestellte Diagnose der Sexsucht würde das wohl nicht rechtfertigen. Süchte gehören therapiert und nach Möglichkeit geheilt, aber ned noch durch finanzielle Unterstützung gefördert. Da könnten genau so gut morgen die Alkoholiker kommen und Alkohol auf Krankenschein verlangen ..... :roll:
 
Klingt für mich, als wüdest nem Menschen ohne Beine sagen: "Über Google-Earth kannst du die ganze Welt erleben" :schulterzuck:
da bewegen wir uns doch von thema weg.

glaube mir, es ist mir durchaus bewusst dass es menschen gibt die es in unserer gesellschaft nicht so leicht haben soziale und sexuelle kontakte zu knüpfen.

ich wollte keinesfalls werten. ok? :winke:
 
Naja, im Falle von behinderten Menschen schaut es ja auch ein bisserl anders aus, würd' ich sagen.

scho klar. aber darüber wärs doch interessant (wenn auch nicht ganz im sinne des TE) zu diskutieren. spass ohne.
 
scho klar. aber darüber wärs doch interessant (wenn auch nicht ganz im sinne des TE) zu diskutieren. spass ohne.
Ja schon einerseits ........ anderseits: darüber braucht man doch im Grunde genommen gar ned diskutieren?

Dass auch körperlich oder geistig behinderte Menschen Verlangen nach Nähe, Zärtlichkeit und natürlich auch Sexualität haben, ist ja ein Faktum, welches seit langem unbestritten ist. Genau so unbestritten ist auch, dass ein bedeutender Prozentsatz der Menschen mit Behinderung durch genau dieses Fehlen von Nähe und Zärtlichkeit eben kein erfülltes Sexualleben hat.

Wenn sich die Möglichkeit bietet, wenn schon nicht die emotionalen, so wenigstens die sexuellen Defizite etwas zu lindern, und wenn das durch eine Kostenübernahme durch die Krankenversicherung oder durch staatliche Unterstützung gewährleistet werden kann, so ist nach meinem Dafürhalten eine Diskussion darüber auch schon wieder beendet.

Dann gehören Konzepte ausgearbeitet und raschest möglich realisiert, sonst gar nix. :)
 
Ich denk wohl auch, dass es hier um behinderte Menschen geht. Und das wird bei uns was ich weiß nicht übernommen, aber von manchen Einrichtungen wird angeboten, die Kontakte herzustellen.
 
Und das wird bei uns was ich weiß nicht übernommen, aber von manchen Einrichtungen wird angeboten, die Kontakte herzustellen.

Und wird nie übernommen werden, denn

- dazu müsste das ASVG geändert werden und das ist völlig unrealistisch. Nicht nur weil sich massgebliche Parteien dagegen aussprechen würden, sondern weil es wichtige Lobbygruppen zu verhindern wüssten.

- es jetzt schon Rationierungen in den Basisbereichen des Gesundheitswesens gibt und für neue Aufgaben einfach kein Geld vorhanden ist.
 
In Deutschland erledigt sich eine solche Diskussion schon deshalb, weil die Kassen mehr und mehr nur noch "das Notwendigste" selbst definieren, und finanzieren.

Das kann ich aus eigener Erfahrung schreiben, weil ich vor 11 Jahren die Errektionsfähigkeit verlor, (durch ständige Betablocker Einnahme inoperabel zerstörte Schwellkörper).
Seitdem kämpfte ich immer wieder vergeblich darum, das man mir ein Implantat zur OP zugesteht, damit sich der mir eigentlich "zugesicherte" Anspruch auf Lebensqualität durch gesundheitliche Fürsorge "erfüllt".

Mittlerweile habe ich jedoch auch vor dem Bundessozialgericht in 2ter Instanz verloren, weil die Kasse die Kosten nicht "verbuchen" kann/will, da sie nunmal weder als Lebenserhaltend notwendig anerkannt, noch als Reintegrationsmassnahme zum berufliche Umfeld in deren "Leistungskatalog" geführt werden!

Ein Grundrecht auf (bessere) Lebensqualität kann im Übrigen laut Urteil nicht eingefordert werden.
 
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