- Registriert
- 2.1.2006
- Beiträge
- 413
- Reaktionen
- 18
Teil 23 - Gatsch
Allerwerteste Schwester Eugenie,
Hatte jetzt fast 3 Tage kein Internet. Ich hab in der Zwischenzeit viel erlebt und fürchte, dass ich mit dem Schreiben kaum nachkomme. Endlich ein Internet-Shop mit einer Tastatur, die nicht immer hängen bleibt. Bin jetzt in Siem Reap, das ist die Stadt, wo die berühmten Tempel in der Nähe sind.
Zurück zu vorgestern.
Mein neuer Guide stellte sich vor. Mr. Dee, ein sehr sympathischer Mann, 27 Jahre, frisch verheiratet, Frau im 2.Monat schwanger. Ich hatte ihn für die Moped-Tour von Stung Treng nach Preah Vihear (Sprich: Prahiwii) über Mr. T. gebucht. 60 Dollar bezahlt. Für einen Tag Gatsch. Später erfuhr ich, dass der Guide davon nur die Hälfte bekam und Mr.T für nix 30 Dollar verdient hatte.
Eigentlich heißt hier die ganze Provinz Preah Vihear. Die Hauptstadt von Preah Vihear ist Tbaeng Meang Chey. Nur so nennt sie offenbar keiner. Man sagt Preah Vihear, wenn man die Hauptstadt Tbaeng Meang Chey meint. Ist wie Salzburg Stadt und Salzburg Land. Und der Tempel Preah Vihear ist von der Stadt Preah Vihear bzw. Tbaeng Meang Chey 130 km weg. Man sagt einfach Prasat, wenn man den Preah Vihear - Tempel meint.
Dass es schwer werden würde, hab ich gewusst.
Zuerst mit dem Boot von Stung Treng über den Mekong. Der Mekong ist hier zur Zeit mehrere km breit. Der Wasserstand steigt in der Regenzeit um 10 bis 14 m. Deshalb ist der Fluss nicht zu allen Jahreszeiten gleich breit.
Das Boot ist ein Klapperkasten aus altem Holz, wie man ihn bei uns aus Piratenfilmen kennt. Absolut vertrauensunwürdig und dreckig. Aber man ist ja schon einiges gewöhnt. Mit an Bord waren Klosterfrauen. Das kenne ich von Thailand. Alte Frauen, die keine Versorgung haben, schneiden sich die Haare glatzig oder ganz kurz und gehen als Tempeldienerinnen. Gleich hässlich wie bei uns.
Am anderen Ufer angekommen ging die Reise mit dem Moped los.
Am Anfang ging es noch halbwegs, aber dann fing der Gatsch an. Unvorstellbar. Von einem Loch in das andere. Bis zu den Knien im Gatsch. Bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Armes Bike. Dazu noch mein Gewicht. Immer wieder schlug die Federung durch (ich saß am Sozius). Mein Rucksack, den Mr.Dee zwischen den Beinen hatte, wurde unten nass. Medikamente nass. Umpacken.
Bäche durchwatet. Immer wieder absteigen, weil das Gelände zu schwer war. An diesem Tag hatte ich einen Sturzhelm. Bischofsmütze drüber. Zum Glück Sturzhelm nicht gebraucht. Aber Mr. Dee ist einmal gestürzt. Ich hab das nicht gesehen, weil ich vorgegangen bin.
Kurzer Tankstop. Mr. Dee bat mich den Sprit zu zahlen. Auch die Fähre hab ich gezahlt. Warum muss eigentlich ICH zahlen? Dachte ich mir. Hab doch 60 Dollar für die Tour bezahlt. An diesem Tag hab ich alles bezahlt. Ich wollte wegen der paar Dollar nicht diskutieren und Mr.Dee hat einen Haushalt zu gründen. Außerdem brauchte ich ihn noch für die nächsten Tage.
Nach 3 1/2 Stunden kurzes Mittagessen. Dann Feldmesse. Ich hatte Glück und konnte etwa 50 Frauen und Männer vom wahren Glauben überzeugen und anschließend taufen.
Lt Landkarte hatten wir erst knapp mehr als die Hälfte. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht geahnt, dass es noch weitere 7 1/2 Stunden dauern würde. Very bad road. Mit Geländewagen prinzipiell machbar, weil breit genug. Aber nur mit Hardcore Geländewagen. Mit Erfahrung, weil extrem schwierig. Und mit Motorsäge samt Erfahrung im Umgang mit derselben. Man hat ja auch das Holz aus dem Wald gebracht. Mit Ochsenkarren, wie mir Mr.Dee sagte. Und Ochsenkarren sind breiter als ein Jeep. Aber es bestünde keine Möglichkeit mit dem Fahrzeug über den Mekong zu kommen, sagte Mr. Dee. Allerdings: Ein Volk, das es schafft 3 (tote) Schweine mit dem Moped zu transportieren, schafft es auch einen Jeep über den Mekong zu bringen.......Denk ich halt.
Grandiose Landschaft. Kaum Häuser zu sehen. Tiefste Provinz. Die Menschen begaffen mich. Haben hier noch nicht viele Langnasen gesehen. Sie wohnen hier unter primitivsten Verhältnissen. Einfachste Häuser, meist auf Stelzen, keine Fenster, kein Strom. Keine landwirtschaftlichen Geräte. Ochsenkarren. Tiere am Weg. Schweine, Ochsen, Kühe, Federvieh. Mehrere Tage Fußmarsch in die Zivilisation. Einige wenige haben ein Moped.
Mr. Dee begannen die Hände zu schmerzen, mir der A... Immer schwieriger. Mr. Dee sagte, dass wir keine Chance haben, unser Etappenziel bei Tageslicht zu erreichen. Irgendwann fragte er mich, wie alt ich sei. Ich sagte es ihm. Dann meine er, dass ich sein Großonkel sein könne. Er möchte haben, dass ich sein Großonkel bin und er ist dann mein Großneffe. Mir war es nicht wirklich recht, aber meinetwegen.
Die Wälder sind weitgehend abgeholzt. War auch in Laos schon zu sehen. Nur in verminten Gegenden gibt es noch den Urwald.
An einigen Stellen haben Privatpersonen an Stellen, wo wir mit dem Motorrad nicht durchgekommen wären, auf Privatgrund Brücken oder Umfahrungen gebaut und kassierten Maut. Irgendwann war es mir mit dem Handling der mir nicht vertrauten Währung zu blöd und ich gab Mr. Dee einfach mein ganzes Geld zur Verwaltung.
Ich fragte meinen selbsternannten Großneffen wie viel den ein Moto kostet. Er sagte, so um die 500 USD, wenn er seines in Eintausch gibt. Er wolle sowieso ein neues Motorrad kaufen und wenn er jetzt einen Großonkel hat, dann wird es wohl möglich sein . (Achtung- Abzocke????!!!!!).
Das Motorrad machte Probleme. Nahm schlecht Gas an. Wenn es nur durchhält. Ja, es hat durchgehalten. Allerdings war nach dem Sturz vorne das Schild beschädigt. Mr.Dee war recht traurig.
Gegen 4 Uhr wieder ein Ort. 1,5 Stunden noch bis Preah Vihear-Stadt hieß es. Wie ich sehen sollte, sind Zeitangaben hier relativ. Es dauerte noch 3 Stunden bis zum Ziel. Mr. Dee klagte, dass er müde sei. Kein Wunder. Wir wollten nach der Ankunft zur Massage gehen. Mit Bum-Bum anschließend. Ich sagte meinem Großneffen, dass ich ihn zu Massage und Bum-Bum einladen wolle.
Zweimal mit Mini-Fähren über irgendwelche Flüsse. Bei der zweiten Fähre war es schon finster. Aber zum Glück wurde der Weg besser. Und dann: eine Beton-Brücke. Und noch eine. Erstmals wieder Brücken. Und später: ein abgestelltes Auto. Gerettet. Wo Auto, dort Straße. Aber es sollte noch über eine Stunde dauern.....
Beim Guest House verlangte ich mein Geld zurück, das ich Mr.Dee zur Verwaltung gegeben hatte. Mr. Dee wollte es mir gar nicht gleich geben. Er wollte auch meinen Zimmerschlüssel verwalten. Er meinte, dass wir ohnehin noch fortgehen wollen.... Ich forderte mein Geld und er gab es mir. 2o USD und einige Scheine mit einheimischen Riel. Ich dachte nach: Wie viel hatte ich bei der Abfahrt? 40 USD? 50 USD? Ich wusste es nicht mehr. (Wiederum ACHTUNG!!!)
Beim Abendessen stellte ich ihn zur Rede. Aber er beteuerte, nichts genommen zu haben. Er sei doch der Großneffe....... Ich konnte nichts tun, weil ich mir nicht sicher war.
Wir besprachen den Plan für die nächsten Tage. Ich wollte zuerst nach Preah Vihear Temple (ca 130km) und dann weiter nach Anlong Veng. Mr Dee sagte, dass das bis Anlong Veng 3 Tage brauche, weil die Strasse very bad sei. Außerdem müsse sein Moto zur Reparatur. Bad road war für mich auch nicht vorstellbar, weil ich starke Schmerzen am Hinterteil hatte. Die Alternative war dann, mit dem Taxi zum Tempel zu fahren. Mr. Dee sagte, dass es 85 USD kosten würde. Hin und retour. Ganz schön teuer, dachte ich mir. Aber wenn ich schon da bin.... Und am Tag drauf von Preah Vihear wieder in die Zivilisation, nämlich nach Kampong Thom. Also doch nicht nach Anlong Veng. Wir beschlossen also das Taxi hin und zurück zu nehmen, dann noch eine Nacht im Guesthouse zu schlafen und am übernächsten Tag mit dem Motorrad nach Kampong Thom zu fahren.
Und dann zur Bum-Bum Massage (in der Nähe des Kreisverkehrs). Aber dort war alles finster. Ok, er werde die Damen per Telefon zum Guesthouse holen. Ich verzichtete meinerseits, weil mir wirklich alles weh tat. Ich glaube, ich hätte nix zusammengebracht. Er telefonierte und fragte, ob ich ihm overnight zahlen würde, was ich bejahte. 25 USD gegeben. Ich statt Dame mit zwei Dosen Bier ab ins Zimmer. Die Auserwählte von Mr. Dee habe ich nicht gesehen....
Was bin ich naiv
Geschlafen haben wir übrigens im Promtep Guesthouse (auch Prum Tep genannt). 200 m an der Hauptstrasse rechts nördlich vom Markt.
Werteste Schwester Eugenie,
Hab soeben einen langen Teil 23 als Entwurf abgespeichert. Will ihn noch überarbeiten. Ich mache deshalb so genaue Ortsangaben, weil ich diese Briefe vielleicht als Reisebericht ins Internet stellen will.
Teil 24 und Teil 25 auch schon erlebt. Ich habe das Paradies gefunden (und ohne Schutz eine liebe Dame bekehrt). Werden Sie mich schimpfen???
Viele Grüße entbietet
Pater Andreas
Antwort von Eugenie
Nein, ich werde nicht schimpfen, denn fürs Paradies ist es das wert!!!!
Ich will auch ins (ein ) Paradies!!!
Viele Grüße, ich bin in Gedanken mit Ihnen
Eugenie
Allerwerteste Schwester Eugenie,
Hatte jetzt fast 3 Tage kein Internet. Ich hab in der Zwischenzeit viel erlebt und fürchte, dass ich mit dem Schreiben kaum nachkomme. Endlich ein Internet-Shop mit einer Tastatur, die nicht immer hängen bleibt. Bin jetzt in Siem Reap, das ist die Stadt, wo die berühmten Tempel in der Nähe sind.
Zurück zu vorgestern.
Mein neuer Guide stellte sich vor. Mr. Dee, ein sehr sympathischer Mann, 27 Jahre, frisch verheiratet, Frau im 2.Monat schwanger. Ich hatte ihn für die Moped-Tour von Stung Treng nach Preah Vihear (Sprich: Prahiwii) über Mr. T. gebucht. 60 Dollar bezahlt. Für einen Tag Gatsch. Später erfuhr ich, dass der Guide davon nur die Hälfte bekam und Mr.T für nix 30 Dollar verdient hatte.
Eigentlich heißt hier die ganze Provinz Preah Vihear. Die Hauptstadt von Preah Vihear ist Tbaeng Meang Chey. Nur so nennt sie offenbar keiner. Man sagt Preah Vihear, wenn man die Hauptstadt Tbaeng Meang Chey meint. Ist wie Salzburg Stadt und Salzburg Land. Und der Tempel Preah Vihear ist von der Stadt Preah Vihear bzw. Tbaeng Meang Chey 130 km weg. Man sagt einfach Prasat, wenn man den Preah Vihear - Tempel meint.
Dass es schwer werden würde, hab ich gewusst.
Zuerst mit dem Boot von Stung Treng über den Mekong. Der Mekong ist hier zur Zeit mehrere km breit. Der Wasserstand steigt in der Regenzeit um 10 bis 14 m. Deshalb ist der Fluss nicht zu allen Jahreszeiten gleich breit.
Das Boot ist ein Klapperkasten aus altem Holz, wie man ihn bei uns aus Piratenfilmen kennt. Absolut vertrauensunwürdig und dreckig. Aber man ist ja schon einiges gewöhnt. Mit an Bord waren Klosterfrauen. Das kenne ich von Thailand. Alte Frauen, die keine Versorgung haben, schneiden sich die Haare glatzig oder ganz kurz und gehen als Tempeldienerinnen. Gleich hässlich wie bei uns.
Am anderen Ufer angekommen ging die Reise mit dem Moped los.
Am Anfang ging es noch halbwegs, aber dann fing der Gatsch an. Unvorstellbar. Von einem Loch in das andere. Bis zu den Knien im Gatsch. Bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Armes Bike. Dazu noch mein Gewicht. Immer wieder schlug die Federung durch (ich saß am Sozius). Mein Rucksack, den Mr.Dee zwischen den Beinen hatte, wurde unten nass. Medikamente nass. Umpacken.
Bäche durchwatet. Immer wieder absteigen, weil das Gelände zu schwer war. An diesem Tag hatte ich einen Sturzhelm. Bischofsmütze drüber. Zum Glück Sturzhelm nicht gebraucht. Aber Mr. Dee ist einmal gestürzt. Ich hab das nicht gesehen, weil ich vorgegangen bin.
Kurzer Tankstop. Mr. Dee bat mich den Sprit zu zahlen. Auch die Fähre hab ich gezahlt. Warum muss eigentlich ICH zahlen? Dachte ich mir. Hab doch 60 Dollar für die Tour bezahlt. An diesem Tag hab ich alles bezahlt. Ich wollte wegen der paar Dollar nicht diskutieren und Mr.Dee hat einen Haushalt zu gründen. Außerdem brauchte ich ihn noch für die nächsten Tage.
Nach 3 1/2 Stunden kurzes Mittagessen. Dann Feldmesse. Ich hatte Glück und konnte etwa 50 Frauen und Männer vom wahren Glauben überzeugen und anschließend taufen.
Lt Landkarte hatten wir erst knapp mehr als die Hälfte. Ich habe zu diesem Zeitpunkt nicht geahnt, dass es noch weitere 7 1/2 Stunden dauern würde. Very bad road. Mit Geländewagen prinzipiell machbar, weil breit genug. Aber nur mit Hardcore Geländewagen. Mit Erfahrung, weil extrem schwierig. Und mit Motorsäge samt Erfahrung im Umgang mit derselben. Man hat ja auch das Holz aus dem Wald gebracht. Mit Ochsenkarren, wie mir Mr.Dee sagte. Und Ochsenkarren sind breiter als ein Jeep. Aber es bestünde keine Möglichkeit mit dem Fahrzeug über den Mekong zu kommen, sagte Mr. Dee. Allerdings: Ein Volk, das es schafft 3 (tote) Schweine mit dem Moped zu transportieren, schafft es auch einen Jeep über den Mekong zu bringen.......Denk ich halt.
Grandiose Landschaft. Kaum Häuser zu sehen. Tiefste Provinz. Die Menschen begaffen mich. Haben hier noch nicht viele Langnasen gesehen. Sie wohnen hier unter primitivsten Verhältnissen. Einfachste Häuser, meist auf Stelzen, keine Fenster, kein Strom. Keine landwirtschaftlichen Geräte. Ochsenkarren. Tiere am Weg. Schweine, Ochsen, Kühe, Federvieh. Mehrere Tage Fußmarsch in die Zivilisation. Einige wenige haben ein Moped.
Mr. Dee begannen die Hände zu schmerzen, mir der A... Immer schwieriger. Mr. Dee sagte, dass wir keine Chance haben, unser Etappenziel bei Tageslicht zu erreichen. Irgendwann fragte er mich, wie alt ich sei. Ich sagte es ihm. Dann meine er, dass ich sein Großonkel sein könne. Er möchte haben, dass ich sein Großonkel bin und er ist dann mein Großneffe. Mir war es nicht wirklich recht, aber meinetwegen.
Die Wälder sind weitgehend abgeholzt. War auch in Laos schon zu sehen. Nur in verminten Gegenden gibt es noch den Urwald.
An einigen Stellen haben Privatpersonen an Stellen, wo wir mit dem Motorrad nicht durchgekommen wären, auf Privatgrund Brücken oder Umfahrungen gebaut und kassierten Maut. Irgendwann war es mir mit dem Handling der mir nicht vertrauten Währung zu blöd und ich gab Mr. Dee einfach mein ganzes Geld zur Verwaltung.
Ich fragte meinen selbsternannten Großneffen wie viel den ein Moto kostet. Er sagte, so um die 500 USD, wenn er seines in Eintausch gibt. Er wolle sowieso ein neues Motorrad kaufen und wenn er jetzt einen Großonkel hat, dann wird es wohl möglich sein . (Achtung- Abzocke????!!!!!).
Das Motorrad machte Probleme. Nahm schlecht Gas an. Wenn es nur durchhält. Ja, es hat durchgehalten. Allerdings war nach dem Sturz vorne das Schild beschädigt. Mr.Dee war recht traurig.
Gegen 4 Uhr wieder ein Ort. 1,5 Stunden noch bis Preah Vihear-Stadt hieß es. Wie ich sehen sollte, sind Zeitangaben hier relativ. Es dauerte noch 3 Stunden bis zum Ziel. Mr. Dee klagte, dass er müde sei. Kein Wunder. Wir wollten nach der Ankunft zur Massage gehen. Mit Bum-Bum anschließend. Ich sagte meinem Großneffen, dass ich ihn zu Massage und Bum-Bum einladen wolle.
Zweimal mit Mini-Fähren über irgendwelche Flüsse. Bei der zweiten Fähre war es schon finster. Aber zum Glück wurde der Weg besser. Und dann: eine Beton-Brücke. Und noch eine. Erstmals wieder Brücken. Und später: ein abgestelltes Auto. Gerettet. Wo Auto, dort Straße. Aber es sollte noch über eine Stunde dauern.....
Beim Guest House verlangte ich mein Geld zurück, das ich Mr.Dee zur Verwaltung gegeben hatte. Mr. Dee wollte es mir gar nicht gleich geben. Er wollte auch meinen Zimmerschlüssel verwalten. Er meinte, dass wir ohnehin noch fortgehen wollen.... Ich forderte mein Geld und er gab es mir. 2o USD und einige Scheine mit einheimischen Riel. Ich dachte nach: Wie viel hatte ich bei der Abfahrt? 40 USD? 50 USD? Ich wusste es nicht mehr. (Wiederum ACHTUNG!!!)
Beim Abendessen stellte ich ihn zur Rede. Aber er beteuerte, nichts genommen zu haben. Er sei doch der Großneffe....... Ich konnte nichts tun, weil ich mir nicht sicher war.
Wir besprachen den Plan für die nächsten Tage. Ich wollte zuerst nach Preah Vihear Temple (ca 130km) und dann weiter nach Anlong Veng. Mr Dee sagte, dass das bis Anlong Veng 3 Tage brauche, weil die Strasse very bad sei. Außerdem müsse sein Moto zur Reparatur. Bad road war für mich auch nicht vorstellbar, weil ich starke Schmerzen am Hinterteil hatte. Die Alternative war dann, mit dem Taxi zum Tempel zu fahren. Mr. Dee sagte, dass es 85 USD kosten würde. Hin und retour. Ganz schön teuer, dachte ich mir. Aber wenn ich schon da bin.... Und am Tag drauf von Preah Vihear wieder in die Zivilisation, nämlich nach Kampong Thom. Also doch nicht nach Anlong Veng. Wir beschlossen also das Taxi hin und zurück zu nehmen, dann noch eine Nacht im Guesthouse zu schlafen und am übernächsten Tag mit dem Motorrad nach Kampong Thom zu fahren.
Und dann zur Bum-Bum Massage (in der Nähe des Kreisverkehrs). Aber dort war alles finster. Ok, er werde die Damen per Telefon zum Guesthouse holen. Ich verzichtete meinerseits, weil mir wirklich alles weh tat. Ich glaube, ich hätte nix zusammengebracht. Er telefonierte und fragte, ob ich ihm overnight zahlen würde, was ich bejahte. 25 USD gegeben. Ich statt Dame mit zwei Dosen Bier ab ins Zimmer. Die Auserwählte von Mr. Dee habe ich nicht gesehen....
Was bin ich naiv
Geschlafen haben wir übrigens im Promtep Guesthouse (auch Prum Tep genannt). 200 m an der Hauptstrasse rechts nördlich vom Markt.
Werteste Schwester Eugenie,
Hab soeben einen langen Teil 23 als Entwurf abgespeichert. Will ihn noch überarbeiten. Ich mache deshalb so genaue Ortsangaben, weil ich diese Briefe vielleicht als Reisebericht ins Internet stellen will.
Teil 24 und Teil 25 auch schon erlebt. Ich habe das Paradies gefunden (und ohne Schutz eine liebe Dame bekehrt). Werden Sie mich schimpfen???
Viele Grüße entbietet
Pater Andreas
Antwort von Eugenie
Nein, ich werde nicht schimpfen, denn fürs Paradies ist es das wert!!!!
Ich will auch ins (ein ) Paradies!!!
Viele Grüße, ich bin in Gedanken mit Ihnen
Eugenie


, ja dann würden wir uns ja vielleicht einmal überreden lassen ...