Massagen Reisebericht Kambodscha - Briefe an Konsistorienschwester Eugenie

Ja und sie muss zu Ihrer Schwester Geld für Kind und Miete bringen. Ich solle ihr 100 USD geben.

Obwohl schon ein Plan reifte, hab ich ihr das Geld gegeben und sagte, dass das das Geld für 3 Nächte sei. Sie hat mit einfach leid getan.
[...]
Sie verstand sofort (hatte ja auch gute Kohle gemacht) und war weg.
...und ich dachte immer das sei gelogen, wenn mir eine erzählt, dass ihr gestern ein netter Onkel 100$ bezahlt hat. Aber die netten Onkels gibt's wohl tatsächlich :roll:;)
 
ich warte schon gespannt wie es weitergeht, hoffe doch das es noch nicht alles war. :hmm:

LG Bleamal :winke:
 
Teil 11 - Beer-Girls

Mit dem Taxi (kostete 65 USD) nach Kompong Cham gefahren. Nette Stadt am Mekong. Das beste Hotel (Hotel Mekong) hier ist ein grindiger Kasten und das Zimmer kostet 10 USD pro Nacht. 2 Doppelbetten. Matratze und Polster hart. Prinzipiell aber in Ordnung. Am Mekong-Ufer gibt es 3 Guesthouses und 2 Lokale. Eines von einem Engländer geführt und das andere von einem Amerikaner. Das mittlere Guest-House, das „Massage-Guesthouse“ hätte mir auch gefallen. Aber das Hotel Mekong hat auch gepasst.

Die Strasse ist gut, man ist in 2 Stunden dort (so an die 100 km)

Kompong Cham war einst eine muslimische Stadt. Es gibt bzw gab hier eine moslemische Minderheit. (die „Chams“) Aber es sind keine Araber, sondern eben Chams. 1975 unter Pol Pot wurden 90 % der Einwohner ermordet, weil sie sich weigerten, das Koranbuch gegen das Parteibuch zu tauschen. Schrecklich........

Die Rezeptionistin ist nett und spricht gutes Englisch. Und so ein Zufall: Ihr Bruder ist Tuk-Tuk-Driver und steht zufällig mit seinem Tuk-Tuk vor dem Haus. 5 USD für den Rest des Tages. Netter Mann. Mr. Seng. Gutes Englisch. Hab ihn dann gleich für die nächsten Tage genommen. Aber ich bin draufgekommen, dass er stresst, weil er immer da ist, immer auf mich wartet.

Weiter nördlich habe ich dann keine Tuk-Tuk mehr gesehen.

Heute Morgen hab ich ihn für 10 Uhr bestellt, weil ich mir dachte, dass ich dann von 8-10 „frei“ habe. Aber als ich um 8 Uhr aus dem Hotel schlich, war Tuk-Tuk schon da. Mr. Seng war happy. Aber er hat mit viel gezeigt und alles organisiert.

Aber jetzt zu gestern:
Zuerst ein Stück aus der Stadt hinausgefahren und eine Tempelanlage (Wat Nokor) besichtigt. Total nett. Lohnt sich. Sehr alt. Und dort gibt es eine Klosterschule, wo die Kinder unter anderem tanzen lernen. Und für mich als Langnase gab es eine Extra-Vorstellung. Gegen Spende natürlich. Alle Langnasen bekommen eine Extra-Vorstellung. Gegen Spende natürlich.

Ich hab dann gemeinsam mit den Kindern eine Messe gelesen und ihnen einige Bilder aus dem Katechismus gezeigt. Das hat die Mönche angezogen. Mit denen habe ich dann ökomenische Gespräche geführt.

Dann Internet. Und dann auf meinen Wunsch hin Abendessen in einem Restaurant (Restaurant Teoung Tonle Meai) auf der anderen Seite der Mekong Brücke. Über die Brücke drüber und dann nach einer Weile (vielleicht 1000m) links. Leider nicht am Fluss, dafür aber an einem See. Dort lernte ich erstmals Beer-Girls kennen. Diese arbeiten im Auftrag der Bierfirmen, sind in den Farben der jeweiligen Brauereien gekleidet und haben die Aufgabe die Gäste zum Biertrinken zu animieren. Sie setzen sich zu Ihnen an den Tisch schenken andauend nach. Auf unserem Tisch saßen 3 Biergirls gekleidet in den Farben der jeweiligen Bierfirmen (zB gelb-weiss für Tiger-Beer) und das spannende: jede wäre zu haben gewesen. Der Tuk-Tuk-Fahrer führte die Verhandlungen, weil hier kann niemand englisch. Aber die Preise von 50 - 100 USD pro Nacht wollte ich nicht zahlen. Und irgendwie: es hat nicht gepasst. Die eine war nicht hübsch. Die andere sagte, dass sie einen Freund habe und nur für mindestens 100 USD mitgeht (Monatslohn der Bier-Girls: EUR 65.00) und die dritte tat auf beleidigt, weil ich mich offensichtlich für Nummer 2 interessierte.

Aber es gibt Alternativen, wenn man einen guten Tuk-Tuk-Driver hat.

Es segne Sie!

Ihr Bruder Andreas
 
Teil 12 - Weinviertel

Werte Schwester!

Also, ich hab mir mit dem Nein-Sagen bei den Bier-Ladies leicht getan, weil Mr Seng, der Tuk-Tuk-Driver, hatte eine Alternative: Die Mädels in der Kellergasse.

Ich war sehr neugierig. Am Ende der Stadt und 5 x links und 2 mal rechts (oder so ähnlich) war es dann: wie eine Kellergasse im Weinviertel.

Etwa 10 kleine Häuschen. Vor jedem etwa 5 Mädchen. Mit weißen Gesichtern. Wie ich es auch schon im Internet gesehen habe. Mr. Seng hat es mir erklärt: sie schmieren sich das Gesicht mit Hautcreme und weißem Puder ein, weil sie glauben, dass helle Haut schöner sei. Dabei schauen sie unwirklich drein wie Gespenster. Kein Mensch kann hier ein Wort englisch.

Ohne Tuk-Tuk-Driver wäre ich aufgeschmissen gewesen.

Beim 2.Haeuschen bin ich fündig geworden. Schönes Mädchen, etwa 25 (mit Kind). Mr Seng verhandelte: 20 USD für eine Stunde Massage und Bum-Bum, + 5 USD extra für Yum-Yum.

Und wie im Weinviertel: über die Kellerstiege hinunter in den Keller, der im Gegensatz zum Häuschen überraschend groß war.
5 Kabinen. Mit Zwischenwänden, die aber nicht zur Decke gingen. Alles sagenhaft schmutzig. Khmer-Puff, wie man es sich vorstellt.

Ich grüße Sie

Ihr Bruder Andreas

PS.: Wie findet man in die Kellergasse: Vom Kreisverkehr am Ende der Brücke zweigt Richtung Norden eine breite Strasse mit Grünflächen in der Mitte ab. Nach einer Weile kommt eine Kreuzung mit der Nationalbank (links). Dort links abbiegen und die erste oder zweite wieder rechts. Diese Strasse also eine Parallelstraße von der Breite-Straße-mit-Grünfächen gerade aus, bis man am Mekong fast ansteht. Dort geht die Kellergasse halb links ab,
 
Teil 13 - Kellergasse

Zuerst ausziehen, dann ging sie mit mir über den Gang in das Bad-Klo. Mit der Schöpfkelle hat sie mich unten herum ganz sauber gewaschen. Trotzdem hat sie später mehrmals ganz laut zwischendurch auf den Boden gespuckt.

Zuerst 5 Minuten Massage. Sie hat es einfach nicht gekonnt und so an mir herumgegrapscht, dass es weh getan hat. Dann Gewixe und dann: Yum-Yum.
Vorher wollte sie noch 10 Dollar extra für yum-yum. Ich NEIN, dann 5 Dollar: Ich NEIN. (Eugenie, Sie sehen, es geht auch ohne Sprachkenntnisse) Wollte schon aufstehen und die Sache beenden. Dann hat sie aber ganz brav geblasen, während ich ihre Pussy bearbeitet habe. Sie war die erste, die im engeren Bereich rasiert war.
Und dann Gummi und Bum-Bum. Ziemlich eine Weile bis ich keine Lust mehr hatte. Gummi runter und auf den Bauch gespritzt.
In der Zwischenzeit waren auch aus der Nebenkabine klatschende Geräusche zu hören. Und andere Leute (Männer, Frauen, Babies), die am Gang herumliefen.
So stellt man sich kambodschanisches Puffleben vor. Zwar teurer als in Thailand, aber aufregend. Grindig, dreckig und urig.

Eugenie, ich hoffe, sie ergötzen sich an meinen Berichten.

Andreas
 
Teil 14 - Fitzcarraldo

Samstag morgen: Fahrt auf eine Kautschuk-Plantage. Alles angeschaut. Bäume, Fabrik. Recht interessant, vor allem, wenn man sich mit der Geschichte der Kautschukherstellung ein wenig auskennt (Manaus - Goodyear - Fitzcarraldo)

Und dann: Gleich in der Nähe - der Tuk-Tuk-Driver war ganz geil von der Idee - ein Puff mit Viet-Girls. Mittagszeit: Am Rand der Stadt Suoung - eine Einfahrt - eine größere Hütte. Und dort saß der Viet-Clan. Mami - Papi - Onkel - Tante - einige Jungs - und etwa 12 Damen. Ich solle eine aussuchen. Das hat mich gestresst. Ich brauche Zeit für so etwas. Ich wusste überhaupt nicht, ob ich überhaupt will und fragte nach einem Cola.

10 Minuten Gespräche. Mr Seng (Tuk-Tuk) übersetzte. Ohne Dolmetsch keine Chance. Hier kann keiner auch nur einen Pieps englisch. Meine Wahl fiel dann auf die größte. Hübsch, 1.55 m groß. Auf die Frage wie alt sie sei, sagte sie 20. Mr. Seng bezahlte (mit meinem Geld) USD 30 an den Vater (wird immer teurer). Mr. Seng war überglücklich, als ich ihn einlud, sich auch ein Mädchen zu nehmen (für ihn war der Einheimischen-Tarif USD 25). Angeblich. Liebe Mitbrüder und Mitschwestern, deshalb zahlt ihr so viel Kirchensteuer……. Alles klar?

Mit der namenslosen und sprachlosen auf die andere Straßenseite in ein Guesthouse. Wieder ein Verschlag mit akustischer Verbindung zur Außenwelt. Es lief gleich ab wie immer:

Kurzes hochstreicheln - Gummi drüber - und bum-bum. Yum-Yum ist hier offenbar nicht so üblich. Hab ich auch im Internet gelesen. Es kam, wie es kommen musste: nach 5 Minuten - schlapp. Na ja, kann passieren. Ich dachte, dass ich eine Stunde gebucht habe und davon erst 10 Minuten vorbei sind und nahm das Mädchen einmal genauer in Augenschein. Kleiner Körper, kleine Brüste. Das mit den 20 wird schon stimmen. Und das Beste: sie hatte eine schöne weitgehend rasierte Pussi mit kleinen Schamlippen. Das ließ ich mir nicht nehmen und machte mich mit Finger und Zunge ran. Erstmals ein Orgasmus bei ihr. Bin mir allerdings nicht ganz sicher. So wie sie mir das Becken entgegen schob und immer mehr wollte: JA. Sonst: weiß nicht. Man hat als Mann irgendwie ein Gespür. Kein Bedürfnis nach kuscheln danach, keine Gänsehaut auf den Oberschenkeln.... weiß nicht. Auf jeden Fall: schön.

Und dann dachte ich, dass Klein-Bischof noch eine Chance kriegt. Aber offenbar gibt es in den Viet-Puffs keine 2.Chance. Sie deutete zur Türe. Nach 20 Minuten war die Stunde vorbei.

Draußen wartete Mr.Seng und strahlte bis über beide Ohren. Er sitzt übrigens im Nebenberuf Hilfspastor einer protestantischen Gemeinde, so zu sagen ein Kollege. Einmal hab ich ihm meine Bischofsmütze zum aufsetzen gegeben. Das war ein Gelächter.

Mr. Seng heißt Mr. Say Seng Buth, Tel 012 703931, Mail buthkhmer31@yahoo.com. Er steht mit seinem Tuk-Tuk am Mekong Hotel.

Der Heilige Bimbam segne Sie zum heutigen ersten Adventsonntag.

Ihr Ertzbischof


PS.: Nach Suoung zu den Viet-Ladies kommt man, wenn man von Kompong Cham über die Brücke etwa 25 km nach Nordosten fährt. Nicht gerade am Ortsanfang, aber auch noch nicht im Zentrum ist rechts eine Hauseinfahrt mit schmiedeeisernem Tor (grün). Eine hohe weiße Gartenmauer, schön verziert mit weißen Säulen. Die beiden Säulen links und rechts vom Eingangstor sind mit hellgrünen Blumenelementen verziert. An der Mauer steht irgendwas (aufgemalt) in Khmer-Schrift, wovon ich nur „5000“ lesen kann. Müsste eigentlich zu finden sein, wenn man genau schaut. Schräg gegenüber ist ein Guest-House, das aber glaube ich nicht angeschrieben ist.
 
natürlich, so köstlich geschriebene Reiseberichte sind gar rar...
Zudem bin ich an neuzeitlicher Kirchengeschichte durchaus unteressiert, wobei kein allzu großer Unterschied zur bisherigen Historie festzustellen ist...
 
ich bin nicht angeneigt den Berricht weiter zu folgen.
Auch wenn ich die Preisagaben nicht nicht nachvollziehemn kann.
Denn die Provinz scheint ja wesentlich teurer als PNH zu sein.
Sicher. Angbot und Nachfrage.
 
Interessiert sich die Konsistorienschwester Eugenie nicht (mehr) für deine Berichte - oder ist Sie samt überdimensionalem Ordenskreuz bei dir eingezogen?

Ich selbst bin an den Fortsetzungen deiner literarischen und sonstigen Ergüsse sehr interessiert, so z.B. hattest du auch irgendwelche Erfahrungen mit kambodschanischen lady-men?

Wieviel hat dich deine gesamte Reise eigentlich gekostet (inkl. widmungsgemäßer Verwendung von irgendwelchen Kirchenbeiträgen, Opferstöcken oder sonstiger Zuwendungen deiner Kirchengemeinde.)

Schön langsam glaube ich wegen deiner erhaltenen Spenden, du bist die Reinkarnation von Bhagwan oder so ...

seid gegrüßt euer Merkwürden!
 
Teil 15 - Srei Wi

Werte Schwester Eugenie,

Beim Heimfahren kehrten wir in ein Landgasthaus ein. Scheinverhandlungen mit einem Beergirl. Sie sagte, dass sie Angst habe, dass mein kleiner Bischof zu groß für sie sei. Ich beruhigte sie und sagte, dass ich Kambodscha-Maße habe. Sie könne ruhig greifen. Tat sie aber nicht ......

Und dann beim Zahlen, merkte ich, dass ich kein Geld habe. Ob mir Mr. Seng Geld borgen könne. Er zog einen funknagelneuen 20 Dollarschein aus der Tasche und sagte, er könne mir den 20-er zurückgeben, den ich ihm heute morgen gegeben habe. Es sei ohnehin mein Geld. Ich war überrascht und sagte ihm, dass ich mich nicht erinnern kann. Er sagte ja, er fand es auch seltsam, dass ich ihm Geld gegeben hätte. Wofür ich ihm das Geld gegeben habe? Es sagte, dass ich es ihm nicht gesagt habe. Er hat es als Vorschuss betrachtet.......

Nachdem der Schein ganz neu war und ich zur Zeit nur druckfrische Scheine habe, dachte ich, dass die Geschichte wohl stimmt.

5 Minuten später sagte er, dass ihm jetzt eingefallen ist, woher er das Geld hat. Es habe ihm seine Frau das Geld gegeben, um für die Kinder etwas einzukaufen. Komisch..........

Wieder in der Stadt angelangt, mit einer Fähre auf eine Insel am Mekong. Man muss sich vorstellen: 2 hölzerne Schiffsrumpfe und Bretter darüber. Etwa 8 x 6 Meter groß. Kein Geländer, keine Sitzmöglichkeiten. Mopeds, Fahrräder und Menschen.

Auf der Insel mehr als eine Stunde herumgegangen. Landleben. Tiere, freundliche Menschen. Kinder, die einen ansprechen. Einige wenige Kinder, die betteln. Pagode, Bambus, Bananenbäume, Palmen, Blumen. Einfach nett.

Dann Massage gesucht. Mr.Seng wollte wieder in die Kellergasse. Ich sagte, dass ich richtige Massage will. Eine Weile herumgesucht. Nix gefunden.

Dann Abendessen. Boeng Kunseng Restaurant am See. Leicht zu finden. Vom Kreisverkehr ein Stück Richtung Phnom Penh. Dann auf der linken Seite mehrere ähnliche Lokale. Das letzte ist das Boeng Kunseng Restaurant. Sehr laute schmalzige Karaoke-Musik. Unterhaltung nur in den Musikpausen möglich. Es war so dunkel, dass man das Essen (es gab Frösche) kaum gesehen hat. Beerlady.

Es stellte sich heraus, dass sie massieren kann. Massierte meine Schulter und Arme. Ich ließ fragen, wie lange sie arbeitet. Bis 10 Uhr. Und ob sie zur Massage in mein Hotel kommt. Mr Seng fragte, ob ich auch Bum-Bum will. Ich sagte, dass ich das noch nicht weiß. Ich verbot ihm Preisverhandlungen zu führen und sagte ihm, dass ich das mit der Lady selber ausmachen werde (sie konnte kein Wort englisch). Er hat es dann noch einmal probiert und ich sagte, dass ich selber verhandeln werde. Er hat sich von ihr die Handynummer geben lassen. Ich gab der Lady 3 Euro für Tuk-Tuk. Sie sagte, dass sie wahrscheinlich schon um 9 Uhr kommen könne (Es war 8 Uhr), spätestens jedoch um 10 Uhr. Wir haben Treffpunkt beim Engländer in der Stadt ausgemacht. Ich wollte nicht warten, weil Musik zu stressig.

Beim Engländer nicht weit vom Mekong Hotel (hab den Namen des Lokales vergessen), saßen wir dann. Der Taxifahrer ging bald nach Hause schlafen und ich unterhielt mich mit Dani, der Frau des Engländers, die in etwa gleich gut (schlecht) englisch kann wie ich. Ihre Cousine kam auch dazu. 18 Jahre und Nervensäge. Die Wirtin fragte mich, ob ich denn nicht eine Frau von hier heiraten wolle. Es gäbe genug schöne Frauen, die einen Farang heiraten wollen. Ich erklärte ihr meine Profession und meinen Stand, der eine Eheschließung nicht zulässt. Sie hat mich wohl nicht verstanden, weil sie stellte mir eine Frau vor, die in ihrem Lokal arbeitet. Lady Wi, hübsch, anmutig, freundliches Lächeln, 34 Jahre alt, kinderlos, für mich herausgeputzt. War eine schöne Situation. Lächeln beiderseits. Reden kaum möglich. Sympathie beiderseits. Sie habe bis vor kurzem als Masseuse gearbeitet……

Es war halb 11. Es war klar, dass meine Masseuse nicht mehr kommen würde. Aber ich wollte nicht nach Massage fragen, weil der geschwätzige Mr. Seng ausgeplaudert hat, dass ich auf eine Lady warte. Es wäre mit zu billig vorgekommen, Lady Wi zu fragen, ob sie Ersatz sein will........

Der Bealey war gut, der zweite auch, der dritte auch.......

Um 11.15 Uhr bin ich heim. Alleine.

In Phnom Penh gibt es nur auf den Hauptstrassen Straßenbeleuchtung. Hier in der Provinzstadt nicht einmal das. Aber es war einen Tag nach Vollmond. Trotz Samstag war es überall schon ruhig. In Kambodscha geht man früh ins Bett.

Antwort an Schwester Eugenie

ich freue mich über Ihre nette Rückmeldung.
War gemeint: letzte Nacht in Phnom Penh. Freuen Sie sich auf die nächsten Teile. Es wird noch viel spannender. Das ich Lisa nicht mitgenommen habe, hat sich als wahres Glück herausgestellt.

Wenn ich dann später von dreckigen Khmer-Puffs schreibe, so ist damit die Location gemeint. Alle Ladies, die ich getroffen habe, sind peinlich sauber. Sie waschen sich mehrmals täglich.
Komm mit dem schreiben kaum nach.
warm: ja, warm und heiß, aber nicht zu heiß.
In einer Stunde geht das Boot Richtung Kratie. Ich freu mich schon drauf. 3 Stunden am Boot.

Hab Sie heute in meine Gebete eingeschlossen.
Ihr Pater Andreas
 
Teil 16 – Am Schiff

Werte Schwester,

Heute erzähle ich Ihnen, welche Erleuchtungen am Schiff mir gekommen sind.

Aufstehen. „Frei“ bis 10 Uhr - Um 8 Uhr nach der Meditation aus dem Hotel geschlichen. Natürlich: Mr.Seng. Er ist mir schon auf den Wecker gegangen. Führte mich zum Frühstück, führte mich zum Internet, führte mich wieder zum Hotel. Führte mich zur Schiffsanlegestelle.

Er sagte mir, dass die Lady angerufen habe. Sie sei erst um 11 Uhr gekommen und ihr sei die Verspätung peinlich ......

Ursprünglich wollte ich mit dem Schiff von Kompong Cham nach Kratie und dann weiter mit dem Schiff von Kratie nach Stung Treng. Aber es stellte sich heraus, dass die Schifffahrt am Mekong über weitere Strecken eingestellt ist. Wegen der jetzt gut ausgebauten Fernverkehrsstrassen fährt niemand längere Strecken mit dem Schiff mehr. Schade. Schiffe nur noch im Lokalverkehr.

Die Weiterfahrt nach Kratie war wie folgt organisiert. 3 Stunden mit dem Schiff bis Kroch Chhmar (sprich: Krotschmar) und dann weiter mit einem Bruder von Mr Seng mit dem Moped bis Kratie. Mr. Seng hat das gemanagt.

An der Bootsanlegestelle über ein Wackelbrett auf das völlig überfüllte Schiff. Nur Einheimische. Dort auf das Dach. Man hat mir wohl einen Schattenplatz angeboten, aber ich wollte nicht 3 Stunden völlig beengt auf einem Schiffsdach sitzen. Halbe Stunde Schneidersitz geht ja, aber dann......

Also bin ich openair zwischen Eierkartons und Autoreifen gesessen. Ja: Eierkartons. Mehrere Stunden in der prallen Sonne. Ebenso wie das Fleisch am Markt und überhaupt...... aber abgesehen von einer etwas unruhigen 3.Nacht in Phnom Penh hatte ich bisher keine Probleme.

Am Schiff ist es mir dann gekommen, wie Mr.Seng zu den 20 Dollars gekommen ist. Er hat natürlich überall mitgeschnitten. Ich hab mir auch überlegt, warum er sich von der Beerlady die Telefonnummer hat geben lassen. Na eh klar: wegen der Provision. Jetzt ist mir auch klar, warum die Ladies hier am Land so teuer sind: Ich denke, dass er 10 oder 20 Euro pro Lady verdient hat. Jetzt ist mir auch klar, warum er mich überall hingeführt hat, warum er alle Eintritte mit meinem Geld bezahlt hat....

Den 20 Dollarschein, den ihm angeblich seine Frau gegeben hat, hat er vom Viet-Puff in Suoung bekommen. Und es kann nicht sein, dass die Beer-Lady ihn angerufen hat um sich für die Verspätung zu entschuldigen. Sie hatte keine Telefonnummer von ihm. ER hat sie angerufen wegen der Provision.

Er selber hat mir für seine Dienste 40 USD abgenommen.
Ich bin ihm aber trotzdem dankbar, weil ohne ihn hätte ich hier nichts gefunden........

Schwester Eugenie, ich bin sehr froh, dass ich Ihnen schreiben darf.

Es segne Sie

Pater Andreas
 
Teil 17 – Am Moped mit Mr. Luckie

In Kroch Chhamar runter vom Schiff. Klapp. Beinahe den Fuß eingeklemmt zwischen Schiffsrumpf und Molenwand. Aus Dankbarkeit hab ich gleich am Bootsanleger eine Messe gelesen. Die Leute haben aber geschaut. Und Gefürchtet haben sie sich auch, wie ich sie mit dem Weihwasser gesegnet habe.

Und Mr.Lucky (Tel 012 285008) strahlte. Er war natürlich nicht der Bruder von Mr.Seng, sondern eine Art Geschäftspartner. Die Melkkuh wird weiter gereicht.

In Kampong Cham war noch die Möglichkeit mit der Kreditkarte Geld zu beheben. Die Bankomatkarte hätte nichts mehr genutzt. Bankomat gibt es nördlich von Phnom Penh (noch) nicht. In Kratie und weiter im Norden nützt auch die Kreditkarte nichts mehr...

Die Fahrt am Soziussitz am Moped (100 ccm) von Kroch Chhamar nach Kratie war wunderschön. 3 Stunden mit Nudelsuppenpause. Anfänglich die Strasse sehr schlecht. Ich musste 3 mal absteigen. Kaum Autos und wenn - Geländewagen. Dafür Mopeds, Fahrräder, Pferde- und Ochsengespanne. Ca 8 Traktoren. Es war Abend. Die Menschen gingen vom Feld nach Hause.

Die Menschen haben gewunken, gelacht. Es war einfach schön.

2 Moscheen gesehen. Die Menschen hier sind Moslems. Zum kleinen Teil Kopftuch. Irgendwie hab ich den schlechten Strache-Virus auch schon drin. Ist ja doch Konkurrenz.

Es war schon finster, als wir in Kratie ankamen. Freundliches Hotel (Heng-Heng-Hotel II). Schönes Zimmer mit River-View und Air Condition. 13 USD pro Nacht. Für Mr. Luckie 25 USD fürs abholen (fast 50 km pro Strecke) bezahlt. Er war sehr lucky. Also hab ich offenbar zu viel bezahlt. Mr Luckie hat mir das blaue vom Himmel versprochen, was Frauen betrifft. Mal sehen, was er halten kann.

Der Einstand ist daneben gegangen. Er hat mich zuerst gefragt, ob ich eine Massage nach der anstrengenden Moped-Fahrt will. Ja. Aber dann stellte sich heraus, dass es in der Stadt keinen einzigen Massagesaloon gibt. Man könne nur eine Lady zum Hotel holen. Es seien bum-bum-Ladies, die auch massieren können. Ja, sagte ich, aber ich will in erster Linie Massage. Ich will nicht die Jüngste, sondern die Älteste, weil die massieren am besten.

Antwort von Eugenie
Hallo Pater Andreas
Ich danke Ihnen so vielmals!
Komme mir vor wie bei Universum, wie Sie beschreiben und schreiben. habe richtig Lust, das im Internet bisschen anzuschauen Kambodscha
Und was Sie sich in Ihrem Alter alles getrauen und alles geht gut, keiner tut Ihnen was und köstlich die Story mit den 20 Euro und die Beschreibung der Frauen, aber auch der Umgebung und von Ihnen, kann mich nur immer wiederholen: Herrlich.
Wann kommen Sie wieder zurück?
Schwester Eugenie
 
Teil 18 – Enzyklika „Humanae Vitae Cambodie“

15 Minuten später war die Lady da. Klein, pummelig, lieb. Mit Langhaarfrisur - wie sich später herausstellte. Ich nahm sie aufs Zimmer ohne einen Preis zu vereinbaren. 45 Minuten eher schlechte Massage und dann fragte sie ganz aufgeregt nach Kondom. Ich hab zwar das Wort nicht verstanden, ich begriff aber, was sie will. Ich deutete ihr, dass ich nicht bum-bum, sondern lediglich Intimmassage will. War auch gut so, weil ich bin total schwer gekommen. Sofort nachdem ich ihr meine Ersparnisse auf Bauch und Brust gespritzt hatte ist sie wie eine Rakete aufgesprungen und ist sich duschen gegangen.

Preis verhandelt. 20 USD (viel zu viel) wollte sie und 10 USD extra für das Hotel. Ich hab ihr 20 USD samt meinem Segen gegeben und beim Hotelportier gesagt, dass wir nur Massage hatten und dass sie sehr gut war.

Dann später beim Abendessen und beim Bier hab ich mir ein Farang-Paar angeschaut, das am Nebentisch saß. Und hab mir gedacht, dass der arme Kerl diese Frau heute noch ficken muss. Obwohl beide hübsch waren: NEIN. Ich will nicht. Bin Langnäsinen-geschädigt. Und auch jetzt - Montag Vormittag im Cafe beim Verfassen meiner neuen Enzyklika: Am Nebentisch eine zarte hübsche deutschsprachige Farang-Lady mit Begleiter: Nein, Nein und Nein. Hinten 2 hübsche französisch sprechende Langnäsinnen. Ca 22 Jahre. Mir tun die Begleiter leid. NEIN! Ich schau heuer keine heimische Klosterschwester mehr an. Garantiert nicht.

Heute am Abend will ich in die hiesigen Puffs gehen. Ob ich kommen kann oder nicht ist zweitrangig. Mit zunehmendem Alter ist mir die Spritzerei nicht mehr so wichtig. Vielleicht finde ich die Ladies auch allein ohne Mr. Luckie.

Sonst hilft mir der Hotelportier.

Ich hab gestern in der Nacht noch lange mit ihm gesprochen und Bier getrunken. Er arbeitet 7 Tage pro Woche 24 Stunden. Hat Frau und Kind. 10 km entfernt. Seine Tochter kennt ihn kaum. Die Familie wirft ihm vor, dass er so wenig Geld verdient. Er verdient 90 Dollar pro Monat.

Jetzt sehe ich das etwas anders, wenn er irgendwo mitschneidet...

Die Stadt hier: Quirlig, lebhaft. Kleine Touri-Szene. Markt. Aufregend. Wie auch schon in Phnom Penh: Man kann nicht am Gehsteig gehen, weil dort parken die wenigen Autos, sind Waren und Verkaufsstände. Sitzen die Menschen. Also geht man auf der Strasse. Kaum Autos, dafür aber Mopeds, Fahrräder, Menschen.... und Kinder. Sie fahren kreuz und quer, schneiden sich, ignorieren Vorrangregeln. Fahren in der falschen Fahrtrichtung, Rote Ampeln (Phnom Penh) werden ignoriert. Aber sie fahren rücksichtsvoll. Niemand schimpft. Jeder wird am Leben gelassen. Wenn man auf die andere Straßenseite will geht/fährt man einfach. Es wird nichts passieren.

Heute hab ich mir frei genommen. Kein Mr.Luckie, Dafür Zeit für Internet, Enzyklika (mein Werk „Humanae vitae cambodie“ wird bald fertig sein) schreiben, lesen.


Werte Schwester Eugenie,
Danke für die nette Rückmeldung. Sie haben mir übrigens keine Antwort in Bezug auf SM-Session auf meine Frage (Teil 10) gegeben. Hab kein Problem mit NEIN.
Komme am 7.November wieder zurück. Spät am Abend.
Hab auch einige Fotos gemacht. Aber nur brave. ZB von der Pummeligen gestern Abend.
Sie haben gefragt, was mir die Reise kostet. Nichts. Die Reise kostet nichts. Sie wird aus der ertzbischöflichen Schatulle getragen. Der First-Class-Flug kostete etwa 10.000,00 EUR. Hie herunten ist es billig. Etwa 100 Dollar am Tag.
 
Teil 19 – Massage in Kratie

Werte Klosterschwester.

Heute ist Relaxing angesagt. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich weiter in den Norden fahre oder wieder zurück in die Zivilisation. Soweit man das in Cambo so nennen kann.

Man hat mir gesagt, dass es hier in Kratie keine Massage gibt. Ich hab das nicht geglaubt, hab mir ein Fahrrad ausgeborgt. Vorher habe ich mir erklären lassen, wo die hiesige Kellergasse liegt. Ich wollt mir das mal bei Tag anschauen. Ich glaube, dass ich die Kellergasse gefunden habe. Jetzt weiß ich, wo ich am Abend hinpirschen werde.

Hab die ganze Stadt abgeradelt. Ist nicht groß. 4 Längsstrassen (parallel zum Fluss) und etwa 15 Querstrassen. Und was lese ich am Corner 6.Querstrasse / 4.Längsstrasse: MASSAGE. Am Holzbrett ist eine Malerei: hübsche Lady massiert einen Herrn. Ich voller Freude hinein ins Wohnzimmer: Verschlag mit Vorhängen. Der Hausherr sagt mir alles ausziehen - nein, die Unterhose nicht - und fängt zu meinem Schreck an zu massieren. Er selber. Von wegen Lady. Aber die Massage war ein Genuss: Die beste Massage, die ich bisher in Cambo hatte. 5 USD für 1.5 Stunden.

Das Fahrrad kostete für 3 Stunden einen halben Dollar. Hauptspeisen um die 2 Dollar. Das große Bier auch. Halbliter Zuckerrohrsaft - köstlich - 20 Eurocent. Hab versucht, neues Weihwasser aufzutreiben. Vergeblich.

Seien Sie gebenedeit und grüßen Sie Ihr Konsistorium!

Ihr Pater Andreas
 
Teil 20 – Zwei Entscheidungen

Werte Schwester Eugenie,

Heute in der Nacht habe ich wieder ganz intensiv von Ihnen geträumt. Sie wissen schon, was ich meine…..

Aber zur Sache:
Gestern hab ich 2 Entscheidungen getroffen. Auf beide Entscheidungen bin ich stolz. Zumindest für die zweite Entscheidung werden Sie mich lieben.

Die erste Entscheidung ist die, dass ich weiter nach Norden gehe. Die Alternative wäre zurück nach Phnom Penh und dann weiter in den Süden Richtung Kampot. Die touristische Infrastruktur wird immer dünner, je weiter es nach Norden geht. Ein Abenteuer. Für morgen hab ich ein Motorrad gebucht, das mich 150 km von Stung Treng nach Tbaeng Mean Chey in der Provinz Preah Vihear bringen wird. Die Strasse ist angeblich so schlecht, dass sie auch mit Geländewagen nicht befahrbar ist.

Wie ich am Nachmittag vom Gebet heimgekommen bin hat mich der Portier (es ist nicht der Wirt), mit dem ich gestern geplaudert habe gefragt, was ich denn am Abend tun werde. Er fragte, ob ich schon in einer Karaoke-Bar war. Ich sagte JA und wenn ich singe, laufen alle Gäste davon.

Er erzählte mir von private-karaoke-rooms, wo man alleine oder zu zweit hingeht und wo dann 2 Ladies dabei sind, die man zuerst ausgreifen kann und später vernaschen kann. In der Karaoke-Bar oder im Zimmer. Dem kleinen Mann (ca 1.50 m) ist der Speichel aus dem Mundwinkel gelaufen .........

Na klar, dass musste ich mir geben. Kellergasse war für heute gestrichen.
Treffpunkt 9 Uhr. Die Karaoke-Bars (es gibt 3 davon) sind gleich hinter dem Heng Heng Hotel in der ersten Parallelstrasse, gleich südlich vom Markt. In dem Haus, das venezianisch ausschaut. Man merkt von außen nichts davon. Außer dass ständig hübsche Mädels ein- und ausgehen. Gegenüber ist eine Art Würstelstand. Wir setzten uns dort hin, peilten die Lage und warteten was passiert.

Neben dem Würstelstand (Richtung Markt) ist übrigens auch ein Guestouse. Dort war ein ständiges kommen und gehen hübscher potentieller Klosterdienerinnen. Das wäre das nächste mal genauer zu begutachten. Keine Ahnung, was sich dort abspielt.

Es stellte sich heraus, dass die private-rooms alle besetzt waren. Man erkennt das daran, dass die Türen zu oder fast zu sind. Wir saßen gemütlich am Würstelstand und tranken Bier. Mit der Würstelstand-Lady. Dem kleinen Mann war es entgegen seinen ersten Aussagen nicht wichtig, in einen Karaoke-Room zu kommen. Er schwärmte von den Ladies, die auf der Strasse waren. Mir ist übrigens aufgefallen, dass hier auch junge Frauen zum Teil silberne Zähne haben. Weiße Kronen sind offenbar zu teuer. 2 mal führte mein Freund Verhandlungen mit Frauen, die er zu unserem Tisch bat. Und dann kam sie, die Lady, die für mich bestimmt war. Ganz lieb, 25 Jahre, 2 Kinder und oben beide Eckzähne in silber. Unten vermutlich Langhaarfrisur. Aber sehr warme Ausstrahlung. Ich war nicht abgeneigt. Wollte aber lieber in die Karaokebar. Mein Begleiter brachte in Erfahrung, dass sie keine professionelle sei, sondern nur ab und zu gegen Geld ..... usw ..... und dass sie sich die Kunden aussuchen kann und dass sie, wenn sie schon mitgeht, recht viel verlangt. Sie sei aber die beste hier und ihr Geld mehr als wert. 50 USD overnight. Zögernd willigte ich ein. Händchenhalten. Positiv. Dann aber machte die kleine Kröte (Namenswechsel) 2 Fehler. Der erste war, dass er sagte, dass die Lady Angst habe, dass ich sie ums Geld bescheissern werde. Ich solle der Kröte das Geld zur Sicherstellung geben und er gibt es ihr morgen in der Früh (Abzockalarm !!!!). Der zweite Fehler war, dass er plötzlich unerwartet zum Aufbruch Richtung Hotel gedrängt hat, kaum dass der Handel perfekt war. Ich wollte noch mein Bier langsam austrinken. Er drängte wiederholt. Sagte was von Sperrstunde, Polizei und so.

Und dann traf ich die zweite Entscheidung: Ich stand auf, überreichte der Lady ganz höflich 5 USD, küsste sie auf die Stirn, segnete sie und verkündete, dass ich bevorzuge, den Abend am Nightmarket mit Bier zu beenden und auf die Dienste der Dame zu verzichten.

Die Kröte sah die Felle davonschwimmen. Er versuchte noch sein Geschäft retten, was aber nicht mehr ging. Lady war verdattert, die Würstelbuden-Frau auch. Und ich war sehr sehr zufrieden mit mir (Sie, Schwester Eugenie, hoffentlich auch).

Beim Heimgehen erzählte ich der Kröte (ich brauchte ihn noch) als Ausrede, dass mir ihre Eckzähne nicht gefallen haben....

Bin dann noch mit der Kröte auf den Nightmarket. Hab ihn angesoffen. War nicht so schwer. Er redete viel. Erzählte, dass das Heng Heng Hotel II wo ich wohnte, einem thailändischen Chinesen gehört (deshalb auch Aufschrift in chinesischen Zeichen). Das Heng Heng I gleich daneben hat einen anderen Besitzer, ist aber der gleiche Clan. Ein Toyota Camry kostet neu 5000 USD, ein großes Guesthouse mehrstöckig kostet 100.000 USD und der Führerschein, den er gerne hätte, kostet 350 USD. Irgendwann setzten sich Polizisten an unseren Tisch, Kröte bat, dass ich die Zeche der beiden übernehme, was ich gerne tat. Lt. Kröte verdienen Polizisten 25 - 30 USD pro Monat, sind also auf Zuverdienst angewiesen (Korruption).

Bald war der kleine abgefüllt. Er erzählte mir, dass er nebenher Geheim-Polizist sei. Das sei natürlich geheim, weil sonst wäre er ja kein Geheimpolizist.

Ein Bier später knapp vor dem Umfallen sagte er noch, dass ich ihm die Tour mit der Lady vermasselt habe. Weil wenn ich über sie positives berichtet hätte, hatte er sie auch engagiert. Für ihn als local bleibt sie nämlich für 20 USD overnight.
Alles klar????????

Ich melde mich bald wieder! Seien Sie gegrüßt!

Ihr sehr ergebener Andreas

PS.: Die Kellergasse in Kratie befindet sich auf der 4.langen Parallelstrasse, Höhe Hotel Heng Heng bzw noch südlicher.
 
Teil 21 – Mister T

Am Vormittag hab ich noch mit Mr. Luckie schönen Tempelberg bissi außerhalb von Kratie besichtigt. Mit den Kollegen von dort eine ökomenische Zeremonie abgehandelt.

Die Kröte von Heng Heng Hotel II in Kratie hat bei der Verabschiedung noch ganz offen mindestens 5 USD Trinkgeld einzufordern probiert. Probieren kann man ja .....

Dann um halb 2 mit dem Bus über die Schnellstrasse nach Stung Treng. Es ist tatsächlich eine neue Schnellstrasse. Der Bus fährt mit vollem Karacho mit mehr als 100 km/h.

Bin jetzt schon in Stung Treng nahe der Grenze zu Laos.

Stung Treng ist eine gemütliche Stadt. Riesiger Markt. Geschlafen im Sok Sambath Hotel. Von Mr. T vom Riverside Guesthouse (ein Halbchinese), hat mir das Hotel vermittelt. Sok Sambath Hotel ist ein chinesischer Kasten, direkt am Markt. Schönes großes Zimmer Nr. 207 mit Blick auf den Markt. Rund um den Markt herum gibt es mehrere zT sehr schöne neue chinesische Guesthouses. ZB Li Li Guesthouse (auch Ly Ly Guesthouse, je nach Schreibweise). Stung Treng scheint in der Hand der chinesischen Clans zu sein. China ist von hier etwa 900 km entfernt. Die Chinesen hier sind eine Minderheit und hier geboren.

Riverside-Guesthouse von Mr. T ist zum Wohnen nicht geeignet. Sehr grindig. Mr.T selbst ist aber sympathisch und organisiert alles. Essen im Riverside Guesthouse: sehr gut. Wie überall.
Mister T betreut mich bestens. Man sollte – gleich wenn man in Stung Treng ankommt – sofort zu Mr. T im Riverside Guesthouse gehen.

Heute lasse ich Mr.T verdienen (Lady ist schon ins Zimmer bestellt).

Hier sind auffallend viele Autos vergatscht. Freue mich auf die morgige Gatschtour.

Antwort von Eugenie

Hallo Merkwürden,
gebe Ihnen gerne auf jede Ihrer Fragen Antwort, habe sie aber nicht mehr im Kopf, Sie haben mich gefragt, ob ich Sie besuchen komme, habe es nicht als ernsthafte Frage verstanden, habe dann auf die Homepage des Hotels geschaut, bitte sagen Sie mir welche Frage, ich weiß es nicht, tut mir leid. Sorry, hab die letzten 5 Briefe nochmals gelesen, keine Frage, werde weiter nachschauen oder Sie sind bald wieder beim PC und fragen einfach nochmals.
So lange auf „Pirsch“! Sie haben es gut und köstlich die Massage vom Mann.
So bei mir weiter mit der Arbeit (Bibliothek, Ordinariat, Termine...)
Eugenie
 
Hallo Euer Merkwürden,

mit großer Freude vernehme ich Eure (mehr oder weniger) frohe Botschaft aus dem Land der Khmer! Offenbar wird selbst ein Geistlicher ganz unchristlich über den Tisch gezogen - ein paar $ Provision ist ja schön und gut, aber was da an Abzocke gelaufen ist, geht ja auf keine Soutane mehr!

Trotzdem - weiterhin viel Spaß, und ich harre gespannt den neuesten Geschichten über die Bekehrung der Heiden, Heidis und -innen im fernen Kambodscha.

Herzliche Grüße aus dem kalten Wien
wolfpack
 
Teil 22 – Kurzhaarfrisur in Stung Treng

Habe die Dame in Stung Treng blind gewählt, dh ein Angestellter von Mr. T hat für mich ausgewählt und ich wartete im Zimmer. Herein kam eine nette Lady (Foto gemacht), 1.45 m klein. Ganz unsicher. Ich hab ihr den Katechismus gezeigt. Sie hat 10 Minuten die Bilder angeschaut und so getan, als ob sie lesen könne.

Dann duschen. Dann kuscheln. Sie war völlig unaktiv. Ich hab ihr jeden Handgriff zeigen müssen. Sie ließ sich ungern an der Brust berühren. Küssen sowieso nicht. Zwischen die Beine greifen auch nicht. Dann Gummi drauf (angeblich haben 50 % der Prostituierten Aids), hineingesteckt.

Sie ist gelegen wie ein Brett. Nicht mitgegangen. Beine hinter die Ohren: nicht gewünscht. Dabei schöner Körper. Nur leicht behaart und vor allem: Kurzhaarfrisur. Wahrscheinlich Chinesin.

Ich hatte in dieser Situation bald keine Lust mehr. Versuchte auch nicht krampfhaft zu kommen (wäre schon gegangen), hab das Präservativ herunter getan und bin duschen gegangen. Warum? So halt.

Wenn ich jetzt Resume ziehe, habe ich erst eine einzige erlebt, die weiß, wie man einem Mann Lust verschafft. Es war die Vietnamesin von der Walkabout-Bar am ersten Abend.

Die Leute wohnen hier in Großfamilien in kleinen Einraum-Hütten. Da muss es schnell gehen. Keine Zeit für Vorspiel und Nachspiel. Rein-Raus-Spritz und ab. So kommt mir das hier vor. Schönes Land, aber wenn es ums Vergnügen geht, sind die Thai-Ladies weit besser. Aber trotzdem: schönes Abenteuer. Bin keineswegs frustriert, sondern froh, dass ich ein liebes Mädchen gut behandelt habe.

Ihr selber 3 USD Trinkgeld gegeben.

Und dann zu Mr. T zahlen gegangen. 25 USD. Lt Internet ist der Shorttime-Tarif 10 USD. Dafür hat Mr. T einen fetten Toyota.

Ab morgen mit dem Motorrad unterwegs. Wahrscheinlich 3 Tage. Weiß nicht, wann ich wieder ein Internet finde. Spätestens in Siem Reap. Mir ist wichtig, dass irgendeiner weiß, wo ich zu finden bin.

Viele Grüße
Pater Andreas


Antwort von Eugenie

Hallo Pater Andreas!
Wo Sie jetzt wohl sind und was Sie erleben und sehen, ich kann nicht mal vermuten, aber finde es total interessant, so wie Sie das machen.
Bis bald hoffentlich!!
Bin in der Buchwerkstatt und eine total brave Schreiberin, in jeder Hinsicht, direkt langweilig.
Schwester Eugenie
 
Zurück
Oben