Also einfach zu sagen "Ich ruf einfach 133 und damit hab ich meine Schuldigkeit getan" sorry, funktioniert schlicht nicht.
Ich hatte im letzten Quartal beste Erfahrung.
(inkl. des Stellen des Täters, durch Täterbeschreibung, Einvernehmung - wow, die können was, DNA-Zusammenführung mit anderen Fällen, alle gemeinsam vor dem Landesgericht diesem Täter zugeschrieben inkl. Verurteilung. Vorfall 26.6. - Verurteilung am 17.10.
Vorfall - Notruf - 3 min - Polizei (3 Wägen) - 1,5 Std. - eine Festnahme - Foto ja/nein - 3 Std.später Vernehmung bei der Kriminalpolizei bereits für die Staatsanwaltschaft.
4 Std. später Geständnis ohne Gegenüberstellung - kurz darauf Zeugenladung.
Exekutive - Judikatur. Wie im Lehrbuch.
Die 4. Gewalt im Staat schürt meines Erachtens Angst und Vorurteile.
Ohne die Exekutive verständigt zu habe wichtigmacheriisch, wertlos, aufmerksamkeitsgeil, ohne Konsistenz - ein Gschichtl mehr, dass so stimmen kann, ein Weibchenschema mehr bedient, auch gut, nicht grad dienlich.
Nächster Fall:
Eine Person tut am Schloss eines älteren Paar rum, verhält sich auffällig.
3 min - Kontrolle - Auswertung des Bildmaterials, der Beschreibung, mehrere Zeugen habe sich mittlerweile gefunden - läuft noch.
Wir hier hatten es ja die letzten drei Wochen lustig:
das komplette Gebiet zwei Stunden abgesperrt, war nicht klar ob ein Amok-Täter, Hubschrauber, Panzerwagen alles da. Aufgeklärt.
Wasserpark man weiß schon 2 Opfer/5? Täter. Aufgeklärt.
August, sexuelle Belästigung Minderjähriger, auch Aufgebot: Aufgeklärt.
Einladung Krätzlpolizist: Gut funktioniert und sensibilisiert. Man traut sich nun Notruf wählen.
Wir haben mittlerweile endlich Gewaltambulanzen (vom Bund finanziert, E-Card nicht notwendig), die den Mangel an Gerichtsmedizinern, die aussagekräftig erfassen können. (Notarzt, Polizei kann das nicht) um stichfeste Beweise und Gutachten zu haben für die Judikatur.
Wenn wir ein Verhalten nicht wollen, müssen wir das tun, was für uns zu tun ist.
Es geht nicht darum zu bewerten, wie es vor Gericht aussehen könnte.
Die Exekutive ist am Start, mit Ermittlern, mit Aktenlage, mit Kenntnis über verdächtige Personen (weitere Vorfälle), mit der Chance Fälle zusammenführen zu können, mit Psychologen für traumatisierte Opfer/Zeugen, mit guter technischer Ausstattung, mit KnowHow.
Wie kann man sich anmaßen, zu wissen ob etwas sinnvoll ist ohne etwas zu wissen?
Liegt jemand auf der Straße macht man auch keine Diagnose, ob es Sinn macht die Rettung zu rufen. (Das kann alles mögliche sein, dass der Notarzt bzw. die Sanitäter hoffentlich können). Da sagt man auch nicht "Der wird eh bsoffen sein, da braucht man keine Rettung rufen, bringt ja nix.)
o.t. Ups, tut man doch - Fälle von Schlaganfällen lässt man gerne liegen - besonders, wenn die Person sich eingenässt hat.
Ebenso obliegt es keiner Person zu sagen, dass war ein sexueller Übergriff.
Man hat es so wahr genommen und dementsprechend reagiert.
Wo kommt die Angst nur her "Fehler" zu machen und der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.
Ob es tatsächlich so war oder ist wird woanders entschieden, das ist nicht unsere Aufgabe, dafür zahlen wir nämlich ziemlich viel Kohle.
Fühlt man sich absolut nicht richtig behandelt, das Vorgehen nicht richtig dann haben wir - zahlen wir übrigens auch:
Die Volksanwaltschaft
Vielleicht weil sie es im Umfeld oder den Medien mitbekommen, wie so etwas gehandhabt wird oder eb bei der Polizei waren und es eh als chancenlos abgetan wird.
Gerüchte sind immer geiler und dienen durchaus auch als gute Ausrede.
Tatsächlich ist es schon längst nicht mehr so, das Gegenteil ist das Fall.
Missbrauchen um sich zu rächen allerdings kennt Exekutive und Legislative auch.
Die Chance, weil nun mal ein Sexualstraftäter eher zu den Wiederholungstäter gehört mit dem eigenen Hinweis entweder zur Ergreifung, Identifizierung, zur soliden Aktenlage für die Staatsanwaltschaft beizutragen, ist doch auch etwas wert.
Wie soll ich es sagen: In sozialen Medien Manndln zu machen, mag ja putzig sein,, nur bringen tut es nichts, außer eine wirre Diskussion über Recht etc. anzustoßen. Dass man die Täter mal rausziehen und aktenkundig macht, das wäre doch mal ein Schritt nach vorn.
So wahnsinnig aufwendig ist das wirklich nicht - in der Situation aufmerksam sein und auf Einzelheiten achten übrigens kann enorm helfen.
Weißt "Was hätte es denn gebracht?", wenn man einen Job der passt sieht und sich denkt "Was bringt eine Bewerbung, die nehmen mich eh nicht" liegt das auf derselben Ebene - für mich.