Natürlich gibt es solche Fälle auch, relativ aktuell ja auch der Fall Lindemann (über den ich hier jetzt nicht diskutieren, sondern nur als Beispiel erwähnen will). Einer Freundin ist das auch passiert, als sie sich von ihrer Freundin getrennt hat. Aus Rache hat sie sie bei der Polizei wegen Körperverletzung angezeigt (haben BDSM praktiziert). Meine Freundin hatte zum Glück schriftlich, dass es in gegenseitigem Einvernehmen passiert und konnte wohl auch glaubhaft begründen, dass es aus Rache passierte. Die Anzeige wurde fallengelassen, bevor es überhaupt vor Gericht kam. Die genaue Begründung weiß ich leider nicht.
Andererseits gab es in Belgien dieses Jahr einen Fall, wo ein junger Gynäkologe freigesprochen wurde, weil man ihm ja seine Karriere nicht verbauen wollte. Als Gynäkologe!
Sowas darf einfach nicht sein.
Medizinstudent vergewaltigt Kommilitonin – und kommt mit Geldzahlung davon
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Eigentlich wollte ich nicht damit rausrücken. Tatsache ist aber, dass es einem für mich sehr nahen Angehörigen ähnlich erging, wie
@Mitglied #440959 es erzählt hat.
Der feine Unterschied zu seiner Geschichte besteht einfach nur darin, dass mein Sohn mit der vermeintlich Vergewaltigten/Misshandelten (so stand es in der Anzeige) wirklich am Tatabend Sex hatte, wo es auch etwas härter zur Sache ging. Es geschah jedoch alles freiwillig.
Abholung ca. 8-9 Std., nach der angeblichen Tat durch die Kripo. 3 Tage U-Haft,
Erkennungsdienstliche Behandlung, wie Fingerabdrücke, DNA, Foto und alles was so zu einem Verdacht auf §§ 201StGB, 84StGB (Strafmaß bei Schuldspruch: 5 - 15 Jahre Haft) so dazugehört.
Beim Verhör immer wieder den mutmaßlichen Täter zu einem Geständnis überreden wollend.
Die tolle Gefängniszelle, welche er sich mit einem noch nicht verurteilten (Mörder ebenfalls in U-Haft) teilen musste.
Ich werde diese Tage des Bangens wohl nie vergessen. Zittern und hoffen um den geliebten Menschen. Man will es nicht wahrhaben. Immer wieder die Gedanken, die sich im Kreis drehen "Nein er hat es nicht getan, und wenn doch, NEIN hat er nicht usw." Schlaflose Nächte in einer Zeit, wo ich selbst gesundheitlich sehr angeschlagen war. Chemo...usw.
Nach 3 Tagen U-Haft, endlich der erlösende Anruf vom Anwalt: "Ihr Sohn ist unschuldig und ist in Kürze aus der U-Haft entlassen!" Die Dame hat ein Geständnis abgelegt - gekränkter Stolz, so ihre Angabe, die Gute lief ihm schon sein ca. einem halben Jahr hinterher.
Ich hoffe echt ich muss so etwas, wenn auch nur passiv, nie wieder durchmachen.
Möglicherweise habe ich auch dadurch eine etwas andere Wahrnehmung, was das Täter - Opfer Thema betrifft.