Noch'n Sauna-Thread

Eigentlich wollte ich nicht damit rausrücken. Tatsache ist aber, dass es einem für mich sehr nahen Angehörigen ähnlich erging, wie @Mitglied #440959 es erzählt hat.

Der feine Unterschied zu seiner Geschichte besteht einfach nur darin, dass mein Sohn mit der vermeintlich Vergewaltigten/Misshandelten (so stand es in der Anzeige) wirklich am Tatabend Sex hatte, wo es auch etwas härter zur Sache ging. Es geschah jedoch alles freiwillig.

Abholung ca. 8-9 nach der angeblichen Tat durch die Kripo. 3 Tage U-Haft,
Erkennungsdienstliche Behandlung, wie Fingerabdrücke, DNA, Foto und alles was so zu einem Verdacht auf §§ 201StGB, 84StGB (Strafmaß bei Schuldspruch: 5 - 15 Jahre Haft) so dazugehört.

Beim Verhör immer wieder den mutmaßlichen Täter zu einem Geständnis überreden wollend.
Die tolle Gefängniszelle, welche er sich mit einem noch nicht verurteilten (Mörder ebenfalls in U-Haft) teilen musste.

Ich werde diese Tage des Bangens wohl nie vergessen. Zittern und hoffen um den geliebten Menschen. Man will es nicht wahrhaben. Immer wieder die Gedanken, die sich im Kreis drehen "Nein er hat es nicht getan, und wenn doch, NEIN hat er nicht usw." Schlaflose Nächte in einer Zeit, wo ich selbst gesundheitlich sehr angeschlagen war. Chemo...usw.

Nach 3 Tagen U-Haft, endlich der erlösende Anruf vom Anwalt: "Ihr Sohn ist unschuldig und ist in Kürze aus der U-Haft entlassen!" Die Dame hat ein Geständnis abgelegt - gekränkter Stolz, so ihre Angabe, die Gute lief ihm schon sein ca. einem halben Jahr hinterher.

Ich hoffe echt ich muss so etwas, wenn auch nur passiv, nie wieder durchmachen.

Möglicherweise habe ich auch dadurch eine etwas andere Wahrnehmung, was das Täter - Opfer Thema betrifft.
Tragisch, aber leider kein Einzelfall, angeblich ist ja nichts gefährlicher wie eine abgewiesene Frau.
Mit entsprechender Bos-und Skrupellosigkeit der Klägerin ist man als Mann verloren.
Ich finde die Rechtsprechung in diesen Dingen auch extrem schwierig, weil die Beweislast oft auf dünnen Füßen steht.
Aber jemanden etwas anhängen passiert wohl öfters.
 
Also einfach zu sagen "Ich ruf einfach 133 und damit hab ich meine Schuldigkeit getan" sorry, funktioniert schlicht nicht.
Ich hatte im letzten Quartal beste Erfahrung.
(inkl. des Stellen des Täters, durch Täterbeschreibung, Einvernehmung - wow, die können was, DNA-Zusammenführung mit anderen Fällen, alle gemeinsam vor dem Landesgericht diesem Täter zugeschrieben inkl. Verurteilung. Vorfall 26.6. - Verurteilung am 17.10.

Vorfall - Notruf - 3 min - Polizei (3 Wägen) - 1,5 Std. - eine Festnahme - Foto ja/nein - 3 Std.später Vernehmung bei der Kriminalpolizei bereits für die Staatsanwaltschaft.
4 Std. später Geständnis ohne Gegenüberstellung - kurz darauf Zeugenladung.
Exekutive - Judikatur. Wie im Lehrbuch.

Die 4. Gewalt im Staat schürt meines Erachtens Angst und Vorurteile.
Ohne die Exekutive verständigt zu habe wichtigmacheriisch, wertlos, aufmerksamkeitsgeil, ohne Konsistenz - ein Gschichtl mehr, dass so stimmen kann, ein Weibchenschema mehr bedient, auch gut, nicht grad dienlich.

Nächster Fall:
Eine Person tut am Schloss eines älteren Paar rum, verhält sich auffällig.
3 min - Kontrolle - Auswertung des Bildmaterials, der Beschreibung, mehrere Zeugen habe sich mittlerweile gefunden - läuft noch.

Wir hier hatten es ja die letzten drei Wochen lustig:
das komplette Gebiet zwei Stunden abgesperrt, war nicht klar ob ein Amok-Täter, Hubschrauber, Panzerwagen alles da. Aufgeklärt.
Wasserpark man weiß schon 2 Opfer/5? Täter. Aufgeklärt.
August, sexuelle Belästigung Minderjähriger, auch Aufgebot: Aufgeklärt.
Einladung Krätzlpolizist: Gut funktioniert und sensibilisiert. Man traut sich nun Notruf wählen.

Wir haben mittlerweile endlich Gewaltambulanzen (vom Bund finanziert, E-Card nicht notwendig), die den Mangel an Gerichtsmedizinern, die aussagekräftig erfassen können. (Notarzt, Polizei kann das nicht) um stichfeste Beweise und Gutachten zu haben für die Judikatur.

Wenn wir ein Verhalten nicht wollen, müssen wir das tun, was für uns zu tun ist.
Es geht nicht darum zu bewerten, wie es vor Gericht aussehen könnte.
Die Exekutive ist am Start, mit Ermittlern, mit Aktenlage, mit Kenntnis über verdächtige Personen (weitere Vorfälle), mit der Chance Fälle zusammenführen zu können, mit Psychologen für traumatisierte Opfer/Zeugen, mit guter technischer Ausstattung, mit KnowHow.

Wie kann man sich anmaßen, zu wissen ob etwas sinnvoll ist ohne etwas zu wissen?
Liegt jemand auf der Straße macht man auch keine Diagnose, ob es Sinn macht die Rettung zu rufen. (Das kann alles mögliche sein, dass der Notarzt bzw. die Sanitäter hoffentlich können). Da sagt man auch nicht "Der wird eh bsoffen sein, da braucht man keine Rettung rufen, bringt ja nix.)
o.t. Ups, tut man doch - Fälle von Schlaganfällen lässt man gerne liegen - besonders, wenn die Person sich eingenässt hat.

Ebenso obliegt es keiner Person zu sagen, dass war ein sexueller Übergriff.
Man hat es so wahr genommen und dementsprechend reagiert.
Wo kommt die Angst nur her "Fehler" zu machen und der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.
Ob es tatsächlich so war oder ist wird woanders entschieden, das ist nicht unsere Aufgabe, dafür zahlen wir nämlich ziemlich viel Kohle.


Fühlt man sich absolut nicht richtig behandelt, das Vorgehen nicht richtig dann haben wir - zahlen wir übrigens auch:

Die Volksanwaltschaft

Vielleicht weil sie es im Umfeld oder den Medien mitbekommen, wie so etwas gehandhabt wird oder eb bei der Polizei waren und es eh als chancenlos abgetan wird.
Gerüchte sind immer geiler und dienen durchaus auch als gute Ausrede.
Tatsächlich ist es schon längst nicht mehr so, das Gegenteil ist das Fall.
Missbrauchen um sich zu rächen allerdings kennt Exekutive und Legislative auch.

Die Chance, weil nun mal ein Sexualstraftäter eher zu den Wiederholungstäter gehört mit dem eigenen Hinweis entweder zur Ergreifung, Identifizierung, zur soliden Aktenlage für die Staatsanwaltschaft beizutragen, ist doch auch etwas wert.

Wie soll ich es sagen: In sozialen Medien Manndln zu machen, mag ja putzig sein,, nur bringen tut es nichts, außer eine wirre Diskussion über Recht etc. anzustoßen. Dass man die Täter mal rausziehen und aktenkundig macht, das wäre doch mal ein Schritt nach vorn.
So wahnsinnig aufwendig ist das wirklich nicht - in der Situation aufmerksam sein und auf Einzelheiten achten übrigens kann enorm helfen.

Weißt "Was hätte es denn gebracht?", wenn man einen Job der passt sieht und sich denkt "Was bringt eine Bewerbung, die nehmen mich eh nicht" liegt das auf derselben Ebene - für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber jemanden etwas anhängen passiert wohl öfters.
Bei der Exekutive - ja, klar, erste Anlaufstelle.
Bei der Judikatur, kann dann auch durchaus die anzeigende Frau vor dem Kadi stehen, wenn sie bewusst angezeigt hat um zu schaden.
Das ist ein Delikt, nö gleich mehrere.

Edit: Tippfehler
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich wollte ich nicht damit rausrücken. Tatsache ist aber, dass es einem für mich sehr nahen Angehörigen ähnlich erging, wie @Mitglied #440959 es erzählt hat.

Der feine Unterschied zu seiner Geschichte besteht einfach nur darin, dass mein Sohn mit der vermeintlich Vergewaltigten/Misshandelten (so stand es in der Anzeige) wirklich am Tatabend Sex hatte, wo es auch etwas härter zur Sache ging. Es geschah jedoch alles freiwillig.

Abholung ca. 8-9 Std., nach der angeblichen Tat durch die Kripo. 3 Tage U-Haft,
Erkennungsdienstliche Behandlung, wie Fingerabdrücke, DNA, Foto und alles was so zu einem Verdacht auf §§ 201StGB, 84StGB (Strafmaß bei Schuldspruch: 5 - 15 Jahre Haft) so dazugehört.

Beim Verhör immer wieder den mutmaßlichen Täter zu einem Geständnis überreden wollend.
Die tolle Gefängniszelle, welche er sich mit einem noch nicht verurteilten (Mörder ebenfalls in U-Haft) teilen musste.

Ich werde diese Tage des Bangens wohl nie vergessen. Zittern und hoffen um den geliebten Menschen. Man will es nicht wahrhaben. Immer wieder die Gedanken, die sich im Kreis drehen "Nein er hat es nicht getan, und wenn doch, NEIN hat er nicht usw." Schlaflose Nächte in einer Zeit, wo ich selbst gesundheitlich sehr angeschlagen war. Chemo...usw.

Nach 3 Tagen U-Haft, endlich der erlösende Anruf vom Anwalt: "Ihr Sohn ist unschuldig und ist in Kürze aus der U-Haft entlassen!" Die Dame hat ein Geständnis abgelegt - gekränkter Stolz, so ihre Angabe, die Gute lief ihm schon sein ca. einem halben Jahr hinterher.

Ich hoffe echt ich muss so etwas, wenn auch nur passiv, nie wieder durchmachen.

Möglicherweise habe ich auch dadurch eine etwas andere Wahrnehmung, was das Täter - Opfer Thema betrifft.
Dass das ein Alptraum für dich und deine Familie war ist absolut verständlich und leider wird es solche Fälle immer wieder geben. Glücklicherweise ging es dann insofern gut aus, indem sie ihre Anschuldigung widerrufen hat. Aber du kannst dich dann sicher auch in einen Vater oder Mutter hineinversetzen, deren Tochter vergewaltigt wurde und der oder die Täter straffrei ausgehen, mangels Beweisen. Ganz abgesehen davon, wie es dem Opfer geht, das dann erst noch alle möglichen Befragungen und Untersuchungen über sich ergehen lassen muss. Dazu kommt dann obendrein noch oft, dass dem Opfer nicht geglaubt wird, bzw. ihr noch eine Mitschuld gegeben wird, oft von völlig Unbeteiligten und ohne Grund. Daher stört es mich ganz gewaltig, wenn solche Taten immer wieder relativiert werden. Das gilt sowohl für Frauen, die vergewaltigt wurden, noch für Männer, die fälschlich beschuldigt wurden.
 
Dass das ein Alptraum für dich und deine Familie war ist absolut verständlich und leider wird es solche Fälle immer wieder geben. Glücklicherweise ging es dann insofern gut aus, indem sie ihre Anschuldigung widerrufen hat. Aber du kannst dich dann sicher auch in einen Vater oder Mutter hineinversetzen, deren Tochter vergewaltigt wurde und der oder die Täter straffrei ausgehen, mangels Beweisen. Ganz abgesehen davon, wie es dem Opfer geht, das dann erst noch alle möglichen Befragungen und Untersuchungen über sich ergehen lassen muss. Dazu kommt dann obendrein noch oft, dass dem Opfer nicht geglaubt wird, bzw. ihr noch eine Mitschuld gegeben wird, oft von völlig Unbeteiligten und ohne Grund. Daher stört es mich ganz gewaltig, wenn solche Taten immer wieder relativiert werden. Das gilt sowohl für Frauen, die vergewaltigt wurden, noch für Männer, die fälschlich beschuldigt wurden.
Aber sicher doch. Ich bin doch jetzt dadurch nicht total empathielos geworden.
Und ja, du magst schon recht haben. Man braucht aber auch nicht wirklich viel Fantasie, um sich das Trauma meines Sohnes vorzustellen, der sich jetzt seit dem Vorfall keine Frau mehr ansprechen getraut, geschweige dem, wie er mit dem Gedanken umgehen soll, je wieder mit einer Frau Sex zu haben. Es ist denkbar existenzbedrohlich geworden für ihn.

Auf tatsächlicher Opferebene sind da immer langjährige Aufarbeitungsphasen notwendig.
Ganz furchtbar, dieser Rattenschwanz, den man dann auch noch hinter sich her ziehen darf.
 
Bei der Exekutive - ja, klar, erste Anlaufstelle.
Bei der Legislative, kann dann auch durchaus die anzeigende Frau vor dem Kadi stehen, wenn sie bewusst angezeigt hat um zu schaden.
Das ist ein Delikt, nö gleich mehrere.
Ja, stimmt und zwar nennt man das dann speziell jetzt im Fall meines Sohnes "Offizialdelikt"
 
Weißt "Was hätte es denn gebracht?", wenn man einen Job der passt sieht und sich denkt "Was bringt eine Bewerbung, die nehmen mich eh nicht" liegt das auf derselben Ebene - für mich.
In der Theorie natürlich! Wobei ich eine Bewerbung bei weitem nicht mit sexueller Belästigung oder gar Vergewaltigung gleichsetzen würde. Die Praxis sieht leider oft ganz anders aus, nämlich so..

...die Täter straffrei ausgehen, mangels Beweisen. Ganz abgesehen davon, wie es dem Opfer geht, das dann erst noch alle möglichen Befragungen und Untersuchungen über sich ergehen lassen muss. Dazu kommt dann obendrein noch oft, dass dem Opfer nicht geglaubt wird, bzw. ihr noch eine Mitschuld gegeben wird, oft von völlig Unbeteiligten und ohne Grund.
Der Spießrutenlauf fängt bei der Anzeige erst an.
 
Natürlich gibt es solche Fälle auch, relativ aktuell ja auch der Fall Lindemann (über den ich hier jetzt nicht diskutieren, sondern nur als Beispiel erwähnen will). Einer Freundin ist das auch passiert, als sie sich von ihrer Freundin getrennt hat. Aus Rache hat sie sie bei der Polizei wegen Körperverletzung angezeigt (haben BDSM praktiziert). Meine Freundin hatte zum Glück schriftlich, dass es in gegenseitigem Einvernehmen passiert und konnte wohl auch glaubhaft begründen, dass es aus Rache passierte. Die Anzeige wurde fallengelassen, bevor es überhaupt vor Gericht kam. Die genaue Begründung weiß ich leider nicht.

Andererseits gab es in Belgien dieses Jahr einen Fall, wo ein junger Gynäkologe freigesprochen wurde, weil man ihm ja seine Karriere nicht verbauen wollte. Als Gynäkologe!
Sowas darf einfach nicht sein.

Medizinstudent vergewaltigt Kommilitonin – und kommt mit Geldzahlung davon https://share.google/DYSZyKFVvJlpAZwc3
Es wird immer alles irgendwann wieder geschehen, ganz egal wie sehr man Opfer ernst nimmt oder wie hart die Strafen ausfallen. Deshalb finde ich es auch recht unlogisch, wenn denjenigen die sagen dass auf beiden Seiten angesetzt werden muss immer und immer wieder Täter-Opfer Umkehr vorgeworfen wird, sobald ein mutmaßlichen Belästigungsfall, bzw. der Hergang in irgendeiner Art und Weise hinterfragt wird
Und es ist auch nicht hilfreich wenn immer und immer wieder darauf hingewiesen wird, dass jeder einzelne Fall einer zu viel ist. Ich denke diesbezüglich sind sich hier ausnahmslos alle einig.
Und es herrscht hoffentlich auch Einigkeit darüber, dass weder Deine, noch meine Erfahrungen irgendeinen Allgemeingültigkeitsanspruch haben können.
 
Eigentlich wollte ich nicht damit rausrücken. Tatsache ist aber, dass es einem für mich sehr nahen Angehörigen ähnlich erging, wie @Mitglied #440959 es erzählt hat.

Der feine Unterschied zu seiner Geschichte besteht einfach nur darin, dass mein Sohn mit der vermeintlich Vergewaltigten/Misshandelten (so stand es in der Anzeige) wirklich am Tatabend Sex hatte, wo es auch etwas härter zur Sache ging. Es geschah jedoch alles freiwillig.

Abholung ca. 8-9 Std., nach der angeblichen Tat durch die Kripo. 3 Tage U-Haft,
Erkennungsdienstliche Behandlung, wie Fingerabdrücke, DNA, Foto und alles was so zu einem Verdacht auf §§ 201StGB, 84StGB (Strafmaß bei Schuldspruch: 5 - 15 Jahre Haft) so dazugehört.

Beim Verhör immer wieder den mutmaßlichen Täter zu einem Geständnis überreden wollend.
Die tolle Gefängniszelle, welche er sich mit einem noch nicht verurteilten (Mörder ebenfalls in U-Haft) teilen musste.

Ich werde diese Tage des Bangens wohl nie vergessen. Zittern und hoffen um den geliebten Menschen. Man will es nicht wahrhaben. Immer wieder die Gedanken, die sich im Kreis drehen "Nein er hat es nicht getan, und wenn doch, NEIN hat er nicht usw." Schlaflose Nächte in einer Zeit, wo ich selbst gesundheitlich sehr angeschlagen war. Chemo...usw.

Nach 3 Tagen U-Haft, endlich der erlösende Anruf vom Anwalt: "Ihr Sohn ist unschuldig und ist in Kürze aus der U-Haft entlassen!" Die Dame hat ein Geständnis abgelegt - gekränkter Stolz, so ihre Angabe, die Gute lief ihm schon sein ca. einem halben Jahr hinterher.

Ich hoffe echt ich muss so etwas, wenn auch nur passiv, nie wieder durchmachen.

Möglicherweise habe ich auch dadurch eine etwas andere Wahrnehmung, was das Täter - Opfer Thema betrifft.
Viel schlimmer ist ja in Wahrheit, dass genau solche Fälle auch dazu beitragen, dass Opfern nicht geglaubt wird. Und die "Schuldigen", wenn man denn danach suchen will, sind Frauen.
Weil, einem Polizisten der seinen Job macht und einen Tathergang hinterfragt oder einem Richter, der nix weiß und im Zweifel für den Angeklagten spricht, würde ich keinen Strick draus drehen wollen.
 
Viel schlimmer ist ja in Wahrheit, dass genau solche Fälle auch dazu beitragen, dass Opfern nicht geglaubt wird. Und die "Schuldigen", wenn man denn danach suchen will, sind Frauen.
Weil, einem Polizisten der seinen Job macht und einen Tathergang hinterfragt oder einem Richter, der nix weiß und im Zweifel für den Angeklagten spricht, würde ich keinen Strick draus drehen wollen.
Was jetzt für wen schlimmer ausfällt, wenn es zu Übergriffen oder auch falschen Anschuldigungen kommt, möchte und kann ich gar nicht bemessen/beurteilen. In der Tat ist es insgesamt alles nicht einfach.
Das Leben geht weiter und man darf sich von selbst erlebten Szenarien vielleicht speziell in solchen Diskussionen nicht allzu stark beeinflussen lassen, um im Thema objektiv zu bleiben.
Aber ich wäre kein Mensch, wenn mir das so leicht fallen würde.
 
Und wie ist die Interpretation?

Es kann eine Sauna eben nicht nur aus lässigen, sich überlegen fühlenden, den Intimbereich ohne Genierer justierenden Veteranen bestehen. :mrgreen:

Auch schüchternere "Newbie-Mädchengruppen" haben das Recht in eine Sauna zu gehen, ohne belächelt zu werden.
Das war ja fast Geistreich ... aber halt auch nur fast ...

Folgendes:
Und was glaubst ist dann die Interpretation der Newbies, wenn man sie ob der schrägen Verhaltensweise und Körpersprache dann skeptisch, leicht verwundert und teils etwas belustigt mustert ...
Könnte dann als "Anstarren" interpretiert werden ... und die derart "Gemusterten" empfinden sich als "Unangenehm Berührt" und dieses als "Belästigung" ..

Ich wollte insgesamt nur auf unterschiedliche Sichtweisen und (auch aufgrund auch medial zeitgeistlicher [männerfeindlicher] Befeuerung) forciert fehlgeleiteter Wahrnehmungen, Empfindungen und Fehlschlüsse hinweisen ...



Die Ladies haben laut Artikel nämlich schon eingangs (noch vor dem Dampfbad) über das Anstarren mehrerer Männer beklagt .....

Und die Saunakraft sprach dann den Mann ursprünglich wegen "Berührens" an ... eventuell wurde ja aus Berührung (in der Vorstellungswelt der Damen) dann nachträglich ein Masturbieren ... auch damit man sich nicht über sie und die erfolgte Meldung lustig macht ....
 
Der Spießrutenlauf fängt bei der Anzeige erst an.
O.k., schlechte Erfahrung. :(
Kenn ich nicht und doch begleitend dabei, einmal einen Pubertierenden positiv verlaufend.
Auch hier, rechtzeitig Rückzug,
Ja, stimmt und zwar nennt man das dann speziell jetzt im Fall meines Sohnes "Offizialdelikt"
Was hat Eurer/sein Anwalt gesagt?
Auch dafür ist ansich ein entsprechendes Vorgehen üblich.
Weil derartige Frauen gehören meiner Meinung nach ebenso bestraft, wie der wahrlich unschuldige Täter, bzw. härter.
Denn sie tun jemanden eine absolute Gewalttat an und andererseits ziehen sie, wie Du beschreibst alle andere Opfer in den Dreck.
Wie mehrmals in ganz vielen Threads immer wieder erwähnt, Frauenrechte ja o.k., aber dort wo Männer offensichtlich (z.B. Väterrecht) noch immer benachteiligt sind muss das verdammt noch mal auch passieren.

Selbst wenn Männer Hilfe suchen wollen, weil sie Gewaltbereitschaft empfinden, gibt es nach außen hin niederschwellige "Hilfe", man muss halt ein paar Monate auf einen Termin warten - als Mann. :(

Ich würde mir wünschen, dass wir Menschen als Gesellschaft, die gewisse Verhalten und Entscheidungen ablehnen zusammenstehen. Männer tun das für Frauenthemen durchaus.

In der Theorie natürlich! Wobei ich eine Bewerbung bei weitem nicht mit sexueller Belästigung oder gar Vergewaltigung gleichsetzen würde. Die Praxis sieht leider oft ganz anders aus, nämlich so..
Du berufst Dich auf Statistiken, gut, so wie Du das siehst, was können sie wert sein. (Ich sehe das auch so, und das muss endlich enden.)
Unbekannte Dunkelziffern, mit schwindenden Vertrauen auf die Basis unserer Staaten, wir haben nichts anderes - entweder wir stehen dahinter oder wir gehen weiter in den Untergang.
Natürlich gibt es Einzelfälle, kein Thema - und dann muss es hier nicht aus sind.
Alleine in Deutschland, sind einige Fälle bekannt, die durchaus nach Jahren nochmals aufgerollt wurden - für die Betroffenen, noch immer ein Albtraum, aber ein Zeichen. (Auch da, keine Ruhe, neue Möglichkeiten, altes Beweismaterial mit neuen Möglichkeiten nochmals untersucht u.s.w.)

Kein Opfer hat sich ausgewählt Opfer zu sein. (auch Opfer von Fehlurteilen)
Es gibt durchaus Instrumente weiter zu kämpfen. Wir können alle zu Opfer werden, ob nun durch Delikte oder Fehlurteile.
Selbst bin ich mal durch zwei Instanzen gegangen, weil Unrecht Unrecht ist, war an der Kippe, aber net ums Verrecken hätte ich nachgelassen.

So und Du sagst, dass Vergewaltigung und Belästigung so oder so individuell zu bewerten wären.
Gerichte sehen das je nach Anklage der Staatsanwaltschaft (die durchaus mistig sein kann), doch sehr differenziert.
Vergewaltigung ist nicht gleich Vergewaltigung. Sowie sexuelle Belästigung nicht gleich sexueller Belästigung ist.
Jeder Fall hat seine eigene Geschichte - Belästigung kann langfristig sein - Vergewaltigung kann schlechtes Gewissen machen, weil man ja eigentlich wollte, bis die Situation gekippt ist u.s.w.........

So einfach zu sagen, Vergewaltigung muss für einen Menschen schlimmer als Belästigung sein, empfinde ich echt stark. (und zeigt Klischees mehr als gewollt auf.) Was dem einen ein lebenslangen Trauma, steckt ein anderer Weg - Du hast Recht, bei Anzeige auch da der Umgang unterschiedlich von der Qualität her. :( :(

Du weißt auch in welchem Umfeld Vergewaltigungen hauptsächlich Vergewaltigung und sexuelle Belästigung statt findet, wenn Du Statistiken kennst. Nö, ins eigene Nest, sch.... man nicht gern, schon gar nicht wenn die Bindung stark ist. Das ist selten der böse Bube der am Waldweg lauert.

Auch hier - Gewalt an Männer - psychisch oder physisch von Frauen begangen, ist noch immer vernachlässigt.
Sexueller Missbrauch an Minderjährigen (hierforums glorifiziert - opferüblich bei Burschen/Männer) das muss enden. Das Schweigen von Burschen und Männer muss enden. Ich will, dass Frauen endlich verurteilt vor dem Kadi stehen, die Sexualität und Leben von Männern mitunter bis zum Lebensende zerstören.
der nix weiß und im Zweifel für den Angeklagten
Amerikanisches Recht - Deutsches Recht - Österreichisches Recht - da gibt es signifikante, teilweise grundsätzliche Unterschiede. Sorry, ist so.
Vater oder Mutter
Ja. Wer ist leichter zu instrumentalisieren, als die Menschen, die Dich lieben. :(
Danke für diese Perspektive. Im Endeffekt sind auch die Opfer geworden, damit muss man als Eltern auch mal fertig werden, welches "verzogenes Monster" man groß gezogen hat.
 
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