Monogam??

Als rein gesellschaftlichen Faktor sehe ich Monogamie nicht, dafür ist sie zu verbreitet. Eher so: Wir sind prinzipiell zu mehreren Lieben fähig, wenn auch meist nacheinander, weniger zeitgleich. Außerdem zu sexuellen Kontakten abseits der verbindlichen Liebesbeziehung, die ich nicht für "rein körperlich" halte, aber das ist sicher auch Definitionssache.

Will sagen: In der Anfangszeit einer Beziehung wird das Verlangen nach weiteren Sexpartnern i.d.R. gering sein, wie stark das sexuelle Verlangen als beziehungstragendes Element verstanden wird zeigt sich oft, wenn das Begehren beider sich unterschiedlich stark oder in verschiedene Richtungen entwickelt. Eine Möglichkeit, die Zuneigung, Vertrautheit, Verbindlichkeit der monogamen Beziehung zu erhalten, besteht in der sexuellen Öffnung (deshalb die starke Betonung auf 'nur Sex") in Form von Fremdgehen, gemeinsamen Aktivitäten z.B. in Clubs oder mit Spielpartnern oder bei ausreichendem Vertrauen in die bestehende Beziehung der Übereinkunft, weitere Sexpartner zu haben. Darin, diese Möglichkeiten offen zu besprechen und leben zu können, sehe ich den stärkeren gesellschaftlichen Faktor als in der Frage der monogamen bzw. nichtmonogamen "Veranlagung" des Menschen.
 
Und da stellt sich wieder die Frage: was heißt "monogam"?

Betrifft es die Liebe oder den Sex?

Ich persönlich verbinde ja beides und bin strikt monogam, SC und so sind auch nix für mich. Definitionssache halt.
 
Naja, wir sind vernunftbegabt (auch wenn das wohl auch nicht immer bei allen erkennbar ist :D) und haben die Fähigkeit, bewußte Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise die, daß sexuelle Treue die Grundlage einer Paarbeziehung ist - oder auch nicht.

Das Schwierige ist ja meist das Erkennen, daß der geliebte Partner u. U. andere Bedürfnisse hat als man selbst, dann wird gern auf "Normen" zurückgegriffen.


Meine Güte, kaum wach, hau ich schon solche Kalauer raus. :D
 
Ich entspreche sicherlich nicht der "Norm", ist für mich einfach eine persönliche Entscheidung.

Wenn eine Partnerin das anders sehen würde hätte ich ehrlich gesagt ein Problem.
 
Ich war ja auch immer der Meinung ich will nur eine monogame Beziehung. Weil ich nicht gern teile und ich geb's zu immer die Angst hätte das die andere besser gefällt.

Tja oft kommt es im Leben anders als man denkt. Ich habe mich auf einen Mann eingelassen, der in einer offenen Ehe lebt. Und was soll ich sagen. Am Anfang war es alles neu für mich. Ist es jetzt teilweise auch. Aber ich bin glücklich wie nie zuvor. Und was die Gesellschaft davon hält ist mir ziemlich wurscht. Für die Beteiligten muss es passen und sonst für niemanden
 
Wenn ich jemanden liebe, will ich in erster Linie, dass wir glücklich sind...beide. Ich will nicht unter Zwang etwas erhalten oder, dass Wünsche/Bedürfnisse im Verborgenen ausgelebt und erfüllt werden, nur weil die Angst, der Beziehungsrahmen könnte brechen, zu groß ist. Weg und Ziel liegen mMn in der Kommunikation, im Miteinander und im Fluss der Bedürfnisse - wie weit man sich tragen lässt und wie stark die Bindung wirklich ist, wird man in der Therorie nicht testen können, das zeigt sich im Zusammenspiel.
 
Ich war ja auch immer der Meinung ich will nur eine monogame Beziehung. Weil ich nicht gern teile und ich geb's zu immer die Angst hätte das die andere besser gefällt.

Tja oft kommt es im Leben anders als man denkt. Ich habe mich auf einen Mann eingelassen, der in einer offenen Ehe lebt. Und was soll ich sagen. Am Anfang war es alles neu für mich. Ist es jetzt teilweise auch. Aber ich bin glücklich wie nie zuvor. Und was die Gesellschaft davon hält ist mir ziemlich wurscht. Für die Beteiligten muss es passen und sonst für niemanden
Ich freu mich wirklich für euch und auch wenn ich euch nicht persönlich kenne, so wünsche ich euch von Herzen das Allerbeste.
Und bes freut mich auch für dich , dass du eine fixe Meinung zu einem Thema hinter dir lassen konntest, um einen weiteren Blickwinkel zu bekommen.!
 
Grüß euch!
Würd mich interessieren wie ihr darüber denkt!
Ich bin ja der Meinung das der Mensch NICHT von Natur aus Monogam ist.
Vielmehr Glaube ich das dies ein rein Gesellschaftlicher Faktor ist.
Es scheint mir nur allzu natürlich,dass wenn mann seinen Partner liebt dann trotzdem mit einer anderen Person Sex zu haben.
Das wäre dann ja nur rein Körperlich.
Wie seht ihr das?
Über die Biologie der Monogamie wird viel geforscht. In der Tierwelt ist sie ja nur sporadisch an zu treffen...
Egal. Ich denke das es durch die Fantasiie und Kreativität die unser Gehirn als einziges "Tier" auf dem Planeten uns bietet, es komplizierter macht...
Ich bin glücklich in einer Beziehung, in der Wünsche, Fantasien, Begierden mit dem Partner besprochen und ausgelebt werden können. Trotz erotischer Eskapaden (gelegentlich auch ohne den Partner) würde ich mich/uns als monogam bezeichnen- letztendlich auch deshalb weil im Herzen nur Platz für den eigenen Partner ist. Alles andere ist nur (körperlich) ein bisschen Spaß haben zwischendurch.
 
Es gibt durchaus Tierarten, die monogam leben.
Also kann man für das Sehnen nach fremder Haut nicht die Biologie vorschieben.
Polyamorie käme für mich nur in Frage, würden alle Partner gemeinsam miteinander leben.
So eine nette Liebes-WG zu viert, das hätte doch was.
Alle anderen Modelle, wie Affären z.B. wären für mich reizlos.
 
Es gibt durchaus Tierarten, die monogam leben.
Also kann man für das Sehnen nach fremder Haut nicht die Biologie vorschieben.
Polyamorie käme für mich nur in Frage, würden alle Partner gemeinsam miteinander leben.
So eine nette Liebes-WG zu viert, das hätte doch was.
Alle anderen Modelle, wie Affären z.B. wären für mich reizlos.
Ich sagte ja auch das es (nur halt selten) Monogamie im Tierreich gibt... Wurst.
Polyamorie, so wie du sagst, in einer WG wo jeder jeden gleich viel liebt klingt toll, und wäre sicher für viele erstrebenswert.
Aber in der Realität ist es mit vielen Schwierigkeiten behaftet. Es kann funktionieren, es ist aber ein empfindliches und sehr sensibles Konstrukt einer Beziehungsform.
 
Ich sagte ja auch das es (nur halt selten) Monogamie im Tierreich gibt... Wurst.
Polyamorie, so wie du sagst, in einer WG wo jeder jeden gleich viel liebt klingt toll, und wäre sicher für viele erstrebenswert.
Aber in der Realität ist es mit vielen Schwierigkeiten behaftet. Es kann funktionieren, es ist aber ein empfindliches und sehr sensibles Konstrukt einer Beziehungsform.

Sorry.
Ich lese deine Beiträge gar nicht :rofl:
Daher konnte ich auch keinen Bezug darauf nehmen.
 
Meiner Ansicht nach lebten alle unsere menschlichen Vorfahren polygam, weil es uns sonst gar nicht gäbe. Die Urmenschen lebten in kleinen Sippen und Verbänden. Die Männer, die ja die Nahrungsbeschaffung zu besorgen hatten fielen oftmals dieser lebensgefährlichen Tätigkeit zum Opfer, sodass es eine Notwendigkeit war, dass Frauen mit oder ohne Kindern in einen vollständigen Familienband aufgneommen, versorgt und in diese Familie eingegliedert wurde.
Weiteres Beispiel: Es war auch ein mosaiisches Gesetz, dass der Bruder die Witwe seines Bruders schwängern musste, um dessen Nachkommen zu sichern. Weiters weist die Bibel auch auf die Gastprostitution hin, dass der Quartiergeber seinen Gästen die Frauen seines Haushaltes zum Sex zur Verfügung stellte.

Anscheinend kannten zumindest die Römer und die Griechen die Einehe, zumindest zur Zeugung ehelicher und erbberechtigter Nachkommen, was aber eher wirtschaftlich und rechtliche Gründe hatte und keinesfalls moralische, weil ja Nebenfrauen und Dirnenbesuche an der Tagesordnung standen.

Der große Prophet Mohammed, der ja seinen Glauben kriegerisch und großflächig verbreitete, musste natürlich für ausreichend Nachwuchskrieger sorgen, weshalb er die Vielehe einführte und propagierte.

Persönlich lebe ich monogam, geb aber schon zu, dass ich mir bei interessanten Frauen des öfteren denke, diese wären eine Sünde wert, aber das wars dann auch schon. Wie andere Menschen zusammenleben ist mir egal, solange dies freiwillig und von allen Beteiligten gewollt ist.
 
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