Ich hänge an dieser Geschichte seit August 2022 und mich würde es echt freuen, wenn ich mich diesbezüglich austauschen könnte.
gut, dann pfeif ich mal auf die freigabe und berichte mal, was wir dazu so erlebt haben - konkret seit november 2023.
vorgeschichte: meine frau und ich haben im april 2022 corona bekommen. zum glück schon die weit harmlosere omikron-variante. sie dreifach geimpft, ich gar nicht.
wobei ich von dem zu den entwicklungen bezüglich long covid keinerlei verbindung herstellen möchte. ist punkto zusammenhängen m.e. völlig offen! sie damals völlig ohne symptome, ich mit einer "mittelschweren grippe", höheres fieber, schwäche, viel schwitzen, husten, erkältungssymptome. keine atemnot, keinerlei notwendigkeit einer hospitalisierung. und das war es damals - bis eben 11/2023.
dann ging meine frau - völlig gesund - zu einer vorsorgeuntersuchung. und die damals vertretungsärztin meinte, ihre schilddrüsenpräparate ziemlich erhöhen zu müssen, weil die blutwerte nicht gepasst hätten. wir sind beide SD-operiert. und dann begann es bei ihr: schwäche, zittern, unruhe, ... bis weihnachten war sie schon ziemlich körperlich parterre. aber: eine neue corona-infektion scheint bei ihr erst irgendwann im jänner darauf dazugekommen zu sein. bis märz 2024 war sie ein fall für den rollstuhl, völlig fertig und fast am sterben. aber: alle weiteren befunde und untersuchungen brachten keinen ansatz. bis ein spitzen-kardiologe (dr. kraus, 1160 wien, kassenarzt - m.e. absolut zu empfehlen) gemeint hat, er fände kardiologisch bei ihr nichts, aber alle symptome würden auf eine starke schilddrüsen-überfunktion hindeuten. die SD-präparate ab dem tag für einige zeit komplett abgesetzt: und schon am nächsten tag ging es meiner süßen weit besser. kann sein, dass sie eine leichte unterfunktion hatte, aber der sprung in der dosierung war viel zu stark. was den körper anscheinend so geschwächt hat, dass long covid sich entfalten konnte.
ich schätze, dass vorerkrankungen und das rundherum bei long covid eine enorme rolle spielen. das genau anschauen lassen!
so weit, so gut - aber das fatique (aus long covid?) ist geblieben. weiterhin alle befunde okay - und meine süße weiterhin nicht auf dem status wie davor, aber weit nicht. dann eben der versuch, in der long covid ambulanz im AKH einen termin zu bekommen. ein spießrutenlauf! und vor allem: dorthin musst den patienten ja einmal bringen. es gibt NICHTS, was einen solchen fatique-patienten "daheim abholt und auffängt". und: an sich hat diese ambulanz selbst gar nichts gemacht - außer meine süße als patienten körperlich zusätzlich zu belasten. die arbeiteteten (gibt es inzwischen nimmer) unter skandalösen bedingungen. aber: du musstest dorthin - weil die steuern punkto therapie den ganzen rest. wobei: du bekommst von dort keine medikation, weil "alles ist ja nicht durch studien belegt". du kannst dich in weiteren versuchen und programmen anmelden - aber das war's.
einzig positives: als wirklich sinnbringender zweig wirst du an die ambulante therapie in oberlaa verwiesen. und: die dort sind wirklich gut, auf den einzelnen patienten eingehend, meine süße liebt sie! problem: das ist eine ambulante behandlung! sprich: wennst dort nicht hinkommen kannst, weil dein fatique zu stark ist, dann bist aufgeschmissen. aber: lange zeit hat es meine süße geschafft und es ging ihr immer besser. wirklich fast schon in "normalform". immer noch ohne jegliche long covid-medikation, weil es ja angeblich nichts diesbezüglich gibt!
leider gab es dann bei meiner süßen mitte dezember 2024 einen schweren crash - aus einer kombination aus körperlicher überlastung und psychischen faktoren (die bei dem anscheinend eine enorme rolle spielen). und sie stand quasi wieder bei null, war verzweifelt und am ende.
dann aber passierten mehrere dinge: sie bekam aufträge in ihrer "passion" (eigentlich zum blödesten zeitpunkt, aber psychisch hilft es) - und wir bekamen den kontakt zu einer long covid-arbeitenden neurologin (dr. schnopfhagen, hetzendorfer straße in wien, privat zu bezahlen). und die hat schon bei einer jugendfreundin meiner tochter wunder bewirkt (noch viel länger mit dem belastet). weil anscheinend die ganze chemisch/hormonelle steuerung im gehirn aus den fugen ist und den körper niederwirft. die freundin meiner tochter bekommt ganz andere medikamente als meine süße (geringste mengen eines medikaments gegen schizophrenie, obwohl die gar nichts damit am hut hat - und es geht ihr wieder gut) und meine süße nun etwas in mikro-form gegen epilepsie (was ihr aber auch schon bei ihrer migräne geholfen hat). und es sieht weit besser aus: meine süße schläft wieder durch (was vorher ein problem und schon mit-grund für die erschöpfung war). ihre reaktion auf einfachste stress-reize im alltag ist weit weniger stark (z.b. folgetonhorn gleich neben ihr). es geht die drei stock ohne lift zu uns hoch schon weit besser. schaut nach einem plan aus - aber eben noch sehr dünnes eis!
und vor allem: es müssen die ärzte wirklich zusammenarbeiten. unsere hausärztin ist ausgezeichnet, sehr genau, und liefert schon aus den blutbefunden heraus ansätze, die die spezialisten verwerten können. z.b. kann auch eine histamin-allergie bei meiner süßen mitspielen. ob und wie sehr, das ist noch offen.