Ist Luisa hier?

Hi,

Aber ich kann mich echt erinnern, wenn in meiner Jugend irgendwo einer in seinem Suff ungut geworden ist, der hat von der Frau eine kassiert.
Und gleichzeitig waren gleich ein paar andere Typen da und haben denjenigen kurzerhand vor die Tür gsetzt. Der Betreffende kam auch nimmer rein, nie wieder...
Da mussten keine langen Erklärungen sein oder still und heimliches Getue oder sonstiges unsägliches Ritual, das Frauen erst recht wieder in eine Opferhaltung drängt.

also abgesehen davon, dass es illegal ist, und vollkommen korrekt die Polizei kommt und die Schlägerin festnimmt, hat diese Lösung diverse Nachteile:

1. sie funktioniert nur, wenn die Betroffene Teil der indigenen Flora ist. Wurde eine Zugereiste vom lokalen besoffenen Pöbel belästigt, hatte sie keine Chance auf Hilfe.

2. sie funktioniert nur selten, weil der angebliche Belästiger seinerseits oftmals gleichartige Unterstützung aufzubringen in der Lage war, und dann die gesammelte Jugend des Nachbardorfs die betreffende Lokalität eliminiert hat ...

3. sie funktioniert auch nur, wenn der Stand des angeblichen Belästigers unter dem Stand der Frau ist/war. Der Sohn vom Bürgermeister konnte idR. problemlos das Töchterchen des verarmten Furchenadels begrapschen .... Oftmals sah sogar der Dorfgendarm drüber hinweg ...

LG Tom
 
Hi,

Es geht hier eigentlich ums Personal in Bars und Schwimmbäder. Dass es missbräuchlich verwendet werden kann, streite ich gar nicht ab. Das kann aber auch mit einem "Hilfe" passieren.

naja, kurz gefragt: wenn sich ein Mädl bissl zu viel Alk zugemutet hat und kein Geld fürs Taxi, so wie ich es verstehe fragt sie einfach den Türsteher nach Luisa, und der bringt sie selbst oder per Taxi heim.

Ganz ohne Belästigung.

Das ist ein Unterschied zu dem an sich angebrachten "Bitte helfen Sie mir".

Ich hätte z.B. Bedenken, dass ein möglicher Täter unbehelligt davon kommt. Also wenn - wie beschrieben - eine Frau belästigt wird, das Personal dafür sorgt, dass sie - notfalls per Taxi - heim kommt, dann bleibt ja der Verursacher quasi unerkannt im Lokal und im Ende findet er vielleicht eine, die er vergewaltigt.


Grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht, insbesondere wenn es nicht um eine Straftat geht, sondern "nur" um eine unangenehme Situation. Gerade auch, wenn die Frau nicht Gast ist. Also z.B. wenn eine Frau auf der Straße nachts wen kennen lernt, und - warum immer - mit der Situation überfordert ist, sagt sie, dass sie aufs Klo muss, geht in ein Lokal und lässt sich von dort so heimbringen, dass ihr keiner folgen kann. Soweit alles OK.


Ein ehemaliger Studienkollege hat sein Studium zum Teil finanziert, indem er ab ca. 1995 im Volksgarten jeden Mittwoch Festln veranstaltet hat. Mit anderen Freunden haben sie im Sommer in der Freudenau und später in den Sofiensälen jeden Samstag Festln gehabt. Nachdem ich weder Alkohol trinke noch die Musik so das meine ist, habe ich mich meistens in der Infrastruktur herumgetrieben.
Wenn die Securities und das sonstige Personal nicht gerade in Extremsituationen war (es hat durchaus mal Probleme gegeben, wenn einer Gruppe der Zutritt verwehrt wurde), dann haben die selbstverständlich genau das gemacht, was hier angedacht wird. Also wenn eine Frau (auch ein Mann) gemeldet hätte, dass sie belästigt wird oder auch nur, dass ihr eine Situation komisch vorkommt, wurde sie zur Seite genommen, in Räume zu denen an sich nur das Personal Zutritt hatte, man hat ihr Hilfe angeboten, egal ob Taxi oder ob man sie aus dem Personalausgang rausgeschleust hätte, und man hätte auch den potentiellen Täter ein Auge gehabt, im Wiederholungsfall wäre der entfernt worden bzw. hat sich die Security den genau angesehen, wenn der schon sehr alkoholisiert war, wurde unter Umständen auch der in ein Taxi gesetzt.

Auch sonst - ich kenne ja einige Leute aus der Gastro - wäre das soweit möglich gemacht worden.

Auch für Fremde, wenn eine Frau zu den Securities (oder in ein Lokal zum Kellner) geht und um Hilfe bittet, wäre ihr auch genau so geholfen worden.

Also an sich nix Neues, einen Vorteil hat es, dass es vielleicht bekannter wird. Und offenbar fehlt jüngeren Menschen das Selbstverständnis eigentlich überall Hilfe zu bekommen.

Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie auch in eine solche Situation kam, die sie bedrohlich fand, sie ist dann in ein Lokal am Graben gegangen und hat das Personal um Hilfe ersucht.


LG Tom
 
Hi,



also abgesehen davon, dass es illegal ist, und vollkommen korrekt die Polizei kommt und die Schlägerin festnimmt, hat diese Lösung diverse Nachteile:

1. sie funktioniert nur, wenn die Betroffene Teil der indigenen Flora ist. Wurde eine Zugereiste vom lokalen besoffenen Pöbel belästigt, hatte sie keine Chance auf Hilfe.

2. sie funktioniert nur selten, weil der angebliche Belästiger seinerseits oftmals gleichartige Unterstützung aufzubringen in der Lage war, und dann die gesammelte Jugend des Nachbardorfs die betreffende Lokalität eliminiert hat ...

3. sie funktioniert auch nur, wenn der Stand des angeblichen Belästigers unter dem Stand der Frau ist/war. Der Sohn vom Bürgermeister konnte idR. problemlos das Töchterchen des verarmten Furchenadels begrapschen .... Oftmals sah sogar der Dorfgendarm drüber hinweg ...

LG Tom
Nö, war bei uns nicht so.
Auch nicht in der Stadt.
 
wenn es nicht um eine Straftat geht
Und wenn es um eine Startat geht, dann ruft man ohnehin AUCH die Polizei.
Also an sich nix Neues, einen Vorteil hat es, dass es vielleicht bekannter wird. Und offenbar fehlt jüngeren Menschen das Selbstverständnis eigentlich überall Hilfe zu bekommen
Genau und gerade deshalb ist diese e
Aktion weder dumm noch unnötig. Ich finde es auch wichtig, dass Lokal- und in dem Fall auch Badbetreiber ihrem Personal klar machen, dass hier solche Situationen nicht einfach abgewunken oder wegdiskutiert werden. Und sowas passiert, das kann man einfach nicht leugnen.
 
Hi,

Und wenn es um eine Startat geht, dann ruft man ohnehin AUCH die Polizei.

das glaube ich eher nicht. Es geht da an sich immer um Straftaten, oder zumindest der Befürchtung, dass es zu einer solchen kommen könnte.

Es ist nicht dazu da, dass man sich sinnlos volltrinken kann, und trotzdem nach Hause gebracht wird.


Genau und gerade deshalb ist diese e
Aktion weder dumm noch unnötig. Ich finde es auch wichtig, dass Lokal- und in dem Fall auch Badbetreiber ihrem Personal klar machen, dass hier solche Situationen nicht einfach abgewunken oder wegdiskutiert werden. Und sowas passiert, das kann man einfach nicht leugnen.

Die einzigen Leute, die mir bisher erklärt haben, dass sie sowas erlebt hätten, also dass ihnen nicht geholfen wurde, dass irgendwas "abgewunken oder wegdiskutiert" worden wäre, kommen aus einem Umfeld, wo viel gelogen wird. Wo es üblich ist, dass oft mit "ich kenn wen dem das passiert ist" sich wichtig gemacht wird.

Du wirst kaum einen Lokalbetreiber oder Badbetreiber finden, der nicht schon seit Jahrzehnten dem Personal klar macht, dass solche Situationen entsprechend ernst genommen werden müssen.

Das sind rein wirtschaftliche Aspekte, insbesondere in der Nachtgastronomie gilt, dass wo viele (hübsche) Frauen sind, das Geschäft boomt. Aber auch jedes andere Lokal oder Bad wird vieles tun, damit weder ein Polizeieinsatz stattfindet, noch man negativ in die Schlagzeilen kommt.

Aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Wenn rein hypothetisch das einem Betreiber egal wäre, wird er auch nicht am Luisa Programm teilnehmen.


Die Aktion ist definitiv nicht dumm, auch nicht unnötig. Es gibt halt einige Dinge, die - sagen wir - am Erfolg zweifeln lassen.

Zum einen die Frage, ob rechtliche Konsequenzen drohen, wenn z.B. einer Frau nicht geholfen wird, die nach Luisa fragt. Weil z.B. grad kein Personal verfügbar ist, weil das Lokal schlicht überlastet ist. Und das wird früher oder später passieren.

Die andere Frage ist, dass es auch jetzt schon normal ist, dass einer Frau in Not geholfen wird. Einer der Punkte für Luisa ist, dass der Name auch in lauter Umgebung gut verständlich wäre und man schneller versteht, worum es geht.

Und solange Luisa eine derartige Randerscheinung ist, haben Frauen nicht unbedingt eine Wahl. Also sie werden nicht eher Lokale meiden, die nicht am Luisa Programm teilnehmen. Aber das kann sich ja ändern.

Man wird sehen, ob es Erfolg hat.


LG Tom
 
wenn man meint ein unfug wie luisa lässt sich nicht mehr toppen, so soll man sich nicht täuschen ... :haha:

tadaaa ... das heimwegtelefon ...
huch, da kommt einer mit einem messer waren die letzten worte, die der freundliche callcenteragent des heimwegtelefons von seiner telefonischen begleitung hörte ... :verwirrt:
 
wenn man meint ein unfug wie luisa lässt sich nicht mehr toppen, so soll man sich nicht täuschen ... :haha:

tadaaa ... das heimwegtelefon ...
huch, da kommt einer mit einem messer waren die letzten worte, die der freundliche callcenteragent des heimwegtelefons von seiner telefonischen begleitung hörte ... :verwirrt:

:unsure: Aber nicht das die dann telef. belästigt werden dann, man erinnere sich, wie in den 90er der Telefonsex ausartete, als die 0800er Nummer erfunden wurden.......in fast jeder Telefonzelle wichste sich einer ab damals :roll:
 
wenn man meint ein unfug wie luisa lässt sich nicht mehr toppen, so soll man sich nicht täuschen ... :haha:

tadaaa ... das heimwegtelefon ...
huch, da kommt einer mit einem messer waren die letzten worte, die der freundliche callcenteragent des heimwegtelefons von seiner telefonischen begleitung hörte ... :verwirrt:
Außer in Graz und wr. Neustadt hätt jo gar kana obghoben. Und wenn um 14 Uhr überfallen wirst ist dort auch niemand erreichbar 🤣
Aber es soll ja auch nur den "Schein von Sicherheit vermitteln..."
Liebe Räuber und Überfall-täter... stalkt doch mal mich, i wart schon mei ganzes Leben drauf, dass das mal jemand bei mir versucht. Ich garantiere: i wähl kan Notruf für euch!
 
achtung - wichtige info für die belästige frau in der kneipe !!!

in krems nicht nach luisa fragen ... :nono:

in krems muss frau den angel shot bestellen ... :lehrer:

So soll Feiern für Frauen sicherer werden Mit dem Bestellen eines „Angel Shots“ können sich Betroffene sexueller Belästigung an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilnehmender Lokale wenden. Ein „Angel Shot“ ist kein wirkliches Getränk, sondern ein Codewort, mit welchem signalisiert wird, dass sich die betroffene Person in einer unangenehmen Situation befindet und Hilfe benötigt.

:haha:
 
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