Ist es verwerflich eine Sexarbeiterin zu buchen?

Psychologen studieren nicht umsonst jahrelang. Braucht man als SA nicht, da reicht auch gar keine Ausbildung.
genau das ist ein Diskussionspunkt in dem immer wiederkehrenden Thema "ist Sexwork ein Beruf wie jeder andere"

Und ... es gibt in jedem Gewerbe Leut, die mühselig einen Beruf erlernt habn und trotzdem nix können, und andere, die sichs selber beigebracht habn und jedn in Sack steckn.
 
Zuletzt bearbeitet:
A Wischtlkoch hat auch seltenst die Ausbildung von am Haubenkoch 🤷
Sind trotzdem alles Menschen und verdienen es auch, dergestalt behandelt zu werden ... darüber hinaus sollten halt auch gesellschaftlich-soziale Rahmenbedingungen geschaffen werden um zu verhindern, dass diese Tätigkeit als de facto letzte Möglichkeit "freiwillig gewählt werden muss" ;)
 
Sind trotzdem alles Menschen und verdienen es auch, dergestalt behandelt zu werden ... darüber hinaus sollten halt auch gesellschaftlich-soziale Rahmenbedingungen geschaffen werden um zu verhindern, dass diese Tätigkeit als de facto letzte Möglichkeit "freiwillig gewählt werden muss" ;)
Oiso i kenn an Wischtlkoch der verdient super gut.
Einer der wenigen die wirklich a Haubenkochausbildung haben. Merkst auch an der Qualität der dargereichten Imbissgerichte.
 
Hinsichtlich deiner Vergleiche passt Du in das EF (Ess Forum) wie die Faust auf's Auge :fies: :mrgreen:
Danke, ich passe mich an.
Weil in ein Wespennest darf man hier eh ned stechen😵‍💫.
Natürlich sind alle SW freiwillig in diesem Job, leben es und haben die größte Freude am Tun. Zig Orgasmen täglich, 1000de über 1000de Euros am Konto,....
Man kann sich dies natürlich auch schön reden und verdrängen, obwohl man genau weiß dass die Realität anders aussieht.
 
genau das ist ein Diskussionspunkt in dem immer wiederkehrenden Thema "ist Sexwork ein Beruf wie jeder andere"

Und ... es gibt in jedem Gewerbe Leut, die mühselig einen Beruf erlernt habn und trotzdem nix können, und andere, die sichs selbsr beigebracht habn und jedn in Sack steckn.


Es ist leicht, ein Studium oder einen Beruf als "leicht" abzuqualifizieren.

Ich zitiere in diesem Zusammenhang gerne Robin Williams im Film "One Hour Photo" mit einem bemerkenswerten Statement über diese Form der Arroganz:

I've been doing P.O.S. mini-lab work for over 20 years now. I consider it an important job. When people's houses are on fire, what's the first thing they save after their pets and their loved ones are safe? The family photos. Some people think that this is a job for a clerk. They actually believe that any idiot that attends a two-day seminar can master the art of making beautiful prints in less than an hour. Of course, like most things, there's far more to it than meets the eye. I've seen the prints they fop off on people at the Rexall or Fotek, milky washed out prints, too dark prints. There's no sense of reverence for the service they're providing for people. I process these photos as if they were my own.

Quelle: One Hour Photo - Wikiquote

Tatsache ist, auch wenn nicht alle Tätigkeiten das gleiche Ansehen geniessen, jede Arbeit, die mit Sorgfalt gemacht wird, ist anspruchsvoll.

:hmm:...ob man das nicht als Grundrecht manifestieren sollte :schulterzuck:

Man kann Leuten das Recht geben, ihre Sexualität so zu leben, wie sie möchte.
Aber es besteht kein Anspruch auf Erfüllung.

Das ist ja ein häufiges Problem drüben im Freierforum mit den ewigen Preisdiskussionen, manche User denken, es sollte ein Menschenrecht auf erschwinglichen Paysex geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, ich passe mich an.
Weil in ein Wespennest darf man hier eh ned stechen😵‍💫.
Natürlich sind alle SW freiwillig in diesem Job, leben es und haben die größte Freude am Tun. Zig Orgasmen täglich, 1000de über 1000de Euros am Konto,....
Man kann sich dies natürlich auch schön reden und verdrängen, obwohl man genau weiß dass die Realität anders aussieht.
Stich rein ... Sprich klare Worte ... Einige von hier sind ja tatsächlich "Erwachsen"
 
Kontext:

Ich habe meinen Freunden erzählt, dass ich vor habe eine Sexarbeiterin zu buchen. Diese meinten, ich solle es nicht tun, weil, falls ich in der Zukunft eine Frau und potentielle Partnerin kennenlernen würde, sie es verwerflich finden könnte, dass ich schon mal mit ner Sexarbeiterin geschlafen habe und sich deswegen meine Dating Chancen ( welche wegen meines Rollstuhls jetzt schon gemindert sind) noch weiter verschlechtern.

Wollte mal nach euren Meinungen zu dem Thema fragen 🤷‍♂️
wenn sie es verwerflich findet dass du auch sexuelle gelüste hast iss sie eh ned die richtige....🤷‍♂️
 
grad das ist nicht so abwegig.
Der Vergleich mit einer Psychotherapie?
Der Anspruch einer Psychotherapie ist es, eine psychische Erkrankung zu heilen oder zumindest den Leidensdruck zu lindern. Ob sie dazu tatsächlich im Stande ist, sei einmal dahingestellt.
Die angebotenen Dienstleistungen einer Prostituierten dienen in erster Linie der sexuellen Triebbefriedigung.
Die Parallele sehe ich hier einfach nicht.

ist Sexwork ein Beruf wie jeder andere
Nein. Weder in einem rechtlichen noch in einem sozioökonomischen Sinn.
Nach gängiger Rechtsmeinung ist Sexarbeit auch kein Gewerbe im Sinne der GewO, es sei denn die Rechtslage hat sich in den letzten paar Jahren diesbezüglich geändert.
 
Kontext:

Ich habe meinen Freunden erzählt, dass ich vor habe eine Sexarbeiterin zu buchen. Diese meinten, ich solle es nicht tun, weil, falls ich in der Zukunft eine Frau und potentielle Partnerin kennenlernen würde, sie es verwerflich finden könnte, dass ich schon mal mit ner Sexarbeiterin geschlafen habe und sich deswegen meine Dating Chancen ( welche wegen meines Rollstuhls jetzt schon gemindert sind) noch weiter verschlechtern.

Wollte mal nach euren Meinungen zu dem Thema fragen 🤷‍♂️
Sehen wir nicht so ,wenn es deinem Lebensgefühl gut tut warum den nicht .
 
Der Vergleich mit einer Psychotherapie?
Der Anspruch einer Psychotherapie ist es, eine psychische Erkrankung zu heilen oder zumindest den Leidensdruck zu lindern. Ob sie dazu tatsächlich im Stande ist, sei einmal dahingestellt.
Die angebotenen Dienstleistungen einer Prostituierten dienen in erster Linie der sexuellen Triebbefriedigung.
Die Parallele sehe ich hier einfach nicht.

In der Sexualbegleitung, einem Teilbereich des Paysex, werden Leute teilweise direkt
von ihren TherapeutInnen zu uns geschickt.
Das geht von mit-35-noch-nie-Sex gehabt bis zum Trauma eines Penisbruchs, der nicht mehr ganz verheilen wird.

Natürlich sind wir nicht ausgebildet jemanden zu therapieren, das ist auch nicht unser Anspruch, sehr wohl aber können wir durch einfühlsame Körperarbeit intime Nähe, die sonst nicht in dieser Form vorhanden ist, geben, und seelisches Leid, das durch Einsamkeit und dem unerfüllten, tw. sogar quälenden Wunsch nach gemeinsamer Sexualität entstanden ist,
abmildern.

Und auch "normaler" Paysex ist so viel mehr als "Triebbefriedigung". Da sitzt auch mal jemand nur im Bett und weint wegen einer Trennung.

Neben der körperlicher Nähe sollte auch eine emotionale Verbindung hergestellt werden, wenn man an zufriedenen Kunden und Kundenbindung interessiert ist.

Nein. Weder in einem rechtlichen noch in einem sozioökonomischen Sinn.
Nach gängiger Rechtsmeinung ist Sexarbeit auch kein Gewerbe im Sinne der GewO, es sei denn die Rechtslage hat sich in den letzten paar Jahren diesbezüglich geändert.

Jede berufliche Tätigkeit hat ihre spezifischen Ausprägungen, bei der Sexarbeit sind die
Rechte und Pflichten in den Prostitutionsgesetzen der Bundesländer geregelt.

Gewerbeschein und Gewerbeberechtigung werden nicht benötigt, man zählt zu den Neuen Selbständigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Sexualbegleitung, einem Teilbereich des Paysex, werden Leute teilweise direkt
von ihren TherapeutInnen zu uns geschickt.
Das geht von mit-35-noch-nie-Sex gehabt bis zum Trauma eines Penisbruchs, der nicht mehr ganz verheilen wird.
Schön und gut. Eine Parallele existiert dennoch nicht.

Jede berufliche Tärigkeit hat ihre spezifischen Ausprägungen, bei der Sexarbeit sind die
Rechte und Pflichten in den Prostitutionsgesetzen der Bundesländer geregelt.

Gewerbeschein und Gewerbeberechtigung werden nicht benötigt, man zählt zu den Neuen Selbständige
Für die allermeisten Tätigkeiten und Berufe ist ein Befähigungsnachweis erforderlich, egal ob LKW-Fahrer, Arzt, Wirtschaftsprüfer, Maschinenbauer oder Pilot. Außer für Hilfstätigkeiten. Die werden aber angeleitet.
Für die allermeisten Produkte und Dienstleistungen sind Normen und gewisse Qualitätsstandards definiert und auch gesetzlich vorgeschrieben. Das ist im Falle von Sexdienstleistungen nicht der Fall. Somit kommen auch keine Garantie- und Gewährleistungsansprüche zum tragen.
Der gesetzliche Rahmen in dem sich die Sexarbeit bewegt, ist ein gänzlich anderer als bei anderen Dienstleistungen.

Im ökonomischen Sinn: unser Wirtschaftssystem und unser gesamter Wohlstand basieren auf der Akkumulation von Kapital und vorallem von Wissen. Beides findet bei der klassischen Sexarbeit nicht statt. Produktivitätsgewinne existieren nicht.
Sie existiert vielmehr sehr isoliert in unserem Wirtschaftsgefüge. Multiplikatoreffekte sind kaum vorhanden.
Sexarbeit hat ihre Daseinsberechtigung, zu behaupten es wäre eine Dienstleistung wie jede andere, ist schlichtweg realitätsfern.
 
Schön und gut. Eine Parallele existiert dennoch nicht.


Für die allermeisten Tätigkeiten und Berufe ist ein Befähigungsnachweis erforderlich, egal ob LKW-Fahrer, Arzt, Wirtschaftsprüfer, Maschinenbauer oder Pilot. Außer für Hilfstätigkeiten. Die werden aber angeleitet.
Für die allermeisten Produkte und Dienstleistungen sind Normen und gewisse Qualitätsstandards definiert und auch gesetzlich vorgeschrieben. Das ist im Falle von Sexdienstleistungen nicht der Fall. Somit kommen auch keine Garantie- und Gewährleistungsansprüche zum tragen.
Der gesetzliche Rahmen in dem sich die Sexarbeit bewegt, ist ein gänzlich anderer als bei anderen Dienstleistungen.

Im ökonomischen Sinn: unser Wirtschaftssystem und unser gesamter Wohlstand basieren auf der Akkumulation von Kapital und vorallem von Wissen. Beides findet bei der klassischen Sexarbeit nicht statt. Produktivitätsgewinne existieren nicht.
Sie existiert vielmehr sehr isoliert in unserem Wirtschaftsgefüge. Multiplikatoreffekte sind kaum vorhanden.
Sexarbeit hat ihre Daseinsberechtigung, zu behaupten es wäre eine Dienstleistung wie jede andere, ist schlichtweg realitätsfern.
nicht immer wird a nachweis gefordert. manchmal reichen auch präferenzen und schlichte mundpropaganda.

und i möcht ned wissn wie viel von unserem wirtschaftssystem hormongesteuert ist. und wie viele (zb firmenchefs, politiker) andere (zb kunden, parteianwärter) auf a "schnelle nummer" einladen.
insofern leisten SW und insbesondere prostituierte sehr wohl einen großen beitrag dazu.

so kann mas ah sehn.... 🤷‍♂️
 
Zurück
Oben