Ist es verwerflich eine Sexarbeiterin zu buchen?

Sehr vorsichtig ausgedrückt.

Ein Loch zum Ficken hat tatsächlich jede. Genau wie jeder von uns Hände zum Fliesenlegen hat. Ich würde mir aber trotzdem keinen Auftrag gegeben. Selbst geschenkt möchte ich von mir keine Fliesen gelegt bekommen.
Ok etwas weniger vorsichtig:

Die Edelhure kannst genauso ficken wie die Cracknutte im Frankfurter Bahnhofsviertel (Bahnhofsvierteltherapeutin)

(Vorausgesetzt man will das)
 
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Deshalb wird sich aber kein Friseur mit einem Therapeuten vergleichen.
Blöd wäre er. Aber das Sozialprästige eines Friseurs ist um einiges besser als das von einer Hur (sorry, ich wollte natürlich Sexworkerin schreiben). Dass sie sich aufmaschln wollen verstehe ich gut. Und das lasse ich ihnen sehr gern.
 
Dafür bekommt sie aber dann auch nur 40 €, vielleicht 50, wenn sie's ohne Gummi macht.
Umso trauriger, wenn Männer dieses soziale Elend (egal ob selbstverschuldet oder nicht) dann auch noch ausnutzen.

Leider ist das aber die bittere Realität, die sich von der hier so oft selbstbestimmten, gut verdienenden, regelmäßig zum Arzt gehenden und brav steuerzahlenden Hure unterscheidet.
 
Umso trauriger, wenn Männer dieses soziale Elend (egal ob selbstverschuldet oder nicht) dann auch noch ausnutzen.

Leider ist das aber die bittere Realität, die sich von der hier so oft selbstbestimmten, gut verdienenden, regelmäßig zum Arzt gehenden und brav steuerzahlenden Hure unterscheidet.

Ich weiß nicht, wozu man das tut. Schlechten Sex kann ich alleine, das kostet nichts und krank werden davon kann ich auch nicht
Nur zwei drei Klicks und ihr seids in einem Thread wo das umfassend begründed wird.
 
Hi,

Umso trauriger, wenn Männer dieses soziale Elend (egal ob selbstverschuldet oder nicht) dann auch noch ausnutzen.

eine interessante negative Konnotation.

Nutze ich das soziale Elend von Migrantinnen aus, wenn ich ein bissl Geld zahle, damit sie nein Klo putzen damit sie ihre Miete zahlen können?

Wird das soziale Elend des Gynäkologen ausgenutzt, wenn er sich stinkenden Ausfluss einer Vagina antun muss?


Aus Deinen Worten, die ich nicht für falsch halte, klingt heraus, dass mit das Schlimmste, was eine Frau tun kann, Sex ist, es sei denn sie ist heillos verliebt und schwebt im 7. Himmel.

Das ist in unserer Gesellschaft anerzogen, vermutlich patriarchalisch/katholisch induziert. Man darf ja froh sein, dass der weibliche Orgasmus keine Krankheit oder Sünde mehr ist ...

Würde man Sex als etwas verstehen, dass Frauen Spaß macht, und nicht als das Furchtbarste und Degradierendste, das eine Frau zustoßen kann (es sei denn sie ist heillos verliebt), dann würde es viel besser passen. Würde man Sex von Frauen verstehen als etwas das Spaß macht, wie Billard spielen oder bowlen gehen, dann wäre Prostitution auch nix anderes, als etwas zu tun, dass an sich Spaß macht, halt gegen Geld auch mit wem, den man vielleicht nicht so toll findet. So wie ein z.B. Schilehrer, der auch weniger angenehmen Menschen Unterricht erteilt.

Wenn man Sex diesen Nimbus nimmt, ist Prostitution nicht wirklich schlimm.

LG Tom
 
Nutze ich das soziale Elend von Migrantinnen aus, wenn ich ein bissl Geld zahle, damit sie nein Klo putzen damit sie ihre Miete zahlen können?
Wenn ich einen fairen Lohn (zumindest Kollektivvertrag) zahle, dann nicht.

Aber schon klar, das tut nicht jeder, daher auch mein Beispiel mit der Crackhure.

Wird das soziale Elend des Gynäkologen ausgenutzt, wenn er sich stinkenden Ausfluss einer Vagina antun muss?
Dass Ärzte in sozialem Elend leben, wäre mir neu.

Aus Deinen Worten, die ich nicht für falsch halte, klingt heraus, dass mit das Schlimmste, was eine Frau tun kann, Sex ist, es sei denn sie ist heillos verliebt und schwebt im 7. Himmel.

Das ist in unserer Gesellschaft anerzogen, vermutlich patriarchalisch/katholisch induziert. Man darf ja froh sein, dass der weibliche Orgasmus keine Krankheit oder Sünde mehr ist ...

:penguin:

Wenn man Sex diesen Nimbus nimmt, ist Prostitution nicht wirklich schlimm.
Per se tatsächlich nicht, aber wie in meinem Post angesprochen, hat Prostitution, wenn man vor lauter Glorifizierung nicht die Augen verschließt, enorme Schattenseiten.

Das Darstellen beider Seiten sollte in einer Diskussion wie sie hier geführt wird auch legitim sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

Wenn ich einen fairen Lohn (zumindest Kollektivvertrag) zahle, dann nicht.

und was fair ist, bestimmst Du?

Oder findest Du den KV fair?

Ich habe keine Ahnung, was man einer Cracknutte bezahlen muss, aber wenn ich mir die Preise der offiziellen Prostituierten ansehe, viel weniger geht wohl nicht. Hier im EF habe ich vom Wiener Tarif gehört , 80 Euro für 60 Minuten. Ich glaube 60 Euro für 30 Minuten und 40 Euro für 15 Minuten. Blowjob ab 20 Euro. Oder 15.

Wenn man sich den physischen Zustand einer Cracknutte ansieht, würde ich von diesen Tarifen die Hälfte annehmen, zumal ja auch schwarz (keine Ahnung, wie Prostituierte versteuern, zumal die ja auch Auslagen haben).

LG Tom
 
Ich versuche jedenfalls mich gegen Diskriminierung einzusetzen, denn das hilft dem "Durchschnitt" sicher mehr als die üblichen Konnotationen mit Kriminalität, Substanzabhängigkeit und sozialer Exklusion.



Ich habe damit nicht angefangen, ich habe nur
zu begründen versucht,
dass in der Sexarbeit u.a. Menschen geholfen wird, ähnlich wie in einer Therapie.

Wenn Du das als anmassend betrachtest,
steht es Dir frei, mir gibt es einen Sinn und das ist wichtig im Leben.

Anmassend finde ich eher, das Du Menschen einer Berufsgruppe vorschreiben willst, mit wem sie sich vergleichen dürfen, aber bitte.

Du bist, soweit ich weiss, Altenpflegerin, ich würde mir jedenfalls nicht anmassen, es als anmassend zu bezeichnen, wenn Du sagst, ich helfe Menschen, es gibt gewisse Parallelen zum Arztberuf.



Hat das jemand bestritten?



Es braucht keinen Gewerbeschein für die Sexarbeit, es gibt keinen Arzt bei der Untersuchung, sondern nur Ärztinnen
und es sind nicht alle paar Monate, sondern alle paar Wochen.
Abgesehen davon, dass niemand irgendwohin "trippelt".

Wenig Wissen, dafür umso mehr negative Stereotype im Kopf.
Wie so oft, wenn es um Sexarbeit geht.

Keine Pflegekraft die halbwegs bei Sinnen ist und ihre Kompetenzen nicht maßlos überschätzt und überschreitet würde sich jemals mit einem Arzt gleichstellen, vergleichen oder sonstiges.
Was nicht heißt, dass man minderwertiger ist als ein Arzt.

Als Pflegekraft wird man auch oft als Psychologe verwechselt und natürlich höre ich mir hier und da für eine kurze Gesprächsdauer an was die Leute auf dem Herzen haben, ich bin jedoch nicht ihr Psychologe und das ist auch nicht mein Aufgabenbereich. Ich distanziere mich da relativ schnell, denn wenn du dir ständig die Probleme und Leiden anderer Leute anhörst, kannst du bald selbst nicht mehr. Wenn sie eine Gesprächstherapie wollen oder brauchen, müssen sie eben zum Psychologen gehen. Dafür werde ich immerhin nicht bezahlt.
 
Scheint ein sehr komplexes Thema mit sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen zu sein. Ohne mich jetzt in etwas hineinreiten zu wollen, denke ich dass man etwas auseinanderhalten sollte. Es gibt Männer denen es egal ist, mit welcher Frau sie zugange sind. Ich hoffe ich konnte mich vorsichtig ausdrücken. Jedenfalls eine Motivation die ich nicht gutheißen kann.
Notlagen auszunutzen finde ich abscheulich.
Ich weiß nicht ob diese Thematik Bestandteil dieser Diskussion sein sollte. Ich sehe es eher als Ursache des Stigmas. Warum sind manche Männer so wie sie sind? Aushalten muss es die jeweilige Frau. Kaum abgespritzt spricht man von der dreckigen Hure. Hätte man die Maria Magdalena heilig gesprochen wäre vieles einfacher. Ironie des Schicksals.
 
Leider ist das aber die bittere Realität, die sich von der hier so oft selbstbestimmten, gut verdienenden, regelmäßig zum Arzt gehenden und brav steuerzahlenden Hure unterscheidet.
Ob die Realität von Edelprostituierten immer so rosig ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Stichwort Yachting- und Instagirlies, die für bestimmte Dienstleistungen in Dubai, Nizza oder London gebucht werden.
Die haben zwar mitunter mit 24 eine Million Euro oder mehr auf ihrem Konto, ob der Weg dorthin, wenn man sich als junge und oft noch etwas naive Frau mit einem Haufen Männer, irgendwo im nirgendwo auf einer Yacht wiederfindet, immer so entspannt und selbstbestimmt ist…….ich weiß es nicht.
 
Nutze ich das soziale Elend von Migrantinnen aus, wenn ich ein bissl Geld zahle, damit sie nein Klo putzen damit sie ihre Miete zahlen können?

Wenn Migrantinnen sich im Niedriglohnsektor abmühen, mitten in der Nacht mit Nachtbussen zur Arbeit fahren, schmutzige Toiletten putzen etc.,
dann hat komischerweise niemand ein schlechtes Gewissen oder spricht von "verwerflich" oder vom "Ausnutzen des sozialen Elends".

Aber sobald es um Sexarbeit geht, gehen die Wogen hoch.

Ja, es gibt viele Schattenseiten und Probleme.
Das bestreitet niemand. Und nicht alle Frauen sind glücklich in der Sexarbeit. Trotzdem ist es eine Tätigkeit, die vielen Frauen ein selbstbestimmtes Leben in finanzieller Freiheit ermöglicht und wenn eine Frau diesen Weg wählt, dann sollte das respektiert werden.

Sexarbeit ist Realität. Eine Diskussion, die SW viktimisiert und Männer, die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, dämonisiert, ist genauso wenig zielführend wie eine Debatte, in der Wortschöpfungen wie "Cracknutte" fallen, denn das zeichnet ein unnötig abwertendes Bild.

Es ist verständlich, dass man, besonders wenn es keine persönlichen Berührungspunkte gibt, eine negative, kritische Grundeinstellung gegenüber Sexarbeit haben kann.
Sinnvoll wäre jedenfalls eine möglichst sachliche Debatte, die auch im Ton respektvoll bleibt.
 
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Naja. Welcher Job ist denn immer lustig?

Und mit vergleichen. Natürlich vergleichen wir uns mit anderen. Ich sage auch immer, ich bin eine IT Hure. Ich werde gebucht, wenn die hauseigene IT nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse zu befriedigen, versuche, meine Kunden glücklich zu machen, und bekomme dann Geld dafür.
 
Eine Diskussion, die SW viktimisiert und Männer, die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, dämonisiert, ist genauso wenig zielführend wie eine Debatte, in der Wortschöpfungen wie "Cracknutte" fallen, denn das zeichnet ein unnötig abwertendes Bild
Und das macht hier bitte wer?

Wir kommst du auf die Idee, dass Reinigungspersonal schmutzige Toiletten reinigt? Die fegen höchstens Staub vom Porzellan. Solche fiesen Vorurteile auch.
Ich hoffe du bekommst einmal ein klares Bild von Menschen die Dinge reinigen und zeigst Respekt vor ihren.

Was zum Geier reitet dich in deiner absurden Argumentation? Es geht hier im Gegensatz zu anderen Berufen um einen Graubereich, um körperliche Selbstbestimmung, um Unversehrtheit und im Wesentlichen um viele Jahre Geschichte der Frau im Wandel der Zeit wo noch längst nicht ansatzweise die Baustellen bereinigt wurden.

Persönlich reinige ich lieber alles andere, bevor ich einen Mann, den ich nicht aktiv gewählt habe, sei es aus Sympathie, Liebe oder reiner Geilheit in mein Bett einlade, nur weil er mit Geldscheinen raschelt.
Und ich bin froh und dankbar, es sich mit aussuchen zu dürfen.

Schön, für jede Frau die es sich genauso aussuchen darf und ihren Weg geht.
Aber da Leute noch sehr sehr viel im Argen auch wenn du die Augen fest zu verschließen mehr als bereit bist.
Und du die geht es auch. Nicht nur um die Privilegierten.
 
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