In der Öffentlichkeit

tja, nur teilrichtig:
wenn ich der annahme bin, dass mir aufgrund meines geschlechts, meiner ethnischen zugehörigkeit oder meiner behinderung der zugang verweigert wurde, dann kann ich den/die besitzerin klagen und er/sie muss beweisen, dass dem nicht so ist. das nennt sich beweislastumkehr.
Es gibt kein Gesetz das einen Lokalbetreiber zwingt jemanden zu bedienen! Egal aus welchem Grund er dich nicht bedienen will, solange er den Grund für sich behält, hast du null Chance,- darum hab ich auch geschrieben - ohne Angabe von Gründen -, sollte dir der Betreiber allerdings sagen du darfst nicht in sein Lokal weil du einer ihm nicht passenden z.B. Religionsgruppe angehörst, dann hat er kleines Problem.



Leider werden stillende Mütter von vielen - könnte sie das nicht wo anders machen - Kommentaren abgetan.
Als langjähriger Mitarbeiter in der Gastronomie hab ich da viel gesehen,- am schönsten war aber die Geste die ein ehemaliger Chef geamacht hat - Er hat der Mutter für den Zeitraum den sie brauchte um ihr Baby zu versorgen Privaträume angeboten(eigentlich für Gäste unzugängliches Büro, mit Waschgelegenheit) und den Gästen die sich aufgeregt hatten, hat er die Rechnung gebracht und gebeten doch Platz zu machen da der Tisch für die Familie mit dem Baby reserviert sei.
 
und gebeten doch Platz zu machen da der Tisch für die Familie mit dem Baby reserviert sei.
Ist übrigens genau so diskriminierend wie andere hier gern angeprangerte Handlungen.
Ich persönlich muss keinerlei derartige Verrichtungen privater Natur in der Öffentlichkeit sehen.
 
Ich persönlich muss keinerlei derartige Verrichtungen privater Natur in der Öffentlichkeit sehen.

blöde is nur das sich babys selten an essenszeiten halten......somit dürfte frau mit baby nicht mehr fortgehen.

wenn ich mir so überleg was ich scho so alles in meinem job gesehen hab..dann is a stillende mutter is schönste von allen
 
Ich persönlich muss keinerlei derartige Verrichtungen privater Natur in der Öffentlichkeit sehen.
Da hast du recht - müssen tust nicht, könntest ja auch wegschauen! Ist aber in meinen Augen auch eine frage der Toleranz wenn ein Baby zu trinken bekommt und man zufällig Zeuge ist.
Natürlich soll auch die Mutter dieses so unauffällig wie möglich halten - nicht ihre Brüste - seht her ich stille mein Baby - presendieren
 
wenn ich mir so überleg was ich scho so alles in meinem job gesehen hab.
Ja, da hab ich auch schon Schlimmeres gesehen, aber darum gehts ja hier ned.
Ich sag nur, privat ist privat, und ich hab als Mensch auch ein Recht auf Privatsphäre, auch wenn mir da aufgrund aktueller Meinung irgendwas von Außen diktiert werden soll.
 
Ist übrigens genau so diskriminierend wie andere hier gern angeprangerte Handlungen.
Als kleiner Denkanstoß für manche sicher sehr hilfreich - und siehe oben - es kann niemand jemand zwingen bedient zu werden, und jemand anzupöbbeln ist sogar ein triftiger Grund jemandem die Bedienung zu verweigern
 
Ich sag nur, privat ist privat, und ich hab als Mensch auch ein Recht auf Privatsphäre,

dann musst aber daheim bleiben. im öffentlichen raum kannst kaum auf privat pochen.....oder hast z.b. den tisch im gasthaus gekauft.
und wenn eine mutter das dezent macht - baby brust geben - dann muss ich ned hinsehen und mich auch ned darüber beschweren.
 
ich hab als Mensch auch ein Recht auf Privatsphäre, auch wenn mir da aufgrund aktueller Meinung irgendwas von Außen diktiert werden soll.
Es zeigt aber auch sehr viel von persönlicher Größe eine stillende Mutter zu akzeptieren! Und man kann und soll es sogar ignorieren - brauchst ja ned hin starren wennst mal Brüste siehst und neidig werden weil ein Baby dran nuckeln darf
 
es kann niemand jemand zwingen bedient zu werden, und jemand anzupöbbeln ist sogar ein triftiger Grund jemandem die Bedienung zu verweigern
Ja vollkommen richtig.
Wobei ich sagen muss, als ich als Student an der Bar stand, haben wir solchen Leuten nicht die Bedienung verweigert, da gabs öfter mal schwerwiegendere Argumente.
Aber das ist lange her, heute würd ich das auch nicht mehr tun, aber dennoch von meinen Gästen erwarten, dass sie sich so verhalten, wie es die Mehrheit der anderen Kunden wünscht. Und die wenigsten Menschen legen in einer gastronomischen Einrichtung Wert drauf Zeuge besonderer privater Verrichtungen zu sein.
 
dann musst aber daheim bleiben.
Muss ich nicht, ich kann durchaus damit rechnen auch in einer öffentlichen Gaststätte nicht von demonstrativ stillenden Müttern beglückt zu werden.
Aber lass ma das, ich habe einen kleinem provokativen Einwand gemacht, die Reaktionen sind erwartet und im Zuge des Mainstreams verständlich, kein Streit deswegen.
 
Und die wenigsten Menschen legen in einer gastronomischen Einrichtung Wert drauf Zeuge besonderer privater Verrichtungen zu sein.

Man könnte ja auch eigene "Stillzonen" einrichten, natürlich Barriere frei, damit die Mütter bequem mit dem Kinderwagen reinrollen können.....und am besten auch gleich schalldicht, damit das Kindergeplärr nicht stört. :mrgreen:
 
und im Zuge des Mainstreams verständlich

also stillende mütter sind jetzt kein mainstream..die gabs schon ewig..auch zu zeiten wo noch alles nach außen viel prüder war als jetzt...aber ned mal da gabs große aufreger wegen stillender mütter.

und ich hab noch keine gesehen die ihr kind demonstrativ auffällig gestillt hätte.
 
Wobei ich sagen muss, als ich als Student an der Bar stand, haben wir solchen Leuten nicht die Bedienung verweigert, da gabs öfter mal schwerwiegendere Argumente.
Jeder Lokalbetreiber wird natürlich darauf aus sein soviel als möglich Umsatz zu machen, und gerade in einer Bar wird die Hemmschwelle höher liegen als in einem Restaurant oder Kaffee. Und wie du selber schreibst - irgendwann war es trotzdem soweit.


aber dennoch von meinen Gästen erwarten, dass sie sich so verhalten, wie es die Mehrheit der anderen Kunden wünscht.
du sagst es - du erwartest ein dem Lokal angepasstes Verhalten - Pöbeln ist aber niemals angepasst, in keinem Lokal, egal wie "tief" es sein mag.


Und die wenigsten Menschen legen in einer gastronomischen Einrichtung Wert drauf Zeuge besonderer privater Verrichtungen zu sein.
Solange es so dezent als möglich ist, jede Mutter wird versuchen ein stilles Platzerl zu finden _Nebenraum- ist es eine Frage der persönlichen Größe. Sollte dies mal nicht möglich sein, du dich aber so stark gestört fühlen, bleibt auch dir die Möglichkeit gegeben das Lokal zu verlassen.
Ich hab in über 30 Jahren viell 5x erlebt das sich jemand darüber aufgeregt hat, und jedesmal ist die Situation zum Wohl des Babys und der Mutter gelöst worden.
Ich würde auch ein Lokal verlassen wenn es zu einer Rauferei kommt,- du viell nicht weil das für dich weniger Toleranz erfordert und für dich viell dazu gehört.
Auch würde ich mich nicht über ein sich küssendes lesbisches Paar aufregen, gesehen-geschmunzelt-akzeptiert-nicht mehr beachtet.
Diskretion ist ein Zauberwort in der Gastronomie
 
Ich würde auch ein Lokal verlassen wenn es zu einer Rauferei kommt,- du viell nicht weil das für dich weniger Toleranz erfordert und für dich viell dazu gehört.
Das ist ein völlig unnötiger Angriff auf mich, den ich nicht erwidern werde.
 
du legst es so aus als würden es Mütter drauf anlegen beim Sillen ihres Babys beobachtet zu werden.
Mag viell für manche, sehr sehr geringer Prozentsatz stimmen, die zeigen wollen welch super Mutter sie sind, die Mehrzahl macht es aber weil es für das Baby das Beste ist in den 1. Monaten ihres Lebens und sie eben das Beste wollen für das Kleine.
 
Es ist halt wirklich bitter, wenn du eh schon in der hintersten Ecke hockst, hoffst, dass das Baby dir vll das Stillen erspart, damit net wieder jeder blöd glotzt und dich das Augenrollen nicht wieder runterzieht, du im Fall der Fälle aber eh Stoffwindeln bereitlegst, damitst zumindest a bissl die Brust bedecken kannst und dann kommt der Kellner und bittet dich das Stillen sofort zu unterlassen (wie soll das gehen?) oder das Kaffeehaus zu verlassen, weil sich die Gäste gestört fühlen. Natürlich fühlt man sich dann beschissen, am liebsten würde man sich demonstrativ ausziehen und das Kind mitten im Raum zu Ende trinken lassen, so ungerecht und fremd empfindet man das -> in Wahrheit packt man sich zusammen, erträgt das bitterliche Weinen des hungrigen Kindes und verzieht sich in den nächsten Wickelraum, um das Kind dort zufriedenzustellen und sich nicht anmerken zu lassen wie ausgeschlossen man sich fühlt.
Man hängt nämlich durchaus an diesen normalen "a Tratscherl im Kaffeehaus"-Momenten. ;)
 
Ich bin zwar selbst noch keine Mutter, aber ich kann mir vorstellen, dass es die meisten Mütter (so aus Erzählungen von Bekannten die Mütter sind) bevorzugen würden, ihr Kind in einer intimeren Atmosphäre zu stillen als in einem Kaffee/Restaurant etc., da es ein sehr persönlicher Moment ist. Aber jede Mutter hat ihren Alltag, den das Kind begleitet und der Hunger kommt nun mal wenn er kommt. Ich denke keine Mutter richtet es zeitlich bewusst so ein, es passiert nun mal einfach. Und mir persönlich ist noch keine stillende Mutter untergekommen die nicht zumindest versucht hat, das Höchstmaß an Diskretion walten zu lassen, dass ihr möglich war. Es ist und bleibt nun einmal eine der natürlichsten Dinge auf der Welt...

Vielleicht ein kleiner Denkanstoß:
http://youtu.be/sOEHRsRIodI
 
Wenn ich mir das Ganze so durchlesekommt mir vor das bei uns am Land/kleine Stadt die Leute viel toleranter sind als in größeren Städten.
Das beißt sich aber - in der Stadt ist doch jeder viel anonymer, keiner kennt den anderen, jeder sollte doch tun und lassen können was er will,- oder ist es gerade deshalb - weil anonym kann ich mich viel besser über etwas aufregen und andere diskriminieren?
Bei uns im Ort kennen einen halt viele - da könnte es schon mal sein das, wenn sich jemand über eine stillende Mutter, dies nur als Beispiel, aufregt, er hinterher selber mal geschnitten wird und eben als intolerant abgestempelt wird.
Kann aber auch als scheinheilig durchgehen - kann sich es hier doch keiner wirklich erlauben als Querulant zu gelten, will er noch irgendwie am Dorfleben teilnehmen können.
 
dann kommt der Kellner und bittet dich das Stillen sofort zu unterlassen (wie soll das gehen?) oder das Kaffeehaus zu verlassen
Ein guter Kellner würde eine Mutter in dieser Situation unterstützen und versuchen ihr diese so diskret als möglich zu gestallten. Eine Möglichkeit wäre es - Gästen die sich darüber aufregen die Stühle so zu richten das sie nicht mehr hinsehen "müssen" oder eben drauf aufmerksam machen das ihre Neugierde die Mutter und das Kind stören und dies dadurch noch länger dauern könnte mit der für sie "peinlichen" Situation(peinlich für die Zuseher).

Die stillende Mutter ist aber sicher für die wenigsten ein Problem.
Mehr Problem sehe ich, wenn gerade pubertierende ältere Personen provozieren, oftmals sogar im Beisein der Eltern, - da frag ich mich schon mal ob man da einschreiten soll - zum Wohl der älteren, manchmal aber auch zum Wohl der jugendlichen wenn man merkt, da hat die Erziehung versagt.
 
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