In der Öffentlichkeit

da hats ja vor einigen monaten den fall gegeben, dass zwei frauen, die sich geküsst haben, aus einem wiener café rauskomplimentiert worden sind...
mich würds ja interessieren, wie viele menschen (wohl v. a. männer) es aufgeilt, wenn sie hinter ihren bildschirmen sitzen und sich ganz versteckt und heimlich pornos ansehen, in denen es 2-x frauen miteinander lustig haben.
 
da hats ja vor einigen monaten den fall gegeben, dass zwei frauen, die sich geküsst haben, aus einem wiener café rauskomplimentiert worden sind...
mich würds ja interessieren, wie viele menschen (wohl v. a. männer) es aufgeilt, wenn sie hinter ihren bildschirmen sitzen und sich ganz versteckt und heimlich pornos ansehen, in denen es 2-x frauen miteinander lustig haben.


Was das Cafe betrifft: Spiesser halt. Was die Pornos betrifft: das hat für viele Männer einen Reiz, auch ich habe solche Filme bereits angesehen. Du kannst davon ausgehen, das machte jeder Mann, der schon länger lebt. Man muss sich aber klar sein, dass ist Porno-Posing und hat nichts mit realen lesbischen Beziehungen zu tun.
 
Und wieder eine Täter-Opfer Umkehrung.

Es sind eben nicht nur ein paar Spießer". Und für die Betroffenen eine reale Belastung.


Marlene: LMAA. Nein, nicht du mich, das sollen sich "Betroffene" verinnerlichen. Schon mit diesem Ausdruck "Betroffene" stigmatisierst du oder sie sich selber als Nichtnormale. Verstehst du, worauf ich hinaus will?
 
Marlene: LMAA. Nein, nicht du mich, das sollen sich "Betroffene" verinnerlichen. Schon mit diesem Ausdruck "Betroffene" stigmatisierst du oder sie sich selber als Nichtnormale. Verstehst du, worauf ich hinaus will?

Es ist nicht ok, sensiblen Menschen ( was ich für normal halte ) ein mickriges Ego zu unterstellen.

Betroffene sind Opfer. Und auch völlig normal.

Eine LMAA-Haltung auf Seiten der Opfer legitimiert nicht das Verhalten der Täter.
 
Es ist nicht ok, sensiblen Menschen ( was ich für normal halte ) ein mickriges Ego zu unterstellen.

Betroffene sind Opfer. Und auch völlig normal.

Eine LMAA-Haltung auf Seiten der Opfer legitimiert nicht das Verhalten der Täter.


Doch, doch. Es gibt die geborenen "Opfer", die sich immer und überall verfolgt fühlen und das hat sehr viel mit einem mickrigen Ego zu tun. Wenn sich diese Leute auf die Hinterbeine stellen, auf ihre gesetzliche Rechte pochen und bei Bedarf auch einklagen, dann wär´s vorbei mit der Opferrolle. Allerdings wärst du dann wohl arbeitslos, weil niemand mehr da wäre, dem du eine Opferrolle einreden oder eine Täterrolle andichten kannst. ;)
 
Und wieder eine Täter-Opfer Umkehrung.

Es sind eben nicht nur ein paar Spießer". Und für die Betroffenen eine reale Belastung.

Und wieder mal Marlene!! Es geht in diesem Fred nicht um dich und deine Opferrolle in die du so gern schlüpfst - es geht um "was ist in der Öffentlichkeit tolerierbar" an freizügigem Verhalten!
 
es geht um "was ist in der Öffentlichkeit tolerierbar"

Eben. Und deshalb ist es allemal besser, mehr Toleranz einzufordern als Intoleranz zu dulden, der man nur noch mit LMAA oder mit einem sich ganz Zurückziehen ausweichen kann.

Das muss aber von allen geleistet werden, nicht nur von den Opfern.
 
Eben. Und deshalb ist es allemal besser, mehr Toleranz einzufordern als Intoleranz zu dulden, der man nur noch mit LMAA oder mit einem sich ganz Zurückziehen ausweichen kann.

Das muss aber von allen geleistet werden, nicht nur von den Opfern.

du wirst es nie schaffen das alle leute für alles toleranz empfinden. es wird immer welche geben die manche sachen halt ned dulden. so ist die welt, weil halt nicht alle menschen gleich sind. das sollte halt auch jedem klar sein der nicht nach den normen unserer gesellschaft lebt. wobei die frage im raum steht..wer, warum, weshalb hat wer diese normen aufgestellt. sie werden halt vom großen teil der leute einfach so hingenommen. wahrscheinlich weil halt viele genau nach diesen normen leben. und jemand der jetzt außerhalb dieser normen lebt, und das auch öffentlich zeigt, sollte halt schon so stark sein um mit gegenwind, der ab und an kommt, umgehen zu können. dann jammern ist halt auch schwach. ganz böse gesagt - eigentlich müsstens ja froh sein das sich bei uns andere nur über sie aufregen, beschweren oder was auch immer, wenn du siehst was in anderen ländern oder kulturen mit diesen personen passiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
weshalb hat wer diese normen aufgestellt. sie werden halt vom großen teil der leute einfach so hingenommen. wahrscheinlich weil halt viele genau nach diesen normen leben.

das muß aber niemand tun, nur mit den evtl. darauf folgenden Konsequenzen muß man klarkommen...
 
Wer fühlt sich denn nicht betroffen, wenn er wie ein Alien angegafft wird?

das kannst schon werden, wennst in einer mufflert-miesepetrig besetzten montags-morgen-ubahn über etwas auflachst. ja, und? mein leben leben immer noch nicht die anderen - auch wenns natürlich wechselwirkungen gibt. aber gestaltend bleibt jeder einzelne - und hat die wahl.

"Aber nur wenn man darauf eingeht und sich angesprochen fühlt."" heißt soviel wie "selbst schuld".

nicht zwangsläufig. aber was kann ich eher ändern: meine einstellung zur sicht der anderen oder deren verhalten?

ist es allemal besser, mehr Toleranz einzufordern als Intoleranz zu dulden, der man nur noch mit LMAA oder mit einem sich ganz Zurückziehen ausweichen kann.

Das muss aber von allen geleistet werden, nicht nur von den Opfern.

vom grundsatz her und dem, was gesellschaftlich anzustreben ist, bin ich völlig bei dir. aber wie sieht denn die realität aus? marschieren wir nicht gerade kerzengerade in die gegenrichtung?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn sich diese Leute auf die Hinterbeine stellen, auf ihre gesetzliche Rechte pochen und bei Bedarf auch einklagen, dann wär´s vorbei mit der Opferrolle.

zu deiner werten information:
sowohl auf europäischer als auch auf österreichischer ebene gibt es einen rechtlichen schutz vor diskriminierung aufgrund der sexuellen orientierung nur im arbeitsleben.
beim zugang zu gütern und dienstleistungen bist du als lesbe, schwuler, etc. vollkommen schutzlos diskriminierungen ausgesetzt.

im klartext bedeutet das:
als lesbe kann dich wer aus einem lokal/kaffeehaus/restaurant rausschmeißen, weil du händchen hälst mit deiner freundin und du kannst dich juristisch nicht wehren!
als schwuler kann dir ein vermieter eine wohnung verweigern mit der begründung du seist schwul und er ist vollkommen im recht!
etc.

soll ich weitermachen?
und das ist existentes recht in österreich ebenso wie der eu.
 
im klartext bedeutet das:
als lesbe kann dich wer aus einem lokal/kaffeehaus/restaurant rausschmeißen, weil du händchen hälst mit deiner freundin und du kannst dich juristisch nicht wehren!
als schwuler kann dir ein vermieter eine wohnung verweigern mit der begründung du seist schwul und er ist vollkommen im recht!
etc.

Es wäre auch vollkommen übertrieben das Diskriminierungsverbot auf den Dienstleistungssektor auszuweiten. Der Wirt/Friseur/Tätowierer,... kann sich als Unternehmer seine Kundschaft aussuchen. Wenn er es ablehnt ein händchenhaltendes homosexuelles Pärchen zu bedienen ist das allein seine Sache. Er muss dann halt allenfalls mit gesellschaftlicher Ächtung und einem Umsatzrückgang leben, sollten sich andere (potentielle) Kunden mit den Verschmähten solidarisieren. Ein Anspruch auf Schadenersatz analog zum Arbeitsrecht oder gar das "Grundrecht auf einen Kaffee" wären absurde Vorstellungen.
 
Es wäre auch vollkommen übertrieben das Diskriminierungsverbot auf den Dienstleistungssektor auszuweiten. Der Wirt/Friseur/Tätowierer,... kann sich als Unternehmer seine Kundschaft aussuchen. Wenn er es ablehnt ein händchenhaltendes homosexuelles Pärchen zu bedienen ist das allein seine Sache. Er muss dann halt allenfalls mit gesellschaftlicher Ächtung und einem Umsatzrückgang leben, sollten sich andere (potentielle) Kunden mit den Verschmähten solidarisieren. Ein Anspruch auf Schadenersatz analog zum Arbeitsrecht oder gar das "Grundrecht auf einen Kaffee" wären absurde Vorstellungen.

willkommen in der wirklichkeit:
diskriminierungsschutz beim zugang zu gütern und dienstleistungen im bundesrecht gibt es bereits.
aber nur aufgrund einer behinderung, der ethnischen zugehörigkeit und des geschlechts.

das "grundrecht auf einen kaffee" habe ich als frau, aber nicht als lesbe.....
 
willkommen in der wirklichkeit:
diskriminierungsschutz beim zugang zu gütern und dienstleistungen im bundesrecht gibt es bereits.
aber nur aufgrund einer behinderung, der ethnischen zugehörigkeit und des geschlechts.

das "grundrecht auf einen kaffee" habe ich als frau, aber nicht als lesbe.....

naja ich sags mal so...wenn du als lesbe einen kaffee bestellst wirst ihm auch bekommen......weil wer soll schon wissen das du eine bist........also ist der vergleich mit der frau ned so gut weil beide bekommen ihm.

wenn dann 2 mädls sitzen und geben sich als lesben zu erkennen..dafür bedarfs es dann schon einer handlung, wird der wirt halt entscheiden was er macht. er könnte ein hetero paar aber genau so gut auf die strasse setzen wenn sie es übertreiben. ok das beispiel hinkt geb ich zu.
 
willkommen in der wirklichkeit:
diskriminierungsschutz beim zugang zu gütern und dienstleistungen im bundesrecht gibt es bereits.
aber nur aufgrund einer behinderung, der ethnischen zugehörigkeit und des geschlechts.

das "grundrecht auf einen kaffee" habe ich als frau, aber nicht als lesbe.....
Diese Regelungen sind mir bekannt. Mir gehts generell um die Tendenz zur Verrechtlichung und die sukzessive Einschränkung der Privatautonomie.
 
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