Ghosting - Charakterschwäche oder besser für beide?

Wie würdet Ihr schriftlichen Kontakt beenden? Angekündigt oder stillschweigend?

  • Ich sage Bescheid, dass ich nicht mehr schreiben möchte, ohne Begründung.

    Stimmen: 2 10,5%
  • Ich sage mit Begründung Bescheid.

    Stimmen: 12 63,2%
  • Ich stelle den Kontakt kommentarlos ein .

    Stimmen: 5 26,3%

  • Umfrageteilnehmer
    19
Meiner Erfahrung nach kommt es zum Ghosting wenn einer der Beiden den Kontaktabbruch nicht versteht.

Und wenn jetzt die Antwort ist, der Kontaktabbruch kam aus dem nichts, dann bist du vielleicht die Person, die es nicht bemerkt hat, dass sich die andere Person schon längst entfernt hat und ihr eigentlich nur nervt.
 
Eine Konfrontation wäre da vermutlich nicht Mal eben mit zwei Sätzen erledigt.
Vor allem würde es nichts bringen. Sie gehören aufgrund ihrer finanziellen Situation zu jenen, die von deren Politik nur profitieren können.
Und ab einer gewissen Radikalidierung entspricht das Gedankengut, egal welcher Coleur, mehr einer Religion als einer politischen Meinung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werfe Menschen nicht achtlos weg, wenn sie mir nicht mehr nutzen.
Doch tust du. Tun wir alle behaupte ich Mal.

Nur dass dir der Nutzen "ein gutes Gewissen haben weil du Menschen nicht einfach wegwirfst" scheinbar, vielleicht noch genug Nutzen ist. Gibt's auch.

Aber ich glaube kaum jemand von uns hat die Ressourcen um aus purer Herzensgüte mit Menschen herumzuhängen. Nicht ganz ohne selbst einen Sinn oder Nutzen daraus zu ziehen... Oder zumindest zB in der Hoffnung später, bei Bedarf oder Gelegenheit einen Nutzen daraus ziehen zu können.

Aus 100% altruistischen Gründen tun 99,999% der Menschen GAR NICHTS! Trösten können wir uns wohl damit dass das auf biologisches Leben ganz allgemein zutrifft... Wir sind nicht die einzigen Arschlöcher!
 
ghosting" - egal ob in der "offiziellen definition" enthalten oder nicht geht für mich noch viel weiter, als bloß unsichtbar zu werden oder einfach nicht mehr zu antworten. auch das wortlose fernbleiben von treffen oder anderen terminen, wo man sich angemeldet hat und andere einen aufwand oder andere unannehmlichkeiten haben, gehören für mich z.b. im weitesten sinn dazu.
Ich würde sagen sowas überschreitet sowieso jede Grenze! Fällt für mich aber nicht mehr unter Ghosting.

Ich hab auch eine etwas durchwachsene Geschichte mit Forentreffen derzeit. Ich war bei mehreren angemeldet und 2 habe ich absagen müssen. Aber da schreib ich schon im Vorfeld: "Hey Leute! Ich hab Bereitschaft das Wochenende...". Und dann wenn's konkret wird sag ich auch ab.

Sowas nicht zu tun führt zurecht dazu nie wieder zu sowas eingeladen zu werden!
 
Doch tust du. Tun wir alle behaupte ich Mal.

Nur dass dir der Nutzen "ein gutes Gewissen haben weil du Menschen nicht einfach wegwirfst" scheinbar, vielleicht noch genug Nutzen ist. Gibt's auch.

Aber ich glaube kaum jemand von uns hat die Ressourcen um aus purer Herzensgüte mit Menschen herumzuhängen. Nicht ganz ohne selbst einen Sinn oder Nutzen daraus zu ziehen... Oder zumindest zB in der Hoffnung später, bei Bedarf oder Gelegenheit einen Nutzen daraus ziehen zu können.

Aus 100% altruistischen Gründen tun 99,999% der Menschen GAR NICHTS! Trösten können wir uns wohl damit dass das auf biologisches Leben ganz allgemein zutrifft... Wir sind nicht die einzigen Arschlöcher!
Den Unterschied zwischen "wegwerfen" und "Wege trennen sich" habe ich oben bereits beschrieben. Es geht mir um das "Wie". Ansonsten stimme ich Dir zu, jeder macht (hoffentlich) Dinge in erster Linie dafür, um sich selber wohl zu fühlen.
 
jeder macht (hoffentlich) Dinge in erster Linie dafür, um sich selber wohl zu fühlen.
Um sich selber wohl zu fühlen, garnicht so wenige aber auch, um sich selbst unwohl zu fühlen. Es kommt ganz darauf an ob man sein Leben lebt oder in der bequemen Opferrolle verharrt. Aber auch dieser Selbstnutzen erfüllt für die betreffenden seinen Zweck
 
Um sich selber wohl zu fühlen, garnicht so wenige aber auch, um sich selbst unwohl zu fühlen. Es kommt ganz darauf an ob man sein Leben lebt oder in der bequemen Opferrolle verharrt. Aber auch dieser Selbstnutzen erfüllt für die betreffenden seinen Zweck
Jepp, diese Abwägung muss jeder für sich machen. Ich spreche da nicht so gerne von Opferrolle, sondern davon, dass jeder auch dafür verantwortlich ist, dass es ihr/ihm gut geht. Es jedem Recht machen zu wollen klappt z.B. Mal nicht.
 
Ein Arbeitgeber schmeißt seine Angestellten ohne Begründung raus, ist also nicht egoistisch? Begründung würde nur dem AG dienen, weil er besser dastehen möchte? Ich denke nicht. Unsicherheit/nicht zu wissen, woran man ist, kann eine unheimlich belastende Situation sein. Die kann man von vornherein vermeiden, das hat nichts mit Egoismus zu tun.
Ohne Begründung kannst niemand rauswerfen.
Eine Kündigung/Vertragsauflösung mit adäquater Kündigungsfrist ist jederzeit möglich.
 
Hi,



kann man so sehen. Ist aber nicht sehr clever.

Ich halte es für egoistisch. Es ist denjenigen wichtiger, selbst gut dazustehen, wie es dem anderen geht, vollkommen egal. Hauptsache man kann sagen "Ich habe mich immer verabschiedet".

Das ist so, wie die, die dem Partner unbedingt davon erzählen müssen, dass sie fremdgegangen sind. Weil sie ein schlechtes Gewissen haben. Dann ist ihr Gewissen erleichtert, dass der Partner sich dann damit rumschlagen muss, vollkommen egal. Ihre weiße Weste ist wieder rein, sie sind ehrlich.

LG Tom

sorry, ist aber für mich ein teil der ausrede. und ein fragwürdiges "ich mach es eh immer richtig".
 
Hi,

Ein Arbeitgeber schmeißt seine Angestellten ohne Begründung raus, ist also nicht egoistisch? Begründung würde nur dem AG dienen, weil er besser dastehen möchte? Ich denke nicht. Unsicherheit/nicht zu wissen, woran man ist, kann eine unheimlich belastende Situation sein. Die kann man von vornherein vermeiden, das hat nichts mit Egoismus zu tun.

per Gesetz darf er gar nicht sagen, dass der Angestellte ein fauler Hund ist.


Sieh es realistisch: egal wie, Du teilst einem Menschen mit, dass Dir Deine Zeit zu kostbar ist, um sie mit ihm zu verbringen.

Wenn Dir der andere egal wäre, gäbe es keinen Grund ihm das nicht mehr oder minder unverblümt ins Gesicht zu sagen.

Hier kommen ausgewiesene Moralapostel, und legen sogar Lügen nahe, obwohl sie sonst Ehrlichkeit über alles propagieren, nur um sich rauszureden.

Realistisch betrachtet hat der Zurückgelassene keinerlei Vorteile daraus, wenn man ihm sagt, dass man ihn zurück lässt.

Warum sagen manche, dass sie es lieber gesagt bekommen? Ist doch logisch, sie als Zurückgelassene leiden, soll der andere auch leiden ...

Wie immer, was Du tust ist Deine Sache, von anderen das selbe zu fordern ist halt noch nicht begründet worden. Ausser dass Du es für besser hältst.

LG Tom
 
Wie immer, was Du tust ist Deine Sache, von anderen das selbe zu fordern ist halt noch nicht begründet worden. Ausser dass Du es für besser hältst.
Nö, ich fordere von niemanden etwas. Und die Begründungen,warum ich es für besser halte, haben Dich offenbar heute nicht erreichen können.

Für mich stellst Du nur die eine Seite der möglichen Auswirkung dar, und das ist die sehr düstere. Schwarz-(-Weiß-) malerei wird hier wohl nicht weiter bringen. Wie immer wird es die einen geben, die auf Deine Version passen, und es wird andere geben, für die es anders aussieht.
 
Kurze belanglose Austausche breche ich meist stillschweigend ab. Aber eingehende Gedankenaustausche würdige ich, bis der Faden gerissen ist. Mit meinem intensivsten Partner korrespondiere ich seit bald 10 Jahren täglich.
 
Hi,



per Gesetz darf er gar nicht sagen, dass der Angestellte ein fauler Hund ist.


Sieh es realistisch: egal wie, Du teilst einem Menschen mit, dass Dir Deine Zeit zu kostbar ist, um sie mit ihm zu verbringen.

Wenn Dir der andere egal wäre, gäbe es keinen Grund ihm das nicht mehr oder minder unverblümt ins Gesicht zu sagen.

Hier kommen ausgewiesene Moralapostel, und legen sogar Lügen nahe, obwohl sie sonst Ehrlichkeit über alles propagieren, nur um sich rauszureden.

Realistisch betrachtet hat der Zurückgelassene keinerlei Vorteile daraus, wenn man ihm sagt, dass man ihn zurück lässt.

Warum sagen manche, dass sie es lieber gesagt bekommen? Ist doch logisch, sie als Zurückgelassene leiden, soll der andere auch leiden ...

Wie immer, was Du tust ist Deine Sache, von anderen das selbe zu fordern ist halt noch nicht begründet worden. Ausser dass Du es für besser hältst.

LG Tom
Man kann abschließen und wartet nicht erstmal ab und fragt sich was los ist.
Eine banale Zeile und fertig. Wer darunter beim Schreiben leidet hat sowieso ein gröberes Problem.
 
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