Damals war nicht alles besser, aber manches anders?

Was war damals besser, oder anders ist ne gute Frage.
Grundsätzlich denke ich, daß wenn man der Mutter als Kind mitteilt, daß man Eicheln sammeln war, dies ne andere Bedeutung hat, wenn man das als Jugendliche sagt.
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Das mit dem Verdienst kommt eigentlich aus einem anderen Thread, aber ich kann auch hier antworten. Du hast Dich heute über zwei Menschen lustig gemacht. Eine Person, die weniger verdient als Du, hätte halt "was anständiges lernen sollen". Eine andere Person, die sich Gedanken um Gesundheit macht, bedenkst Du mit einem Ausdruck, den Klimawandelleugner und politisch extrem gesinnte in öffentlichen Netzwerken nutzen. Und Du bezeichnest Dich als freundlich?
Weißt was mir die Eierstöcke hochgezogen hat - "Ich gebe in der Gastronomie aus PROTEST kein Trinkgeld mehr". Worauf ich nachfragte wogegen er protestiert.
"Die verdienen eh alle schon an die 2000.-€, das ist mehr als ich habe".

Jep, ich hab's jetzt nicht im Kopf wie der Kollektiv ausschaut. Aber sicher nicht besonders gut für Wochenende und Nachtstunden.

Und ja, ich hab meine erste Ausbildung als Bäcker abgebrochen weil ich schwanger wurde. Tjo, passiert der besten Rebellin.
Ja, ich hab mit knapp 20 eine andere Ausbildung gemacht. Und du, und auch die anderen Kritiker, könnt sicher sein - in der Firma meines Opa's hab ich doppelt Blut und Wasser geschwitzt wie jeder andere.
Darum mein Spruch - hättest was gescheites gelernt, oder mach eine Umschulung,.......dann musst anderen nicht neidig sein.
Finger aus'm Arsch, los geht's 🧐🤷.
Auch kannst dir sicher sein, ich bin die sozialste Frau die man sich vorstellen kann. Nur irgendwann ist auch dies am Ende.
 
Was haab ich als Jugendlicher Ängste ausgestanden. Im Dorfwirtshaus am Kondomautomaten. Erst eine Mark reingeschmissen. Das hat gescheppert als hätt ma a Scheibe eingworfen. War dann in der Hoffnung dass die zweite Mark auch unbemerkt reinscheppert. Jetzt musste nur noch das Drehen am Hebel glücken. Das war gefühlt genauso laut. Aufeinmal springt dann noch draussen vor der Klotür das laute Aggregat der Kühlanlage an. Aufeinmal wird's noch lauter weil die Klotür aufgeht und jemand kommt. Schnell noch den Griff ins Facherl und ab in die Hosentasche damit.
Der Stammtischler fragt dann noch beim Bieseln ganz lapidar ob i ned soacha konn, weil ich schon so lang weg bin. Zu der ganzen Angst kommt dann noch so a gelangweilter Spruch. In der Gaststube fragt dann die Wirtin auch noch mitleidig ob's mir ned gut geht und ob ich an Schnaps möcht.
Zumindest hat sich mit den Sprüchen der gesamten Stammtischler die Situation etwas entspannt. Das Fazit war zu den 2 Mark, noch 3 Bier sowie a Schnaps und das slles am Nachmittag um 3. Den Schnaps hat mir die Wirtin g'schenkt. Vor lauter Erleichterung hätt ich am liebsten zur Erholung meinen Kopf lang und tief in ihren großen Ausschnitt gesteckt. Das alles nur um an einen einzigen damals noch gepuderten Pariser zu kommen.
Am Abend, abseits vom Sommerfest beim Schmusen haderte man mit den Gedanken ob die auserwählte vielleicht sogar schon als 15 jährige die Pille nimmt, weil der Hintern doch ungewöhnlich groß ist oder ob sie ihre Tage bekommt, weil sie Pickel im Gesicht hat. Die beiderseitige Anspannung und Aufregung nichts falsch zu machen hab ich auch noch in Erinnerung. Später mit den älteren Frauen war das viel entspannter. Allein schon mit den Brüsten und den Wadl'n denen man sich gern und voller Hingebung ausgeliefert hat. Jeden Schnauferer und Stöhnerer hat ma eingesogen. Dann noch der geflüsterte Hinweis dass die Nippel ganz hart sind und sie nass ist. Daran hat sich bis heut nix geändert.
Heut ham sogar die Mädels a große Anstaltspackung als Vorrat neben diversen Dildos im Nachtkast'l oder schmeißen sich ganz stolz am Biertisch die Pille rein. Angeblich, weil's es sonst vergessen könnt.
Zumindest ist dann das schon mal eine Ansage. Alles weitere passiert dann per WhattsApp während sie sich vermutlich gegenübersitzen. Heut ham viele Mädels ihre Brüste tätowiert und tragen achselfreie T-Shirt's ohne BH. Egal wie groß der Warzenhof ist. Kondome gehören zum Handtaschenaccessoieres. Oft sogar frei sichtbar. Früher ham wir mit zittrigen Händen den richtigen Augenblick abgwartet und verschämt das Pariserpackerl aus der Hosentasche gezogen und ganz aufgeregt die erste Reaktion beobachtet. Das Mädel hatte fasst immer einen hochroten Kopf.
Da kamen so Worte wie:
- Na des lass a ma ned macha.
- d'Mama hod g'sagt....
- I trau mi ned
- I scham mi
- I hob des no ned g'macht
- Derf ihn mal anfassen?
usw.
Heut ham's an Piercing und was weiß ich
an der Muschi.
Früher, hätt ich beinah g'sagt höchsten an Zecken.
Ja, so hat sich vieles verändert.
 
Sommerloch. 🌞 🥂

Da hat man plötzlich Zeit, in Erinnerungen zu schwelgen. Vielleicht hat die Zeit meine Erinnerungen auch ein wenig weichgezeichnet, wer weiss. ☺️
Ich denke an die späten 70er, die frühen 80er: an die Disco, an den Mut, jemanden zum Tanzen aufzufordern und an das Herzklopfen, wenn zu Hause das Telefon klingelte und mein Vater als Erster abhob. Hoffentlich war er dran …

Heute wird gewischt, gelikt und gechattet. Damals wartete man auf den nächsten Tanz, den nächsten Anruf oder das nächste Wiedersehen. Nicht besser oder schlechter, einfach anders.

Gerade hier im EF treffen mehrere Generationen aufeinander. Deshalb würde mich interessieren:
Welche Erinnerungen sind euch bis heute geblieben? Was bringt euch noch immer zum Schmunzeln?
An die Jüngeren: Welche Momente von heute werden euch wohl in 40 Jahren nostalgisch erscheinen?

Ach ja … bevor jetzt jemand denkt, wir wären damals alle besonders wild gewesen: Ich war bis 20 Jungfrau. Vielleicht ging es manchen von euch ähnlich und vielleicht war genau deshalb schon ein Tanz, ein langer Blick oder ein Telefonanruf aufregender als heute dreissig Nachrichten auf dem Handy.🙂
Die Smartphone-Ära hat alles besser- aber auch irgendwie schwerer gemacht.
Als ich Anfang zwanzig war, da gab es zwar schon das gute alte Handy - aber eben noch von Smartphones, Apps weit entfernt.
Da musste an beim Ausgehen noch seinen Mut zum ansprechen unter Beweis stellen - und am Ende winkte dann eine Handynummer bei Erfolg - und weitere Treffen.
Diese Zeit wirkte rückblickend entschleunigt, stressfreier, aber auch ....frustierender.
Vor allem, wenn man so wie ich zu dieser Zeit aus einem Kuhkaff kam.
Zum richtigen Ausgehen war man auf ein Auto - oder Bus/ Bahn angewiesen.
Falls man selber etwas trinken wollte, konnte man ein Auto eh vergessen - und es gab nur Bus/ Bahn...und die fuhren gefühlt nur alle heiligen Zeiten in die gewünschte Richtung....

Als sich dann auf dem Smartphones die ersten Dating-Apps gab, wurde alles etwas leichter....aber auch nicht.
Man hatte plötzlich potentiell eine höhere Möglichkeit zu einem Date zu kommen, aber zudem kam auch diese...nennen wir es mal "Auswahl-Denken".
Man wurde plötzlich wie ein Katalog-Modell behandelt. Wegwischen bei Desinteresse, keine Möglichkeit sich zu zeigen, wie man wirklich war.
Es wurde alles Oberflächlicher....
 
...in meinen jungen Jahren war "dating" ein Fremdwort aus dem Englischunterricht.. :rofl:
Und Disco-gehen konnte ich mir als Schüler nicht leisten... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor einigen Jahren war ich mit meiner Tochter im.Museum - Thema 70er Jahre... ich hätte mich auch gleich als Ausstellungsstück bewerben können. :mrgreen:

Wir waren Friedensbewegung - heute Nachrüstungsfanatiker. Wir waren Aubesetzung (en - ja, da war nicht nur Hainburg) - heute ist Österreich praktisch zubetoniert (und sie betonieren und asphaltieren .weiter). Es gab Dr. Sommer - heute youporn .. etc etc

Aber - wir hatten eigentlich alle Zukunftsperspektiven - Diese vermisse ich heute (in der veröffentlichten Meinung).

:winke:
 
Vor einigen Jahren war ich mit meiner Tochter im.Museum - Thema 70er Jahre... ich hätte mich auch gleich als Ausstellungsstück bewerben können. :mrgreen:

Wir waren Friedensbewegung - heute Nachrüstungsfanatiker. Wir waren Aubesetzung (en - ja, da war nicht nur Hainburg) - heute ist Österreich praktisch zubetoniert (und sie betonieren und asphaltieren .weiter). Es gab Dr. Sommer - heute youporn .. etc etc

Aber - wir hatten eigentlich alle Zukunftsperspektiven - Diese vermisse ich heute (in der veröffentlichten Meinung).

:winke:
Hatten wir Zukunftsperspektiven? Generation No Future, nannten wir uns nicht so? 40 Bewerbungen zu schreiben war nicht unüblich. Eine Banklehre bekam nur der, der einen 1er Durchschnitt im Abiturszeugnis hatte.

War es in Österreich so anders?
 
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