Geschützte Werkstätte die 1.

Ich frage wegen eine Diskussion. Ich bin der Meinung, Dominanz ist/sind Persönlichkeitsmerkmale und ich empfinde sie negativ.
mich nervt das auch, wenn ständig wer den Chef raushängen lässt.
Oder es versucht.

Beim Beispiel Kochen, wenn ich selber was koche, bin ich der Dominante, weil ich das mache, was mir schmeckt, und die anderen dürfen, wenn sie möchten und sich gut benehmen, mitessen ;-)
 
Lummelmeinungen sind gefragt: sagt mal, glaubt ihr dass es Beziehungen ohne Machtgefälle geben kann?

Glaubt ihr, dass ein aktives Tun schon schön Dominanz ist. Beispielsweise, ist der Kochende dominant gegenüber, dem Schnippeln den?
Noch an meiner Ansicht interessiert? Wenn ich später das Notebook anwerfe, ist es leichter beim Tippen :)
 
Lummelmeinungen sind gefragt: sagt mal, glaubt ihr dass es Beziehungen ohne Machtgefälle geben kann?
Macht ist ein starkes Wort. In einer Beziehungen müssen (auch) Entscheidungen getroffen werden, mitunter auch für einen unpopuläre. Demokratische Abstimmung wird schwierig bei einer zu einer Stimme.
Hat der Entscheidende dann schon die Macht? Ist das schon ein "Machtgefälle"?
Die Rollen können ja auch wechseln, entweder zeitlich oder nach Themengebiet.
Daneben hängt es auch von der Persönlichkeit der Beteiligten ab. Bei zwei Alphatieren wird schnell ein MACHTkampf entbrennen, andere wieder sind vielleicht manchmal froh, wenn jemand mit Führungsstärke eine Richtung vorgibt.
Dazu gibt es noch das Extrem: Die sog. Pantoffelheld(innen), wo immer nur einer entscheidet und über den anderen "drüberfährt", der gar keine Stimme mehr hat. Selbst das mögen manche, andere arrangieren sich halt bzw. suchen sich wo anders einen Freiraum.
Dominanz ist mMn nur dann gegeben, wenn Macht zur Unterdrückung oder zum Schaden des Anderen missbraucht wird.
Glaubt ihr, dass ein aktives Tun schon schön Dominanz ist. Beispielsweise, ist der Kochende dominant gegenüber, dem Schnippeln den?
Nein, das denke ich nicht. Dominant ist vielleicht nicht das richtige Wort. Im Englischen würde man evt. "superior" sagen, als etwa "übergeordnet" im Sinne von "mehr", "wichtiger", "der Chef".
Aus meiner Sicht müssen die Rollen klar und für beide akzeptabel sein. Wichtig ist, dass Entscheidungen getroffen werden und weniger in welche Richtung. Es braucht meistens Führung und diese Strukturen gibt es fast überall - weil es nötig ist.
Der Führende hat dafür auch die Verantwortung für das Gesamtergebnis. Wenn nötig, wird er dem Schnippelnden Anweisungen geben müssen wie zB. "feiner schnippeln" oder "das Geschnippelte jetzt in den Topf". Als Dominanz sehe ich das noch lange nicht.

Ich kenne ein Pärchen, wo beide sehr zaghaft und entscheidungsschwach sind. Da dauert es oft ewig, bis etwas entschieden wird und dann wird eine Entscheidung getroffen, die eigentlich keinem der beiden richtig gefällt. Wirklich die Verantwortung für die Alternative will aber auch niemand übernehmen.
Beziehung ohne Machtgefälle möglich? Weiß ich nicht genau. Für mich ist klar, dass es nicht immer demokratisch abgehen kann - Stichwort 1:1 Patt.
 
Ich frage wegen eine Diskussion. Ich bin der Meinung, Dominanz ist/sind Persönlichkeitsmerkmale und ich empfinde sie negativ. Mir wurde daraufhin entgegnet: Dominanz sei eine natürliche Ordnung und finge schon bei aktiv ausgeführten Tätigkeiten an. Es wäre ganz normal und stetig präsent. So seien auch Machtgefälle immer da, da einer eben aktiver handelt. Ich sehe dies eben nicht so (wie oben beschrieben) ...daher meine Frage.
Die Gefahr besteht, dass die Begrifflichkeiten zu sehr verschwimmen.
Ist es schon Dominanz, wenn einer dem anderen sagt, was er tun soll?
Was, wenn das erwünscht ist?
Macht es einen Unterschied, wie es gesagt und ggf. durchgesetzt wird?

Ist "Schatz, mach doch mal das Radio lauter, ich verstehe nichts" schon dominant?

Im Übrigen teile ich deine Abneigung gegen dominante Persönlichkeiten und sog. "Kommandochefs", die egal wo sie auftauchen, meinen allen sagen zu müssen, was sie zu tun haben anstatt sich in eine Gruppe einfügen zu können oder zu wollen.

Ich kenne ja Prinzessin Sauzechn vom Turnen und ihren Habschi nicht wirklich, aber ihr Verhalten ist zutiefst dominant und rücksichtslos - nicht nur ihrem "Sub" gegenüber. So ein Verhalten geht für mich gar nicht!
Auf der anderen Seite: Eine Großelternseite: Opa eher zögerlich und vorsichtig-ängstlich, Oma viel robuster und resoluter. Sie war die Chefin und ich vermute(habe es nie angesproche, könnte einmal meine Eltern fragen), dass es für die beiden so gepasst hat.
 
Die Gefahr besteht, dass die Begrifflichkeiten zu sehr verschwimmen.
Ist es schon Dominanz, wenn einer dem anderen sagt, was er tun soll?
Was, wenn das erwünscht ist?
Macht es einen Unterschied, wie es gesagt und ggf. durchgesetzt wird?

Ist "Schatz, mach doch mal das Radio lauter, ich verstehe nichts" schon dominant?

Im Übrigen teile ich deine Abneigung gegen dominante Persönlichkeiten und sog. "Kommandochefs", die egal wo sie auftauchen, meinen allen sagen zu müssen, was sie zu tun haben anstatt sich in eine Gruppe einfügen zu können oder zu wollen.

Ich kenne ja Prinzessin Sauzechn vom Turnen und ihren Habschi nicht wirklich, aber ihr Verhalten ist zutiefst dominant und rücksichtslos - nicht nur ihrem "Sub" gegenüber. So ein Verhalten geht für mich gar nicht!
Auf der anderen Seite: Eine Großelternseite: Opa eher zögerlich und vorsichtig-ängstlich, Oma viel robuster und resoluter. Sie war die Chefin und ich vermute(habe es nie angesproche, könnte einmal meine Eltern fragen), dass es für die beiden so gepasst hat.
Ja, man muss sein Deckelchen finden. Es geht ja nicht um richtig oder Falsch. Jeder wie er mag und ich mag es eben nicht. Jemanden zu bitten etwas zu tun ist mE. Nur dann dominant wenn es immer einseitig ist bzw. die Person es einfach nicht selbst macht, da sie es für unwürdig für sich halt. Zb Frauenarbeit vs. Männerarbeit.

Sagen Wasser andere tun soll? Bei direkten arbeiten...als ein anleiten wie du bei mir mit dem Drucker? Nein, das ist keine Dominanz. Wenn man einem mündigen Menschen aber das Leben vorschreiben will, dass ja.
 
Lummelmeinungen sind gefragt: sagt mal, glaubt ihr dass es Beziehungen ohne Machtgefälle geben kann?

Glaubt ihr, dass ein aktives Tun schon schön Dominanz ist. Beispielsweise, ist der Kochende dominant gegenüber, dem Schnippeln den?
Ach was ist den Dominanz?
Bestimmend oder sich Durchsetzend.
Dazu muss es kein Machtgefälle geben.
Denn es kann ja eine freiwillige Unterordnung geben, eine die sogar Spaß macht.
Es kann mal der Eine dominant sein und einmal der Andere. Wenn beide harmonisieren ist dies wie ein nettes Ballett.
Schlimm ist es nur wenn Gewalt im Spiel ist.

Und ja der, der etwas tut und in die Hand nimmt dominiert das Geschehen meist sogar ungewollt.
 
Macht ist ein starkes Wort. In einer Beziehungen müssen (auch) Entscheidungen getroffen werden, mitunter auch für einen unpopuläre. Demokratische Abstimmung wird schwierig bei einer zu einer Stimme.
Hat der Entscheidende dann schon die Macht? Ist das schon ein "Machtgefälle"?
Die Rollen können ja auch wechseln, entweder zeitlich oder nach Themengebiet.
Daneben hängt es auch von der Persönlichkeit der Beteiligten ab. Bei zwei Alphatieren wird schnell ein MACHTkampf entbrennen, andere wieder sind vielleicht manchmal froh, wenn jemand mit Führungsstärke eine Richtung vorgibt.
Dazu gibt es noch das Extrem: Die sog. Pantoffelheld(innen), wo immer nur einer entscheidet und über den anderen "drüberfährt", der gar keine Stimme mehr hat. Selbst das mögen manche, andere arrangieren sich halt bzw. suchen sich wo anders einen Freiraum.
Dominanz ist mMn nur dann gegeben, wenn Macht zur Unterdrückung oder zum Schaden des Anderen missbraucht wird.

Nein, das denke ich nicht. Dominant ist vielleicht nicht das richtige Wort. Im Englischen würde man evt. "superior" sagen, als etwa "übergeordnet" im Sinne von "mehr", "wichtiger", "der Chef".
Aus meiner Sicht müssen die Rollen klar und für beide akzeptabel sein. Wichtig ist, dass Entscheidungen getroffen werden und weniger in welche Richtung. Es braucht meistens Führung und diese Strukturen gibt es fast überall - weil es nötig ist.
Der Führende hat dafür auch die Verantwortung für das Gesamtergebnis. Wenn nötig, wird er dem Schnippelnden Anweisungen geben müssen wie zB. "feiner schnippeln" oder "das Geschnippelte jetzt in den Topf". Als Dominanz sehe ich das noch lange nicht.

Ich kenne ein Pärchen, wo beide sehr zaghaft und entscheidungsschwach sind. Da dauert es oft ewig, bis etwas entschieden wird und dann wird eine Entscheidung getroffen, die eigentlich keinem der beiden richtig gefällt. Wirklich die Verantwortung für die Alternative will aber auch niemand übernehmen.
Beziehung ohne Machtgefälle möglich? Weiß ich nicht genau. Für mich ist klar, dass es nicht immer demokratisch abgehen kann - Stichwort 1:1 Patt.
Wie gesagt, jeder wie er mag und wenn beide es wollen ist ja alles ok. Aber ich wusste nicht warum man in einer Beziehung unpopuläre Entscheidungen über den anderen treffen muss...außer vlt in Gefahr oder Zeitnot.
 
Zurück
Oben