Was kein Thema bezüglich der Pornographie ist, sondern ein Thema der Erziehung, Betreuung und Aufsicht. Mit 8 Jahren hat kein Kind etwas unbeaufsichtigt oder ungefiltert im Internet verloren!
Ich unterstütze es zwar das Kinder den Umgang mit der Technik früh erlernen, aber die Inhalte dürfen eben noch nicht frei zugänglich sein.
Hier mangelt es oft einfach am technischen Verständnis der Eltern um einen kindgerechten Zugang zum Internet zu ermöglichen. Das ist aber nicht die Schuld der Anbieter von Pornographischen Inhalten.
Genausowenig wie ein 8 Jähriger alleine in ein Bordell gehen sollte, darf es eben auch nicht sein das er im Internet diverse Pornoseiten besucht.
Ich dachte eigentlich du hättest viel Erfahrung mit Jugendlichen? Demnach solltest du wissen das es da diverse Auswirkungen gibt. Ein großer Teil ist davon abgeschreckt und empfindet oft Ekel dabei. Möglich das man durch diese frühe und wiederholte, fast traumatische Konfrontation und Ablehnung solcher Inhalte im späteren Leben dann auch zu einer prüden Lebensart neigt.
Ein anderer Teil zeigt Interesse oder übernimmt solche Inhalte fast spielerisch. Zwar ist die Motivation noch nicht sexuell, aber Neugier und Forschungsgeist können diverse Inhalte schon interessant machen und später baut vieles der Vorstellung dann auf eben diesen erlernten Inhalten auf die prägend wirken können.
Beziehungen zu konventionell erzogenen Personen können darunter leiden, die Gesellschaft an sich wird mit mehr ungewöhnlichen sexuellen Spielarten, Ausprägungen und Verlangen konfrontiert sein. Ob man alle pauschal negativ werten kann steht auf einem anderen Blatt.
Gibt aber definitiv andere Einflüsse die mehr Gewicht bei der Gestaltung von Beziehungen haben. Zum Beispiel fehlende Geschlechterrollen.
Zeit für ein paar Zukunftsängste! Bitte alle die Augen schließen, Hirn ausschalten und sorgenvolle Angst haben! (Wahlweise an Klima, Pornos, Atomkraft, Gentechnik oder KI denken!)
Was schwebt dir vor? Ein Volksaufstand, Rückkehr zum historischen Katholizismus oder gleich eine Revolution um westliche Freiheiten zu beerdigen? "Wir" impliziert "Die" und so ist es nicht! Wichtig ist was "Du" als Elternteil "FÜR" deine Kinder tust.
Das Versagen der Aufsichtspflicht von Eltern ist kein Pornographieproblem. Es ist die gleiche Thematik wie bei Horrorfilmen oder Alkohol und Zigaretten. Wer sein Kind davor nicht schützen kann, hat als Elternteil versagt. Es geht nicht darum Horrorfilme, Zigaretten und Alkohol zu verbieten, sondern dafür zu sorgen das Eltern einem Kind den Zugang dazu nicht gestatten bzw. ermöglichen. "Wir" können nur schlauer werden, uns mit kindgerechten Zugängen zum Internet beschäftigen und diese dann den Kindern anbieten.
Zusammen natürlich die volle Verantwortung. Nur ist die Politik nicht vollständig verantwortlich für die Kindererziehung, das sind immer noch die Eltern. Ansonsten könnte man sie auch gleich nach der Geburt dem Staat abtreten. Auch Schulen können nur Inhalte erfolgreich vermitteln wenn diese auch Daheim akzeptiert und gelebt werden.
Einen kinderlosen Erwachsenen sehe ich da pauschal weniger in der Verantwortung solange er zu dem Thema nicht kontraproduktiv wirkt.
Ich glaube die wenigsten in Europa würden es befürworten wenn zum Beispiel Smartphones von Kindern und Jugendlichen wie zum Beispiel in Russland von der Polizei auf offener Straße kontrolliert werden oder man vom Staat dazu gezwungen wird diverse Software zu installieren, andere Software aber verboten wird.
Was man vielleicht erwarten könnte wäre ein effektiver Jugendschutzfilter, ein kindgerechtes OS oder ein Browser der kostenlos in der EU für die gängigen Systeme Verbreitung findet. Solche Angebote gibt es zwar schon, aber sie sind für Eltern oft mit Kosten und Aufwand verbunden. Hier könnte man ein einfaches Gesamtpaket und wahlweise Komponenten anbieten.
Sexuelle Darstellung aber vollständig zu verbannen halte ich schon aus Gründen der Aufklärung für nicht sinnvoll. Aber natürlich besteht ein Unterschied zwischen einem Hardcore Porno und dem Bild einer Vagina auf Wikipedia.
Mit völliger Einschränkung zerstört man aber oft genau dieses Gleichgewicht.
Angst und Sorge sind immer schlechte Berater für Gesetze und Verordnungen. Siehe zum Beispiel die Reform des Waffenrechts in Österreich, die Klimamaßnahmen der EU, Verbrennerverbote oder ähnlich populistische Schnellschüße die am Ende immer für noch mehr Probleme sorgen.
Auch sollte man die Abwehrhaltung von Eltern nicht unterschätzen. Für viele ist es wohl leichter zu behaupten "der Staat" oder "die Gesellschaft" soll etwas machen. So weist man jede Schuld von sich und muss sich nicht eingestehen das man sich einfach nicht verantwortungsvoll verhält wenn 8 Jährige einen Zugang zu extremer Pornographie haben.
Um dem zu entgegnen kann man die Menschen nur dazu erziehen mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Genau das entwickelt man aber nicht in Systemen die jede Facette des Alltags mit Gesetzen und Verordnungen regeln wollen. Denn damit wird das Individuum entmündigt und die Eigeninitiative endet. Ein Verhalten welches man sogar bei Primaten in Gefangenschaft beobachten kann.
Leider nutzen Populisten genau solche Themen um ihre absurden Vorstellungen von einer totalitären Alternative zu verbreiten oder um diesbezüglich Gedanken zu schüren um in Zukunft das bestehende System als ein Versagen darzustellen, welches dann nicht anders kann als ebenso töricht zu agieren wie man es selbst im Sinn hat.

