So bei dem ganzen Käse, jetzt das berührend Feine:
Du hast Recht. Du wurdest nicht verwöhnt, aber reich beschenkt. Wie so oft bekommt man etwas geschenkt, das man erst Jahre später erkennt, annimmt und benutzen kann. Mitlaufen, neben Menschen, die einem mehr als gut gesonnen sind, wahrnehmen und verarbeiten können, zwei Generationen gleich - das ist wohl ein Geschenk, das zu Deinem Vermögen gehört.
Aus allem etwas machen können, alles betrachten und den Sinn oder die Nützlichkeit darin entdecken. Schön.
....und ein Respekt vor der Arbeit, Menschen sehen die nicht fragen ob sie etwas tun müssen oder sollen, sondern angreifen was nun mal zu tun ist.
Man kennt das von daheim. Da ist etwas zu Boden gefallen. Einige steigen unentwegt drüber, andere heben es auf und räumen es weg. Es spielt keine Rolle, denn gemacht gehört es. Wenn es die Eltern sind die drüber steigen, dann gehört sich das auch so.
Auch wenn es nicht auf Deiner Linie war, wieviel an obigen Eigenschaften hast Du beim Mitlaufen aus der Kindheit mitbekommen?
Wenn auch in Folge, die Ziele, Freunde, Job andere waren? Ausmachen was zu tun ist und es zu tun. Ohne Menschen, die um uns sind, Freunde die kontrovers sind und das auch klar machen, sind andere als Spaßfreunderln - obwohl man auch Spaß hat. Aushalten muss man es und sie dafür schätzen können, dann kommt man gemeinsam weiter.
Viele wissen vor lauter Möglichkeiten und angetragenen Optionen gar nicht was sie wollen. Aus einer Kindheit mit dem sicheren Wissen zu kommen, was man zu 100% nicht will, ist viel an Orientierung, halt von der anderen Seite her.
Manchmal denke ich, es ist schade, dass man gerade wenn man durch eine sehr eigene Kindheit ging, erst Jahre später erkennt, was für Kraft und Reichtum sie mitgegeben hat.

Dann ist es oft zu spät "danke" zu sagen, auch wenn was widerfuhr oft gar nicht augenscheinlich schön und rosawolkig war, aber dennoch soviel an Kampfgeist, Willen, Hinterfragen mitgegeben hat.