Flirtverhalten aus der Kindheit erlernt?

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warum sollte es jemals zu spät dafür sein? oder meinst wenn sie nicht mehr auf Erden wandeln...
Meiner Mutter konnte ich nicht zeigen, wie sehr ich ihr dankbar bin und wie bereichernd ihr Unvermögen in meinem Leben war. (Sie war noch minderjährig als ich kam) Sie starb bevor mein letzter Sohn geboren wurde.
Andererseits hat mir ihr früher Tod die Möglichkeit gegeben, mich mit ihr zu versöhnen - da konnte sie kaum mehr etwas dagegen setzen. :)

Oh, sie hatte alle Vorurteile, die man nur haben konnte. Mein Kopferl unter blonden Zöpfen mit Kirschgummiringerl, hat von Anfang an hinterfragen gelernt und nix für bare Münze nehmen, nur weil es wer gesagt hat. Immer fragen wer was sagt und es danach einzureihen, oder woanders Infos zu holen, das hat sie mich unbewusst gelehrt und ich konnte es sehr bewusst weiter geben.

Tolle Frau und übrigens obwohl augenscheinlich alles grundsolide, eine der bezauberndsten und charmantesten Flirterinnen. Da kam man erst drauf, wenn man ihr verfallen war, dass man beflirtet wurde. :)
Die Mama - tststs.....
 
So bei dem ganzen Käse, jetzt das berührend Feine:

Du hast Recht. Du wurdest nicht verwöhnt, aber reich beschenkt. Wie so oft bekommt man etwas geschenkt, das man erst Jahre später erkennt, annimmt und benutzen kann. Mitlaufen, neben Menschen, die einem mehr als gut gesonnen sind, wahrnehmen und verarbeiten können, zwei Generationen gleich - das ist wohl ein Geschenk, das zu Deinem Vermögen gehört.

Aus allem etwas machen können, alles betrachten und den Sinn oder die Nützlichkeit darin entdecken. Schön.
....und ein Respekt vor der Arbeit, Menschen sehen die nicht fragen ob sie etwas tun müssen oder sollen, sondern angreifen was nun mal zu tun ist.

Man kennt das von daheim. Da ist etwas zu Boden gefallen. Einige steigen unentwegt drüber, andere heben es auf und räumen es weg. Es spielt keine Rolle, denn gemacht gehört es. Wenn es die Eltern sind die drüber steigen, dann gehört sich das auch so.

Auch wenn es nicht auf Deiner Linie war, wieviel an obigen Eigenschaften hast Du beim Mitlaufen aus der Kindheit mitbekommen?
Wenn auch in Folge, die Ziele, Freunde, Job andere waren? Ausmachen was zu tun ist und es zu tun. Ohne Menschen, die um uns sind, Freunde die kontrovers sind und das auch klar machen, sind andere als Spaßfreunderln - obwohl man auch Spaß hat. Aushalten muss man es und sie dafür schätzen können, dann kommt man gemeinsam weiter.

Viele wissen vor lauter Möglichkeiten und angetragenen Optionen gar nicht was sie wollen. Aus einer Kindheit mit dem sicheren Wissen zu kommen, was man zu 100% nicht will, ist viel an Orientierung, halt von der anderen Seite her.

Manchmal denke ich, es ist schade, dass man gerade wenn man durch eine sehr eigene Kindheit ging, erst Jahre später erkennt, was für Kraft und Reichtum sie mitgegeben hat. :)
Dann ist es oft zu spät "danke" zu sagen, auch wenn was widerfuhr oft gar nicht augenscheinlich schön und rosawolkig war, aber dennoch soviel an Kampfgeist, Willen, Hinterfragen mitgegeben hat.
Oh, schön wie Du das siehst...das sehe ich genauso.
Das was ich von damals mitbekommen habe ist natürlich die Basis, quasi das Fundament auf dem man aufbaut. Natürlich ist es kein Nachteil, wenn man nix haben, nix kaufen muss, wenn man die Arbeit sieht und sie einfach macht weil sie ja sowieso gemacht gehört.
Ich habe Danke gesagt, jahrelang schon. Mein Ziehvater als auch der Vater haben gehört wie dankbar ich meinem Leben und ihnen war und bin.
Wir haben auch anschließend miteinander ein paar Tränerl verdrückt.

Diese Familie war ja an sich schon kontrovers, weil gesellschaftich absolut unüblich. Ich denke ich hab Dir die Situation eh privat schon geschildert.
Trotzdem bleib ich dabei...30% hab ich mitgenommen, darauf konnte ich bauen und es war ein großes Glück in dieser Situation zu sein. Bei meinen Großeltern hatte ich absolute Freiheit, wer ist schon als Fünfjähriger stundenlang alleine im Wald rumgelaufen, sobald ichs daglengt hab, bin ich mit Moped, später 125er Puch gefahren, ohne Helm, ohne Kennzeichen...niemand wusste wo ich bin oder was ich tat oder vorhatte. Ich hab das Vieh auf der Alm besucht, bin ins Kar geklettert und dort baden gegangen. Man konnte im Juli Barfuß den Restschnee runterrutschen und anschließend ins kalte Wasser Köpfln...vier Stunden hin, zweieinhalb zurück, davon nur eine Stunde mit der "Maschin". Heimgekommen bin ich mit ein paar Kilo Eierschwammerl, die hatte ich auch schon geputzt weil ein "Feitl" ist schließlich Pflicht auf dem Berg. Schwarzbeeren essen, auf der Schutzhütte eine Konserve aufwärmen, aus Bächen trinken, beim Senn ein paar Stück Käse und ein Glas Milch abstauben, Wunderbar, fast wie im Heimatkinderfilm;).

Ich wurde reich beschenkt, dessen bin ich mir bewusst. Mein Freundeskreis ist auf die Welt verteilt und riesig, ich kenne niemanden der es so schön hatte wie ich.
Niemand hat mich jemals für irgendetwas gelobt, aber das Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten war wohl das Wertvollste von Allem.
Daraus ist mein Vertrauen und die Kenntnis meiner selbst gewachsen, mit Sicherheit das Wichtigste was man mir schenken konnte.

Geh, beweg Dich, tu Dir nicht weh und sei wieder da bevor es dunkel ist, wennst zum Vieh fahrst, nimm a "Gleck" mit..

Dein Leben, Deine Verantwortung, Du weißt alles was Du wissen musst.
(Das hatten meine Eltern im Grunde ja auch nicht anders, man Dad hat in der Früh vor dem Schulweg das Vieh auf die "Halt" getrieben, eineinhalb Stunden rauf und 20 Minuten runter.
Natürlich fällt einem da ein "ich nehm das Leben jetzt in die Hand" furchtbar leicht im Vergleich mit jemandem der dieses Geschenk nicht bekam und getreten wurde.
Ich wurde ja auch genug getreten von meinem Dad, aber der Ausgleich der "Restfamilie" hat langfristig vieles leichter gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus!
Ich denke nicht dass mein Flirtverhalten aus Kindheitserfahrungen stammt, vielmehr aus positiven Rückmeldungen und Erfahrungen die ich beim Flirten selbst gemacht habe.
 
Ich habe eure posts weiter mitverfolgt und musste das Gelesene auch erst einmal ein wenig "sitzen" lassen. Insgesamt glaube ich jedoch, ihr habt mir ein paar neue Puzzelteile meiner selbst geboten. Sehr schön zu lesen!
Auf ein paar eurer Stellungnahmen möchte ich gerne auch noch genauer eingehen.
Solltet ihr euch irgendwie persönlich getroffen fühlen, so ist das nicht meine Absicht dahinter, bloß mein subjektiver Zugang.

Kein Grund für tiefenpsychologische Expertise oder Arroganz.

@Mitglied #247512, du bist eine starke Frau, die das Leben mit all seinen Ecken und Kanten bejaht. Diese "radikale" Akzeptanz dessen was war/ ist, macht es manchmal sehr schwierig für andere. Ich bspw. bin noch nicht soweit, meinen Eltern zu verzeihen und es alles als Geschenk zu betrachten. Es wird da wohl noch einiges an Auseinandersetzung mit mir selbst benötigen, um am Schluss eine "Tasse" im Kintsugistil zu erhalten.

Ich denke, man kann es, wenn es einem wichtig erscheint.
Ich sage ich bin kein "Flirt-typ".
Bei meinem Mann hat es geklappt, beidseits.
Wir flirten wenn ich überlege, noch immer.
Jeder neckt den anderen spielerisch.

Dieses gegenseitige vertraute "Flirten" ist mir auch nicht unbekannt und das ist auch toll in einer Partnerschaft.
Trotzdem vermag ich es nicht, so wie du anscheinend, andere "Flirtversuch" zu deuten oder zu verstehen. Es ist wie sarkastische Bemerkungen von anderen Personen, die verstehe ich auch nie. Und wenn andere schreiben, dass sie dies in der Jugend ausprobiert/ geübt haben, verstehe ich auch, warum ich es nicht vermag.
Bsp: wenn Du auf der Tanzfläche, möglichst im Rahmen einer "steifen" Veranstaltung, die Dame Deiner Wahl als "Drecksfotze" ansprichst. Ich verspreche Dir, die wird den ganzen Abend nur mehr an Dich und Deinen "Flirtversuch" denken. Ein Erfolg, falls Du es überlebst :mrgreen:

Zuerst fand ich deinen Post sehr unpassend und es hat mich auch geärgert, dann dachte ich aber, es sagt so eine Art des Flirtverhaltens viel mehr über dich aus, als dir vielleicht lieb ist...

...auch das liegt in der Kindheit...Loben ist gut, loben ist super....Anerkennung zollen aufgrund von Tatsachen, Aktionen um einiges mehr....denk ich mal. Die Welt dreht sich weiter, vielleicht nimmt man in Zukunft zu einem Date eine Zertifizierungsmappe mit, von Experten erstellt, von richtigen Experten....nicht nur - hach was weiß ich. :schulterzuck: Ich bin zu alt, da bin ich schon drüber, brauch ich nimmer. ;)

Loben ist gut....mmmhhhh.... Eigentlich kann das auch wieder in die falsche Richtung gehen, denn wenn das Kind nur durch Anerkennung oder Lob Aufmerksamkeit bzw. positive Zuwendung bekommt, wird es sich immer sehr nach Außen richten. Es wird ihm/ ihr schwer fallen, später zu sich zu stehen, da es den Fokus ständig im Außen haben wird. Als erwachsene Person kann es sich dann um eine sehr manipulative oder depressive Person handeln, weil dieses Verhalten entweder genutzt wird, um Personen für sich zu gewinnen oder ständige chamäleonartige Verwandlungen, je nach gesellschaftlichen Kontext, birgt.
 
Es ist wie sarkastische Bemerkungen von anderen Personen, die verstehe ich auch nie. Und wenn andere schreiben, dass sie dies in der Jugend ausprobiert/ geübt haben, verstehe ich auch, warum ich es nicht vermag.
Soweit ich das erfahren habe, wird es erst lustig, wenn ich diese sarkastischen Bemerkungen nicht als persönlichen Angriff auf meine Person nehme.
Für mich ist es dabei wichtig, ein gewisses Niveau nicht zu überschreiten.
Also wenn jemand ausschließlich Schimpfwörter verwendet, finde ich es nicht mehr amüsant.
Der Reiz dabei ist, seinem Gegenüber auf eine liebevolle Art und Weise im Scherzen den Spiegel vorzuhalten. Quasi im Wechsel.
Schwer in Worte zu fassen.
 
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Zuerst fand ich deinen Post sehr unpassend und es hat mich auch geärgert, dann dachte ich aber, es sagt so eine Art des Flirtverhaltens viel mehr über dich aus, als dir vielleicht lieb ist...

1) Tut es mir unendlich leid, Dich enttäuscht zu haben.
2) Sprach ich mit keiner Silbe davon, dass es sich dabei um MEIN Alltags-Verhalten Frauen gegenüber handelt, ganz im Gegenteil, weshalb es auch nichts über MICH aussagt.
3) War dieser Kommentar dezidiert an eine bestimmte Person gerichtet, von der ich annahm, ihre intellektuelle Kapazität damit nicht zu überfordern. Womit ich richtig lag.
4) Bin ich spontane Beissreflexe auf Reizwörter, auch wenn der Beisser/die Beisserin den Text gar nicht liest und/oder die abstrakte Botschaft dahinter nicht versteht (nicht wertend!), gewöhnt.
5) Ein Thomas Bernhard würde mich verstehen, das reicht mir die nächsten 101 Jahre. ;)
 
4) Bin ich spontane Beissreflexe auf Reizwörter, auch wenn der Beisser/die Beisserin den Text gar nicht liest und/oder die abstrakte Botschaft dahinter nicht versteht (nicht wertend!), gewöhnt.
5) Ein Thomas Bernhard würde mich verstehen, das reicht mir die nächsten 101 Jahre. ;)
Achso, Subtexte... Die sind auch immer schwer bis gar nicht zu verstehen...
Und von sich zu behaupten Thomas Bernhard würde einen verstehen, somit auch interessieren, zeugt von Selbstvertrauen...
 
Ich habe eure posts weiter mitverfolgt und musste das Gelesene auch erst einmal ein wenig "sitzen" lassen. Insgesamt glaube ich jedoch, ihr habt mir ein paar neue Puzzelteile meiner selbst geboten. Sehr schön zu lesen!
Auf ein paar eurer Stellungnahmen möchte ich gerne auch noch genauer eingehen.
Solltet ihr euch irgendwie persönlich getroffen fühlen, so ist das nicht meine Absicht dahinter, bloß mein subjektiver Zugang.



@Mitglied #247512, du bist eine starke Frau, die das Leben mit all seinen Ecken und Kanten bejaht. Diese "radikale" Akzeptanz dessen was war/ ist, macht es manchmal sehr schwierig für andere. Ich bspw. bin noch nicht soweit, meinen Eltern zu verzeihen und es alles als Geschenk zu betrachten. Es wird da wohl noch einiges an Auseinandersetzung mit mir selbst benötigen, um am Schluss eine "Tasse" im Kintsugistil zu erhalten.



Dieses gegenseitige vertraute "Flirten" ist mir auch nicht unbekannt und das ist auch toll in einer Partnerschaft.
Trotzdem vermag ich es nicht, so wie du anscheinend, andere "Flirtversuch" zu deuten oder zu verstehen. Es ist wie sarkastische Bemerkungen von anderen Personen, die verstehe ich auch nie. Und wenn andere schreiben, dass sie dies in der Jugend ausprobiert/ geübt haben, verstehe ich auch, warum ich es nicht vermag.


Zuerst fand ich deinen Post sehr unpassend und es hat mich auch geärgert, dann dachte ich aber, es sagt so eine Art des Flirtverhaltens viel mehr über dich aus, als dir vielleicht lieb ist...



Loben ist gut....mmmhhhh.... Eigentlich kann das auch wieder in die falsche Richtung gehen, denn wenn das Kind nur durch Anerkennung oder Lob Aufmerksamkeit bzw. positive Zuwendung bekommt, wird es sich immer sehr nach Außen richten. Es wird ihm/ ihr schwer fallen, später zu sich zu stehen, da es den Fokus ständig im Außen haben wird. Als erwachsene Person kann es sich dann um eine sehr manipulative oder depressive Person handeln, weil dieses Verhalten entweder genutzt wird, um Personen für sich zu gewinnen oder ständige chamäleonartige Verwandlungen, je nach gesellschaftlichen Kontext, birgt.

@Mitglied #247512 und ich haben uns, woran mir sehr viel liegt, dankenswerterweise ausgesprochen.

Manchmal scheitert die Kommunikation an den Mängeln des Geschrieben.
Daran, dass wir beim Schreiben keine Mimik und Gestik sehen oder die Modulation der Stimme hören.

Botschaften kommen manchmal nicht so an wie sie ursprünglich gemeint sind.

Ich nehme das als Aufgabe an, daran zu arbeiten
 
Und von sich zu behaupten Thomas Bernhard würde einen verstehen, somit auch interessieren, zeugt von Selbstvertrauen...

Nö! Ich meine nur zu wissen, dass jemand wie Du bei einer Publikumsbeschimpfung den Saal verließe und nicht auch noch dazu applaudierte. Stimmts oder habe ich Recht? :mrgreen:
 
Loben ist gut....mmmhhhh.... Eigentlich kann das auch wieder in die falsche Richtung gehen, denn wenn das Kind nur durch Anerkennung oder Lob Aufmerksamkeit bzw. positive Zuwendung bekommt, wird es sich immer sehr nach Außen richten. Es wird ihm/ ihr schwer fallen, später zu sich zu stehen, da es den Fokus ständig im Außen haben wird. Als erwachsene Person kann es sich dann um eine sehr manipulative oder depressive Person handeln, weil dieses Verhalten entweder genutzt wird, um Personen für sich zu gewinnen oder ständige chamäleonartige Verwandlungen, je nach gesellschaftlichen Kontext, birgt.
Wo hast denn diese Weisheit her?
 
Ich flirte jetzt zum Glück grundsätzlich anders als in meiner Kindheit, sonst würde ich Frauen immernoch mit einem Stück meines Milchbrötchens bestechen.


Obwohl... :unsure:
 
Einen Zweck zu verfolgen, bevor man noch weiß, ob die Frau/der Mann einem liegt, wäre eigenartig unter Menschen.
Das wäre einer stattfindenden Entwicklung vorzugreifen.

Ich glaube, wenn ich drüber nachdenke, gar nicht an das Flirtverhalten.

Menschen interessieren uns, egal in welchem Bereich. Eine Gruppe findet sich zusammen, beruflich, Freizeit, Schule u.s.w.
Wir lernen Leute wenn es ungezwungen ist, aus Neugierde und Interesse kennen und gehen auf sie zu. Wen wählt man aus einer Gruppe zuerst?

Mir ist es komplett egal ob das ein Mann oder eine Frau ist. Große Firma, viele Kollegen, egal ob Mann oder Frau, man kommt ins Gespräch. Ob es zu einer beruflichen Synergie kommt, man eher zu Kindern im gleichen Alter kommt, oder persönlich nähere Informationen austauscht kann verschieden sein. "Der Cocktail ist mir fast ein wenig zu bitter, was hast Du da eigentlich?", "Ist es hier immer so heiß, meinst können wir wo ein Fenster aufmachen?" (bei zweiterem ein "wir" im Satz, das lässt aufhorchen) "Können wir ein wenig raus gehen?" "Magst Du mal meinen Cocktail kosten?) (wäre dann z.B. ein klarer Einstieg in ein Flirten.)

Es ist ein Verlauf.
Dieses angesprochene Flirten, jemand ausmachen in eine Gruppe, auf ihn zusteuern, einen Spruch ablassen - mal ehrlich funktioniert das überhaupt gscheit, wenn im Vorfeld diese kleinen Annährungsrituale, die uns durchaus auch warnen, uns unterbewusst achtsam werden lassen oder vielleicht etwas breiter lächeln lassen und mehr Interesse entwickeln lassen als normal?

Flirten oder ich nenne es Annähern, ist keine Einbahnstraße. Ohne Signale, jemanden brutal anzuflirten ist wie mit einer Dampfwalze drüber zu fahren.
Das ist es auch. Der kleine menschliche Tanz wird ausgelassen, es fehlt die Basis und wird durchaus von vielen als übergriffig und manipulativ unangenehm empfunden. Dass der "Flirter" nicht nachlässt, versucht weiter von sich zu überzeugen, endet dann doch eh meist in einem Korb der größer als gewollt ausfällt, weil ihm Signale, feines Kennenlernen absolut wurst waren und er nicht einbremste, sondern noch aufs Gas stieg.

Das liegt ganz sicher in der Kindheit. Die meisten lernen allerdings aus ihren Erfahrungen, brauchen etwas länger. Aber keiner muss so bleiben wie er ist. So mancher Ratschlag aus dem Umfeld, wenn man ehrliche Freunde hat, wird gehört und umgesetzt, andere beharren drauf "Ich bin so wie ich bin. So war ich schon immer. Wenn das jemand nicht passt, dann nicht".

bissi o.t.: Ganz schlimm finde ich Eltern, die glauben das Zynismus oder Sarkasmus gegenüber Kindern, ihren Kindern angebracht ist, sie senden zwei unterschiedliche Signale in Mimik und Wort. Ein teures Glas fällt: "Das ist wieder typisch für Dich.", "Das hast wieder echt gut gemacht." "Du bist mein Sargnagel." "Na super, wir können es uns ja leisten." "Mein Leben ist sowas von einfach und großartig mit Dir."
Ich denke, das haut alle kleineren Menschen ziemlich grauslich zurück.
Du wirkst wieder als hättest Du schon 1000 Jahre Erfahrung 🤔

Also ich Weiss nicht meine brutstätte hat immer so mit uns geredet 😅
Vllt hab ich deshalb so eine tolle Beziehung zu meiner brutstätte.
 
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