Fall der rosa Brille in 3...2...1...

Wenn man da so drüber liest gehen alle Geschichten im endeffekt gut aus. die Gekränkten und Enttäuschten finden letztlich ihre große Liebe, weil...man muss ja nur sein Herz öffnen, die ansprüche runterschraube, sich selbst treu bleiben usw.. Ich kan damit nichts anfangen, es gibt auch die Geschichten die schlecht ausgehen
 
Wenn man da so drüber liest gehen alle Geschichten im endeffekt gut aus. die Gekränkten und Enttäuschten finden letztlich ihre große Liebe, weil...man muss ja nur sein Herz öffnen, die ansprüche runterschraube, sich selbst treu bleiben usw.. Ich kan damit nichts anfangen, es gibt auch die Geschichten die schlecht ausgehen
Hm..."am Ende ist alles gut... und wenn es nicht gut ist... ist es nicht das Ende"

als Buddhist wird das ganze noch einfacher wenn man sogar versteht dass ein LEBEN ohne soetwas durchaus sein kann und gerecht ist. Wenn man dabei nicht verzweifelt und trotzdem sein Bestes für sein Umfeld gibt... kann man vielleicht das Karma ansammeln in nächsten Leben die Beziehung seiner Träume zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja, mein kleiner Fluch scheint mal wieder zuzuschlagen... Ich bin verliebt, ich liebe dieses Gefühl. Würde es am liebsten für immer sein... und dann kommt irgendwann die Ernüchterung... Erst schleichend, doch wenn sie da ist, ist sie unumgänglich und die schönen Gefühle irreparabel geschädigt...

Und nu? Was mach ich denn damit?...
Wer kennt es so auch oder ähnlich?

Natürlich, das Verliebtsein hält nicht ewig, oder? Aber wenn danach eben auch nicht viel da ist, wars halt schön und weiter gehts...
Aber was ist wenn es nach dem verliebt sein nie was geben wird bei mir? Als ewige Jägerin nach dem leichten Glück des Lebens verdammt sein, will ich denn das?... Scheisse...

Tja, eines ist dir bei diesem Lebenswandel ziemlich sicher, - du wirst niemals ankommen!
Einer meiner besten Freunde hatte die gleiche Veranlagung. Immer auf der Suche nach seiner zukünftigen Ex.
Bis es ihm passiert ist, daß er über beide Ohren verknallt war und sie ihn sitzen ließ.
Das hat im regelrecht den Boden unter den Füßen weggezogen. Ein Umdenken gab es bei ihm auch, aber nicht von langer Dauer.
Er wurde Berufssoldat und brauchte keine feste Beziehung. So seine Worte.

Ich finde es eher tragisch, zeugt es doch von einer echten Geringschätzung seines Gegenüber aus!
 
Hallo Ninanana,

gleich vorab meine Meinung: Den idealen Partner, der alle Erwartungen erfüllt, gibt es nicht! Gott sei Dank!
Das ist mir bewusst und das ist ja auch ok, denn ein Partner existiert nicht aus Puzzleteilen von Erwartungen und Aneinanderreihungen von Charaktereigenschaften, sondern ist als Mensch in seinem Sein doch meist viel komplexer und vielseitiger, als das es artikulierte Erwartungen dies alles abdecken könnten. Es geht um das Gesamtbild eines Menschen das mit dem Gesamtbild von mir am besten harmonieren mag. Das ist eine komplexe Sache. Darum bin ich gegenüber zu einfachen Erklärungen, die hier im Thread zT angebracht wurden, doch recht skeptisch...

Ich möchte Dir zunächst von mir erzählen. Ich war viele, viele Jahre mit einer tollen Frau verheiratet. Sie ist attraktiv, intelligent, tough, hilfbereit, fleißig, aber auch verletzlich, unsicher, hat ihre Macken. Wir haben uns gemeinsam unser Leben aufgebaut, ich war glücklich, sie gefunden zu haben und mit ihr alt werden zu können. Ihr Macken, Marotten und Limitierungen hatte ich akzeptiert, mich dem untergeordnet.

Und dann sagte sie mir eines Tages, dass sie mich nicht mehr liebt. Für mich brach meine Welt zusammen.

Und dann lernte ich, dass einer meiner schlimmster Fehler war, mich ihren Macken, Marotten und Limitierungen unterzuordnen.

Ich hatte das große Glück, mich einer lieben Freundin anvertrauen zu können. Aus der Freundschaft wurde Freundschaft-Plus, und heute sind wir ein Paar. Anfangs genoss ich das Freundschaft-Plus, aber im Vergleich mit meiner Frau zog meine Freundin den Kürzeren. Ich hatte meine Ansprüche, die sie teilweise nicht erfüllen konnte. Aber wir hatten uns vorgenommen, immer ehrlich zueinander zu sein, nichts zu verschweigen, auch keine Gefühle, von denen wir annahmen, sie könnten den Anderen verletzen.
Und ich ging auf Entdeckungsreise. Ich betrachtete meine Freundin. Sowohl ganz körperlich, als auch geistig. Sie ist nicht so schlank wie meine Frau. Aber sie hat ein wunderschönes Gesicht. Sie ist nicht so sportlich wie meine Frau. Aber sie ist wunderbar zärtlich. Sie schnarcht. Und hat einen messerscharfen Verstand.

Und - wir reden über unsere Gefühle, was uns bewegt. Wir akzeptieren die Macken, Marotten und Limitierungen des Anderen, aber wir machen keine Abstriche, ordnen und nicht unter, sondern arbeiten damit. Wir wollen den Anderen nicht ändern, nicht verbiegen, aber wir wollen uns ergänzen. Wenn uns etwas nicht passt, dann sagen wir das. Wir überlegen, warum es uns nicht passt und wie wir damit umgehen. Und das kann bedeuten, dass wir auch mal Luft und Abstand einfordern - und auch geben. Wenn einer von uns sagt: "Ich brauche Abstand", dann wissen wir, dass dies nicht persönlich gemeint ist, sondern dass derjenige einfach nur Abstand braucht. Luft. Oder Ruhe.

Und, was soll ich sagen: Wir lieben uns! Und diese Liebe ist gewachsen. Nicht von Beginn an Schmetterlinge im Bauch - erst jetzt! Und es werden langsam, ganz langsam immer mehr.

Das liest sich sehr schön :) Da gratuliere ich dir.

Mir ist auch bewusst, dass Liebe etwas ist, das wachsen muss, dass über die Verliebtheit hinauswächst. Die Theorie verstehe ich ziemlich gut. Nun ist die Frage, warum hat das bis jetzt bei mir noch nie so recht funktionieren wollen. Liegt es an mir, oder an den Männern.
Diese Frage kann mir keiner, und auch ich mir selber, zum jetzigen Zeitpunkt beantworten.

Es ist gut möglich, dass ich bis jetzt einfach noch nie einem potentiell richtigem Partner über den Weg gestolpert bin. Es ist aber auch möglich, dass ich hier zu grosse Barrieren aufgestellt habe, ob im Kleid von Erwartungen oder ev auch aus anderen Gründen, die es mir erschweren mich auf eine Partnerschaft einzulassen.
Und so oszilliere ich zwischen diesen beiden Möglichkeiten hin und her in meinen Überlegungen...

Die Zeit und die weiteren Erfahrungen werden das Bild wohl erst schärfen. Trotzdem mag ich auch schon jetzt darüber nachdenken :)

Was ist mit Dir? Du sagst, Du hast Erwartungen an Deinen Partner. Zum Beispiel schreibst Du, sinngemäß, er sei etwas "simpel". Puh! Das wäre auch für mich ein Problem. Mein Gehirn braucht Nahrung, und natürlich brauche ich einen Partner, der mich intellektuell fordert. Langfristig würde eine Beziehung mit einem "simplen" Partner für mich nicht klappen. Wie ist es bei Dir?

Allgemeinbildung. Wenn meine Partnerin z.B. aufgrund ihrer Schulausbildung wenig Allgemeinbildung hat, aber klug und lernbegierig ist und anderweitig viel weiß, dann kann ich mich prima mit ihr ergänzen. Wie ist das bei Euch?
Das ist bei ihm schwierig so konkret zu sagen. Er hat in gewissen Bereichen doch recht begrenzte Ansichten. Ist da stur und in meinen Augen nicht wirklich klug. Dann gibt es aber auch andere Bereiche, die mir zB deutlich zeigen, dass dahinter doch auch ein recht kluges Köpfchen steckt und wenn ich genau überlege, sind mir diese Bereiche wichtiger. Er versteht zB meinen Humor, ist Wortgewandt und er kennt sich selber verdammt gut. Also hat die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Spontanität: Wenn Dein Partner wenig impulsiv ist, bist Du dann der Motor? Und holt Dich Dein Partner vielleicht rechtzeitig auf den Boden zurück, wenn Du überdrehst?

Das ist ein gutes Beispiel. Ich kann mir beides vorstellen. Ein impulsiveren Partner mit dem man Bäume ausreissen kann, oder aber auch ein Fels in der Brandung, der mich wieder etwas stabilisiert... Beides hätte einen Reiz auf mich. Ist das eine gegeben, fehlt mir aber das andere und umgekehrt. Wie schonmal geschrieben, ich habe gewisse konträr verlaufende Vorlieben und ich könnte mir noch vorstellen, dass das ein Grundproblem darstellt.


Ninanana, horche doch mal in Ruhe in Dich hinein: Zunächst mal - was hast Du denn für Erwartungen an Deinen Partner? Konzentriere Dich doch wirklich mal ausschließlich auf diese erste Frage. Lasse sie in Dir wirken. Und erzähle Dir und uns mal etwas darüber.

Ich habe keine in Fels gemeiselten Erwartungen an meinen Partner. Einzig was ich sagen kann ist, dass ich Erwartungen, bezüglich den Gefühlen die er in mir auslösen sollte, habe.
Da ist vor allem etwas ganz zentral gelegen. Ich suche ein beschützendes Gefühl und das macht auch mein Verliebtsein aus.
Um dieses Gefühl auszulösen und zu halten sind mehrere Komponenten entscheidend.
Zum einen ganz simpel eine gewisse körperliche Ausstrahlung, dann generell eine gewisse charakterliche Ausstrahlung. Dahingehend ganz wichtig dass er authentisch ist und sich selber nicht verleugnen oder sich besser darstellen muss, als er ist und darin können sich auch wieder ganz unterschiedliche Charakterzüge und Eigenschaften drin verbergen.
Ein weiterer Punkt, Augenhöhe. Da spielt dann eben die Intelligenz besonders mit. Ein zu simpler Partner kann ich nicht mehr ernst nehmen und wen ich nicht mehr ernst nehmen kann, von dem habe ich dann auch kein Bedürfnis mehr beschützt zu werden und die Gefühle verschwinden ziemlich schnell. Hier schwingt auch noch ein anderer Faktor mit. Ein Mann der zB aus jeder kleinen Mücke gleich ein Problem schustert und sich weiss Gott was für unsinnige Gedanken macht, die in meinen Augen nicht nötig sind und nur drücken, kann ich mit der Zeit auch nicht mehr ernst nehmen. Und auch hier finden sich wieder diese konträr verlaufenden Eigenschaften. Ein simpler Geist tendiert eher zu einer lockeren Lebensweise als ein intelligenter Mensch. Ich denke, hier brauch ich wen mit ner guten Mischung aus beidem :)

Wenn Du das gemacht hast, wird meine nächste Frage sein: Warum hast Du diese Erwartung? Woher kommt der Wunsch danach? Was bedeutet es für Dich, wenn die Erwartung erfüllt wird, und was, wenn nicht? Wie wichtig ist dies für Dich?

Wenn die Erwartung nicht so erfüllt wird, wie Du es möchtest: Ist das eine Lücke? Kannst DU diese Lücke füllen?



Und was genau passiert, wenn Deine Schmetterlinge im Bauch weniger flattern? Welche Erwartung wurde dann nicht erfüllt?

Ich denke, diese Punkte habe ich im vorigen Abschnitt bereits aufgezeigt.

Du musst nicht an Deinen Erwartungen arbeiten. Aber es wird spannend für Dich, wenn Du an DIR arbeitest. Lerne DICH besser kennen.

Magst Du?

Ich weiss nicht, ob ich das muss... und ob ich mag, kann ich erst sagen, wenn es sich deutlich zeigt, dass dieses arbeiten an mir wirklich der Schlüssel wäre...
Aber dessen bin ich mir noch nicht so sicher...
Das ist etwas, so denke ich, dass erst die Zeit und eben weitere Erfahrungen zeigen wird. Was ich brauche ist Geduld. Aber soweit waren wir hier ja schonmal ;)
 
Und so oszilliere ich zwischen diesen beiden Möglichkeiten hin und her in meinen Überlegungen...
Das ist etwas, so denke ich, dass erst die Zeit und eben weitere Erfahrungen zeigen wird. Was ich brauche ist Geduld. Aber soweit waren wir hier ja schonmal ;)
Ich frag das echt eher selten direkt: Aber was hältst du denn von Meditation? Hast du Erfahrung? Könntest du dir vorstellen da mal irgendeinen formellen Kurs oder eine Anleitung zu, spezifisch, Aufmerksamkeitsmeditation zu suchen oder machen irgendwo?

Bei deinem ganzen Grübeln und deinen inneren Konflikten die du da scheinbar auslebst... wäre das wirklich ein wertvolles Hilfsmittel und würd sicher gut tun. Die Antworten hat man meistens in sich... objektiv da rein zu schauen ist aber etwas das gelernt und dann geübt und praktiziert werden muss
 
Ich weiss nicht, ob ich das muss... und ob ich mag, kann ich erst sagen, wenn es sich deutlich zeigt, dass dieses arbeiten an mir wirklich der Schlüssel wäre...
Aber dessen bin ich mir noch nicht so sicher...

Du musst Deine Erwartungen nicht verändern. Würde ich auch nicht tun. Deine Erwartungen und Bedürfnisse gehören zu Dir, und sie sind wichtig für Dich.

Mache sie Dir bewusst! Unterwerfe Dich ihnen nicht, sondern akzeptiere sie. Sie sind Dein Maßstab, und das ist gut. Lerne sie kennen!

Was Deine Partner angeht: Du wirst Deinen Partner nicht ändern können. Das wäre auch gar nicht gut, denn dann wäre schon eine Erwartung nicht erfüllt: Die Authentizität.
Aber Du hast es in der Hand, Lücken zu füllen, Dich selbst auch in die Partnerschaft einzubringen. Sei an Deinem Partner interessiert! Entdecke ihn!

Wenn es nicht der richtige ist, dann ziehe die Konsequenzen. Ob es der richtige ist, wirst Du niemals hundertprozentig wissen. Aber je länger Du nicht sagen kannst, es ist der falsche, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es der richtige ist. :)



Ich frag das echt eher selten direkt: Aber was hältst du denn von Meditation? Hast du Erfahrung? Könntest du dir vorstellen da mal irgendeinen formellen Kurs oder eine Anleitung zu, spezifisch, Aufmerksamkeitsmeditation zu suchen oder machen irgendwo?

Kann eine gute Idee sein!
Oder ein Mental-Coaching, Selbsterkenntnis oder sowas.

Nach meiner Trennung war ich regelmäßig bei einer Heilpraktikerin für Psychotherapie. Nicht weil ich einen "Sprung in der Schüssel" hatte, sondern weil ich es äußerst spannend fand, professionell begleitet mich selbst kennenzulernen. Dies hat mir ganz tolle Einblicke in Verhaltensmechanismen gegeben, vor Allem in meine eigenen. Das war für mich eine wertvolle Erfahrung.
 
Aber Du hast es in der Hand, Lücken zu füllen, Dich selbst auch in die Partnerschaft einzubringen. Sei an Deinem Partner interessiert! Entdecke ihn!
Ich würde sogar behaupten, darin liegt der "Schlüssel" einer zutiefst dauerhaften erfüllenden Partnerschaft. Die Entdeckungsreise ist nie zu Ende.

Zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit besteht ein Gegenpol, eine Gegensätzlichkeit. Gegensätze, die einander anziehen, einander ergänzen können. Fühle einmal die Spannung, das Staunen, die Neugierde darin. Das was einen Mann für eine Frau faszinierend macht oder das was eine Frau für einen Mann faszinierend macht. Enorm tiefe Kräfte, Verlangen und Gefühle können Beziehungen erwecken, erzeugen. Sehr widersprüchlich eigentlich, denn darin, voneinander angezogen zu werden, steckt ein Verlangen nach Verschmelzung, danach, absolut eins zu werden. Und doch kann das Spiel der Anziehung nur dann stattfinden, wenn ihr euch voneinander unterscheidet, wenn es diese Gegenpole gibt. Tatsächlich sind beide notwendig: ein Gefühl der Einheit, das erfahren werden kann, aber auch das Gefühl des Anders-Seins, des Ich-Seins und gerade dadurch einander zu entdecken, einander als ergänzend, als erneuernd zu erfahren. Beide Elemente sind notwendig für eine erfüllende Beziehung.

Du musst Deine Erwartungen nicht verändern. Würde ich auch nicht tun. Deine Erwartungen und Bedürfnisse gehören zu Dir, und sie sind wichtig für Dich.
das unterschreibe ich so, denn wenn sie das tun würde, würde sie sich selbst verleugnen!

Ich frag das echt eher selten direkt: Aber was hältst du denn von Meditation? Hast du Erfahrung? Könntest du dir vorstellen da mal irgendeinen formellen Kurs oder eine Anleitung zu, spezifisch, Aufmerksamkeitsmeditation zu suchen oder machen irgendwo?
genau, warum sollte auf dem Weg, nicht auf "Hilfsmittel" zurückgegriffen werden? Wenn ich mit einem Sport beginnen möchte, schaue ich auch, in welchem Verein ich dazu Hilfestellung bekomme.
 
Bei deinem ganzen Grübeln und deinen inneren Konflikten die du da scheinbar auslebst... wäre das wirklich ein wertvolles Hilfsmittel und würd sicher gut tun. Die Antworten hat man meistens in sich... objektiv da rein zu schauen ist aber etwas das gelernt und dann geübt und praktiziert werden muss

Ich grüble gerne. Innere Konflikte halte ich nicht automatisch für schlecht sondern menschlich und ich stelle mich ihnen gerne in dem ich eben gerne auch grüble.

Der Konflikt der sich hier aus dem Geschriebenen zeigt, zeigt sich in meinem Alltag ja nicht derart. Im Alltag bin ich ja eher locker leicht unterwegs :D

Und ich habe nicht umbedingt das Bedürfnis eine fixe Antwort zu erhalten. Dafür halte ich die Zeit nicht für reif und es ist mir hier auch nicht ein Anliegen danach.

Das hier ist eher so ne Philosophieübung :) Auch ne Art der „Therapie“/Meditation/Bewusstwerdung.
 
Ich grüble gerne. Innere Konflikte halte ich nicht automatisch für schlecht sondern menschlich und ich stelle mich ihnen gerne in dem ich eben gerne auch grüble.
Aber es ist ein Unterschied zwischen Grübeln und meditieren.

Wenn ich mich zu Aufmerksamkeitsmeditation hinsetze verwende ich meistens den Atem oder eine Mala als Meditationsobjekt. Teilweise Chants wie OhmManiPadmeHum oder Karmapa Ceno um mich in Stimmung und Versenkung zu begeben... und dann gehts in den ruhigen Atemteil wenn ich mal ca das Lvl von geistiger Stille erreicht hab das ich will.

Und dann geht es um die Aufmerksamkeit zu sehen was für Gedanken kommen, wenn man äußere Inputs ausgeschaltet, sich fokussiert hat... es kommen eben immer Gedanken... und man geht immer wieder auf den Atem zurück. Dabei "beobachtet" man die Gedanken die da kommen. Wichtige Unterscheidung zum Grübeln ist dabei dass man nicht wertet. Gedanken oder Emotionen kommen, man nimmt sie wahr, man geht wieder zum Atem... dabei merkt man unabhängig von alten Gedankenmustern und Grübelei zB "in mir ist Wut" oder "in mir ist Liebe".

Der Detektiv findet dabei nicht gut oder schlecht... sondern heraus. Und Grübeln tue ich auch viel... aber da mischen sich eben alte Muster, Gedankengänge, Erwartungen, Ängste und sonstiges rein. Projektionen aus der Vergangenheit und für die Zukunft... Aufmerksamkeitsmeditation ist fühlen und bewusst machen was da ist im Gegenzug dazu.

Oder um das noch ein bisschen plastischer auszuformulieren:
Normale Gedankenmomente schauen etwa so aus: "Gestern Abend wars so schön mit ihr" -> "das war einfach großartiger Sex" -> "ganz anders als mit XY" -> "wobei XY schon unglaublich schön zu massieren ist" -> "ich sollt sie auch mal wieder massieren" -> "..."

...oder irgendwie so. Von einem Gedankenmoment springt man zum Nächsten, Erinnerungen, Vergleiche, ALTE MUSTER mischen sich rein. "Monkeymind" wird das gerne genannt... der ungezähmte Geist der wie ein wilder Affe von einem zum nächsten Gedanken springt

In Meditation... folgt direkt nach dem ersten Gedankenmoment "gestern Abend wars so schön mit ihr" im Idealfall der Schritt "zurück zum Atem... 1...2..."... und dann kommt wieder irgendwann der nächste Moment.
Aber über diesen Gedankenmoment kommt man nicht ins Grübeln, vergleicht nicht sondern merkt einfach "da taucht eine schöne Erinnerung an den letzten Abend auf" oder "da ist Dankbarkeit/Glück/Liebe in mir"
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwischen Weiblichkeit und Männlichkeit besteht ein Gegenpol, eine Gegensätzlichkeit. Gegensätze, die einander anziehen, einander ergänzen können. Fühle einmal die Spannung, das Staunen, die Neugierde darin. Das was einen Mann für eine Frau faszinierend macht oder das was eine Frau für einen Mann faszinierend macht. Enorm tiefe Kräfte, Verlangen und Gefühle können Beziehungen erwecken, erzeugen. Sehr widersprüchlich eigentlich, denn darin, voneinander angezogen zu werden, steckt ein Verlangen nach Verschmelzung, danach, absolut eins zu werden. Und doch kann das Spiel der Anziehung nur dann stattfinden, wenn ihr euch voneinander unterscheidet, wenn es diese Gegenpole gibt. Tatsächlich sind beide notwendig: ein Gefühl der Einheit, das erfahren werden kann, aber auch das Gefühl des Anders-Seins, des Ich-Seins und gerade dadurch einander zu entdecken, einander als ergänzend, als erneuernd zu erfahren. Beide Elemente sind notwendig für eine erfüllende Beziehung.

Wunderschön ausgedrückt! :)
 
Und ich habe nicht umbedingt das Bedürfnis eine fixe Antwort zu erhalten.
wirst du auch niemals, denn wir sehen die Welt mit unseren eigenen Augen, nicht durch die eines anderen Menschen.
Deine Gedanken erzeugen Gefühle und das wirst du in deiner Umgebung dann auch genauso wahrnehmen, deshalb kommt jeder Mensch irgendwann mal an den Punkt, innezuhalten.
Beherrschen die Gedanken mich, dann habe ich sehr oft das Gefühl von: ich kann nichts ändern, die Menschen um mich herum haben mich verletzt oder
beherrsche ich meine Gedanken, dann kommt ein Gefühl von Freiheit, Vertrauen ins Leben, dem ich nicht hilflos ausgeliefert bin

Das Leben ist ein Kreislauf, von ständigem Ein- und Ausatmen, die Natur unterliegt dem Kreislauf der Jahreszeiten usw. und wir sind ein Teil davon.
"da ist Dankbarkeit/Glück/Liebe in mir"
und ich erkenne, ich bin bereits alles, was ich mir wünsche, nichts muss bewertet werden.

Das hier ist eher so ne Philosophieübung :) Auch ne Art der „Therapie“/Meditation/Bewusstwerdung.
Danke dir dafür, für mich ist das von unsagbarem Wert!:up:
 
Hm..."am Ende ist alles gut... und wenn es nicht gut ist... ist es nicht das Ende"

als Buddhist wird das ganze noch einfacher wenn man sogar versteht dass ein LEBEN ohne soetwas durchaus sein kann und gerecht ist. Wenn man dabei nicht verzweifelt und trotzdem sein Bestes für sein Umfeld gibt... kann man vielleicht das Karma ansammeln in nächsten Leben die Beziehung seiner Träume zu haben.
Sorry muss dir widersprechen. Das Rad des Karmas wurde angehalten. Das gibt es nicht mehr. Was noch bleibt ist die Kreation und Manifestation der eigenen Realität der Menschen. Und wenn du der Meinung bist, du verdienst keine Frau in diesem Leben, dann erschaffst es dir auch fix damit. Es ist alles, wirklich alles möglich.
.....
Beherrschen die Gedanken mich, dann habe ich sehr oft das Gefühl von: ich kann nichts ändern, die Menschen um mich herum haben mich verletzt oder
beherrsche ich meine Gedanken, dann kommt ein Gefühl von Freiheit, Vertrauen ins Leben, dem ich nicht hilflos ausgeliefert bin

Das Leben ist ein Kreislauf, von ständigem Ein- und Ausatmen, die Natur unterliegt dem Kreislauf der Jahreszeiten usw. und wir sind ein Teil davon.
.....
Danke für das Erwähnen der Gedanken. Salopp nenne ich es hirnwixen und bringt einen 0 weiter. Aber ich weiß, dass es eine Challenge ist diese (eigentlich ist es das Ego und der Verstand) still zu bekommen. Die Spirale dreht sich dann noch weiter, sobald Mensch beginnt sich dafür zu be- und abzuwerten.

Ich sag mir immer sobald mein Verstand versucht mir eine Frage zu beantworten. "Ok danke, was ist sonst noch möglich." Bei anderen Meinungen funkt "ah eine interessante Ansicht" ganz gut. Und wenn ich mich einmal doch selbst bewerte: "Interessante Ansicht, dass ich diese Ansicht habe."
 
Zweifel - jedoch nicht negativer Art :
Ich - für _mich_ - glaube sagen zu können, dass nach 10, oder 20, Jahren das 'Verliebt-Sein' einer _sehr_ teuren 'Gewöhnung' Platz machen kann.
Deren Verlust dann vielleicht sogar umso härter trifft ;-(
Da kann ich nicht mitreden, ich habe den richtigen noch nicht gefunden
 
drum wirst den "Richtigen" nie finden,
NICHT der 'Erwartungen' wegen wird sie den "für ewig Richtigen" nie finden - nein!, denn dies hieße 'einer Chimäre nachzujagen' !!

These: ES _KANN_ PRINZIPIELL KEINEN "FÜR _IMMER_ RICHTIGEN" GEBEN, da wir (höchst erfreulicherweise) UNTERSCHIEDLICHE EINZELwesen sind.

Und manchmal zeigen sich eben auch die divergierenden Seiten (sollte dies schlecht sein???). Nur: solange die 'rosarote Brille' da ist, legen wir dem wenig Gewicht bei - oder nehmen es gar nicht wahr [diese temporäre Einschränkung unserer KognitionsFähigkeit macht besagte 'Brille' ja so WUNDERBAR!]
 
Aber ich weiß, dass es eine Challenge ist diese (eigentlich ist es das Ego und der Verstand) still zu bekommen.
warum sollte der Verstand still sein? verneine ich damit nicht einen Teil von mir und würde wieder in den Kampf ziehen...

Mein Verstand gehört zu meinem Mensch sein dazu, er ist mein guter Diener. Alles, was ich bin, alle Facetten, sind Teil dieses Lebens auf der Erde, nichts davon muss weg.
Mein Herz gibt die Richtung vor, Verstand und Körper agieren.
Der Traum des Egos löst sich auf...
 
warum sollte der Verstand still sein? verneine ich damit nicht einen Teil von mir und würde wieder in den Kampf ziehen...

Mein Verstand gehört zu meinem Mensch sein dazu, er ist mein guter Diener. Alles, was ich bin, alle Facetten, sind Teil dieses Lebens auf der Erde, nichts davon muss weg.
Mein Herz gibt die Richtung vor, Verstand und Körper agieren.
Der Traum des Egos löst sich auf...
Ja stimmt schon, habs ein bissl schlampig formuliert. Meinte damit das sinnlose im Kreis denken zu verschiedenen Dingen.

Der Verstand kann nur Dinge verstehen bzw. verarbeiten, die dieser in irgendeiner Form (gelernt, gelesen, gefühlt, gesehen...) verarbeitet hat. Dies wird dann schön brav sortiert und in Schubladen abgelegt. Damit nimmt Mensch sich einfach Möglichkeiten und begrenzt sich somit.
 
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