Die neue Weiblichkeit

Es gibt da so einige Punkte, die für "Männlichkeit" synonym stehen:

Männlichkeit – Wikipedia

Ist ja auch eine Frage der Erziehung, und nicht nur der Gene, wie sich ein Mensch verhält.

Mir sind Männer mit soften Eigenschaften weit lieber als "harte Kerle", die ständig ihre Männlichkeit unter Beweis stellen müssen, weil sie unter einem Männlichkeitskomplex leiden.
Das ist ja schön, und ich wünsche Dir ehrlich, dass Du einen Mann (oder mehrere ;)) mit solchen Eigenschaften findest.

So wie von @Mitglied #440959 aus "Deinem" Wikipedia-Artikel zitiert, kann ich mich mit diesen stereotypen Zuschreibungen aber nicht anfreunden. Erstens ist da ein Henne-Ei-Problem. Aggressivität ist eine Eigenschaft der Mächtigen - nachdem die meisten Mächtigen der Geschichte Männer waren, wird das halt lapidar als männliche Eigenschaft bezeichnet. Tatsache ist aber, praktisch alle mächtigen Frauen der Geschichte waren/sind auch aggressiv aufgetreten.

Zweitens ist es eine Frage der Darstellung. Wenn Männer gegeneinander kämpfen, ist es ein "edles" Männlichkeitsritual. Tun es Frauen, ist es ein Zickenkrieg :D.
 
Das ist ja schön, und ich wünsche Dir ehrlich, dass Du einen Mann (oder mehrere ;)) mit solchen Eigenschaften findest.

Erstens habe ich solch einen Mann, zweitens hat es diesen Typ von Mann schon vermehrt in den 70/80 er Jahren ( zu Beginn der "Grünen-Bewegung" ) gegeben. Da haben sich diese Männer keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie selbst auch feminine Züge an den Tag legten. Heute gelten sie als Weicheier.

Zweitens ist es eine Frage der Darstellung. Wenn Männer gegeneinander kämpfen, ist es ein "edles" Männlichkeitsritual. Tun es Frauen, ist es ein Zickenkrieg :D.

Mit dem Unterschied, dass bei Männern das ""edle Männlichkeitsritual"" ein wirklicher Krieg ist, bei Frauen der Zicken-"Krieg" keiner ist.

Aber nochmal. Ich weise niemandem eine Schuld zu. Mir geht es um das Zwischenmenschliche, was sich hinter den Begriffen Männlichkeit und Weiblichkeit verbirgt und sich per Erziehung von Generation zu Generation fortsetzt. Und letzlich auch kulturtragende Werte darstellen, die auch das Sexuelle dominieren. ( vgl.z.B. auch BDSM, wo ja der Antagonismus der Geschlechter besonders deutlich wird )
 
hat es diesen Typ von Mann schon vermehrt in den 70/80 er Jahren ( zu Beginn der "Grünen-Bewegung" ) gegeben. Da haben sich diese Männer keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie selbst auch feminine Züge an den Tag legten.
Es gibt ihn auch heute noch und es ist ihm damals wie heute egal wie er tituliert wird.
Mit dem Unterschied, dass bei Männern das ""edle Männlichkeitsritual"" ein wirklicher Krieg ist, bei Frauen der Zicken-"Krieg" keiner ist.
Nicht alle Männer die gegeneinander kämpfen führen gleich einen Krieg. Ob es ein Krieg wird ist mEn eher eine Frage der Macht, unabhängig vom Geschlecht der Kämpfenden.
Mir geht es um das Zwischenmenschliche, was sich hinter den Begriffen Männlichkeit und Weiblichkeit verbirgt und sich per Erziehung von Generation zu Generation fortsetzt.
Offenbar ist bei mir in der Erziehung grundlegend etwas verkehrt gelaufen, obwohl meine Eltern den gängigen gesellschaftlichen "Mustern" entsprechen, war das Aufspalten in männlich und weiblich für mich persönlich niemals ein Thema. Logischerweise sah ich beide Geschlechter als gleichberechtigt.
Erstmals wurde ich mit dieser Thematik konfrontiert als meine Ex im Laufe der Beziehung ihre Vorurteile und Abwertungen gegenüber "klassisch männlichen" Attributen ausgepackt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstens habe ich solch einen Mann,
Sehr schön! :up:

zweitens hat es diesen Typ von Mann schon vermehrt in den 70/80 er Jahren ( zu Beginn der "Grünen-Bewegung" ) gegeben. Da haben sich diese Männer keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie selbst auch feminine Züge an den Tag legten. Heute gelten sie als Weicheier.
Sehe ich nicht so - aber es ist müßig, darüber zu diskutieren, wir haben offensichtlich unterschiedliche Wahrnehmungen bzw. vermutlich auch ein unterschiedliches Umfeld.

Mit dem Unterschied, dass bei Männern das ""edle Männlichkeitsritual"" ein wirklicher Krieg ist, bei Frauen der Zicken-"Krieg" keiner ist.
Nein. Mir geht es um objektiv betrachtet komplett gleichartige Kämpfe, wie sie im Berufs- wie auch im Privatleben vorkommen.

Aber nochmal. Ich weise niemandem eine Schuld zu. Mir geht es um das Zwischenmenschliche, was sich hinter den Begriffen Männlichkeit und Weiblichkeit verbirgt und sich per Erziehung von Generation zu Generation fortsetzt. Und letzlich auch kulturtragende Werte darstellen, die auch das Sexuelle dominieren. ( vgl.z.B. auch BDSM, wo ja der Antagonismus der Geschlechter besonders deutlich wird )
Das schreibst Du immer wieder, und immer wieder verkennst Du, dass es im BDSM auch dominante Frauen und submissive Männer gibt.
Cuckolding ist bspw. etwas, was scheinbar immer mehr salonfähig wird - wohingegen die Zahl der "Cuckqueans" verschwindend gering ist.
 
Meiner Erfahrung nach geht es meistens schief, wenn Frau versucht einen Mann relativ direkt zu erobern. Zumindest bei mir schon sehr, sehr oft richtig in die Hose gegangen. :D:D:D

Mache ich es auf die weibliche, indirekt, verspielte Art, merkt Mann oft gar nicht dass er verführt wird und es läuft in deutlich mehr Fällen erfolgreich für mich :up:
 
"Die Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert."
Jörg Knör (Kabarettist)

Ich weiß aber nicht, ob er das nicht selbst auch wieder wo geklaut hat.
 
Ich will jetzt nicht für alles Elend der Weltgeschichte den Testosteron gesteuerten oder gestörten Mann verantwortlich machen, aber ein Blick auf die Geschichte sollte Anlass genug sein, "Männlichkeit" in Frage zustellen.

was warad jetzt unter kleopatra, maria theresia, elisabeth I., katharina von russland, maggie thatcher, angela merkel, von der leyen, suu kyi etc. jetzt so groß anders passiert?
 
ich stell mir das so vor: neuverfilmung von kleopatra - statt mit liz taylor mit conchita wurst .... o_O
 
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