Bewältigung von Mißbrauch

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Eben weil das Erlebte nicht verarbeitet wurde, kann ein Auslöser rasch als traumatisierend wahrgenommen werden.
Und das wird dann für Betroffenen auch schnell zum Problem.

Im anglo-amerikanischen Raum sind diese "trigger warnings" selbstverständlich.

Sexuelle Selbstbestimmung halte ich für ein sehr hohes Gut. Und trotzdem halte ich die Entwicklung in den USA zum Schutz vor allem und jedem für übertrieben und kontraproduktiv.

Uns muss nicht jede Gefahr aus dem Weg geräumt werden, wir müssen lernen mit Gefahren umzugehen und deren Folgen zu bewältigen.

Resilienz und nicht glattgebügelte Welt, unter deren Hochglanzoberfläche eine gestörte Psyche lauert.
 
Es sollten mMn in einem Forum die Threadtitel generell so gewählt werden, dass man anhand des Titels erkennen kann, worum es geht - für derart sensible Themen gilt das umso mehr. Das hat nichts mit “glattbügeln“ zu tun.
 
Es sollten mMn in einem Forum die Threadtitel generell so gewählt werden, dass man anhand des Titels erkennen kann, worum es geht - für derart sensible Themen gilt das umso mehr. Das hat nichts mit “glattbügeln“ zu tun.
das hinter "Bewältigung" was steckt, sollte aber klar sein?

Wie hättest du es genannt?
 
Vorweg: Die Situation ist indiskutabel nicht in Ordnung.

Spannender ist die Frage, ob eine Therapie zur Bewältigung wirklich notwendig ist? Ich glaube, dass unsere sexuelle Orientierung sehr stark bestimmt sein kann von starken Schlüsselerlebnissen in der Jugend. In diesem Fall ist es ein gesellschaftlich negativ behaftetes Erlebnis, welches dazu führt, dass alle hier die Empfehlung einer Therapie abgeben. Aber ist das wirklich notwendig? Wenn die Person nicht leidet? Und zwar wirklich/real nicht und nicht nur sich einbildet nicht zu leiden? Für die meisten hier ungewöhnlicher Sex ist nun Bestandteil ihres Sexlebens, aber wenn es insgesamt in Ordnung ist für alle Beteiligten und einvernehmlich? Warum wegtherapieren?
 
Es sollten mMn in einem Forum die Threadtitel generell so gewählt werden, dass man anhand des Titels erkennen kann, worum es geht - für derart sensible Themen gilt das umso mehr. Das hat nichts mit “glattbügeln“ zu tun.

Das sollte dir doch deutlich aufzeigen, dass du eine Baustelle hast, die dringend bearbeitet werden sollte.
 
Menschen sind unterschiedlich.

Je nach Typ braucht man Unterstützung, Therapie oder eben keines von Beiden.

Wie @Mitglied #73260 schon geschrieben hat, würde ich bei dem fehlenden Leidensdruck eher auch auf "keiens von Beiden" tippen.

Außerdem, jeder der @Mitglied #489758 schon einmal getroffen hat, wird bestätigen das sie keinen therapiebedürftigen Eindruck erweckt, sondern eher das Gegenteil.
 
Vorweg: Die Situation ist indiskutabel nicht in Ordnung.

Spannender ist die Frage, ob eine Therapie zur Bewältigung wirklich notwendig ist? Ich glaube, dass unsere sexuelle Orientierung sehr stark bestimmt sein kann von starken Schlüsselerlebnissen in der Jugend. In diesem Fall ist es ein gesellschaftlich negativ behaftetes Erlebnis, welches dazu führt, dass alle hier die Empfehlung einer Therapie abgeben. Aber ist das wirklich notwendig? Wenn die Person nicht leidet? Und zwar wirklich/real nicht und nicht nur sich einbildet nicht zu leiden? Für die meisten hier ungewöhnlicher Sex ist nun Bestandteil ihres Sexlebens, aber wenn es insgesamt in Ordnung ist für alle Beteiligten und einvernehmlich? Warum wegtherapieren?

Hast du das Eingangsposting gelesen?

In diesem Kontext halte ich deinen Beitrag für verharmlosend
 
Ob dir da im Forum wirklich wer helfen kann bei der Bewältigung ist sehr fraglich.
Klingt wie wen wer eine Entschuldigung sucht oder eine Zusage das alles richtig gemacht wurde. Nicht falsch verstehen, es bleibt eine Vergewaltigung, auch wenn man sie nacher schön reden möchte.
Ich habe auch schon darüber diskutiert ob ws sich wirklich auszahlt sich vehement zu wehren. Da können mit unter unschöne schwere verletzungen entstehen. Also Körperliche, die dann zu den Seelischen dazu komnen und die auch noch verstärken.
Also ich würde das mit wem professionell aufarbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sollte dir doch deutlich aufzeigen, dass du eine Baustelle hast, die dringend bearbeitet werden sollte.

Warum?
Ich bin auch dafür, diese Themen zu kennzeichnen

Opfer können sich so vor Trigger-Effekten schützen und viele, die mit diesem Thema nichts anfangen können oder wollen, werden es erst gar nicht anklicken.

Und wenn Du schon über 'Baustellen" schreibst... an einer sensiblen Wortwahl kannst Du auch noch ein bisschen "bauen"...
 
Vorweg: Die Situation ist indiskutabel nicht in Ordnung.

Spannender ist die Frage, ob eine Therapie zur Bewältigung wirklich notwendig ist? Ich glaube, dass unsere sexuelle Orientierung sehr stark bestimmt sein kann von starken Schlüsselerlebnissen in der Jugend. In diesem Fall ist es ein gesellschaftlich negativ behaftetes Erlebnis, welches dazu führt, dass alle hier die Empfehlung einer Therapie abgeben. Aber ist das wirklich notwendig? Wenn die Person nicht leidet? Und zwar wirklich/real nicht und nicht nur sich einbildet nicht zu leiden? Für die meisten hier ungewöhnlicher Sex ist nun Bestandteil ihres Sexlebens, aber wenn es insgesamt in Ordnung ist für alle Beteiligten und einvernehmlich? Warum wegtherapieren?

Zumal nicht jede Therapie erfolgreich verläuft..
 
Warum?
Ich bin auch dafür, diese Themen zu kennzeichnen

Opfer können sich so vor Trigger-Effekten schützen und viele, die mit diesem Thema nichts anfangen können oder wollen, werden es erst gar nicht anklicken.

Und wenn Du schon über 'Baustellen" schreibst... an einer sensiblen Wortwahl kannst Du auch noch ein bisschen "bauen"...

Ich halt nix davon Dinge nicht beim Namen zu benennen.

Und ich halt auch nicht viel davon an der Symptomatik herumzudoktern statt die Ursachen anzugehen.
 
Bei (sexueller) gewalt ist nicht ausschlqggebens, wie intensiv sie ist, sondern, was sie mir dem opfer macht.

zum tatzeitpunkt wollte das opfer keine sexuelle handlung mit dem täter. es ist eine vergewaltigung und der täter ist täter.

Selbstzweifel, scham, angst und ständiges rumwälzen der gedanken lassen das opfer an allem zweifeln, auch an sich selbst!

tat bleibt tat, täter bleibt täter und opfer ist opfer. Das ist zunächst so. man muss jedoch aus dieser opferposition raus, damit man das leben wieder aufnehmen kann. Und hier ist gegebenenfalls eine therapie hilfreich.
 
Nun...da ich diese Geschichte tatsächlich selbst erlebt habe, ich also Sarah bin, kann ich ein paar dieser Fragen aus Sarahs Sicht beantworten:
Für mich war es definitiv auch schon eine Vergewaltigung, obwohl gar keine wirkliche Penetration stattgefunden hat-nur die orale. Für mich war die ganze Situation surreal und ungewollt, obwohl ich es letztendlich und bis heute geil fand.
Nein, das Erlebte hat keinen Schaden angerichtet-ausser dass die Flecken am Kleid nie mehr herausgegangen sind und ich Erklärungsbedarf gegenüber meiner Mutter hatte.
Ja, eine „normale Liebesbeziehung“ kann ich tatsächlich nicht führen, weils mich anödet und ich tatsächlich drauf steh, wie eine Schlampe behandelt zu werden.
Ob das Erlebte dafür ein Mitauslöser war, keine Ahnung, möglich, aber für mich nicht relevant.
Ja, für mich bleibt er ein Täter, der sich Dinge genommen hat, die ich ihm freiwillig nicht gegeben hätte.
Ich war 18, aber würde das jemand mit meiner 18-jährigen Tochter machen, ich würde dafür sorgen, dass er das niemals wieder mit jemandem macht. Schuld...grundsätzlich ist niemand Schuld, der gegen seinen Willen mißbraucht wird.
Ich persönlich habe ihn zwar nicht dazu animiert oder provoziert, aber ich hätte das ganze beenden können, bevor wir im Stall gelandet sind.
Aber ich war voller Wut und wollte es Harald „heimzahlen“ in meinem jugendlichen Leichtsinn.
Und ich denke schon, dass manche Frauen sich gegenüber Männern, die sie (zugegeben oft plump und blöd) anbaggern diese scheinbare Macht, jemanden „abblitzen“ zu lassen auf dumme Weise ausnützen und eigentlich irgendwann datmit rechnen müssen, dass ein vielleicht auf herablassende und verletzende Art abgewiesener Mann auch einmal „austickt“ und sich denkt „Der werd ichs schon noch zeigen!“
Und letztendlich: Nein, ich denke gar nicht daran, irgendetwas in meinem Leben zu verdrängen und auch wenn ich gern das eine oder andre Glaserl trink, dann sicher nicht zum Verdrängen oder Vergessen.
Ich denke, jeder ist seines Glückes Schmied und jedem steht es frei, morgens mit einem Lächeln – oder einem grantigen Gesicht aufzustehn und durch diese herrliche Welt zu laufen, die jeder nach seinen Wünschen für sich gestalten kann.
Und nur zur Info: Das war eine der harmlosen Geschichten, die ich in meinem Leben schon erlebt habe. Es war nicht die erste und nicht die letzte Situation, bei der ich gegen meinen Willen zu etwas genötigt wurde.
Ich freue mich auf Eure Beiträge!
Hast du das Eingangsposting gelesen?

In diesem Kontext halte ich deinen Beitrag für verharmlosend
Ja habe ich und meine Aussagen haben sich vor alle darauf bezogen:

Nein, das Erlebte hat keinen Schaden angerichtet-ausser dass die Flecken am Kleid nie mehr herausgegangen sind und ich Erklärungsbedarf gegenüber meiner Mutter hatte.
Ja, eine „normale Liebesbeziehung“ kann ich tatsächlich nicht führen, weils mich anödet und ich tatsächlich drauf steh, wie eine Schlampe behandelt zu werden.

Warum soll mein Post verharmlosend sein? Das ist so eine oberflächliche Antwort! Nochmal: Warum eine Therapie, wenn sie keinen Schaden davon hat? Wenn es sie nicht stört keine Beziehung zu haben? Und auf harten Sex steht?

Die Diskussion ist auch unabhängig vom Eingangspost spannend!
 
Warum?
Ich bin auch dafür, diese Themen zu kennzeichnen

Opfer können sich so vor Trigger-Effekten schützen und viele, die mit diesem Thema nichts anfangen können oder wollen, werden es erst gar nicht anklicken.

Und wenn Du schon über 'Baustellen" schreibst... an einer sensiblen Wortwahl kannst Du auch noch ein bisschen "bauen"...
Also...ich kenn den Herrn @Mitglied #73260 ja nicht gut, aber gut genug, um sagen zu können, dass er wohl einer der feinfühligsten Menschen ist die ich kennenlernen durfte.
 
Ich denke, dass für Sarah die Situation an diesem verhängnisvollen Abend durch 2 Ereignisse geprägt war :
Die 1. war die Demütigung und schwere Frustration als sie erleben musste, wie sie ihr Freund einfach ausgetauscht hatte und sie genau gar nichts dagegen tun konnte.
In dieser verletzten Situation wurde sie auch noch ausgenutzt und vergewaltigt.
Für mich wäre sowas ein doppeltes Trauma.

Die Frage ist nur, wie wäre Sarahs Leben weiterverlaufen, hätte sie diese Sachen nicht erlebt.....

Was mir aber wichtig erscheint, ist die Tatsache, dass der Reitstallbursche ja genau mitbekommen hat, was vorher Sarah passiert ist, und dieses Erspüren für Sarahs geschwächte Position auch seinen Übergriff erleichtert hat.
 
Warum soll mein Post verharmlosend sein? Das ist so eine oberflächliche Antwort! Nochmal: Warum eine Therapie, wenn sie keinen Schaden davon hat? Wenn es sie nicht stört keine Beziehung zu haben? Und auf harten Sex steht?

Die Diskussion ist auch unabhängig vom Eingangspost spannend!

Weils leider Deppen gibt, die nur lesen, was sie lesen wollen: Alles nicht so schlimm, eine Vergewaltigung muss keine therapiebedürftigen Folgen haben, also muss ich Grenzen auch nicht immer respektieren.

Ich habe mich nicht auf die Substanz deines Beitrages bezogen, sondern auf die Wirkung, die er bei manchen entfalten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also...ich kenn den Herrn @Mitglied #73260 ja nicht gut, aber gut genug, um sagen zu können, dass er wohl einer der feinfühligsten Menschen ist die ich kennenlernen durfte.

Danke Jill.

Ich persönlich bin der Auffassung, dass nur Klartext einen weiterbringt. Gerade bei einem solchen Thema.

Samthandschuhe, Mitleid und nach dem Mund reden konservieren ein Trauma und behindern dessen Lösung.

Mitgefühl - unbedingt. Mitleid aber ist kontraindiziert.
 
Weils leider Deppen gibt, die nur lesen, was sie lesen wollen: Alles nicht so schlimm, eine Vergewaltigung muss keine therapiebedürftigen Folgen haben, also muss ich Grenzen auch nicht immer respektieren.

Ich habe mich nicht auf die Substanz deines Beitrages bezogen, sondern auf die Wirkung, die er bei manchen entfalten kann.
Das mag vll sein, aber eine Diskussion über ein Argument mit der Begründung der Außenwirkung auf andere zu unterbinden erscheint mir einfach falsch. Und "verharmlosend" ist ebenfalls nicht das richtige Wort für das was du wirklich sagen wolltest...

Aber ich verstehe deine Sorge und die ist berechtigt.
 
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