Bewältigung von Mißbrauch

aber gesetz ist gesetz und soviel ich weiß ist da ein einsetzen eins pfeffersprays oder eines skalpells nicht erlaubt;)

Also... Jetzt mal ehrlich: sollte ein Homosexueller versuchen, mich zu vergewaltigen...

... wär's mir scheißegal, was der Gesetzgeber zur Wahl meiner Notwehr-Waffe meint.
Erstmal schütze ich mich und mein Leben.
 
too much credit!
Er nutzt die Notdurft der Frauen aus damit er zu einem Fick kommt. Glaubst du wirklich er hätte damals lange überleben können? :D
Ähhh ... sorry ....'Notlage'.... :cool:

Ich wollte an neutraler Stelle einfügen - ja, die Zeiten haben sich geändert. Was vor einigen Jahren noch als "toller Hecht" (unter Männern) durchgegangen ist, gilt heute (verständlicherweise) als Nötiger oder gar Vergewaltiger.

Ich habe übrigens aufgrund eher seltsamer Reaktionen das EP von @Mitglied #489758 ganz zu Ende gelesen (und auch schon gestern ein deja vue gehabt - so eine eigenartige Konstellation gab es schon vor einiger Zeit im Forum) - ganz am Ende schreibt sie selbst über sich, dass sie die Situation jederzeit hätte beenden können und dass sie es "ihrem"Harald heimzahlen wollte....
Ah ja, und dass es nicht das erste und nicht das letzte Mal war und eigentlich eh nicht so schlimm wie die anderen Begebenheiten..

Naja, dann offenbar die sich zierende Zierde "hart genommen" und a bissal abg'watscht, ein Kleidungsstück wurde zum Putzlappen und ein junges Mädel zum "Fickfetzen"?

Ist das nun die Conclusio aus dem Thread?
 
Wenn man Notwehr glaubhaft machen kann.....
Und - seit es Polizistinnen gibt, sind Polizisten auch 'hellsichtiger' geworden....;)

Besser eine Anzeige wegen unberechtigtem Einsatz eines Pfeffersprays, als das weitere Leben mit dem – scheinbar unbewältigbarem - Trauma einer Vergewaltigung rumlaufen.

Sieht man ja bestens in diesem Thread. :rolleyes:
 
:schulterzuck: wers glaubt :schulterzuck:......kann ja sein das die beamten in den bundesländern unterschiedlich reagieren, aber gesetz ist gesetz und soviel ich weiß ist da ein einsetzen eins pfeffersprays oder eines skalpells nicht erlaubt;)
Pfefferspray und bestimmte Teleskopschlagstöcke (mit Sollbruchstelle) sind in Österreich gängige und erlaubte Selbstverteidungswaffen die jeder ohne irgendeine Genehmigung tragen darf.
Mit dem kleinen Haken dass man beim Einsatz von beiden danach eine Selbstanzeige machen muss und die Polizei rufen.

Messer wiederum sind eben problematisch. Damit hat man ganz ganz schnell eine Notwehrüberschreitung falls sisch die Staatsanwaltschaft einschaltet oder der Typ eine Anzeige erstattet. Hilfreich ist in solchen FÄllen halt oft dass die Staatsanwaltschaft eher nachsichtig (mit Frauen in solchen Fällen) ist und die Typen selbst keine Anzeige riskieren wegen den rechtlichen Schwierigkeiten die auf sie selbst zukommen.
Wenn der Typ aber nach einem Stich ausblutet und stirbt kann man darauf wetten dass die Staatsanwaltschaft die Anzeige übernimmt und es rechtliche Konsequenzen hat.

skalpell (ich war fußplegerin) wirkt sehr abschreckend, mußte ich nur ein mal auch vewenden da gabs dann schon etwas zirkus auf der polizei
Könnte es sein dass wir mal gemeinsam in Ottenschlag auf Reha waren?
 
... wär's mir scheißegal, was der Gesetzgeber zur Wahl meiner Notwehr-Waffe meint.
Erstmal schütze ich mich und mein Leben.
So ist es. Man muss lediglich gut erklären können, warum es keine Notwehrüberschreitung war...

Frauen weden im Normalfall als "schwächer und körperlich unterlegen" eingestuft werden.... und mittlerweile wissen viele, dass es unbedingt erforderlich ist, sich zu wehren, um auf "Notwehr gegen Vergewaltigungsversuch" plädieren zu können.
Noch immer glauben Richter schwülen Männerfantasien mehr als weiblichen Opfern.

Das ist auch gar keine Frage von "Schaden" .... sondern eine des Prinzipiellen.
 
je nach situation kann es als notwehr oder "notwehrüberschreitung", schlimmstenfalls als tötungsabsicht gesehen werden
messer ist wieder was anderes, aber mit skalpell mußt du die schlagader öffnen um zu töten, es ist bleibt zeit für erste hilfe
ein schnitt im gesicht ist nicht lebensgefährlich, in der warmen jahreszeit gehn auch arme und oberkörper
im ernstfall geh ich lieber ins gefängnis als mit den folgen einer weiteren vergewaltigung zu leben, vor allem dem wissen nicht alles mögliche zum selbstschutz getan zu haben
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
So ist es. Man muss lediglich gut erklären können, warum es keine Notwehrüberschreitung war...

Frauen weden im Normalfall als "schwächer und körperlich unterlegen" eingestuft werden.... und mittlerweile wissen viele, dass es unbedingt erforderlich ist, sich zu wehren, um auf "Notwehr gegen Vergewaltigungsversuch" plädieren zu können.
Noch immer glauben Richter schwülen Männerfantasien mehr als weiblichen Opfern.

Das ist auch gar keine Frage von "Schaden" .... sondern eine des Prinzipiellen.
recht haben, heißt nicht unbedingt recht zu bekommen....hoffe da stimmst du mir zu...wenn nicht, auch egal....ist aber so ;)
 
ich habe leider viel erlebt daher sollte meine einstellung nicht verwundern, ich sehe auch keinen grund sie zu ändern
manche nicht so extreme vorfälle hab ich problemlos verarbeitet anderes nur halbwegs
daher ist null toleranz und bestmöglicher selbstschutz meine art mit meinen erfahrungen zu leben
mit einer wiederholung wirklich schlimmer erlebnisse könnte ich kaum umgehen
in notwehr zu töten würde mich weit weniger belasten und weitere taten verhindern
 
Ich habe übrigens aufgrund eher seltsamer Reaktionen das EP von @Mitglied #489758 ganz zu Ende gelesen (und auch schon gestern ein deja vue gehabt - so eine eigenartige Konstellation gab es schon vor einiger Zeit im Forum) - ganz am Ende schreibt sie selbst über sich, dass sie die Situation jederzeit hätte beenden können und dass sie es "ihrem"Harald heimzahlen wollte....
Ah ja, und dass es nicht das erste und nicht das letzte Mal war und eigentlich eh nicht so schlimm wie die anderen Begebenheiten..

Naja, dann offenbar die sich zierende Zierde "hart genommen" und a bissal abg'watscht, ein Kleidungsstück wurde zum Putzlappen und ein junges Mädel zum "Fickfetzen"?

Ist das nun die Conclusio aus dem Thread?
Ich habe mich zu ihrem Fall noch nicht geäußert, sondern generell über Vergewaltigung(sopfer) und die Bewältigung dieser geschrieben. Aber ich finde, ihre Reaktion spricht Bände - genauso wie ihr Eröffnungsbeitrag. Sie sagt, für sie war es auch irgendwie Vergewaltigung - das sollte man auch so akzeptieren. Die ähnliche Sichtweise findet man auch bei dem anderen User, der seinem "Opfer" vor der Toilette auflauert ... es ist "irgendwie" gegen den Willen der Frau, aber sie will es "irgendwie" auch.
MMn keine Vergewaltigung, weil hier das Entscheidende noch vorhanden ist - die Selbstbestimmung. Solange die Selbstbestimmung (ich kann es ja jederzeit beenden) da ist, gibt es keine Vergewaltigung - das ist ein Widerspruch in sich.

Und genau dieses "irgendwie" ist so interessant. Warum sagen manche Frauen "nein" und meinen "vielleicht" und/oder "ja". Dieses Verhalten hat ganz klar soziologische Gründe: Manipulation, Pragmatismus, Sitte.
Und diese Gründe sind in beiden "ich wurde/habe vergewaltigt und es war für beide geil" Beiträgen zu finden.
 
MMn keine Vergewaltigung, weil hier das Entscheidende noch vorhanden ist - die Selbstbestimmung. Solange die Selbstbestimmung (ich kann es ja jederzeit beenden) da ist, gibt es keine Vergewaltigung - das ist ein Widerspruch in sich.
seh ich auch so, habs aber nicht geschrieben
aber ein übergriff war es trotzdem, und irgenwas daran will sie scheinbar bewältigen, ich glaub nicht, daß sie sich an den reaktionen/stillen mitwichsern aufgeilt
ich kanns halt nur sehr begrenzt nachvollziehen, meine gefühle waren da immer eindeutig und mein weg sie zu verarbeiten ein ganz anderer
 
Ist über den/die anonyme/n AnruferIn mehr bekannt? Wer hat bei der Polizei angerufen und eine Vergewaltigung gemeldet?
 
Ist über den/die anonyme/n AnruferIn mehr bekannt? Wer hat bei der Polizei angerufen und eine Vergewaltigung gemeldet?
Danke für die Frage!
Darüber bin ich heute auch schon gestolpert... unschwer zu erraten, wer das gewesen sein könnte.
Möglicherweise ergebnislos ad acta gelegt.

Musste oder wollte da jemand das Gewissen zu beruhigen? Vielleicht gab es ja doch stille Zeugin oder Zeugen....

Aber ich fürchte, dass wir mit dieser relativ unrunden und unstimmigen Geschichte im Ungewissen belassen werden.

.... es gibt auch Menschen, die aus moralischer Entrüstung anderer Lustgewinn beziehen. Aber zu diesen wird @Mitglied #489758 wohl nicht gehören. Sie hat sich ja bisher eher 'erheitert' präsentiert.
Könnte ja auch ein Weg sein, emotionale Spannungen abzuleiten. :schulterzuck:
 
eine anonyme anzeige gegen unbekannten täter kann nur im sand verlaufen...
durchaus verständlich vor allem in dem alter, aber augenauswischerei um das eigene gewissen ruhigzustellen
 
Ich kenne auch so eine Sarah, oder Jill, wie immer man sie nennen möchte. Aus ihrer Vergewaltigung heraus entstand eine gewisse Vorliebe zu einem extrem devoten Verhalten. Ich hatte mich in sie verliebt ohne davon zu wissen. Die Beziehung endete (wie auch alle anderen die sie hatte) weil es ihr zu langweilig wurde und ich, auch im Spiel keine Lust hatte sie zu vergewaltigen oder rücksichtslos zu benutzen.
Das widerspricht meinem Bild das ich von mir als Mann habe, niemals hätte ich eine Frau einfach zu küssen versucht.
Sie hingegen begab sich bewusst immerwieder in ähnliche Situationen, provozierte teilweise vergewaltigt zu werden.
Sie wirkte immer stark, machte immer den Eindruck das Ganze gut verarbeitet zu haben. Nach und nach hat der Großteil unseres Freundeskreises Familien gegründet, die Stadt verlassen oder ist verstorben.
Ihr ehemals riesiger Freundeskreis schrumpfte aufgrund dieser Umstände, Ende 30, nach unzähligen Kurzzeitbeziehungen begann sie sich einsam zu fühlen und das was für sie immer das richtige Beziehungsmodell war entwickelte sich zu einer Bürde. Sie begann darunter zu leiden und begann eine Psychotherapie.

Der Therapeut begann dann zu graben, fragte nach und fand die Vergewaltigung die zu diesem Zeitpunkt bald 25 Jahre hinter ihr lag.
Sie hatte die ganze Zeit über in der "Gewissheit" gelebt, dass keine Traumata geblieben waren, sozusagen alles Spurlos an ihr vorübergegangen war.
Ihr Bild von ihr selbst war plötzlich zerstört, sie stürzte noch tiefer und verbrachte einige Zeit in der Geschlossenen.

Mittlerweile ist sie wieder auf den Beinen, hat ihr Leben neu geordnet, ist zu alter Stärke genesen.
Sie hat sogar seit über einem Jahr den selben Partner und ist sehr glücklich in dieser Beziehung.

Vergewaltigungsfantasien sind Geschichte, ihre Beziehung ist durch und durch Vanilla, keine Spur von ihrer alten Sexualität.
Sie ist sich sicher mit der Therapie das Richtige getan zu haben.

Ich wünsche Dir, liebe Sarah, Jill, oder wie immer Du auch wirklich heißt, dass auch Du tatsächlich den richtigen Weg für Dich gefunden hast, das er nicht nur der Verdrängung "geschuldet" ist.

Dieser Beitrag darf bitte nicht so verstanden werden, dass devotes Verhalten, Bdsm oder andere Sexualpraktiken immer das Resultat von sexueller Gewalt sind, darum geht es mir genau garnicht.
 
Sehr bewegende Geschichte. Wo eine Vergewaltig und Sexuelle Belästigung anfängt ist sicherlich juristisch ganz genau festgelegt, persönlich aber für jeden vielleicht ein klein wenig unterschiedlich und situationsbedingt.
Problematisch ist es halt immer das auch ganz einwandfrei nachzuweisen um den Täter bestrafen zu können.
Ganz neutral betrachtet gibt es leider auch sehr viele Fälle wo insbesondre Prominente wie Karl Dall, Andreas Türk und Kachelmann beschuldigt werden. Allein die Beschuldigung hat deren Karrieren zerstört oder zumindest sehr geschadet. Daß sie letztendlich unschuldig waren, ist weit weniger durch die Presse gegangen als deren Anklage. Und irgendetwas bleibt bei den Menschen im Hinterkopf auch immer hängen.
Daher sind Sexualverbrechen immer sehr schwer zu beurteilen, weil in der Regel ja selten viele Zeugen zugegen sind und daher oft Aussage gegen Aussage steht....
Für Opfer, Täter (oder eben unschuldig Bezichtigten) und letztendlich Richter keine einfache Sache.
 
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