Es zehrt schon gewaltig am Selbstbewusstsein und auch an der eigenen Würde, wenn der Partner einen nicht mehr angreifen will und man sexuell unsichtbar für ihn ist. Fälschlicherweise sucht man den Fehler immer bei sich, man denkt man ist zu unattraktiv, nicht begehrenswert, zu langweilig im Bett etc.
Dabei liegt einer Sexlosen Beziehung vermutlich keiner dieser Dinge zugrunde. Da hapert es schon lange in ganz anderen Bereichen der Partnerschaft.
Und ja, vermutlich ist in den wenigsten Fällen Fremdgehen einfach nur ficken wollen - es ist dieses sich begehrt fühlen, nicht abgewiesen zu werden, vielleicht sogar das Gefühl, dass da jemand ist, der es schätzt, dass ich Zeit mit ihm verbringe.
Es ist echt eins der schlimmsten Gefühle überhaupt, um Sex betteln zu müssen, sich anbiedern müssen und dann doch wieder abgewiesen zu werden.. Wie so ein richtig heftiger Schlag in die Magengrube.
Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren zusammen, seit 2 verheiratet und wir können noch immer nicht die Finger voneinander lassen. Ich finde ihn noch immer rattenscharf und denke mir immer noch, wenn ich ihn ansehe "so ein scharfer Typ".
Unsere Ehe ist aber auch in jedem anderen Aspekt erfüllt und schön und ich glaube, das ist der treffende Punkt.
Mein Mann muss nicht erst Himmel und Hölle in Bewegung setzen, er muss nicht erst das Haus putzen, er muss nicht erst diverse Aufgaben erfüllen damit ich mit ihm ficken will, das will ich einfach weil er mein Mann ist und ich geil auf ihn bin.