Woran liegt das, dass so viele Menschen Kopferotiker sind, den Schritt aber nie in die Realität wagen?
Weil für viele Kopferotik ein erster Schritt ist, mal zu fühlen, was die Vorstellung mit ihnen macht, eine Art "Probelauf" für den Ernstfall.
Meistens erregt dies. Man schafft sich ein erregendes Szenario, und lebt es "ohne Gefahr" durch, und ohne Wertung -frei von Moral, frei von Grenzen.
Bedingt durch die Körperchemie verliert der Mensch durch Anstieg des Dopamins einen gewissen Prozentsatz seiner "vernünftigen Eigenschaften", der eine mehr, der andere weniger. Manch einer spielt dann gern und leicht mit dem Überschreiten seinen Grenzen (und in Gedanken eben "kompromisslos" mit sich und den anderen, die bei allen Wünschen "mitspielen müssen") und mit Dingen, die er als "eigentlich nicht erlaubt" empfindet, weil so "programmiert" (Erziehung, Pseudo-Moral,...), usw. usf.
Ebbt der Chemie-Sumpf wieder ab, kommen Vernunft, Gefühl für richtig und falsch, gegenseitige Achtsamkeit, Würde, usw. wieder zum Vorschein und das Hirn ist wieder
uneingeschränkt in der Lage abzuschätzen, ob Reiz und Risiko in einem gesunden Verhältnis stehen, oder doch das Überschreiten der Grenze "nicht richtig wäre".
Es gibt aber auch Menschen die getrieben von ihrer Lust diesen Zustand nicht mehr erreichen können oder wollen.
"Sich hinterher nicht zu trauen" würde ich persönlich nicht reflexartig abwerten, manchmal ist es einfach Einsicht und Vernunft, und eben nur in der Theorie schön oder reizvoll, was man sich im Kopf zusammenspinnt.
Dass es Menschen gibt, die aus Angst und Unsicherheit zeitlebens lieber nur im Kopf bleiben, ist ne andere Sache.
Wie immer: pauschal kann mans wohl nicht sagen, dass z.B. beim Mann es typisch "feig" ist und bei der Frau "eher Vorsicht"... das ist so unterschiedlich, so unterschiedlich die jeweiligen Phantasien und Charakterzüge sind.