Alltagstrott - Aufhalten möglich?

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Moin,

tut mir leid ich muss schon wieder ein Thema anschneiden, bei dem es weder um Schwänze noch um Schlucken geht. Es geht mir dieses mal um den berühmten Alltagstrott und seine Folgen.

Man liest hier sehr häufig, meist von männlichen Usern dass nach xxx Jahren Ehe/Beziehung sexuell gesehen die Luft raus ist. Das Sexleben besteht quasi nur mehr aus Pflichtübungen nach Schema F und die Quantität lässt zu wünschen übrig. Keine Spur mehr von der Leidenschaft vergangener Tage. Vom tierischen Begehren des Anderen, von Sex in jedem Raum der Wohnung etc. Ähnliches habe ich auch schon von etlichen Bekannten/Arbeitskollegen etc. durch die Blume gehört. Quasi überall das gleiche Bild. (Natürlich gibt es auch Ausnahmen)

Die Häufigkeit dieses Phänomens lässt mich darauf schließen, dass dieser Prozess nicht aufzuhalten ist, sondern maximal verlangsamt bzw. abgeschwächt werden kann. Es geht mir nicht um die Hilfsmittel dagegen. Die sind hinlänglich bekannt und in so vielen Threads hier schon durchgekaut worden.

Jetzt die Kernfrage des Threads: Glaubt ihr, dass dieser Prozess (verringerte Leidenschaft, mangelndes sexuelles Interesse am Langzeitpartner) ein für alle Menschen gültiges Phänomen ist oder nur bestimmte Menschen (polygam - evt. nicht den richtigen Partner gefunden) betrifft und glaubt ihr dass diese Entwicklung mit den üblichen Hilfsmitteln aufgehalten werden kann oder maximal abgeschwächt?

Noch was positives zum Schluss: Wenigstens liest man gar nicht so selten, dass zumindest die Qualität des Sex innerhalb einer Langzeibeziehung zunimmt wenn schon die Quantität sinkt.
 
Jetzt die Kernfrage des Threads: Glaubt ihr, dass dieser Prozess (verringerte Leidenschaft, mangelndes sexuelles Interesse am Langzeitpartner) ein für alle Menschen gültiges Phänomen ist oder nur bestimmte Menschen (polygam - evt. nicht den richtigen Partner gefunden) betrifft und glaubt ihr dass diese Entwicklung mit den üblichen Hilfsmitteln aufgehalten werden kann oder maximal abgeschwächt?

Noch was positives zum Schluss: Wenigstens liest man gar nicht so selten, dass zumindest die Qualität des Sex innerhalb einer Langzeibeziehung zunimmt wenn schon die Quantität sinkt.


Nein das glaube ich nicht, dass man das auf alle Menschen ummünzen sollte.

Ich war insgesamt 17 Jahre mit meinem Nochmann (Ehescheidung läuft) zusammen, davon 11 Jahre verheiratet. Meine Ehe ist an vielem zerbrochen, unteranderem an einer völlig gegensätzlichen Entwicklung beider.

Aber der Sex hatt von Anfang bis zum Tag X funktioniert und das sehr, sehr gut. Und eins stimmt auch, die Qualität stieg im Laufe der Jahre, allerdings hatt bei uns auch die Quantität bestens gefunzt.
 
Es betrifft mMn nur die, die ned das komplett ergänzende Gegenstück gefunden haben.
 
Es betrifft mMn nur die, die ned das komplett ergänzende Gegenstück gefunden haben.

Was ziemlich niederschmetternd wäre, weil wie soll man das am Anfang wissen ob es das perfekte Gegenstück ist, wenn doch eh alles passt. Dann später ist es mitunter für viele Menschen zu spät zum reagieren. (Kinder, Haus, soziales Umfeld)

Ein Glücksspiel sozusagen.
 
Mal in den Raum gestellt:

kann es sein,daß wir zu viel darauf hören, was und die "Norm", die Gesellschaft vorkaut ? Soundso oft ist Durchschnitt beim Sex - wenn das nicht ist, dann stimmt was nicht !!! Gerade jetzt pfeiff ich jedoch immer mehr drauf,was mir/uns die Gesllschaft und Normen sagen.

Mag ja stimmen, daß es ein Zeichen sein kann, nur dann sollte man(n)/frau mal nachschauen,ob man sich nicht allgemein auseinandergelebt hat und der (mangelnde) Sex nicht einfach Ausdruck davon ist... und dann die Überreizung durch das einhalten der "NORM".... klar, hat ma dann bald alles ausprobiert und es wird fad...

Bin in einer recht frischen und jungen Beziehung und aus verschiedenen Gründen (Beruf, Kinder etc.) ist es halt nicht so oft,daß das Bett zerwühlt wird, aber wenn, dann ordentlich und wunderschön...;) Es ist einfach so und es ist ok so....

Kurz gesagt - für mich isses schon lange so(klar, mit 17 war das auch noch anders :mrgreen:) : Qualität vor Quantität... und mit Qualität mein ich nicht 276.341 Stellungen zu beherrschen sondern die emotionale, gefühlsmäßige Seite des Ganzen....
 
Was ziemlich niederschmetternd wäre, weil wie soll man das am Anfang wissen ob es das perfekte Gegenstück ist, wenn doch eh alles passt. Dann später ist es mitunter für viele Menschen zu spät zum reagieren. (Kinder, Haus, soziales Umfeld)

Ein Glücksspiel sozusagen.

Das sehe ich anders. Immerhin bestünde ja so zumindest die Chance den oder die Richtige doch noch zu finden. Wäre es normal dass irgendwann der Alltagstrott eintritt, gäbe es ja gar keine Hoffnung für eine wirklich glückliche und harmonische Langzeitbeziehung mehr.

Jedenfalls ein Thema, das in meinem Kopf auch gerade sehr aktuell ist.
Ich hab leider auch kein Rezept. Ich hab zwei lange Beziehungen hinter mir in denen der Alltagstrott früher oder später eingekehrt ist. In der dritten will ich es besser machen. Aber es ist harte Arbeit und es ist nicht leicht. Ob es gelingen wird weiß ich nicht, wir stecken gerade in dieser "Übergangsphase" und probieren Verschiedenes aus um alles wieder ein bisschen interessanter zu machen. Die Lust zu erhalten und die Freude den anderen zu sehen.
Ich frage mich auch, ob es wirklich richtig ist soviel dafür zu arbeiten oder ob wir doch nicht der berühmte Topf und Deckel sind. Wobei ich noch auf der Seite von Topf und Deckel bin. Oder ob man einfach zu viel verlangt?
 
Guten Morgen,

ich weiß nicht, ob sich das wirklich so direkt aufhalten lässt. Manchmal schleicht sich vieles (auch der Trott) in unser Leben, ohne dass wir es überhaupt registrieren.... und manchmal merkt man es erst, wenn die "Probleme" erst wirklich offensichtlich da sind.

Wir hatten auch lange unsere Probleme, weil wir den Trott gar nicht wahrgenommen haben. Die Wünsche auf beiden Seiten blieben auf der Strecke. Frust war vorprogrammiert. Aber während des Alltages hat man sich auch gar nicht viele Gedanken darum gemacht, weil man ja immer mit irgendwelchen anderen Problemen beschäftigt ist. Irgendwann spürt man dann aber die Unzufriedenheit und entweder fängt man dann an, sich damit zu beschäftigen und sich mit seinen eigenen - vielleicht bis dahin unerfüllten - Wünschen auseinanderzusetzen oder man nimmt alles weiter so hin, weil man meint, es ist doch alles gar nicht so schlimm.

LG
Jenna
 
Es betrifft mMn nur die, die ned das komplett ergänzende Gegenstück gefunden haben.

:daumen:unterschreib ich zu 100%

Nur wer das Glück hat...einen Partner zu haben...wo "fast" alles passt...bei dem hat der Alltagstrott wenig Chance8-)

Natürlich genügts ned..dass nur ein Partner was dafür tut...beide sind permanent gefordert...an der Beziehung zu arbeiten...
dann wirds nicht fad oder langweilig...

:winke:
 
auch wir haben eigentlich immer versucht dagegen zu arbeiten aber die arbeit hat irgendwann von seiner seite aus aufgehört nach ein paar jahren.
nach 13 jahren war dann die beziehung kaputt, weil einfach zuviele dinge vorgefallen waren die nicht durften und aus meiner sicht nicht mehr zu reparieren waren. das einzige was bei uns eigentlich noch geklappt hat, war das eltern sein und der sex...alles andere lebte aneinander vorbei:?
3 monate nach beendigung der beziehung/ehe, kam es wie es vielleicht musste und wir haben uns eine nochmalige chance gegeben.
aber unter einer voraussetzung, dass wirklich beide daran arbeiten, dass man sich jeden tag zeit füreinander nimmt, was die letzen jahre kaum noch der fall war.
und wenn ich die zeit anschaue, in der wir wieder zusammen sind, glaube ich, es könnte wirklich klappen, dass wir nicht wieder in den alltagstrott fallen. was wir dagegen tun? wir nehmen uns jeden tag zeit füreinander, reden über alles...haben uns auch mehr kindfreie wochenende organisiert wo wir einfach mal abschalten können und er sich von meinen verrückten ideen anstecken lässt. immerwieder für überraschungen sorgen, was nicht heisst, dass diese materiell sind, einfach kleine verrückte dinge, die das leben auffrischen, einfach mal auszubrechen.

aber das klappt vermutlich auch nur, wenn die partner passen wie puzzleteile an diesem puzzle gemeinsam arbeiten
 
wie oft im leben antwortet ma auf die frage: "wie geht es dir?" mit einem "danke, gut!" - und das, obwohls einem grad ordentlich beschissen geht...

warum tut ma des? weil ma sich mitunter lästiges nachfragen ersparen will...

sodala - und jetzt verlegen wir die situation von der billa-kassa wo ma an bekannten trifft der einen fragt wie's einem geht ins heimische wohn- oder von mir aus ins schlafzimmer:

"wie gehts dir (mit mir)?" - oder, noch besser:
"wie gehts uns (beiden miteinander)?"

jetzt mal ehrlich: wie oft stellt man diese fragen - und zwar ned erst dann, wenn sich der alltagstrott längst eingeschlichen hat?

und: wie oft gibt ma a ehrliche antwort darauf?


______________

p.s. bevor no jemand auf die idee kommt: nein, ich bin ned verbittert 8-)
 
jetzt mal ehrlich: wie oft stellt man diese fragen - und zwar ned erst dann, wenn sich der alltagstrott längst eingeschlichen hat?

und: wie oft gibt ma a ehrliche antwort darauf?


______________

p.s. bevor no jemand auf die idee kommt: nein, ich bin ned verbittert 8-)

Lol..fürs PS...aber ich denk...wenns passt..und man(n) oder frau spürt das...braucht man ned fragen....

weil..ich denk..wenns zu solchen fragen kommt...brennt da hut...

;)
 
:daumen:unterschreib ich zu 100%

Nur wer das Glück hat...einen Partner zu haben...wo "fast" alles passt...bei dem hat der Alltagstrott wenig Chance8-)

Natürlich genügts ned..dass nur ein Partner was dafür tut...beide sind permanent gefordert...an der Beziehung zu arbeiten...
dann wirds nicht fad oder langweilig...

:winke:

:daumen: ganz genau, so seh ich das auch ...
 
weil..ich denk..wenns zu solchen fragen kommt...brennt da hut...

;)

i hab des nur als beispiel im übertragenen sinn hergenommen - und ned in der hinsicht, dass ma in die formulierung gleich die "vertrauensfrage" reininterpretiert.

i finds aber auch falsch sich darauf zu verlassen, dass ma eh alles "spürt" weil ma den partner ja "kennt". klar: stimmungen spürt ma (manchmal wenns leider scho ziemlich spät is). somit kann manchmal a "schubserl" ned schaden - weils einen (rechtzeitig) auf dinge bringt wo ma am end eingestehen muss, dass man sie vielleicht ein bissi vernachlässigt hat oder im begriff ist sie zu vernachlässigen.

so wars gemeint ;)
 
Das Sexleben besteht quasi nur mehr aus Pflichtübungen nach Schema F und die Quantität lässt zu wünschen übrig. Keine Spur mehr von der Leidenschaft vergangener Tage. Vom tierischen Begehren des Anderen, von Sex in jedem Raum der Wohnung etc. Ähnliches habe ich auch schon von etlichen Bekannten/Arbeitskollegen etc. durch die Blume gehört. Quasi überall das gleiche Bild. (Natürlich gibt es auch Ausnahmen)

Nau ..... Gott sei Dank gibt es Ausnahmen. ;)

Man bemerkt ja immer nur die, die sich beschweren. Diejenigen, welche sich nicht beschweren, fallen gewissermaßen aus der Statistik :mrgreen:

Ich möcht' aus meiner Erfahrung folgendes sagen: natürlich ist die erste Zeit des Kennenlernens eine Zeit des Hochgefühls. Einen neuen Menschen zu entdecken, auch sexuell, das ist schon ein sehr spannendes Erlebnis. Es ist ein emotionaler und auch körperlicher Ausnahmezustand. Beziehung ist aber nicht Ausnahme, sondern Regelfall.

Ich glaube aber in meiner Ehe festgestellt zu haben, dass wohl die Form der sexuellen Begegnung sich etwas verändert hat, und zwar in der Weise, dass die Wildheit (das "tierische Begehren" :mrgreen:) etwas in den Hintergrund getreten ist. Das hat aber an der Leidenschaft nix geändert. Es ist mitunter eine Frage der Bequemlichkeit, dass man halt d'rauf kommt, dass der ortsgebundene Sex genau so viel an Lust und Befriedigung bringt, als wenn man jeden Tag durch die ganze Wohnung vögelt - aber: es ist nicht so anstrengend. 8-)

Wahrscheinlich tut man sich in der Beziehung etwas leichter, wenn man in seinem Partner nicht nur den jederzeit verfügbaren Sexualpartner sieht. Und vielleicht tut man sich noch einmal leichter, wenn man nicht rundum schaut, was Hinz und Kunz machen, sondern sich gemeinsam mit seinem Partner ein Sexualleben einrichtet, welches sich an den Bedürfnissen dieses Paares ausrichtet und an sonst gar nix.

Ganz leicht tut man sich, wenn man sich vor Augen hält, dass jeder Mensch an jedem Tag ein bisserl anders ist und auch ein bisserl anders reagiert auf sexuelle und sonstige Reize. Das gibt genug Gelegenheit, den Partner jeden Tag aufs neue zu entdecken, und wenn man es gewissenhaft macht, dann kann man auch nach sehr vielen Jahren einer Beziehung immer noch etwas finden, wovon man höchst angenehm überrascht ist. Ich könnt' also nicht sagen, dass mir mit meiner Frau auch nur einen Tag in unserer Ehe langweilig gewesen wäre, und das in jeder Hinsicht.

Ich gebe aber zu, dass ich zu den Glücklichen gehöre, welche - wie Benno es so schön gesagt hat - das komplett passende Gegenstück gefunden haben. Insoferne relativiert sich das Ganze etwas. :?

Aber funktionieren täte es so einwandfrei.
Sogar ohne Hilfsmittel ... 8-)
 
ich glaube, bzw. ich bin davon überzeugt, dass selbst, wenn wir jeden abend und woche für woche, das gleiche tun...sogar alles immer zur fast selben zeit... dass dies schön sein kann... und ja, das aus meinem munde...

wenn es der richtige partner ist... ja, wer ist der richtige partner...

ich denke, ich habe ihn gefunden, ja auch mit höhen und tiefen, mit problemen, welche an lösen muss.

aber wir bemühen uns ständig um einander...in welcher form auch immer... wir genießen unsere rituale, wovon wir viele haben....

wir gehen die gleichen wege... was die zukunft betrifft....

wir reden mittlerweile viel... über alles...

und ich denke, das muss auch sein... viele kleinigkeiten, machen das puzzle perfekt... und sobald man nicht mehr an der beziehung arbeitet, ist es vorbei
 
[quote="immer";1755213]ich glaube, bzw. ich bin davon überzeugt, dass selbst, wenn wir jeden abend und woche für woche, das gleiche tun...sogar alles immer zur fast selben zeit... dass dies schön sein kann... [/quote]
Ihr schaut Euch gemeinsam die "Zeit im Bild" an? 8-)

:mrgreen:

... und sobald man nicht mehr an der beziehung arbeitet, ist es vorbei
Ja schon, aber das ist doch auch keine Arbeit in dem Sinn!

Gibt es denn etwas schöneres, als sich mit dem Menschen zu befassen, von dem man geliebt wird, und den man wieder lieben darf? Sich am Abend zu erzählen, wie der Tag war. Sich mit ihm zu unterhalten, mit ihm zu lachen, seine Zärtlichkeit zu genießen, gemeinsam etwas zu unternehmen? Und natürlich auch ernste Gespräche zu führen, denn auch dafür gibt es eine Zeit, wie für alles im Leben.
Beziehungsarbeit ...... das ist doch Zuwendung!

Freut mich für Dich bzw. Euch, wenn Euch das gelingt.
Ich weiß, wie schön es sein kann. :)
 
Ihr schaut Euch gemeinsam die "Zeit im Bild" an? 8-)

:mrgreen:


Ja schon, aber das ist doch auch keine Arbeit in dem Sinn!

Gibt es denn etwas schöneres, als sich mit dem Menschen zu befassen, von dem man geliebt wird, und den man wieder lieben darf? Sich am Abend zu erzählen, wie der Tag war. Sich mit ihm zu unterhalten, mit ihm zu lachen, seine Zärtlichkeit zu genießen, gemeinsam etwas zu unternehmen? Und natürlich auch ernste Gespräche zu führen, denn auch dafür gibt es eine Zeit, wie für alles im Leben.
Beziehungsarbeit ...... das ist doch Zuwendung!

Freut mich für Dich bzw. Euch, wenn Euch das gelingt.
Ich weiß, wie schön es sein kann. :)

na bitte die zib ist ja immer hin schon etwas ;) verbunden wie jeden abend mit einem tee, einem kaffee und etwas süssem....

und ja, beziehungsarbeit ist etwas schönes... zeitweise etwas anstrengedes... aber in der regel mit sehr viel liebe....*seufz*
 
... Glaubt ihr, dass dieser Prozess (verringerte Leidenschaft, mangelndes sexuelles Interesse am Langzeitpartner) ein für alle Menschen gültiges Phänomen ist ...
Ja und Nein. Ja deshalb, weil es, wie Du richtig schreibst jedem passieren kann, nein deshalb, weil ich die Ursache nicht im langen Bestehen der Beziehung/Ehe als solchen sehe, auch nicht im "Alltag" sondern daran, daß viele im Laufe der Zeit beginnen nebeneinander zu leben anstatt miteinander, daß das Begehren von der Gewohnheit abgelöst wurde oder möglicherweise aus dem Bedürfnis nach Nähe eines nach Freiraum geworden ist. :roll:
 
Ja und Nein. Ja deshalb, weil es, wie Du richtig schreibst jedem passieren kann, nein deshalb, weil ich die Ursache nicht im langen Bestehen der Beziehung/Ehe als solchen sehe, auch nicht im "Alltag" sondern daran, daß viele im Laufe der Zeit beginnen nebeneinander zu leben anstatt miteinander, daß das Begehren von der Gewohnheit abgelöst wurde oder möglicherweise aus dem Bedürfnis nach Nähe eines nach Freiraum geworden ist. :roll:

Ich glaube auch, dass der Zeitfaktor eine Rolle spielt. Man verbringt zB mit den Arbeitskollegen im Büro wesentlich mehr Zeit als mit dem Partner. Die Arbeit nimmt einem inkl. Pendeln schon den Großteils des Tages weg. Am Morgen sieht man sich vielleicht eine halbe Stunde und am Abend nochmal ein paar Stunden bevor man einschläft. In dieser Zeit sind aber noch alle Pflichten zu erledigen und ab und zu möchte man vielleicht auch noch etwas alleine unternehmen oder mit Freunden. Da bleibt neben dem Wochenende nicht wirklich viel Zeit über um über Probleme zu reden. Ein Fluch unserer hektischen Zeit.
 
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