Affären?

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Hi,

denn das sorgt für jede Menge unguter Gefühle und kann im schlimmsten Fall sogar krank machen und zwar sowohl denjenigen, der ständig was vorspielt, wie jene die belogen werden.

wenn man ein Weichei ist, soll man nicht lügen, schon klar. Dass Du, wie jeder andere auch, täglich viele Male lügst, ohne Probleme, ist auch klar.

Dass der Belogene krank würde weil er belogen wird ist aber Unfug.

LG Tom
 
Im EF gibt's dann ein unfreiwillige Outsourcing: hier übernimmt das zeitweise die Allgemeinheit für dich :D

:rolleyes:
Wenn man gerade keine anderen Eitelkeiten sein Eigen nennen kann, dann nimmt man gerne jene des moralisch Höherstehenden.

Es ist auch eines selbst Sache, ob er Trennungen im Forum breittritt.

Für mich ist es dann Zeit für eine Leserunde „Vanity fair“.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lange Rede, kurzer Sinn: Jeder muss wissen was für ihn/sie selbst vertretbar ist...

Ein Satz, den ich völlig unterstreichen möchte. Im Regelfall sind es zwei Personen, die eine Beziehung/Ehe führen, wenn wir von einem klassischen Modell ausgehen. Probleme, die innerhalb einer solchen Konstellation entstehen, oder auch Defizite, müssen meines Erachtens nicht zwingend darauf hinweisen, dass die Partnerschaft selbst eine schlechte ist. Andererseits können sie aber natürlich auch ernsthafte Signale für einen krankenden Zugang zueinander sein. In beiden Fällen aber spielt sich diese Beziehung immer zwischen den beiden Partnern ab und wird auch dort gelöst, oder eben nicht - eine Orientierung eines der beiden außerhalb der Beziehung ändert nichts daran. Wenn jemand Sex sucht, dann wird er ihn finden. Ganz gleich wo und bei wem. Wenn er Gefühl sucht und wenn er Glück hat, dann wird er auch das finden. Eine grundsätzlich (damit meine ich vorab) austauschbare Komponente dafür verantwortlich zu machen ist meiner Meinung nach Unsinn. Anders verhält es sich, wenn ich eine persönliche Beziehung zu diesem/r Dritten pflege. Hier handelt es sich natürlich um einen Vertrauensbruch, wenn mir die Wahrheit verschwiegen und ich bewusst getäuscht werde. So wie es auch ein Vertrauensbruch eines Menschen ist, der seinen Partner im Glauben wiegt keine weiteren Beziehungen zu pflegen. Sollten sich diese Personen wiederum verlieben und mit offenen Karten spielen, dann ist es eben so und mit der neuen Situation ist umzugehen. Für den Betreffenden/Verlassenen traurig, aber das gehört nun mal zum Leben dazu. Für mich gibt es bei solchen Dingen keine "Schuld", die zuzuweisen wäre. Und meist sind die Situationen so verdichtet, die einzelnen Aktionen so sehr durch vorhergehende bestimmt, dass es in den seltensten Fällen überhaupt möglich ist einen (von 2en!) auszumachen, der die überwiegenden Fehler gemacht hat.
 
Hi,



wenn man ein Weichei ist, soll man nicht lügen, schon klar. Dass Du, wie jeder andere auch, täglich viele Male lügst, ohne Probleme, ist auch klar.

Dass der Belogene krank würde weil er belogen wird ist aber Unfug.

LG Tom

Aus meinem Posting geht ja unmissverständlich hervor, dass es nicht um Lügen im Alltag wie eine Phrase auf die Antwort "Wie geht es" geht, sondern um Lügen im Beziehungskontext und wie sich diese anfühlen, weil man sich jemandem, dem man sich ja im Normalfall anvertrauen und so zeigen und angenommen werden will, wie man ist, hintergeht und beginnt sich zu verstellen, zu verheimlichen, usw. Dass der/die Andere trotzdem was bemerkt, ist fast unvermeidlich, wenn auch nur unterschwellig, denn man kommuniziert auch das, was man gar nicht sagen will. Tricky, aber wahr.
Lügen in Beziehungen in Bezug auf die für die Beziehung relevante Themen haben Tiefe und Gewicht und sind ein völlig anderes Kaliber als alltägliche Kalauer, die man von sich gibt, um von Menschen, die einem wurscht sind und denen man genauso egal ist, seine Ruhe zu haben. Der Unterschied sollte jedem normal fühlenden Menschen auch klar sein. ;)

Wie weit Lügen reichen und wie sie sich auswirken auf jene die man belügt (hier meine ich natürlich wieder den Beziehungskontext) und genauso auf einen selbst, das will man sich selten eingestehen, aber es können sich erstaunliche Sachen auftun, wenn man gewillt ist, sich darauf einzulassen und in die Konfrontation mit Ursache und Wirkung zu gehen. Dass das aber die wenigsten können und wollen, ist eh klar, weil unbequem und schmerzhaft.
Ich kenne sowohl den einen, als auch den anderen Zustand und weiß wohin ich nicht mehr will, aber das darf und soll natürlich ebenso jeder für sich entscheiden und deshalb bin ich auch dafür, dass man nicht verurteilt, sondern jedem zugesteht, den eigenen Weg zu gehen, am Ende stecken wir ohnehin alle in unserer Haut und werden mit unseren Handlungen und den Auswirkungen früher oder später alle konfrontiert, auf die eine oder andere Weise. Davon bin ich überzeugt, aber du darfst gerne was anderes glauben, ich will hier niemanden wovon auch immer überzeugen. :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ein Satz, den ich völlig unterstreichen möchte. Im Regelfall sind es zwei Personen, die eine Beziehung/Ehe führen, wenn wir von einem klassischen Modell ausgehen. Probleme, die innerhalb einer solchen Konstellation entstehen, oder auch Defizite, müssen meines Erachtens nicht zwingend darauf hinweisen, dass die Partnerschaft selbst eine schlechte ist. Andererseits können sie aber natürlich auch ernsthafte Signale für einen krankenden Zugang zueinander sein. In beiden Fällen aber spielt sich diese Beziehung immer zwischen den beiden Partnern ab und wird auch dort gelöst, oder eben nicht - eine Orientierung eines der beiden außerhalb der Beziehung ändert nichts daran. Wenn jemand Sex sucht, dann wird er ihn finden. Ganz gleich wo und bei wem. Wenn er Gefühl sucht und wenn er Glück hat, dann wird er auch das finden. Eine grundsätzlich (damit meine ich vorab) austauschbare Komponente dafür verantwortlich zu machen ist meiner Meinung nach Unsinn. Anders verhält es sich, wenn ich eine persönliche Beziehung zu diesem/r Dritten pflege. Hier handelt es sich natürlich um einen Vertrauensbruch, wenn mir die Wahrheit verschwiegen und ich bewusst getäuscht werde. So wie es auch ein Vertrauensbruch eines Menschen ist, der seinen Partner im Glauben wiegt keine weiteren Beziehungen zu pflegen. Sollten sich diese Personen wiederum verlieben und mit offenen Karten spielen, dann ist es eben so und mit der neuen Situation ist umzugehen. Für den Betreffenden/Verlassenen traurig, aber das gehört nun mal zum Leben dazu. Für mich gibt es bei solchen Dingen keine "Schuld", die zuzuweisen wäre. Und meist sind die Situationen so verdichtet, die einzelnen Aktionen so sehr durch vorhergehende bestimmt, dass es in den seltensten Fällen überhaupt möglich ist einen (von 2en!) auszumachen, der die überwiegenden Fehler gemacht hat.
Respekt!!! ;)
 
Uuuuui mein erster Tread.... Bin gespannt wann die erste doofe Meldung kommt ;)

Mich würde interessieren wie ihr mit euren Affären umgeht? Was erzählt ihr euren Partnern wo ihr hingeht? Wie lebt ihr damit ? Schlechtes Gewissen??

Freu mich über Antworten und seid nicht zu hart mit mir :shock:

Wie ich mit ihnen umgehe?... Ich würde sagen: HART. :domina:
Mein Partner? Wenn er ganz brav war, darf er mitmachen, wenn mich der Sklave daheim verwöhnt...:D
 
bissi phantasie junge frau! stell dir statt'n typen der jammert halt ein bunny vor ... :D

Dir ist aber schon bewusst, dass es in dem Lied um eine Trennung geht, die schon länger her ist - wie u.a aus dieser Passage hervorgeht:

I hob glaubt, es geht oba pock des net
Dass i di nie wieder siech

Was genau hat das jetzt mit einer Affäre zu tun?
 
Dir ist aber schon bewusst, dass es in dem Lied um eine Trennung geht, die schon länger her ist
genau genommen gehts da drum, dass er, wenn er allein ist, sie sehr wohl vermisst :) ob jetzt die trennung "lang" her is oder nicht, es geht auf jedenfall um die zwei ... a dritte person wird nirgends erwähnt ;)

ot: bwaha ... unter den lyrics steht dann "zur deutschen Übersetzung", und dann ist dort wirklich derselbe text aber halt in schuldeutsch ... :hilarious:
 
Dir ist aber schon bewusst, dass es in dem Lied um eine Trennung geht, die schon länger her ist - wie u.a aus dieser Passage hervorgeht:

oida schwede, ja, bin ja ned derrisch und auch ned schwer von begriff! da geht's geht's rein um die herumflennerei als sinnbild, wenn affäre allein unter'n christbaum hockt, während der andere part unter'n anderen christaum derweil einen auf heile welt macht!
 
Zuletzt bearbeitet:
oida schwede, ja, bin ja ned derrisch und auch ned schwer von begriff! da geht's geht's rein um die herumflennerei als sinnbild, wenn affäre allein unter'n christbaum hockt, während der andere part unter'n anderen christaum derweil einen auf heile welt macht!

naja, es will dir ja die allgemeinheit manchmal auch unbedingt reindrücken, das es singledasein zwingend einen unfreiwilligen mangel darstellt und alleinsein bedeutet ... :D

Weil du single bist geht's gar nicht, wenn dir jemand reindrücken will, dass single sein immer allein sein bedeutet... aber dass du allen Affären, die der nicht liierte Teil sind reindrücken willst, dass sie vorm Christbaum heulen weil sie so einsam sind, das geht schon?
Auch interessant.
 
Hi,

allen affären zum heutigen tag gewidmet ... ;)

ist das nicht nur eine moderne kitschige Interpretation von "ruaf mi ned an"?

Den Affairen gewidmet:

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Habt Spaß dabei!


Und für die anderen, für die Sex die ach so wichtige todernste Sache ist: ich kann schon nachvollziehen, warum Leute wie ihr betrogen werdet ... aber ja, wenn Sex nicht mit dem nötigen Ernst betreibt gerät alles aus den Fugen, wo kämen wir denn hin, wenn man Spaß am Sex hätte und vielleicht - heiliger Herr im Himmel bewahre - dabei lachen würde ... ;)


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LG Tom
 
Hi,

Ehe, Treue, usw. das sind Konzepte, die stammen noch aus einer Zeit, als Frauen Besitz waren, wie Rinder, Schafe oder Grundbesitz.

Der Mann, der die Frau als Besitz betrachtete den er exklusiv wollte (deren Nutzung er aber durchaus auch mal abgab) bzw. betrachte man das Ius primae noctis, und die Frau, die den Mann exklusiv als Versorger für ich wollte, weil Frauen lange Zeit nicht geschäftsfähig waren.

Diese Anachronismen sind heute unnötig, spätesten die Oktoberrevolution hat die Frauen unabhängig gemacht, und auch die Hippizeit im Westen, wo Frauen ungeniert ihre Sexualität ausleben konnten und dies idR. als Befreiung empfanden, zeigt, dass diese Dinge wie Treue, Beziehungen, etc. eher ein Käfig sind, denn eine Freiheit.


Schon mal nachgedacht, warum Frauen gelegentlich Orgasmusprobleme haben? Vielleicht weil man ihnen von klein auf gesagt hat, dass Sex nur Spaß machen darf in einer Beziehung, wenn man den anderen liebt, ....?

Was ist der hier im Forum immer wieder undefiniert Begriff "sich fallen lassen" anderes, als "Vögel nicht rum, guten Sex und Orgasmen gibt es nur, wenn man gesellschaftliche Konventionen beachtet"? Ist doch nur eine Umschreibung für "Sex ist böse und für Frauen unerfüllend, wenn nicht gesellschaftliche Regeln beachtet werden".

Unlängst kamen Forenteilnehmer mit dem Unfug, dass Frauen bei Vergewaltigungen häufig Orgasmen erleben würden, ist wohl Unfug, aber wenn, dann warum können Frauen bei einem Gewaltakt Orgasmen haben? Weil sie nicht gegen ihre ethischen Normen verstoßen, sie werden gezwungen, sie verhalten sich nicht "falsch", sie können nix dafür, dass sie da Sex haben, das eliminiert ihre Verantwortung .... Aber wie gesagt, wird wohl Unfug sein.


Wir unterliegen einem gesellschaftlichen Wandel, der Trend geht weg vom Individualbesitz, wir haben Office Sharing statt dass jeder ein Büro für sich hat, wir haben Car Sharing statt Besitz eines eigenen Autos, wir haben diese Fahrräder und Elektro"tret"roller, statt selbst sowas zu kaufen benützen wir es nur.

Ich selbst habe noch tausende Schallplatten und CDs, auch DVDs aber die jungen Leute gehen weg von dem Besitz, hin zu Streaming, man "besitzt" die Musik nicht mehr auf Datenträgern, man hört sie nur gegen einen geringen Obolus.

Warum darf das mit Sex nicht auch so sein? Warum darf es überhaupt noch gesellschaftlich akzeptiert sein, dass einer sagt "Über meine Frau steigt kein anderer drüber, die gehört mir alleine"?

Und natürlich trifft das auch auf Frauen zu, die "ihre Männer" einem Besitz gleich wie Eigentum betrachten, zumindest sexuell.

Gerade für Frauen war die freie Lieber der 68er eine Befreiung und ich glaube nicht, dass die großartige Orgasmusprobleme hatten ...



Ich sehe nicht die Fremdgeher und ihre Affairen als diejenigen an, die im Unrecht sind, sondern die Betrogenen, die nur wegen ihrer anachronistischen, die eigene Unsicherheit bedienenden Besitzansprüche an einem anderen Menschen auslebenden, überhaupt in den Zustand des Betrogenseins versetzt werden.

Sogar in Österreich hat der Gesetzgeber festgehalten, dass Homosexualität und Ehebruch gesellschaftlich anerkannte Normalität sind und daher festgehalten, dass sie nicht mehr strafbar sind. Seit 1971 ist Homosexualität und seit 1997 Ehebruch nicht mehr strafbar.


Dauert wohl ein bis zwei Generationen, bis sich das auch in den Köpfen der Menschen breit macht.

Wer weiß, in 30 Jahren vielleicht, werden die dann jungen Menschen lachen, dass heute - dann die Vergangenheit - Frauen Orgasmusprobleme hatten, weil ihnen Beziehungen die freie sexuelle Entfaltung verwehrten ....


LG Tom
 
Ich habe noch nie etwas auf die ach so viel zitierte Moral gegeben. Ist doch nur Augenauswischerei um sich wenigstens ein bisserl besser vorzukommen.


Und die Vorteile einer Affäre mit einem Gebundenen hab ich weiter oben schon ausgeführt.

Ich würde da nie jemanden Moral predigen, weil das einfach Privatsache ist. Ich für meinen Teil finde Partnerbetrug jedenfalls genauso beschissen wie eine Affäre mit einem Gebundenen anfangen. Ich möchte MIR SELBER im Spiegel noch in die Augen schauen können. Außerdem habe ich so etwas wie einen lästigen Ehrlichkeitsfetisch.
 
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