Wo ist diese "An-Jeder-Ecke"

Der Ausdruck "An jeder Ecke" stammt, soviel ich weiß, aus dem Wiener Prostituiertenmilieu, welches sich innterstädtisch um 1850 herum im Spittelbergviertel etablierte und die "Damen", zum Zwecke des "sehen und gesehen werden" sich an die "Ecken" (=Keuzungen) der damals sehr engen Gassen stellten. :)

Schlaues Mädchen.
Frauen finden an jeder Ecke einen Mann.

Wie oft wird das alleine hier benützt?
Jedes Mal stößt es mich sauer auf.

Da wird geschleimt und gebuhlt, von den selben Menschen kommen zeitgleich solche Aussagen.
Frauen dürfen ruhig sexuell aktiv sein, wenn es denn einfachem, kostenfreien Sex mit Minimum an Wertschätzung oder drunter dient, in Ordnung.
Befreit Euch ruhig sexuell, solange es Männer gibt, die das gerne nützen. (kommt bald so rüber, ist überzeichnet)
….den sie brauchen das ja, sie wollen das ja genauso....

Schön wäre es, wenn der eine oder andere nachdenkt, bevor er diesen respektlosen, entwertenden Stuss vom Stapel lässt.

Moi diese geschlechtsbezogenen Cheauvie-Sprüche, die sind ja oft süß, ein Theater, lacht man, weiß man wie es gemeint ist - auch jener Spruch wurde mal richtig verstanden.
Einige Männer, dürften allerdings mittlerweile denken, dass dem wirklich so wäre.
Ich bin sehr überrascht, das aus einem Sprücherl tatsächlich eine Weltanschauung wurde.

Das von mir fett geschriebene Zitat, stammt aus einem Thread. Den Herren wollte ich bewusst nicht nennen.
Nachdem ich es das 50igste mal irgendwo gefunden habe, habe ich das erste mal begriffen, dass es wirklich Menschen gibt, die das wirklich denken, sich wirklich geschlechtsmäßig zurückgesetzt sehen, wirklich so ein Bild vom Leben und Bedürfnis von Frauen haben. Gruselig und soooooo weltfremd. :(

... nur für's Detail: @Mitglied #247512 sucht keine Dame.... ;)

Ophira sucht gar nix, so ganz nebenbei. :D

@Mitglied #469517: Ein Zitat von einem schwer kranken Mann zu bringen, der mit diesem Leben zu meinem allergrößten Bedauern nicht zurecht kam, nur mehr den Suizid als Weg sah, ist in diesem Zusammenhang ein wenig morbid.
Was für ein großartiger Mensch er doch war.
In dieser Hinsicht, möchte ihm weder jemand folgen, noch dieses Leid bis zur Unerträglichkeit tragen, das er wohl trug.

Auf sein Zitat bezogen: Er wurde so sehr geliebt, auch von seinem Umfeld, hatte viele an seiner Seite, die ihn liebten und halten wollten.
Das Alleinefühlen in einer dunklen Welt und nicht dagegen ankommen - unvorstellbar grausam.
Möge er nun in Frieden ruhen.

(Nicht alles was plakativ ist, muss auch plakatiert werden)
 
Ich denke die Threaderstellung war insofern klar, dass es mir um das Hinterfragen eines sich kretzenhaft anhaltenden Vorurteiles ging.
Dass die Ecke gleich ums Eck meines Abstellgleises liegt, ist mir schon klar. :D
Wenn Du von Tütchen redest, gib was Gscheites her und net das mit dem Mitleid, das dröhnt nicht so cool. ;)

liebste Ophira,
Falls mir das nicht wenigstens annähernd so klar gewesen wäre, hättest von mir sicher einen ganz anderen Blödsinn bekommen. ;)

und das mit den Abstellgleisen haben wir doch in einem anderen Thread durch. Mit anderen Tütchen kann ich leider nicht dienen, ich habe das mein ganzes Leben nie ausprobiert. Meine einzigen ‚Tütchen‘ waren Sex, Alkohol und mein Achselschweiß :D:rofl:
 
Wie sind wir von "wo ist diese jede Ecke" auf "am Ende stirbt jeder für sich allein" gekommen?
Schon richtig, an jeder Ecke kann man auch den Tod finden. Ich glaube aber, die Themengeberin wollte das genau nicht unbedingt. :)

Hach aber ja - die hat eine verdammt dunkle Seite - net freiwillig - ist nun mal so.

Mit der Geburt fangen wir an zu sterben. :D
Den Weg dürfen wir ein wenig selbst gestalten.

Leben - lieben - sterben - owa ja, irgendwie legt man ja sein Dasein an.
Die wenigsten wollen diese viel zu kurze Zeit damit hier verbringen, sinnlos herum zu tümpeln und zu schauen, dass die Zeit möglichst sinnbefreit und ereignislos rum geht......
Aktive Entscheidung für einen Lebensstil, ist erlaubt.

Tja und so ein Irrglaube, wie im Ausgangspost, könnte einem das Leben recht versauen.
 
Was für ein großartiger Mensch er doch war.
In dieser Hinsicht, möchte ihm weder jemand folgen, noch dieses Leid bis zur Unerträglichkeit tragen, das er wohl trug.
Aber es geht in diesem Fall um den Inahlt.
Und dem kann man nur beipflichten, egal wie er sein Leben für sich löste. Stefan Zweig hat auch unglaublich tolle, erhebende Gedanken aufs Papier gebracht und schaffte nur mit dem Freitod zu entkommen.
Das eine hebt das andere doch nicht auf.
Die Wirklichkeit ist oft eine andere als die Realität die man für sich empfindet. Was wahr,was falsch ist, liegt immer im Auge des Betrachters.
Was für den einen ein kleiner Weltuntergang ist dem anderen sein Sonnenschein. Ist doch mit den Männern ums Eck dasselbe :) es ist auch unser Wertesystem wiederum was diesen Tod so einschätzt.
 
Nachdem ich es das 50igste mal irgendwo gefunden habe, habe ich das erste mal begriffen, dass es wirklich Menschen gibt, die das wirklich denken, sich wirklich geschlechtsmäßig zurückgesetzt
Kann es nicht sein, dass viele Frauen gerne dieses Bilz zeichnen? Dass sie an jeder Ecke einen haben können . Viele Userinnen hier prahlen doch auch damit wie wählerisch sie sind, und drücken damit doch indirekt aus, dass die Mänerwelt Schlange steht, und deshalb die Ansprüche ganz hoch sein dürfen. Andererseits habe ich gelesen dass du in einem Beitrag etwas geschrieben hast, von"...was man dem anderen bieten kann..." . Ich weiß nicht ob das der richtige Ansatz ist. Ich muss gar nichts bieten, und mir muss niemand etwas bieten. Ich muss mich weder für einen Fick noch für eine Beziehung zu einem Menschen gut verkaufen.
 
Aber es geht in diesem Fall um den Inahlt.

Den hat er zu Lebzeiten gesagt. ;)

Das eine hebt das andere doch nicht auf.

Ich habe eine tolle Sammlung von Hitler-Zitaten, wenn ich Lust und Laune habe, hau ich so wo rein und schreibe irgend einen Autor drunter oder gar keinen, mach ein schönes Bilder in den Hintergrund. Oh Gott, die können echt der Renner sein, werden kopiert, weiterverlinkt. Tja und ich denke ich bin nicht die einzige, der es nicht gefällt, wie inflationär mit Gedankengut umgeganen wird, Zitate aus Textet gerissen und ad absurdum geführt werden. Jeder hat eine eigene Stimme. Ist seine Meinung mehr wert, wenn er sie mit einem nicht kontrollierten Zitat versucht zu untermauern? :D
Wozu soll das gut sein?

Mit Zitaten wird ja nur so rumgeschmissen.
In dem Fall und Zusammenhang, ist es ob der Nähe und der Aussage in meinen Augen pietätlos.

Er wurde geliebt und er war depressiv, er wählte den Freitod.
In 20 Jahren wird das kein Mensch mehr wissen, dann muss er auch in die Zitateflut.
Da werde ich nicht mehr "AU-AU-AU- tut das weh" schreien können. ;) Jetzt schon.

Kann es nicht sein, dass viele Frauen gerne dieses Bilz zeichnen? Dass sie an jeder Ecke einen haben können . Viele Userinnen hier prahlen doch auch damit wie wählerisch sie sind, und drücken damit doch indirekt aus, dass die Mänerwelt Schlange steht, und deshalb die Ansprüche ganz hoch sein dürfen. Andererseits habe ich gelesen dass du in einem Beitrag etwas geschrieben hast, von"...was man dem anderen bieten kann..." . Ich weiß nicht ob das der richtige Ansatz ist. Ich muss gar nichts bieten, und mir muss niemand etwas bieten. Ich muss mich weder für einen Fick noch für eine Beziehung zu einem Menschen gut verkaufen.

Das Leben ist so. Kein Mensch wird geachtet, geliebt und respektiert, weil er aus einem Mutterleib gekrochen ist, genährt gewachsen ist und nun geschlechtsreif ist.
Es sind schon unsere Fähigkeiten, die wir erworben haben unter anderem die uns ausmachen.

Ja und als erster sollte man wissen, was man selbst kann, wo und wie man steht.
Jemand der keine Liebe und kein Gspür zum Kochen und Genießen hat, würde mit mir nicht leben wollen, wie umgekehrt.
Ich biete meine Fähigkeit und er weiß, dass ich sie nur zu gerne teile.
Zu sagen ich kann´s und bestell dann mal beim Pizzadienst, wäre ziemlich oasch.

Die Schlange verstehe ich nicht, genauso wie den Marktwert nicht.
Es braucht doch nur den einen einzigen.
Dass man Selbstwert daraus ziehen kann, hört man, kenne ich nicht, interessiert mich auch nicht.
Leben, gut leben ohne gröbere Komplikationen und unterschiedliches Werteverständnis, ist für mich erstrebenswert.
Je genauer ich weiß wie ich bin, je ehrlicher ich das kommunizieren kann, desto besser wird´s. :)
Das hat mit verkaufen nichts zu tun, sondern mit klar definieren worauf sich der andere einlässt, wenn er "ja" sagt, ohne dass nachher Herumdiskutieren statt finden muss.
Vorab mal gleich das Schlimmste auf den Tisch, wenn er/sie dann noch will und auch seinen Mist gleich herzeigt - dann mach ma die feinen und schönen Dinge.
Um ein Profi zu sein fehlt es mir an Erfahrung, dazu dauerten meine zwei erwachsenen Lebensbeziehungen zu lange. ;)
 
Ich muss mich weder für einen Fick noch für eine Beziehung zu einem Menschen gut verkaufen.

Was heißt schon "verkaufen"?
Es sind nur dein Herz & deine Seele. :penguin:

Im Ernst: wer meint, sich verkaufen zu müssen - hat nichts verstanden.
Du musst nur DU sein. Nichts vorgaukeln...nichts retuschieren.
Wenn es passt, dann passt es - dann will sie doch SO, wie du bist.
Ob für nen schnellen Fick...oder für's Leben. Sei einfach authentisch.

Und...wenn du noch alle Latten am Zaun hast...dann stelle auch Mindestanforderungen.
Das machen hier nicht nur die Frauen - zumindest die, die ich ansprechend finde. Eine, die mich nicht fordert...mir nicht ebenbürtig ist...was soll ich mit der? Die will ich ned. :schulterzuck:
Und Frauen haben da Recht. Die dürfen, die SOLLEN wählerisch sein!
Denn Idioten gibt's hier genug. :roll:
Insofern ist schon Spreu vom Weizen zu trennen.

Wer will schon beliebig sein?:schulterzuck:
 
Den hat er zu Lebzeiten gesagt
Und?- verstorben bekanntlich schwer möglich.

Ich kann sehr gut den Inhalt, wenn er mich anspricht,mir zusagt, gut vom Autor trennen.

Wenn dir Hitler Zitate Spaß machen?:schulterzuck:

Sicher wird damit umgehauen, trotzdem gehe ich gewissen Aussagen zustimmend um, auch wenn's vielleicht eine "Dame ums Eck " aus der Taufe gehoben hat.

Du bist ja mit der Vergangenheit des angeblichen Verfassers hervorgetreten.
Hab einfach erwähnt dass ein Freitod für mich persönlich nichts mit der Qualität der Aussagen des Menschens zu tun hat.
Die Vorgeschichte schon.
Werde mich hüten wissentlich Stalin,Lenin,oder auch Hitler zu zitieren .
 
Verdammt wo ist nun diese "An-Jeder-Ecke" wo Frau einen Mann kriegt? :D

"An jeder Ecke" hat @Mitglied #537499 eh schön erklärt wo das herkommt, das steht gaaanz klar für "sichtbar" sein.

Wir zwei junggebliebenen ham uns wohlerzogen auch schnell vorgestellt und uns gezeigt. Bei vielen haperts halt krass am Profil:

o fehlende Angaben oder
o falsche Angaben bei Alter, Größe, Gewicht od Beschreibung von Lifestyle schadet immer mehr als zB ein klares Bekenntnis zu den Bonuskilos
o Punkt 1, 2, 3, . . . 7, 8, 9 was Mann alles beachten muss oder nicht darf wirkt teilweise superarrogant

Wer sich nicht zeigt wird nicht gesehen. Und wenn wer schreibt, nicht kontaktiert werden zu wollen, dann respektiere ich das natürlich.
 
So das mit dem Abstellgleis haben wir mehr oder weniger geklärt.
Ich les jetzt mal ned alles durch. Grad Du stelltst das fest und wunderst Dich? Es sind doch genuch Männer, von denen Du Angebote bekommst. Das Problem ist, dass Du ned jeden, der Dich nehmen wollen würde, auch an Dich ranlassen willst. Sex könntest sonst massig haben.

Wenn an dem Mann sonst nichts stimmen müsste, ausser dass er eben ein Mann ist und gern fickt, hättest an jeder Ecke einen stehen.

Nur der Typ, den Du finden willst, muss mE erst noch geboren werden. Den findest nirgends. Entweder isser zu gebunden, egal wie offen dessen Beziehung ist oder er hat zu wenig Bodenhaftung oder er ist einer, der viel scheint, aber wenig ist etc pp
Und bei Deiner Suche greifst dann wahrscheinlich regelmäßig zum "nunmehrigen Hauptgewinn", der sich dann irgendwann als Niete entpuppt. Sonst wärst ja ned allein.

Es liegt also ned an den Typen, sondern an Dir. Und so ist es bei vielen anderen auch. Egal ob Frau oder Mann. Es gibt genügend Singles beiderlei Geschlechts, die zusammenfinden könnten, aber dann irgendwas am jeweils anderen auszusetzen haben, was ned passt, so dass sie alleine bleiben (müssen). Dabei sucht jeder irgendwen, um mitsammen durch´s Leben zu gehen, sich mal anlehnen zu können und gemeinsam zu träumen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Ausdruck "An jeder Ecke" stammt, soviel ich weiß, aus dem Wiener Prostituiertenmilieu, welches sich innterstädtisch um 1850 herum im Spittelbergviertel etablierte und die "Damen", zum Zwecke des "sehen und gesehen werden" sich an die "Ecken" (=Keuzungen) der damals sehr engen Gassen stellten.
Danke schön, Frau Lehrerin. Oder heißt es Frau Lehrer?
 
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