Jimmy Cliff ist heute verstorben.


traurig: ... einer meiner Lieblinge
Jimmy Cliff ist tot
Der jamaikanische Sänger Jimmy Cliff ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren, wie seine Frau am Montag auf sozialen Netzwerken mitteilte. Zusammen mit Bob Marley machte er über sechs Jahrzehnte hinweg Reggae, Ska und Rocksteady populär. Bekannt wurde er für Songs wie „You Can Get It If You Really Want“ und sein Cover von „I Can See Clearly Now“.
„Mit großer Trauer teile ich mit, dass mein Mann an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben ist“, schrieb Cliffs Frau Latifa Chambers auf Instagram. Sie sei dankbar für alle, die seinen Weg mit ihm geteilt haben. Allen Fans richtete sie aus: „Eure Unterstützung hat ihn durch seine gesamte Karriere getragen.“
Geboren wurde James Chambers am 30. Juli 1944 während eines Hurrikans in St. James Parish im Nordwesten Jamaikas. Der Künstlername Cliff war inspiriert von den Klippen seiner Heimat. In seinen Teenagerjahren gelang ihm der Einsteig in die aufstrebende Musikszene von Kingston, in den 1960er Jahren führte er eine Bewegung an, zu der auch zukünftige Stars wie Marley, Toots Hibbert und Peter Tosh gehörten.
Mit „Hurricane Hattie“ erstmals an Spitze der Charts
Als Cliff mit „Hurricane Hattie“ erstmals die Spitze der jamaikanischen Charts erreichte, gab es den Begriff Reggae noch gar nicht. Es war 1962 – das Jahr, in dem Jamaika von Großbritannien unabhängig und Cliff 18 Jahre alt wurde. Der Name „Hurricane Hattie“ stammt von einem schweren Hurrikan im Oktober 1961.
Bekannt war Cliff unter anderem für die Singles „You Can Get It If You Really Want“ und „Many Rivers to Cross“ sowie für seine Coverversionen von Johnny Nashs „I Can See Clearly Now“, das auf dem Soundtrack des Films „Cool Runnings“ von 1993 erschien, und Cat Stevens’ „Wild World“.

IMAGO/Avalon.red/Photoshot Cliff brachte Reggae einem internationalen Publikum näher
Auftritt in „The Harder They Come“
Cliff veröffentliche über 30 Alben und trat weltweit auf, unter anderem in Paris, Brasilien und auf der Weltausstellung 1964 in New York. Später wandte sich Cliff der Schauspielerei zu und spielte 1972 in dem Filmklassiker „The Harder They Come“ von Perry Henzell mit. Der Film, der wegen geringer Finanzierung mit zwei Jahre Verzögerung ins Kino kam, gilt bis heute als kultureller Meilenstein und brachte Reggae einem internationalen Publikum näher.
Auch mit „Vietnam“ hatte Cliff Erfolg – das nach Aussage von Bob Dylan beste Protestlied aller Zeiten. Mit „The Harder They Come“ erreichte Cliffs Karriere zwar ihren Höhepunkt, nach einer Pause in den späten 1970er Jahren arbeitete er aber jahrzehntelang mit anderen Künstlerinnen und Künstlern weiter, etwa mit den Rolling Stones, Wyclef Jean, Sting und Annie Lennox. 2010 wurde Cliff in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen.

IMAGO 2010 wurde Cliff in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen
Cliff wurde für sieben Grammys nominiert und gewann zweimal für das beste Reggae-Album: 1986 für „Cliff Hanger“ und 2012 für „Rebirth“, das weithin als sein bestes Werk seit Jahren gilt. Seine anderen Alben umfassten unter anderem das grammynominierte „The Power and the Glory“, „Humanitarian“ und die Veröffentlichung von „Refugees“ im Jahr 2022.
Trotz aller Ehrungen fühlte er sich immer seinen bescheidenen Wurzeln verbunden. „(Reggae) ist eine reine Musik. Sie wurde aus der ärmeren Klasse der Menschen geboren“, sagte Cliff 2022 in einem Interview. „Sie entstand aus dem Bedürfnis nach Anerkennung, Identität und Respekt.“